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Shootout: Blackmagic Pocket 1080p vs. Sigma fp im s16-Crop



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Frage von cantsin:


Wie zuvor in einem anderen Thread versprochen, habe ich jetzt endlich mal meinen kleinen privaten Shootout zwischen der ersten Blackmagic Pocket (mit ihrem s16/1"-1080p-Sensor) und der Sigma fp im 1"/s16-Crop gemacht.

Beide Kameras nehmen verlustfrei (BM) bzw. unkomprimiertes (Sigma) 12bit-CinemaDNG RAW auf und haben einen vergleichbaren Pixelpitch: Die Pocket 1920 PixelPixel im Glossar erklärt auf 12.48mm Sensorbreite = 6.5?m, die Sigma fp 6000 PixelPixel im Glossar erklärt auf 36mm Sensorbreite = 6.0?m.

Die fp unterstützt zwar keinen 1"/s16-Crop in der Firmware, es gibt aber einen einfachen Workaround: (a) Aufnahme auf APS-C-Crop einstellen, wodurch die Sensorpixel 1:1 als UHD-Bild aufgezeichnet werden; (b) in der Kamera ein Hilfslinienraster von 4x4 einstellen, wodurch die mittleren 4 Quadranten auf dem Display den s16-Bildauschnitt markieren, oder einen Fieldmonitor mit HD-Auflösung verwenden, der sich auf 1:1-Pixelanzeige schalten lässt; (c) im NLE/Resolve ein FullHDFullHD im Glossar erklärt oder DCI 2K-Projekt anlegen, und das aufgenommene Material um Faktor 1.9 (entspricht dann exakt der BM Pocket) oder 2.0 einzoomen.

Angesichts des heutigen Schneetreibens musste ich vor allem die Kameras schützen und hab' deshalb schnell gedreht. Auf beiden Kameras wurde dasselbe Objektiv verwendet, ein adaptiertes Cooke Kinetal 17.5mm/t2, sowie ein IR-Sperrfilter und Hoya ND8-Filter. Beide Kameras liefen auf ihren empfohlenen Basis-ISOs 800 (BM Pocket) und 100 (fp) (nicht wirklich miteinander vergleichbar, da sich ISO 100 bei der fp auf Rec709/sRGB bezieht und ISO 800 bei der Pocket auf Log) mit 180 Grad-Shutter.

Hier die Ergebnisse eines Testmotivs , alle als direkt aus Resolve exportierte, verlustfrei komprimierte PNGs:

s16-pocket_2.16.1.png BM Pocket - leider musste ich hier gleich feststellen, dass meine alte Pocket am bekannten Symptom der Sensorglas-Verfärbung leidet. :-( Den Magenta-Verlaufsfilter-Effekt daher bitte ignorieren, oder als bekannten möglichen Defekt/Sollbruchstelle der Kamera einkalkulieren....

s16-fp_2.17.1.png Sigma fp, im s16-Crop.


Beide Bilder sind in Resolve qua WeissabgleichWeissabgleich im Glossar erklärt und Belichtung mit wenigen Handgriffen im 'Raw'-Tab (aber ohne weitere Farbkorrekturen) aneinander angeglichen. Die Vignettierung links bei der fp kommt durch eine nachträgliche Ausschnittsveränderung in Resolve, um das Bild an die Pocket 1:1 anzugleichen.

Qua allgemeiner Bildcharakteristik sehe ich hier, vom Farbdefekt bei der Pocket abgesehen, keinen bemerkenswerten Unterschied (Stichwort Fairchild- versus Sony-Sensor)...

Allerdings ist das Bild der Sigma sauberer bzw. hat weniger Moirés/Falschfarben. Hier ein paar 1:1-Bildausschnitte zum Vergleich:

s16-pocket_2.16.1-crop-01.png BM Pocket

s16-fp_2.17.1-crop-01.png Sigma fp

s16-pocket_2.16.1-crop-02.png BM Pocket

s16-fp_2.17.1-crop-02.png Sigma fp


Der Vergleich ist natürlich insofern nicht fair, als dass auch eine gebrauchte Sigma fp ungefähr viermal soviel kostet wie eine gebrauchte 1"-Pocket... Ansonsten ähneln sich die beiden Kameras aber durchaus in Formfaktor, Bedienung und Workflow - die Unterschiede sind IMHO deutlich geringer als die zwischen 1"-Pocket und Pocket 4K/6K (die ggü. der alten Pocket eigentlich komplett andere Kameras sind).



Antwort von iasi:

Ich kann den Test verstehen, wenn es darum geht, ein S16-Objektiv zu verwenden.
Aber selbst dann, könnte man doch bei der fp der Bildkreis des Objektivs voll ausreizen.
Wenn dann z.B. 2,5k-Raw herauskommen, dann kann damit ein besseres 1080p1080p im Glossar erklärt erzeugt werden.



Antwort von roki100:

cantsin hat geschrieben:
BM Pocket - leider musste ich hier gleich feststellen, dass meine alte Pocket am bekannten Symptom der Sensorglas-Verfärbung leidet. :-( Den Magenta-Verlaufsfilter-Effekt daher bitte ignorieren, oder als bekannten möglichen Defekt/Sollbruchstelle der Kamera einkalkulieren....

Ui, das sieht nicht gut aus. Das blau/grüne glas gibt es irgendwo im Netz vom Chinesen (viel günstiger als direkt von BMD). Ansonsten RAWLITE, kostet aber natürlich jede menge - ein unverschämter Preis ist das. Irgendwo war zu lesen, dass RAWLITE nicht wirklich alle moiré entfernt (also nicht so wie bei der UMP)... da sollte der Verkäufer eigentlich mit dem Preis etwas runtergehen...

Ansonsten, ja, Sigma FP ist doch eine tolle Kamera. CDNG ist einfach super.








Antwort von cantsin:

iasi hat geschrieben:
Ich kann den Test verstehen, wenn es darum geht, ein S16-Objektiv zu verwenden.
Aber selbst dann, könnte man doch bei der fp der Bildkreis des Objektivs voll ausreizen.
Wenn dann z.B. 2,5k-Raw herauskommen, dann kann damit ein besseres 1080p1080p im Glossar erklärt erzeugt werden.
Nee, da rechnest Du falsch - wenn Du bei der Sigma fp auf 2K/1080p croppst, reizt Du den s16-Bildkreis voll aus - deswegen ja auch die VignetteVignette im Glossar erklärt auf meinem Testbild, weil ich da das Bild nicht genau zentriert, sondern schon etwas über den eigentlichen s16-Bildkreis geschoben hatte.

Hier die Zahlen:

zum Bild


Die horizontalen 12.52mm von Super 16 entsprechen 34.7 Prozent bzw. einem Cropfaktor 2.87 der horizontalen 36mm eines FF-Sensors. Beim Sigma fp mit ihrem 24MP/6K-Sensor resultiert dadurch eine Maximalauflösung von 2086 (praxisnäher: 2080) Pixeln im s16-Crop, also ziemlich genau DCI 2K.



Antwort von iasi:

cantsin hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Ich kann den Test verstehen, wenn es darum geht, ein S16-Objektiv zu verwenden.
Aber selbst dann, könnte man doch bei der fp der Bildkreis des Objektivs voll ausreizen.
Wenn dann z.B. 2,5k-Raw herauskommen, dann kann damit ein besseres 1080p1080p im Glossar erklärt erzeugt werden.
Nee, da rechnest Du falsch - wenn Du bei der Sigma fp auf 2K/1080p croppst, reizt Du den s16-Bildkreis voll aus - deswegen ja auch die VignetteVignette im Glossar erklärt auf meinem Testbild, weil ich da das Bild nicht genau zentriert, sondern schon etwas über den eigentlichen s16-Bildkreis geschoben hatte.

Hier die Zahlen:

zum Bild


Die horizontalen 12.52mm von Super 16 entsprechen 34.7 Prozent bzw. einem Cropfaktor 2.87 der horizontalen 36mm eines FF-Sensors. Beim Sigma fp mit ihrem 24MP/6K-Sensor resultiert dadurch eine Maximalauflösung von 2086 (praxisnäher: 2080) Pixeln im s16-Crop, also ziemlich genau DCI 2K.
Ich kenne das Objektiv nicht, das du verwendet hast. Aber ich dachte eben an manche S16-Linsen, die etwas mehr Reserven haben und auch einen etwas größeren Bildkreis abdecken. Das würde dann eben erlauben, dass man bei der fp den Crop etwas größer wählen könnte. Dann könnte man den Vorteil der höheren Auflösung ausspielen.



Antwort von cantsin:

iasi hat geschrieben:
Ich kenne das Objektiv nicht, das du verwendet hast. Aber ich dachte eben an manche S16-Linsen, die etwas mehr Reserven haben und auch einen etwas größeren Bildkreis abdecken. Das würde dann eben erlauben, dass man bei der fp den Crop etwas größer wählen könnte. Dann könnte man den Vorteil der höheren Auflösung ausspielen.
Das Cooke Kinetal 17.5mm ist ein klassisches s16-Objektiv, sogar eins der ersten, das Rune Ericson (der Erfinder der Super 16-Filmformats) für das FormatFormat im Glossar erklärt überhaupt einsetzte. Aber höhere Bildkreisabdeckung hast Du i.d.R. erst ab Brennweiten von 25mm und mehr.

Davon abgesehen, kann man an die Sigma natürlich auch s35-Objektive adaptieren (z.B. die relativ preiswert zu findenden russischen Lomo OCT-18-Objektive) und dann 4K/UHD 1:1 im APS-C-Crop aufnehmen. Aber das ist eine andere Geschichte, und bei diesem Experiment ging's mir tatsächlich um die Weiterverwendung meiner s16-Objektive.

- Bei 2.5K wärst Du übrigens schon bei 15mm Sensorbreite und daher schon fast bei MFT...



Antwort von iasi:

cantsin hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Ich kenne das Objektiv nicht, das du verwendet hast. Aber ich dachte eben an manche S16-Linsen, die etwas mehr Reserven haben und auch einen etwas größeren Bildkreis abdecken. Das würde dann eben erlauben, dass man bei der fp den Crop etwas größer wählen könnte. Dann könnte man den Vorteil der höheren Auflösung ausspielen.
Das Cooke Kinetal 17.5mm ist ein klassisches s16-Objektiv, sogar eins der ersten, das Rune Ericson (der Erfinder der Super 16-Filmformats) für das FormatFormat im Glossar erklärt überhaupt einsetzte. Aber höhere Bildkreisabdeckung hast Du i.d.R. erst ab Brennweiten von 25mm und mehr.

Davon abgesehen, kann man an die Sigma natürlich auch s35-Objektive adaptieren (z.B. die relativ preiswert zu findenden russischen Lomo OCT-18-Objektive) und dann 4K/UHD 1:1 im APS-C-Crop aufnehmen. Aber das ist eine andere Geschichte, und bei diesem Experiment ging's mir tatsächlich um die Weiterverwendung meiner s16-Objektive.

- Bei 2.5K wärst Du übrigens schon bei 15mm Sensorbreite und daher schon fast bei MFT...
S16 ist für mich weit entfernt - ich hab meine letzten Objektive vor ewiger Zeit verkauft.
Wobei das ANGENIEUX ZOOM mir noch in guter Erinnerung ist.




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