Frage von Blancblue:Servus,
habe beim Geburtstag eines Kumpels ein bissl nebenbei gefilmt und benötige mal einen Tipp der Profis wie man mit den verschiedenen Lichtstimmungen beim Schnitt am besten umgeht.
Die Aufnahmen beginnen mit
a) Sonnenschein
b) Sonnenuntergang
c) Dämmerung
d) Dunkel, Kneipenlicht, indoor.
Hier mal ein bissl Testfootage dazu:
psw: fcp
Die ersten 14s sind das grob angedachte Grading/Style, danach kommen ungegradete Aufnahmen. Ich hänge gerade an den harten Übergängen zwischen den einzelnen Lichtstimmungen, wie löst man das am besten?
Antwort von TomStg:
Mir fallen zwei Vorgehensweisen ein:
1. nicht so stark graden wie Deine ersten 14 Sekunden
2. kurze Zwischenschnitte von Grossaufnahmen bei den Übergängen
Grüsse
Tom
Antwort von domain:
Da würde ich überhaupt nicht graden oder besser gesagt korrigieren, sieht für deine Freunde dann eher so aus, als wenn die Kamera defekt wäre oder du mit dem NLE nicht umgehen könntest.
Einfach konstant bei der Tageslichtabstimmung bleiben, auch beim Sonnenuntergang und bei Kunstlicht. Dann hast du im zweiten Teil des Videos und zum Abschluss doch einen wunderschönen Goldton von Haus aus.
Ich nehme mal an, dass du in der Endfassung die Reißschwenks noch entfernen und nicht direkt in die oder aus den laufenden Schwenks in statische Bilder schneiden wirst.
Antwort von Axel:
Vor Sek. 16 sieht es aus als hätte die Crew von
Die Mumie kehrt zurück die Restbestände von Carotin-Selbstbräuner verbraten.
Danach wird es sehr schön, und die unterschiedlichen Lichtstimmungen nehmen einen mit.
Will man einen einheitlichen Look (hier gerade nicht so gut), gilt Stu Maschwitz' Axiom (aus "The DV Rebel's Guide"):
First grade for look, then for consistency.
Gemeint ist das in dem Sinne, wie ich es in
diesem Posting beschrieben habe.
Antwort von Blancblue:
Schon mal danke für die Tipps.
Gerade mal die ersten 15 Sekunden angeschaut :D - da hat sich ein Preset und die Colorkorrektur überlagert, so schlimm war das nicht gemeint. Im Prinzip hätte ich gerne so ein bissl "California" Style, falls ihr versteht was ich meine.
Antwort von Axel:
Im Prinzip hätte ich gerne so ein bissl "California" Style, falls ihr versteht was ich meine.
Keine Ahnung, welche Software du verwendest. Ist das Passwort ein Hinweis, dann könnte dir Color zur Verfügung stehen.
Ich würde folgendes probieren:
> Keine extreme Sättigung, wie du es hast.
> Die Höhen
leicht nach Orange verschieben.
> Die Tiefen etwas nach Blau verschieben.
> Die Tiefen sehr leicht anheben, das nimmt dem Bild den Schwarzpunkt und überzieht es mit einem leichten Dunstschleier.
Diese Stimmung ist in den Bildern schon vorhanden. Es sind die Farben und Tonwerte des Abends. Du verstärkst sie nur, aber bitte
nur leicht, sei in Bezug darauf subtil.
Ist Himmel im Bild, kannst du etwas Heißer Ofen ("California") dazutun: Einen ganz dezenten Verlauf, orange natürlich. Eingesetzt im Sinne eines Effektfilters nur am oberen Rand des Bildes, nur ein paar Pixelchen.
Nachts, innen würde ich gar nichts ändern.
Antwort von domain:
Das hat doch gar keinen Sinn Axel jemand solche Tipps zu geben.
Aus der Originalfootage geht schon hervor, dass beim Ersteller noch jede Menge Basisarbeit allein schon beim Filmen notwendig wäre. Jedoch, so haben wir alle mal angefangen, aber da haben wir nicht gleich massives und gleichzeitig voll danebenliegendes Colorgrading angestrebt.
Antwort von Blancblue:
Das hat doch gar keinen Sinn Axel jemand solche Tipps zu geben.
Aus der Originalfootage geht schon hervor, dass beim Ersteller noch jede Menge Basisarbeit allein schon beim Filmen notwendig wäre. Jedoch, so haben wir alle mal angefangen, aber da haben wir nicht gleich massives und gleichzeitig voll danebenliegendes Colorgrading angestrebt.
Was du nach bissl aneinandergereihtem Footage alles erkennen kannst ;)
Aber dann lass mich bitte nicht dumm sterben und gib mir ein paar Verbesserungstipps.
Antwort von domain:
Die erste Grundregel wäre m.E. mal so zu filmen, wie man fotografiert: Kamera wird hingerichtet, still gehalten und dann wird abgedrückt, nur dass die Aufnahme keine Momentaufnahme ist, sondern min 6 Sekunden dauert, kein Zoom, kein Schwenk, die Action muss sich im Bild abspielen.
Erst mit den höheren Weihen sollte eine aktive Kamera erwogen werden, Slider, Dollies etc.
Antwort von Blancblue:
Die erste Grundregel wäre m.E. mal so zu filmen, wie man fotografiert: Kamera wird hingerichtet, still gehalten und dann wird abgedrückt, nur dass die Aufnahme keine Momentaufnahme ist, sondern min 6 Sekunden dauert, kein Zoom, kein Schwenk, die Action muss sich im Bild abspielen.
Erst mit den höheren Weihen sollte eine aktive Kamera erwogen werden, Slider, Dollies etc.
Alles klar, vielen Dank für die Tipps.
(Bevor ich aber auf ne Party Stativ, Dolly, Silder und Co. mitschlepp, lass ich lieber auch die Kamera Zuhause und trink dafür ein paar Bier mehr ;-))
Antwort von joey23:
Mit welcher Kamera hast du das gefilmt? Falls eine EOS: Mit welchem Picture Style?
Antwort von Blancblue:
Das war eine GH2 mit nostalgisch Picturestyle.
Antwort von Axel:
Probier doch mal die vorgeschlagene ganz dezente CC. Oder lass es ganz. Finde den Clip in jeder Hinsicht schon so ziemlich okay. Ist halt ein Geburtstagsvideo und nicht eine Beck's Gold-Werbung (obwohl dafür lookmäßig gar nicht viel fehlt).