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NAS für parallelen Videoschnitt



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Frage von Mikepro:


Hi,

ich plane ein NAS einzusetzen um von 2-3 Schnittrechner davon zu schneiden. Die PCs sollen per Lan angeschlossen werden.
Geschnitten wird hauptsächlich 1080p1080p im Glossar erklärt aber auch 4K. (Aktuell von einem 5 Bay Raid und verschiedenen externen Festplatten.)

Jetzt mache ich mir Sorgen, dass das NAS zu langsam dafür sein könnte. Ich plane RAIDRAID im Glossar erklärt 5 oder 6 zu nutzen.
Das gesamte System soll dann nochmal von einer externen Festplatte gesichert werden.
Bei all dem brauchen wir insgesamt nicht mehr als 3-4TB (aktulle Projekte) und die Performance einer einzelnen HDD würde als Minimum auch genügen. Es muss aber parallel auf der unterschiedliches Footage zugegriffen werden können.

Hat jemand damit Erfahrungen, welches NAS und welche Festplatten würdet ihr nehmen? Sind WD Reds im Raid schnell genug?

Bei dem NAS denke ich an ein QNAP TS 451, 453 Pro oder 253 Pro.
Wie sehr bricht die Performance beim parallelen Zugriff ein? Würde es auch ein 2er Bay mit gutem Chip tun?

Die weiteren Funktionen des NAS (Cloud, Video-Transcoding, Verschlüsselung) sind eigentlich egal, der parallele Zugriff ist uns wichtig.



Antwort von Peppermintpost:

hey Mike

das sind ja direkt mehrere dinge auf einmal.

also als erstes: qnap = daumen hoch. synologie sollen auch ok sein, hab ich aber keine erfahrung mit, kann ich also nix dazu sagen. qnap ist definitiv sehr gut.

zweitens festplatten: scheiss egal, die performance der platten bekommst du aus dem nas sowieso nicht raus, weil dein netzwerk nicht schnell genug ist. ich persöhnlich würde keine energie spar platten kaufen, weil automatisches an und abschalten weder für raids noch für schnittbetrieb hilfreich ist. sonst ist es aber wirklich egal, selbst die billigsten platten sind schneller als dein netzwerk.

drittens: raid5 -> klar, raid6 -> wieso? verstehe ich nicht, verstehe ich doppelt nicht weil du das ganze ja nochmal extern gespiegelt haben willst.

4tens: qnap pro gegen qnap normal -> die frage kannst du nicht ernst meinen. das pro hat 4 netzwerk anschlüsse, das normale 2. bei 3 schnittplätzen ist das ja wohl ein no brainer. du willst natürlich das pro.

5tens: hd schnitt - ja klar, mach doch.

6tens: 4k schnitt, 4k schnitt funktioniert immer entweder schlecht oder garnicht, das ändert sich mit dem nas nicht. gh4 4k footage geht von der datenrate über 1gbe problemlos, der codec ist halt nur total zäh. bmd 4k zieht deine hardware in die knie und bekommst du nicht in enchtzeit über 1gbe. red 5k ist von den hardware anforderungen nicht so wild, bekommst du aber ebenfalls nicht über 1gbe. 4k prores ist von der hardware null problemo, geht aber ebenfalls nicht übers netzwerk. kurz und gut, du willst 4k schneiden, dann mach dir proxies.

hoffe das hilft dir.

und an die imac fraktion, ja bei euch läuft 4k total toll, ich weiss. ist halt immer nur ne frage der erwartungshaltung.



Antwort von VideoUndFotoFan:

Hast du das vorher schon mal ausprobiert, ein Schneiden von AVCHDAVCHD im Glossar erklärt oder gar UHD in XAVC von einem NAS aus ?

Falls nicht, dann kann man das nur eindringlich empfehlen, da man sonst von der Scnittperformance ziemlich überrascht werden könnte.

Es sind eben nur max. 100 MB/sMB/s im Glossar erklärt, und die Antwortzeit ist selbst bei nur einem User schon lausig für Video-Schnitt.





Antwort von Mikepro:

Hast du das vorher schon mal ausprobiert, ein Schneiden von AVCHDAVCHD im Glossar erklärt oder gar UHD in XAVC von einem NAS aus ?

Naja, das Ausprobieren wollte ich mir sparen und daher habe ich ja diesen Thread eröffnet. Allerdings geht es mir zu 85% um 1080p. Beim restlichen 4K kann ich auch Proxies nutzen.

@Peppermintpost

Danke für deinen ausführlichen Post.

Hauptsächlich sind es zwei Rechner. Eventuell ab und zu noch ein Laptop. Ist der einzige für mich relevante Unterschied zum PRO die 4 Netzanschlüsse? Oder ist der Chip eventuell schneller?

Wenn das NAS der Flaschenhals ist, und die Festplatten nur eine untergeordnete Rolle spielen. Bietet es denn genügend Geschwindigkeit und Reaktionszeit um vernünfig zu schneiden?
Die Geschwindigkeit sollte ja passen (zumindest für 1080p), aber rödelt das Raid nicht hin und her und es muss einer warten wenn verschiedene Dinge abgerufen werden?

Und ja RAIDRAID im Glossar erklärt 6 ist wohl quatsch. Zusätzliches Backup muss sein, sonst habe ich bei einem Gerät Bauchschmerzen ;)

Wir haben immer wieder mit verschiedenen Platten zu tun. Wenn ich an das QNAP ne externe Festplatte anschließe, kann die dann auch problemlos genutzt werden, oder müsste ich die erst wieder ins RAIDRAID im Glossar erklärt kopieren?



Antwort von VideoUndFotoFan:

"... das Ausprobieren wollte ich mir sparen ..."
Du siehst das aber schon sehr optimistisch.

Die Daten kommen nur dann relativ schnell von einem NAS, wenn sich diese bereits im internen Arbeitsspeicher des NAS befinden.
Wenn nicht, dann dauert es, bis alle Köpfe aller RAID5-Festlatten sich auf den richtigen Spuren befinden.

Für Video-Dateien ist selbst ein größerer NAS-Arbeitsspeicher aber immer zu klein.
Und wenn dann noch mehr als ein Zugriff stattfindet ...

Ja, eine USB-Platte kann man am NAS nutzen, aber natürlich auch da: Thema "Daten im Arbeitsspeicher".



Antwort von Mikepro:

"... das Ausprobieren wollte ich mir sparen ..."
Du siehst das aber schon sehr optimistisch.

Die Daten kommen nur dann relativ schnell von einem NAS, wenn sich diese bereits im internen Arbeitsspeicher des NAS befinden.
Wenn nicht, dann dauert es, bis alle Köpfe aller RAID5-Festlatten sich auf den richtigen Spuren befinden.

Für Video-Dateien ist selbst ein größerer NAS-Arbeitsspeicher aber immer zu klein.
Und wenn dann noch mehr als ein Zugriff stattfindet ...

Ja, eine USB-Platte kann man am NAS nutzen, aber natürlich auch da: Thema "Daten im Arbeitsspeicher".

Ich sehe das genauso kritisch wie du und mache mir Sorgen wegen der Performance. Ich möchte mir aber nicht alles bestellen einrichten und dann merken, dass es zu langsam ist.
Deswegen erhoffe ich mir, dass jemand ein solchen Setup schonmal ausprobiert hat und sagen kann ob es vernüpftig ist oder nicht.

Den 253 Pro gibt es mit 8GB Ram. Das würde sich WENN also empfehlen, oder?



Antwort von VideoUndFotoFan:

"Den 253 Pro gibt es mit 8GB Ram. Das würde sich WENN also empfehlen, oder?"

Kann ich nicht wirklich beantworten, da ich es mit 8 GB RAM noch nicht probiert habe.

Mit 2 GB aber und 110 MB/sMB/s im Glossar erklärt lesend und genauso hoch schreibend mit RAID5:
Allein die Ladezeit eines Projektes verfünffacht sich. Mindestens ! Gegenüber Platte im PC.
Und springt man im fertig geleadenen Projekt hin- und her: Gefühlt jedesmal eine Sekunde, bis es weitergeht.
Und das alles bei nur einem User !

Wenn die User nicht wirklich richtig leidensfähig sein sollten käme aus meiner Sicht nur ein wirklich potenter Server in Frage.
Mit Arbeitsspeicher satt und/oder mit SSDs only, um alle Daten (und nicht nur die bereits im Arbeitsspeicher vorhandenen) ohne Kopfpositionierungszeiten bereitszustellen.



Antwort von Borke:

Die Lösung heißt 10Gbit Ethernet und möglichst viele Slots, damit die Platten parallel schieben können. Also lieber 8 Slots statt 5.

http://www.qnap.com/static/landing/10gbe_en.html



Antwort von VideoUndFotoFan:

Wäre sicher 'ne Verbesserung, aber das Problem der großen Latenzen bleibt.

Besser 10 Gbit/sGbit/s im Glossar erklärt und einen potenten Server mit PCIe-SSDs mit NVMe (diese könne Daten praktisch parallel bereitstellen und haben null Latenzen).
Beispielsweise eine Intel 750.

Es würde ja eine einzelne reichen, da SSDs ja extrem zuverlässig sind.
Die Überlegung für ein RAID5 wäre daher ja gar nicht mehr notwendig.



Antwort von Bergspetzl:

würde auch 10gbps sagen. oder fiber. wenn man selber baut geht fiber schon, für 400 taken pro gerät ca. alternativ gibt es auch usb3 to 10gbps net, das ist etwaige billiger als die karten, aber ob das auch wirklich liefert ist eine andere frage..



Antwort von Peppermintpost:

@mike

ich kann dir nicht sagen was da für chips verbaut sind und wie schnell die sind, ich kann dir aber sagen das die qnap definitiv genug druck haben um die schnitstelle zu sättigen. was bei vielen nas nicht der fall ist. mit 4 platten bei raid 5 kommen da intern je nach menge der daten auf den platten geschwindigkeiten zwischen 300 und 500 mb zu stande. mit jedem 1gbe saugst du ca 100-110mb/sec. das kommt wirklich bei dir am rechner an. also wenn wir jetzt von video dateien sprechen wie quicktime, bei einzelbildern geht es dann natürlich drastisch runter.

mit 2 rechnern hd schneiden geht problemlos, aber es wird natürlich "weicher" als hättest du ein lokales raid verbaut. die ladezeiten sind höher usw.
ich selbst schneide prores HQ und proress 444 über das netzwerk und finde es akzeptabel. in der firma schneiden wir über fiber channel und haben gerade den server auf 16gb fiber channel upgedated damit das kompl latenzfrei ist, an 4 rechnern gleichzeitig.

1gbe wird sich nie so anfühlen wie ein locales raid, aber es ist als kleine lösung durchaus brauchbar.

was borke schreibt, darüber solltest du nachdenken, evtl ein grosses qnap 8bay zu kaufen, selbst wenn du es jetzt nicht brauchst, in einem jahr brauchst du evtl mehr performane, mehr arbeitsplätze, etc.
in die 8er qnap kannst du 10gbe rein schrauben, und das ist ein kompl anderer schnack. damit geht dann auch 4k halbwegs befriedigend.

schau halt auf dein budget. wenn ein grosses qnap preislich drin ist, dann ist das definitiv eine gute investition.



Antwort von dienstag_01:

Ich würde einfach einen der Arbeitsplatzrechner als Server einrichten, zum Arbeiten und zum Bereitstellen der Daten. Dann wäre ich wenigstens sicher, dass es wenigstens auf einem Rechner läuft. Und in der Not kann man dem anderen ja das Kabel ziehen*

* nicht ganz ernst gemeint ;)



Antwort von Peppermintpost:

Ich würde einfach einen der Arbeitsplatzrechner als Server einrichten, zum Arbeiten und zum Bereitstellen der Daten. Dann wäre ich wenigstens sicher, dass es wenigstens auf einem Rechner läuft. Und in der Not kann man dem anderen ja das Kabel ziehen*

* nicht ganz ernst gemeint ;)

ist bei so einem kleinen setup sicherlich nicht die dümmste lösung. wenn das mit einem anständigen raid controller gemacht ist, dann hat das vorteile.



Antwort von Mikepro:

Das Problem könnte tatsächlich das Raid5 mit 4 Platten sein, wo die Zugriffzeit ja langsamer ist als bei einer einzelnen Platte.

Also wenn ein Qnap mit 10gbps Option damit zumindest in Zukunft sauber gearbeitet werden kann. Und die Idee erstmal nur mit SSDs zu arbeiten ist auch Interessant.
Wenn man ordentlich ist sind aktuelle Projekte bei uns nie mehr als 2TB.

Ich würde einfach einen der Arbeitsplatzrechner als Server einrichten, zum Arbeiten und zum Bereitstellen der Daten. Dann wäre ich wenigstens sicher, dass es wenigstens auf einem Rechner läuft. Und in der Not kann man dem anderen ja das Kabel ziehen*

* nicht ganz ernst gemeint ;)

Okay das klingt sehr interessant. Wie geht man dabei vor? Mir ist das fremd...
Klingt aber machbar für 2-3 PCs.



Antwort von merlinmage:

Gibt natürlich noch die Option einen Rechner aufzubauen und dort FreeNAS einzurichten, und dann per 10Gbit die Rechner zu speisen. Brauchst mit ZFS bei FreeNas auch keinen HW Controller.



Antwort von Borke:

Zur Zeit existieren nur 12 MVMe Karten.

http://ssd.hardwareschotte.de/?pfpd=123 ... srt=latest



Antwort von Peppermintpost:

also die zugriffszeiten bei einem raid verschlechtern sich für unsere massstäbe nicht. ich bin noch nicht einmal sicher ob sie es überhaupt tuen, weil die menschen die wirklich schnelle zugriffszeiten brauchen ja ebenfalls auf raids setzten und auch schon immer haben.
aber diese micro ultra schnellen zugriffszeiten wie es nur eine ssd liefern kann sind für uns total egal. (es sei denn du berechnest deinen atbeitstag in schritten von einer 1/1000stel sekunde)
die zugriffszeiten werden aber massiv durch die art deiner netzwerkanbindung limitiert. die pings die da zu stande kommen sind ungleich grösser als der unterschied zwischen einer spindel und einer ssd.

grundsätzlich ist ethernet als netzwerkverbindung ein totaler ober scheiss, schlimmer gehts nicht. (von wlan mal abgesehen)
aber dennoch benutzen wir alle ja weitestgehend ethernet, was ja darauf schliessen lässt das es, bei aller limitierung, gut genug funktioniert.
auch wenn wir hier über 10gbe sprechen, das ist natürlich deutlich schneller als 1gbe, aber auch das hat mit zugriffszeiten zu kämpfen, und auch das ist nicht so schnell wie es auf dem karton steht.
aber wir befinden uns hier in einer theoretischen diskussion, weil 1gbe das ist was du bezahlen kannst und was du handhaben kannst. fiber channel zum beispiel ist viel geiler, kann alles besser, hat mini latenzen, und bekommste auf ebay auch für billig. ist aber vom setup deutlich komplizierter als ethernet. um das richtig oder überhaupt zu betreiben brauchst du einen netzwerk admin der dir den ganzen sulz erst einmal einrichtet. also, vergiss es.

ein nas mit ssd zu bestücken macht auch einfach null sinn, auch wenn die qnap echt gut sind, aber die performance von ssd schöpfen die nicht aus. die schöpfen noch nicht einmal die performance aktueller spindeln voll aus. ssd im nas ist einfach geld im klo runter spühlen.
sowas machen grosse firmen wo zugriffszeiten der wichtigste aspekt ist, also z.b. webserver, datenbankserver, sowas in der richtung, da sind die nas dann aber auch per 50gbit infiniband und schneller angebunden. kannst du nicht bezahlen, kannst du nicht handhaben, ist totaler overkill, willst du einfach nicht für ein bissel video geschubse.

was dienstag geschrieben hat ist für kleine setups clever.
du stopfst in eine workstation mal 10 platten und einen raid kontroller. dann hast du lokal an dieser workstation mehr als 1000mb/sec. das ist schnell genug für unkompremiertes 4k. alles was komprimiert ist erzeugt dann sowieso nur noch ein müdes lächeln. das raid gibst du einfach als share frei, und ein zweiter rechner kan das als media volume benutzen. quasi als editing satellit. wenn du jetzt mehrere rechner als satelliten benutzen willst steckst du einfach eine 4port 1gbe netzwerkkarte in die workstation und du kannst weitere rechner daran anschliessen, intern hast du ja power genug, die challange ist ja die leistung über das netzwerk raus zu bekommen, nicht die power zu erzeugen.

sagen wir mal, du hast deine "master" workstation und 4 satelliten. dann kannst du auf den satelliten prima schneiden, und für dein conform benutzt du den "master", der hat dann auch genug qualm um fette datenströme zu handhaben. z.b. fürs online editing, color grading, finishing, vfx, what so ever.

die verfahrensweise ist für ein etwas grösseres posthaus nicht so dolle, da will man ein zentrales storage haben, was auch dafür ausgelegt ist, aber als post boutique, warum nicht. hält den aufwand überschaubar, kost nix, ist einfach handhabbar und ist maximal felxibel.

ein qnap ist ne gute lösung, die super einfach in der handhabung ist, aber die ist von der leistung limitiert auf dein netzwerk. die server in workstation lösung ist etwas komplizierter, unter umständen nicht ganz so beschussfest, dafür mehr performance.



Antwort von phili2p:

Manche Qnaps haben auch e-Sata.
Keine Ahnung, ob das nicht auch noch eine interessante Schnittstelle für manche sein könnte.



Antwort von Peppermintpost:

@phillip

ich glaube die sata schnittstelle geht aber nur rein, nicht raus.
damit meine ich, du kannst eine sata platte dran hängen die das qnap dann sieht und verwaltet. du kannst aber das qnap nicht als sata platte an deinen rechner anklemmen wie eine usb platte.

verwirrend ausgedrückt, ich hoffe man versteht was ich meine.



Antwort von phili2p:

@ Peppermint. Ne, klingt logisch.



Antwort von Mikepro:

Ich habe gerade probeweise beim stärksten Rechner eine Festplatte freigegeben und ein Projekt von dort auf einem anderem Rechner geöffnet. Ergebnis war erschreckend, aber das liegt sehr wahrscheinlich am WLAN Repeater der die Schnittstelle zwischen den beiden PCs herstellt und nur 100mbits kann.

Jetzt habe ich mal einen schnelleren Switch bestellt. Sollte diese Leitung 100mbyte schaffen, sollte das hoffentlich anders aussehen.

Das wäre, wenn die Perfomance stimmt, genau das was wir gesucht haben. Auch quasi kostenlos.

Rein theoretisch könnte man die Rechner auch mit 10Gigabit Netzkarten ausstatten und direkt miteinander verbinden und hätte auf diese Weise mehr Speed.
Gibt es noch Dinge ich ich bei diesem Setup beachten sollte?

Würde ein Raid in PC 1 merkbar mehr Perfomance bringen für PC 2? Oder ist das eh limitiert durch das Ethernet.

Super Tipps bisher :)



Antwort von Bergspetzl:

oida - vagiss WLAN in deinem Setup!! Auch nur ansatzweise :O Peppermint hat einen Super Tip abgegeben



Antwort von Peppermintpost:

das raid im pc bringt nix für pc2.
alles was die daten über ethernet bekommt ist gleich schnell, weil ethernet der limitierende faktor ist. egal ob du ein qnap oder einen workstation-server benutzt. ethernet kann maximal wenn alles suppi ist 110mb/sec (also 1gbe).

10gbe kaufen ist ne gute idee, aber schau mal was das zeugs so kostet.
die pci karten gehen so bei 100euro/stück los und dann aber ruckartig nach oben. wenn du eine karte willst die den prozessor nicht belastet, dann rechne mal mit 250-400 pro stück. das ist aber nicht der killer, der kommt wenn du nach einem switch suchst, der kostet nämlich schnell mal 2000-5000 euro je nach ausstattung. deswegen hat kaum jemand 10gbe ;-)
btw aus 10gbe kommen in der praxis auch nur ca. 400-500mb/sec raus. die 1000mb/sec bekommst du nur wenn du 2 rechner direkt aufeinander steckst mit nur einem meter kabel dazwischen, und das kommt ja recht selten vor.



Antwort von pixelschubser2006:

Ich würde mir ehrlich gesagt einen anderen Weg suchen, und zwar den Server als zentralen Speicher für Footage und für fertige Projekte nutzen, aber die Daten zum Schneiden auf die jeweilige Workstation rüberkopieren. Mir ist klar, daß das nicht in jedem Anwendungsszenarion geht, aber derzeit ist das der schnellste Weg. Das Problem ist und bleibt einfach die Gigabit-Netzwerkverbindung. Und wenn man mehrere Ports bündelt, kommen die SATA-Raid-Controller nicht hinterher. Das wird dann ganz schnell ganz fies teuer.
Auch würde ich überdenken, ein echtes NAS zu benutzen. Das ist softwareseitig kein schlechter Ansatz, aber es gibt noch einen interessanten Mittelweg. Einige Hersteller, insbesondere HP, bauen interessante Micro-Server, die nicht teurer als vergleichbare NAS sind. In meinem Fall habe ich für einen 4Bay-Server knapp 200 Euro bezahlt. Allerdings mit wesentlich mehr Leistung und der Option, einen vollwertigen Windows-Server zu nutzen und etwas mehr Freiheit bei der Hardwareaufrüstung.
Als Betriebsystem darf es ruhig NAS sein, allerdings bin ich von NAS4Free und Freenas geheilt. Zum einen von den Produkten selbst, andererseits von Unix-Unterbau. Unix hat die Angewohnheit, bei bestimmten Arten von Dateisystemfehlern im Raid nicht mehr durchzustarten. Linux ist an dieser Stelle tolereranter. Ich kriege es im Detail nicht mehr auf die Kette, aber ich habe einen Riesen-Crash in meinem Raid5 gehabt. D.h. eigentlich war er nicht riesig, aber das System startete nicht mehr.. Möglicherweise hätte ein Unix-oder Linux-Crack das wieder hinbekommen, aber obwohl ich mich da sehr reingehängt habe, lief es einfach nicht. Unter Linux wäre das kein Problem gewesen.
Siehe also: Trotz gleicher Gene gibt es zwischen Linux und Unix doch noch Unterschiede, die einem manchmal das Genick brechen.
Auch sonst hat mich die o.g. NAS-OSe nicht mehr überzeugt. Ich bin dann bei Openmediavault gelandet. Das basiert auf Debian und ist insgesamt deutlich bedienerfreundlicher. Bei an sich ähnlichem Funktionsumfang. Seit dem habe ich mit meinem NAS kein Problem mehr.
Echte NAS sind mehr Klickibunti, bieten bei QNAP und Synology (und anderen Herstellern vermutlich auch) zig Apps, von denen man den größten Teil wohl nie braucht. Dafür ist man auf Gedeih und Verderb dem Hersteller ausgeliefert. Das Konzept NAS ist gut, aber mit entsprechender Software und einem Microserver wesentlich besser umzusetzen. Vor allem ist die Installation beherschbar. Wer eine NAS richtig ins Netzwerk einbinden kann, wird auch mit der OS-Installation fertig.



Antwort von Peppermintpost:



... aber es gibt noch einen interessanten Mittelweg. Einige Hersteller, insbesondere HP, bauen interessante Micro-Server, die nicht teurer als vergleichbare NAS sind. In meinem Fall habe ich für einen 4Bay-Server knapp 200 Euro bezahlt. Allerdings mit wesentlich mehr Leistung und der Option, einen vollwertigen Windows-Server zu nutzen und etwas mehr Freiheit bei der Hardwareaufrüstung.

hatte ich, hab ich aus dem gleichen gedanken heraus gekauft. fand ich total horror. flexibilität, da hast du recht. ist halt ein echter server, kann entsprechend auch alles was ein server kann. hat aber nur einen pci slot und nur 2x 1gbe und nur max 4 platten. wenn du einen raid controller rein setzt ist dein pci slot dicht, schnellere netzwerkverbindung ist dann fehlanzeige. wenn du eine 10gbe karte rein steckst dann geht nur software raid, unter win server so langsam das es nicht benutzbar ist, unter ubuntu besser, aber ein linux server will auch nicht jeder haben, bedarf eines admins und ein softwareraid ist besser als kein raid, aber schön ist auch anders. und 4 platten, auf einer läuft dein os, also nur 3 platten im raid, daumen runter.

also da finde ich persöhnlich ein qnap wirklich deutlich besser. zumal das qnap kann nicht alles was ein server kann, es kann aber alles was man so landläufig will, und das mit null administrations aufwand.
die qnap pro können übrigens auch iscsi von haus aus, könnte für dich im schnittbetrieb sehr interessant sein.

p.s. ach so, und das sage ich als ausgewiesener HP fanboy ;-) gibt nicht viele HP produke bei denen ich daumen runter sage ;-)



Antwort von Spreeni:

Ich habe vor ein paar Jahren ein Thecus NAS in meine Infrastruktur integriert und bin eigentlich ganz zufrieden damit. Es hat allerdings etwas gebraucht bis alles reibungslos lief.

Das fängt an mit der Konfiguration des Netzwerkadapters im Rechner. Nachdem ich hier diverse Energiespar-Mechanismen im Treiber deaktiviert hatte stieg die Übertragungsrate massiv und Latenzen verringerten sich.

Ich hatte ursprünglich vor, ein 4TB RAID5 zu nutzen, auf der CEBIT riet mir ein Thecus Techniker jedoch davon ab. RAID5 wäre für xTB Festplatten nicht konzipiert, die Gefahr von Bitfehlern steigt mit der Kapazität der Festplatten. RAID6 würde dem Rechnung tragen und lediglich eine Art "zweiten Boden" zu Sicherheit einfügen. Ich hatte das später mal in einem Fachartikel eines IT Magazins bestätigt bekommen. Lange Rede kurzer Sinn, all das hat dazu geführt, dass ich ein RAID10 in mein NAS gebaut hatte. Das hatte bei mir nochmal zu einem Plus bei der Zugriffszeit geführt, wohl weil das NAS bei RAID10 wesentlich weniger zu tun hat.

Wenn ich mein NAS als Netzwerklaufwerk mounte kann ich problemlos 50Mbit HD Material schneiden, das Scrubben durch die TimelineTimeline im Glossar erklärt funktioniert jedoch wesentlich flüssiger wenn die Dateien lokal gespeichert sind. Ich habe mir daher angewöhnt, Rohmaterial über das NAS zur Verfügung zu stellen, und für den Schnitt auf den jeweiligen Schnittrechner zu kopieren. Das funktionier im Workflow ganz gut, zumal man so das NAS als zentralen Speicher nutzt, der beim Schnitt unangetastet bleibt. Ich habe damit eine Art Sicherheitskopie meines Rohmaterials.

Zusätzlich lässt sich ein soler Speicher einfacher Backup-en. Mein NAS hat SATA Anschlüsse, an der Backupplatten hängen, die automatisch alle x Stunden ein Backup anstossen.



Antwort von pixelschubser2006:

@Peppermintpost:

Bei diesen kleinen Micro-Servern muss man natürlich schauen, inwieweit die wirklich in der Lage sind, mehr als rd. 100 MB/sMB/s im Glossar erklärt Datendurchsatz zu packen. Da darf man eventuell nicht zuviel erwarten. Aber die packt mein System auch mit nem Software-Raid-5 (derzeit 3x 1 TB Raid sowie die originale 250GB-Platte als Single Drive)
Deine übrigen Bedenken kann ich nicht so ganz bestätigen. Zumindest mein HP N54L hat 2 PCIE- Slots und ließe sich darüber durchaus vernünftig erweitern. 10GBIT macht sicherlich wenig Sinn, aber evtl. eine Karte mit 2 oder mehr Gigabit-Ports, die sich auch an einem 200-Euro-Switch bündeln ließen.
Ganz nebenbei würde mich mal interessieren, ob bezahlbare 4Bay-Nas-Systeme wirklich echtes Hardware-Raid drinhaben. Aber da wird es sicher schon findige Tüflter geben, die das anhand der Chip-Bestückung schon sicher rausgefunden haben. Müsste man im konkreten Fall also mal googlen.
Die 4 Bays lassen sich schon fürs Raid nutzen. Da man i.d.R. ein optisches Laufwerk nicht wirklich braucht, kann man hier auch noch eine Festplatte einbauen. Wobei mein alter HP noch einen 5,25"-Schacht mit normalem SATA-Port ist. Bei den Nachfolgern kommen Slimline-Laufwerke rein. Da bin ich mir nicht sicher, ob das ohne Weiteres geht. Ein NAS läßt sich aber ohne weiteres auch auf einem USB-Stick installieren. Habe einen extra kleinen genommen, der nur ein paar Millimeter rausguckt. Klappt prima!



Antwort von Peppermintpost:

ah ich dachte du sprichst von dem hier:

https://www.cyberport.de/?DEEP=1503-28E ... oCx9jw_wcB

den hatte ich und meine begeisterung hat sich da in grenzen gehalten.
software raid 100mb/sec, da meinst du aber lesen oder? weil schreiben unter windows war bei mir immer um die 20mb/sec (also im software raid5)




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