Frage von sammels:Hallo,
hat jemand Erfahrung wie man realistisch über Bild und Ton in der Postproduktion ein
Gewitter im Film simulieren kann? Ich möchte die Filmaufnahmen machen, wenn kein Regen und kein Gewitter stattfindet und das ganze dann danach "hinbasteln". Wie kann man Blitze nachbauen? Wie Regen? Ich habe dazu leider kein After effetcts zur Verfügung sondern nur Premiere Elements.
Antwort von Nightfly!:
Hallo "sammels",
Hier ein paar Links die Dir wahrscheinlich weiterhelfen:
http://www.adobe.com/products/plugins/p ... /main.html
http://www.leadtools.com/SDK/MULTIMEDIA ... erlace.htm
http://www.borisfx.com/products/CONTINU ... tour/3.php
ANSONSTEN habe ich in der MSP8 gesehen, dass es dort solche Filter direkt gibt. Vielleicht ja auch in der Trail bei Ulead.com (nicht "....de" , die schlafen noch / ohne MSP8)
Gruß,
Nightfly.
Antwort von Thore Rehbach:
Ähm, naja, die Frage ist ja auch: wie ist der Bildinhalt? Angenommen Du filmst eine Szene in einem Raum, offenes Fenster im Bild und es soll regnen, dann ist das unproblematisch mit entsprechenden Plug-Ins, Partikeleffekten, PSD-Kompositings usw. Soll aber ein vorher trockener Platz im Freien, ín der Totalen aufgenommen, plötzlich verregnet erscheinen, dann hast Du ein Problem an dem sich sicher auch gestandene SFX-Frickler erstmal knabbern müssen.
Antwort von Chris2:
ähh tja, hab mich auch ein bisschen mit dem Thema beschäftigt und das ist gar nicht so einfach.
-die Elemente in deinem Bild müssen nass aussehen
(das heißt idealerweise nach einem Regenschauer drehen, einen WetDown machen (je nachdem was das Budget hergibt), oder durch aufwändige Fotomontagen z.B. Gebäuden eine nasse Fassade reinretuschieren)
-Regen mit Parikeln zu lösen ist möglich, aber der Aufwand kann sehr unterschiedlich sein. Je nachdem was für Shots du hast, kann es reichen sich mit einem 2D-Partikelsystem wie "ParticleIllusion" was zu basteln oder darauf hinauslaufen dass man sich mit einem regelbasierten 3D-Partikelsystem wie "Thinking Particles" komplexe Schemen im 3D-Programm basteln muss. Zur Simulierung des physikalischen Verhaltens gibt's auch eine Software namens "Realwave" / "Realflow". Ob sich der Kauf und eine Einarbeitung lohnt, hängt natürlich von der Komplexität des Projekts ab. Ist aber definitiv ein geiles Stückchen Software. Dann hat man aber immer noch nicht das Problem mit den Shadern, dem Lichtverhalten, usw gelöst. Da bin ich auch noch nicht weiter. Das Buch "Deconstructing the Elements with 3DS Max" von Pete Draper gibt da aber einige interesssante Ansatzpunkte. Bedeutet aber auf jeden Fall viel experimentieren. (In einem Artikel in der "Creative Live" wird davon berichtet dass für den Pro7-Film "Tsunami" der Workflow für die Rießenwelle von Realflow über Maya (beides für Partikel) dann über 3DS Max (für die Materialien) ging. Wassershader scheinen also auch für Profis wohl keine triviale Angelegenheit zu sein).
-ich würde viel mit (selbstgedrehtem) Stock Footage arbeiten. Beleuchteter Regen vor einem schwarzen Hintergrund frontal abfilmen und als Compositing-Layer einsetzen. Oder ein Wasserwehr filmen und dazu benutzen um Regentropfen von einem Dach herunterfließen zu lassen. Hab gelesen dass der Dauer-Regen in "Godzilla" mit ca. 30 Regen-Layern pro Shot realisiert wurde.