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Gesucht: Mini-PC für Livestreaming



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Frage von thos-berlin:


Hallo in die Runde,

für meinen Sportverein möchte ich gerne einen möglichst preiswerten Mini-PC (kein Notebook, aber so klein wie möglich) zusammenbauen, der nichts weiter machen soll, als ein 1080i Bild, das über eine BM Decklink-Mini-Recorder (PCIe) in den PC gelangt per OBS zu streamen (oder ggf. Adobe Media Encoder). Neben dem reinen Bild sollen Grafiken vom OBS in den Stream eingefügt werden.

Was wäre aus Eurer Sicht Minimalanforderung an Speicher und Prozessor ? Wird eine leistungsstarke Grafikkarte gebraucht oder reicht eine On-Board vorhandene ? Lohnt es sich, evtl. aufgearbeitete Markengeräte ("refurbished") in Betracht zu ziehen ?

Vielen Dank schon einmal für das Mitdenken.



Antwort von arfilm:

Laut Angaben hier und hier reicht irgendein i5 mit onboard Grafik und 4 GB Ram aus.

Bei Windows brauchst du 64bit, Linux geht auch mit 32bit (Decklink Karte). Der obs estimator bezieht sich auf das streamen von spielen, daher sollten die anforderungen für Video darunter liegen. Wie schwach der Prozessor sein darf geht aus den Angaben aber noch nicht hervor...



Antwort von arfilm:

Achso, ob obs 4gb ram reichen, ist natürlich auch noch eine wichtige frage...





Antwort von mash_gh4:

warum willst du inbedingt 1080i nutzen?
ohne halbbilder gibt's sicher deutlich weniger probleme.

grundsätzlich kann man auch mit sehr kleinen und billigen einen fullhd strem in echtzeit realisieren. das geht z.b. relativ problemlos mit diversen raspberry pi boards und der dortigen hardwareunterstützung fürs komprimieren.

bei solchen ansätzen wird's halt eher schwierig, das videosignal reinzubringen, weil USB2 für solche geschichten nicht wirklich ideal ist. aber auch dieses problem lässt sich mit trickreichen lösungen umschiffen (zb: http://auvidea.com/b101-hdmi-to-csi-2-bridge-15-pin-fpc und http://auvidea.com/b100-hdmi-to-csi-2-bridge)

aber natürlich geht's auch mit verhältnismäßig günstiger klassischer PC hardware.



Antwort von arfilm:

grundsätzlich kann man auch mit sehr kleinen und billigen einen fullhd strem in echtzeit realisieren.

Im speziellen war ja die Frage nach OBS. Läuft das auf den kleinen Dinger, oder gibt es da andere Möglichkeiten eines Overlays?



Antwort von mash_gh4:

Im speziellen war ja die Frage nach OBS. Läuft das auf den kleinen Dinger, oder gibt es da andere Möglichkeiten eines Overlays?

normalerweise nutz man unter derart beschänkten bedingungen eher gstreamer. dort kann man aber natürlich in den verarbeitungs pipelines auch reicht einfach overlays u.ä. realisieren. trotzdem muss man natürlich mit den verfügbaren ressourcen hier schon recht geschickt haushalten. das hat dafür den vorteil, dass es ganz ohne gui auskommt und einfach nach dem einschalten läuft, wenn man es richtig vorbereitet.



Antwort von pixelschubser2006:

Schau mal nach Intel NUC. Die nutze ich für Industrieanwendungen, allerdings bislang nur leistungsmäßig im Lowend-Bereich. Die Dinger sind billig und chic und laufen tadellos. Du kriegst sie in allen möglichen Konfigurationen. Wichtig sind aber drei Punkte: Wenn Du normale HDD wegen der Kapazität nutzen möchtest, mußt Du darauf achten, daß ein Modell mit hohem Gehäuse ist. Nur die haben Platz für ne normale 2,5"-Platte. Willst Du eh ne SSD, ist es egal. Dann mußte halt entsprechend ne M.2-SSD nehmen. Darüberhinaus immer die aktuellste Firmware flashen (geht sehr komfortabel) und auf passenden Arbeitsspeicher achten. Bei Conrad wird im Shop immer passender Ram angeboten, damit läufts. Sind gängige Kingston Module. Wenn Du noch mehr Input brauchst, sprich mich an. Habe einige von den Biestern am laufen...



Antwort von mash_gh4:

Schau mal nach Intel NUC. Die nutze ich für Industrieanwendungen, allerdings bislang nur leistungsmäßig im Lowend-Bereich.

mit denen habe ich auch manchmal gearbeitet. so aufregend billig finde ich sie allerdings nicht. aber natürlich sind sie eine gute lösung, wenn man einfach nur kleine PCs sucht. es gibt aber mittlereiweil auch von einigen anderen herstellern ganz ähnliches (gigabyte brix, CompuLab Intense-PC...). es ist halt sehr stark auch eine frage des verwendeten betriebssystems. wenn man sich nur unter windows wohl fühlt, geht es kaum kleiner. linux kommt dagegen mit deutlich minimalistischeren lösungen auch noch klar.



Antwort von thos-berlin:

Vielen Dank für die vielen Anregungen. zu einigen Dingen will ich nocheinmal etwas sagen:

1.) wir haben eine eine 1080i Infrastruktur. Daher ist das das Eingangsformat.

2.) ich möchte auf einfachem Weg Spielstände einblenden. Das ist bei OBS sehr einfach und auch schon umgestzt. Wenn es genauso einfache Alternativen gibt, dann ist das auch ok.

3.) ich bin sehr windowslastig, aber durchaus offen

Die Intel NUCs habe ich schon gesehen, aber ich hatte nicht den Eidruck, dass ich da eine Decklink hineinbekomme. Vielleicht ist aber auch nur das Gehäuse ungünstig dargestellt gewesen....

Ich möchte gerne eine "Kiste" haben, damit die wesentlichen Komponenten fest verbaut sind.



Antwort von thos-berlin:

Hallo in die Runde. Ich werde doch mal in ein Geschäft gehen und mir Komponenten ansehen. Ich tendiere derzeit zu einem Mini-ITX, weil ich da die größten Chancen sehe, die Decklink-Karte hineinzubekommen. Evtl. Kann ich mir dann doch einen reinen Streaming-Rechner für unter 400 zusammenbauen.

Trotzdem würde mich die Sache mit den Raspberrys mal interessieren. ggf. auch ohne Text Overlay. Wir bekomme ich ein HDMIHDMI im Glossar erklärt (oder SDI) da rein ? gibt es passende Karten ?

Sorry mit den PIs habe ich mich noch nicht beschäftigt. Wäre damit ein "Kabel-Teradek-Cube für Arme" möglich ? (Also preislich deutlich unter der Mini-ITX-PC-Variante ?)



Antwort von mash_gh4:

Hallo in die Runde. Ich werde doch mal in ein Geschäft gehen und mir Komponenten ansehen. Ich tendiere derzeit zu einem Mini-ITX, weil ich da die größten Chancen sehe, die Decklink-Karte hineinzubekommen. Evtl. Kann ich mir dann doch einen reinen Streaming-Rechner für unter 400 zusammenbauen.

das ist sicher ein vernünftiger zugang.

ich wollte dich ganz bewusst nicht weiter mit irgendwelchen exotischen ansätzen und verückten umsetzungsmöglichkeiten verwirren. in der praxis ist es sicher besser, wenn du mit jenen mitteln arbeitest, in denen du dich sicher und zuhause fühlst. schließlich musst du es dann ja dann letztlich auch selbst umsetzten und zum laufen bringen.

Trotzdem würde mich die Sache mit den Raspberrys mal interessieren. ggf. auch ohne Text Overlay. Wir bekomme ich ein HDMIHDMI im Glossar erklärt (oder SDI) da rein ? gibt es passende Karten ?

Sorry mit den PIs habe ich mich noch nicht beschäftigt. Wäre damit ein "Kabel-Teradek-Cube für Arme" möglich ? (Also preislich deutlich unter der Mini-ITX-PC-Variante ?)

ja -- die raspberrys sind manchmal eine recht interessante hardware, um verhältnismäßig günstig lösungen zu basteln, die auf ganz konkrete anwendungen hin maßgeschneidert sind.

zum encodieren habe ich sie selbst allerdings bisher selbst noch nie ernsthaft genutzt, aber dafür in die andere richtung relativ oft. als mediaplayer und steuerungsdevice für ausstellungen in galerien, bei theaterproduktionen und kunstinstallationen im öffentlichen raum ist das zeug oft ausgesprochen nützlich, um recht zuverlässige lösungen zu realisieren.

natürlich stellt sich auch dort immer wieder die frage, ob man sich wirklich die bastelei antun soll, statt einfach irgendeine fertiglösung zu nutzen, die es ohnehin auch sehr billig geben würde. letztere sind ja für normale anwender oft viel einfach wiederzuverwenden und anzupassen, nur dass man halt durch die völlig freie programmierbarkeit der raspis ganz andere freiheiten hat, sie auch über die elektrischen schalteingänge steuern kann oder eben fix fertige konfigurationen gestalten kann, wo man nur mehr den strom einschalten muss...

von der rechenleistung her ist das ganze halt eher mit heutigen handys zu vergleichen. für sehr viele zwecke ist das aber völlig ausreichend.

wenn es um's streamen und abspielen von mediendateien geht, ist in diesem zusammenhang aber gar nicht so sehr nur die prozessorleistung entscheidend, sondern vor allem auch die hardwareunterstützung durch die integrierten GPUs. das ist ein ziemlich wichtiger punkt, weil es nur dann befriediedigend funktioniert, wenn man auch software verwendet, die diese möglichkeiten voll ausschöpft. im übrigen muss man hier sehr aufpassen, welche konkreten GPUs vorhanden sind. in dem punkt gibt es nämlich große unterschiede zwischen den diversen raspberrry clones.

wie gesagt, auf derartigem gerät würde ich zum streamen am ehesten auf gstreamer basierende software zurückgreifen. gstreamer ist ein ziemlich umfangreiches modular aufgebautes mediaframework. natürlich gibt es dafür auch einige fertige streaming-kompletlösungen, die ähnliche funktionalität wie OBS aufweisen (bspw. flumotion), aber man kann das ganze auch auf einer viel elementareren ebene nutzen, um mit möglichst geringen ressourcenbedarf einer konkreten aufgabenstellung gerecht zu werden.

man stell dazu aus den unzähligen kleinen gstreamer-modulen verbeitungsketten zusammen. dafür reicht im grunde eine einzige -- meist ein bisserl ausufernde -- komandozeile.
(siehe z.b.: http://codefluegel.com/de/howto-livestr ... gstreamer/ )

auch overlays u.ä. sind mit gstreamer recht einfach umzusetzten. mit zunehmender komplexität der aufgabe wird man halt irgendwann besser zu einfachen programmiersprachen (bspw. python) greifen, um das ganz übersichtlicher abzuwickeln. dafür kann man dann natürlich auch z.b. die elektrischen eingänge der raspberrys nutzen, um eingaben direkt von sensoren od. diversem anderen gerät einzulesen und in die anzeige einzubinden, etc.

da ja raspberry pis ohnehin sehr oft zu schulungszwecken eingesetzt werden und sich in der bastlerszene großer beliebtheit erfreuen, gibt's dafür auch unmengen an anleitungen und einführender information im netz. trotzdem ist es natürlich sicher nicht das mittel der wahl, wenn du einfach nur mit minimalstem aufwand möglichst schnell ans ziel kommen willst. aber dafür kann man hier ganz bestimmt eine menge lernen bzw. an erfahrung sammeln, um sich für zukünftige herausforderungen zu wappnen. ;)

die frage, wie man die video-daten in diesem umfeld am besten einliest, ist tatsächlich nicht ganz einfach zu beantworten.

jene lösung, die ich schon weiter oben verlinkt habe (=auvidea CSI-bridge), scheint mir hier fast die spannendste zu sein. dabei wird das hdmi-signal dem raspberry pi in einer weise zur verfügung gestellt, die er gewöhnlich nutzt, um vom sensor des kamera moduls bilder auszulesen. eine ausgesprochen raffinierte lösung, die einerseits sehr schnell und technisch adäquat erscheint, andererseits aber auch ein maximum an kompatibilität auf der anwendungsebene gewährleistet, weil man ja fast alles übernehmen kann, was für die raspi kamera ersonnen wurde. aber natürlich ist das eine derart ungewöhnliche lösung, dass es die ganze geschichte noch verrückter und unkonventioneller erscheinen lässt.

ansonsten gibt's eigentlich nur zwei gangbare wege:

a) ein einlesen via USB -- was halt durch die bandbreitenbegrenzungen bei USB2 relativ unbefriedigend erscheint, aber durchaus (bspw. im industriekameraumfeld) machbar ist.

b) eine einlesen übers die netzwerkverbindung. in diesem zusammenhang gibt's einige recht kostengünstige varianten, die hardware, wie sie zur übertragung von videoströmen im digitalen haushalt genutzt werden, recyclen und als eingabedevice verwenden.

in beiden fällen wird allerdings in der praxis sehr oft MJPEGMJPEG im Glossar erklärt od.ä. genutzt, um derartige auflösungen und bildraten über die leitung zu bringen.



Antwort von thos-berlin:

Hallo Mash_gh4,

vielen Dank für die ausführliche Info. An Basteleien traue ich mich schon heran, immerhin habe ich ein zwei hilfreiche Sachen mit einem Arduino realisiert. Aber der ist auch wirklich sehr einfach. Für tiefergehende Einarbeitungs- und Bastelarbeiten habe ich aber im Moment nicht die Kapazitäten ;-)

Ich könnte mir aber vorstellen, den Raspberry mittelfristig auch als IP-basierte Tally-Intercomlösung auszuprobieren. Audio Io/Out hat das Teil ja und Schaltausgänge, um eine rote Lampe ein- und auszuschalten auch.



Antwort von GrauerHund:

eine möglichkeit wäre ein mac mini, die größere Version um 800 eur sollte das schaffen. Das Signal bekommst du mit eim Bm Mini Recorder über Thunderbolt in den Rechner, du kannst sogar zwei anschließen. Die Adobe-Software läuft auch am Apple.




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