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Frage von irgendein_name:


Hallo zusammen,

achtung, hier kommt mal wieder wer, der gerne Feedback für sein erstes Filmprojekt haben möchte! ;)




http://nordstadtgeschichten.tumblr.com

Die Idee:
Geschichten aus der Dortmunder Nordstadt erzählen. Geschichten des Viertels und seiner Menschen. Die Nordstadt ist ein Viertel, dass es häufig nur in negative Berichterstattung schafft. Damals Arbeiterviertel, dadurch auch Migrationsviertel - heute stark durch soziale Probleme geprägt. Daneben aber auch durch eine krasse Vielfalt an unterschiedlichen Menschen mit unterschiedlichen Geschichten.
Einige diese Geschichten will ich in 5-10minütigen Episoden erzählen.

Der Film:
Angefangen habe ich damit, 2 Graffiti/Street Art-KünstlerInnen zu portraitieren. Ich hab die beiden mit der Kamera bei ihren "Schandtaten" begleitet und interviewt. Dabei hab ich komplett alleine gearbeitet, was zum Beispiel bei den Interviews natürlich eher suboptimal ist, sich aber so ergeben hat...
Gefilmt hab ich mit einer 600d und dem 18-55er Kitobjektiv + plus einem alten lichtstarken 55er. Ton mit dem Rode VideoMic Go, leider direkt in die Kamera (und ner Menge Noise-Reduction am Computer, damit es nicht mehr so unausstehlich klingt).
Bei den Interviews und in ein paar anderen Bildern stand die Kamera auf einem Stativ, der Rest der aufnahmen ist handheld oder mit dem "SpiderSteady"-Shoulder Mount gedreht.
Geschnitten habe ich mit Premiere Elements (da ich nicht mal eben das Geld für Premiere, final cut, etc. über habe und für meine Bedürfnisse momentan Elements denke ich erstmal ausreicht und das Einarbeiten leichter gestaltet).

Das ganze ist nicht das erste Mal, dass ich 'ne Kamera in der Hand halte, aber mein erstes eigenes Projekt.

Von daher würd ich mich sehr über konstruktives Feedback freuen.
Was gefällt euch? Was würdet ihr anders machen? Generelle Tips?

Beste Grüße,
Felix

Space


Antwort von alexolik:

Hallo zusammen,

achtung, hier kommt mal wieder wer, der gerne Feedback für sein erstes Filmprojekt haben möchte! ;) Hi,

ich wäre bei deinem ersten Satz beinahe ausgestiegen ("wer, der" - hä?). Aber gut, hab dann doch mal dein Video angeklickt. Immerhin hat die Beschreibung der Idee vielversprechend angefangen: "Geschichten....erzählen".

Ich finde das Video inhaltlich banal, die Beteiligten stereotypisch und langweilig. Zugegeben, habe ich nach einigen Aussagen der Beteiligten das Video durchgezappt, es wurde inhaltlich dadurch nicht besser. Die zwei Jugentliche sind in meinen Augen vom Thema Kunst noch meilenweit entfernt.

Technisch ist das Video völlig akzeptabel, mir ist jedenfalls kein technischer Ausrutscher aufgefallen, der vom Inhalt ablenkt. Anderseits hilft hier technisch akzeptables Handwerk dem schwachen Inhalt nicht auf die Sprünge. Mach dir da nicht so viele Gedanken um die Technik. Wären die zwei 'Künstler' interessanter, dann hätte mich auch das Video im verrauschten Schwarzweiß in SD Auflösung mitgerissen.

Das Potenzial Geschichten erzählen zu können hast du, nachdem was ich gesehen habe. Vielleicht klappt es mit einer anderen Geschichte besser.

alexolik

Space


Antwort von Bergspetzl:

boah gääähn. so angepasste spießer im pseudo-kostüm...

die omi am balkon. bei der krempeln sich die zehen genauso wie bei den beiden hoch...

is das ne kampangne mit fördergeldern? muss das SO sein?

Aussage und bildsprache stehen soo krass im wiederspruch das es schon vollkommen unauthentisch wirkt. selbst das illegale sprayn wirkt belanglos und langweilig...und wenn es wirklich so belanglos ist ob man sprayt...uh. welch aufstand gegen das system.

und vielleicht sollte man zwischen graffity vandalist und graffity künstler unterscheiden, denn das 0815 graffity ist wie instagram. einfach inflationär und belanglos. graffity kunst hat mittlerweile ein extrem hohes level. davon sehe ich hier nix. genauso wie künstlerische oder philosophische ansätze oder reflektionen, die ihn rechtfertigen würden.

auf der anderen seite ist es wahrscheinlich sehr authentisch. ganz normale jugendliche streifen sich eine "maske" über, sind ein wenig halbbrav, (oder halbstark) und wenn sie glück haben gehen sie ohne polizeischelte in ein normales, geregeltes leben über, und niemand hat irgendwas bemerkt.

das thema ist schwierig. die umsetzung nicht sehr gut gewählt. die idee, dass du portraitierst, ist sehr gut.

nur bleibe interessant. entweder bei der machart, oder der auswahl der protagonisten/deiner fragen...

Space


Antwort von Jensli:

Technisch top, nix zu meckern, allerdings hätte ich mir vielleicht einen ausführlicheren Introtext gewünscht, statt einfach nur das transparente "Nordstadtgeschichten #1"; richtig originell wäre ein Introtext gewesen, den die Graffity-Sprayer irgendwo (auch virtuell) aufsprühen, so würde ich das jedenfalls machen. ;-)
Die Masken der Interviewpartner empfinde ich als derb overdressed, hier outen sich ja keine Massenmörder oder Kinderschänder, sondern ein paar krass pöse (uuuuhh) jugendliche Sprayer. Ein Kapuzenpulli, geschickt gefilmt, dass man das Gesicht nicht erkennt, hätte da völlig gereicht. So wirkt das Ganze etwas affig, sorry.
Deine Idee finde ich großartig (auch ich mache/plane etwas ähnliches), nur merkst du vielleicht selbst, wie schwer es ist, die wirklich coolen, interessanten Menschen vor die Kamera zu bekommen. Diese da gehörten definitiv nicht dazu und genau das macht eine gute Doku aus, nämlich die wirklich interessanten Menschen zu überreden, vor einer Kamera etwas zu sagen und dann ist die Kameratechnik eigentlich nebensächlich...

Space


Antwort von Chrompower:

Das was ich gut finde ist das rein technische Bild. (Wobei bei manchen Szenen ein Stativ nicht geschadet hätte)

Die Musik am Anfang passt finde ich nicht.

Zudem finde ich die Doku langweilig. Das liegt aber denke ich nicht am Thema sondern an der Umsetzung.

Insgesamt finde ich das aber für das erste Projekt gut. Ich kann mir vorstellen wie viel Arbeit dahinter steckt. Man sieht dem Film an dass du dir Mühe gegeben hast!

Space


Antwort von alexolik:

......Es gibt auch eine Doku über Bansky, welche ich sehr interessant fand. Er heißt Banksy und sowohl die oskarnominierte Doku "Exit Through the Gift Shop", als auch vor allem Banksy selbst spielen in einer ganz anderen Liga - besser ausgedrückt eine ganz andere Sportart (MauMau <-> Schach). Der Threadersteller wollte sich sicherlich nicht damit messen - die zwei Beteiligten dagegen werden Banksy als Künstler vermutlich noch nicht (oder sogar nie) verstehen.

...Oh ich sehe Chrompower hat die Banksy Anmerkung gelöscht. Ich fand sie als Satire ganz ok ;) Ich lasse mein Kommentar hier dennoch gerne stehen, als Anregung für einen wirklich interessanten Dokumentarfilm.

Space


Antwort von Chrompower:

Ja, ich Nachhinein fand ich den Vergleich doch nicht so passend :-)

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Antwort von TobiasE:

Hallo!

Also ich finde es erstmal schon mal toll dass du dich hingesetzt hast und dieses Projekt machst.
Machst du das im Rahmen einer Ausbildung oder ähnliches, oder hast du einfach Bock darauf Filme zu machen?

Zum fachlichen:

Grafik is super, das Einstiegsbild haut mich jetzt aber nicht vom Hocker und ich vermisse eine bildliche Einführung zum Ort des Geschehens. Also Schlüsselbilder. Etwas typisches zu Dortmund, vielleicht als Kontrast zur Nordstadt. Dann die Nordstadt an sich. Zeig uns mehr Totalen vom Viertel. Durch die gezeigten Bilder bekomme ich leider nur wenig Gefühl vom Ort.
Eventuell sogar situative O-Töne vom Gemüseverkäufer, Kioskfrau, Alki um die Ecke, Anwohner was ihnen am Viertel gefällt)

Die Marktszenen wären besser vom Stativ und auch da - spring zwischen den Einstellungen (Close, Total, Halbnah, Close, Close..) zeig uns die Umgebung. Versuch immer aus dem Auge des Betrachters zu filmen. Er war noch nie am Ort und benötigt viel mehr Informationen als du selbst.

Zu den O-Tönen / Protagonisten:

Klingen leider ziemlich dumpf, vielleicht durch die Masken. Das erste Bild von ihm zeigt ihn leider nicht sehr vorteilhaft da er in der Mitte des Bildes rumwackelt. Da müsstest du mitschwenken / kadrieren und ihn ggf. bitten etwas weniger zu zappeln. Gut kommt auch wenn du ihm (wenn er rechts im Bild steht) mit seiner linken Schulter etwas näher an die Linse kommt. Bei ihr stimmt das soweit. Ich hätte die beiden vielleicht noch weiter weg von der Wall gestellt. Mir ist das zu nah.
Leider sind mir die beiden auf Anhieb nicht sonderlich sympathisch (und das obwohl ich früher selber Züge und Wände besprüht habe) und das ändert sich im Laufe des Filmes auch kaum.
Kürz die O-Töne ein! Interessant wird es als er davon spricht wie er das Illegale daran mag. Da zeigen sich ein paar mehr Emotionen. Ansonsten wirkt er sehr wütend und aufgeladen.

Insgesamt:

Ich würde es kürzer und schneller schneiden. Wenn du eh vorhast weitere Personen vorzustellen, reichen pro Clip denke ich 3-4 Minuten. Mehr bildliche Informationen. Ich weiß oft nicht wo ich bin. Es fehlen die einleitenden Totalen und Schlüsselbilder. Kannst du die Nachtbilder noch etwas aufhellen. Sind arg duster :/

Ich hätte gerne noch mehr Kunst / Streetart gesehen. Zeichnungen, Blackbook-Skizzen, Tags, lustig kreatives. Mit dem was ich bislang sehe kann ich mich nicht richtig anfreunden, dafür ist das Bild was er tagsüber sprüht zum Beispiel nicht gut genug. Die Szene wo sie die "helping hands" aufhängen finde ich gut. Versuch künftig mehr kleine Geschichten mit 5-6 Schnitten zu erzählen. Das mag der Zuschauer!

Ansonsten bin ich sehr gespannt auf weitere Episoden und darauf deine Fortschritte zu sehen.

VG

Space


Antwort von irgendein_name:

Hallo ihr, vielen Dank erstmal für eure Rückmeldungen!

@Jensli: Bzgl. Introtext. Ich hatte drüber nachgedacht, ob ich die beiden sich zumindest etwas ausführlicher vorstellen lasse und vor allem die "Hi ich bin..." Parts an den Anfang stelle. Ich fand die Idee aber ganz interessant, den Zuschauer eher etwas in das Video hineinzuwerfen und nicht direkt zu erklären, wer da vor der Kamera steht. Wollte ich gerne mal ausprobieren. Mache ich beim nächsten mal vielleicht anders...

@Tobias: Das eine bildliche Einführung und Totalen, bzw. generell mehr Bilder vom Viertel fehlen stimmt definitiv und ist mir im Schnitt auch aufgefallen! Konnte dann allerdings nicht einfach noch mehr Bilder einfangen gehen, weil ich grad im Ausland bin.

Mehr O-Töne/andere Stimmen wollte ich allerdings bewusst nicht mit reinnehmen, eben um es nicht noch länger werden zu lassen und es thematisch fokussiert zu halten. Aber dass das für Menschen die Dortmund / die Nordstadt nicht kennen nicht so schlüssig wirken mag, kann ich verstehen!

Die Nacht-Bilder: Hab ich versucht aufzuhellen, sah allerdings dann ziemlich grausig aus. Darum hab ich sie lieber in "etwas" zu dunkel gelassen als sie komplett verrauscht und schäbig zu haben. Ich vermute mal, dass da noch einiges rauszuholen wäre - da stoßen dann aber wohl Premiere Elements und ich an unsere Grenzen.

In den Interviews war mitschwenken für mich in der Situation nicht so recht machbar, weil ich das komplett alleine gemacht habe. Also Kamera auf Stativ, ich neben der Kamera, dabei ein Auge auf dem Display und das Interview geführt. Auf jeden Fall nicht optimal.
Vor allem hab ich aber nochmal gemerkt wie schwer es ist ein gutes Interview zu führen, die richtigen Fragen auf die richtige Weise zu stellen...


Ich mach das ganze übrigens nicht inm Rahmen einer Ausbildung oder so, sondern lediglich aus großem Interesse. Studiere Sozialwissenschaften, hatte aber letzes Jahr die Chance bei einem Dokumentarfilmseminar in Israel/der Westbank mitzumachen und dabei zum ersten Mal seit ner ganzen Weile eine Kamera in der Hand. Das hat mich dann irgendwie "angefixt"... ;)

Viele Grüße,
Felix

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Space


Antwort von darth_brush:

Das ganze ist zu sehr geskriptet. Die Statements sind Antworten auf Fragen, die du gestellt hast. Das ist zwar ok, aber mit den falschen Fragen legst du denen eigentlich das in den Mund, was du hören willst.

- "Beeinflusst dein Lebensraum deine Kunst?"
- "Ja, blalbaba.."

Gefühlsfragen sind bei 'ner Doku angebracht. Am besten während die das Zeug sprühen. Dann sind die euphorisch und fangen an ins Quatschen zu kommen. Besonders wenn du mit denen auf Tour gehst, will man was sehen und hören. Den Nervenkitzel spüren, das Zischen der Sprühdose hören und erfahren, was er dabei empfindet.

Auch passt das Tempo der Doku nicht zum Thema. Die machen was verbotenes und das ist alles so ruhig erzählt als wäre das ein Landfrauen-Treffen.
Die Szene mit dem verpixelten Gesicht, wo der Junge die Hauswand (oder was auch immer) besprüht, ist ziemlich gestellt. Ich mein, es ist Tag, er lässt sich Zeit und du hälst mit der Camera drauf. Gar nicht auffällig für Nachbarn, usw. Da hattet ihr die Erlaubnis das zu machen.
Bei den verbotenen Sachen, bist du auf Abstand und arbeitest mit Zoom (wohl deine eigene Maske vergessen in der Nacht).

Optisch habe ich keinen Eindruck von der Stadt bekommen. Schön gefilmt aber inhaltlich ziemlich leer.

Space


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