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Infoseite // EB-Look und Workflow für FS5ii

DZOFilm New 7 Lens Kit

Frage von Pianist:


Schönen guten Tag an alle Mitlesenden!

Ich spiele gerade einen komletten EB-Workflow durch, da kommt in Zeiten der dezentralen Produktion wohl etwas auf mich zu. Wie würdet Ihr das machen? An sich arbeite ich ja mit recht lichtstarken Objektiven, also Fujinon MK 18-55 und 50-135 f2.8, habe aber stattdessen das SELP18110 rangesetzt. Das startet zwar nur bei Blende 4, ist aber stabilisiert und bietet mehr Variabilität in der Brennweite ohne Objektivwechsel. Die FS5ii habe ich von PP8 auf PP3 umgestellt, also 709er Gamma mit Farbe auf "pro". Und natürlich habe ich von 4K 25p auf HD 1080i umgestellt. Zu sehr mit Unschärfen sollte man ja wohl im EB-Bereich nicht spielen, es muss ja auch wie EB aussehen.

Mein FCPX bzw. Compressor ist in der Lage, MXF-Op1a-AVCi-100 zu erzeugen und ich habe auch begriffen, wie ich die Audiorollen so zuweise, dass ich auf den Kanälen 1 und 2 die Sendemischung und auf 3 und 4 IT habe. EBU R 128 ist eh klar, das mache ich ja seit Jahren für alles, was bei mir rausgeht.

Habe ich irgendwas vergessen?

Matthias

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Antwort von srone:

atemmaske und einweghandschuhe?...:-)

lg

srone

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Antwort von Pianist:

Naja, ich würde natürlich bei jedem Einsatz auf die üblichen Abstandsregeln achten. Die Töne angele ich eh immer von oben, da sollte eigentlich nichts passieren. Ich werde auch die längere meiner beiden Angeln verwenden.

Matthias

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Antwort von srone:

pass auf dich auf und bleib gesund.

lg

srone

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Antwort von robbie:

Warum MXF-Op1a-AVCi-100 und nicht bei XDCAM422 bleiben? Also zumindest wir liefern nur so an, außer es ist explizit ein anderes Format erwünscht. Du reduzierst die Bandbreite immerhin auf die Hälfte.

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Antwort von Pianist:

Steht so in den Anlieferbedingungen (ist übrigens schon lange ARD/ZDF-weiter Standard, kommt aus den IRT-Richtlinien). Ich vermute zwar ganz stark, dass die technisch nicht so versierten externen Anlieferer (Reporter, die jetzt erstmals das Homeoffice ausprobieren) das nicht alle beherzigen, aber wenn es explizit so gewünscht wird, und es für mich kein Problem ist, das so zu umzusetzen, dann mache ich das eben so. Ich finde es ja eh schon faszinierend, dass plötzlich Dinge gehen, für die man mich früher mit Hunden vom Hof gejagt hätte...

Matthias

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Antwort von rush:

Pianist hat geschrieben:
Ich finde es ja eh schon faszinierend, dass plötzlich Dinge gehen, für die man mich früher mit Hunden vom Hof gejagt hätte...

Matthias
Das wundert Dich tatsächlich? ;-)

Ist meiner Erfahrung nach nicht erst seit der aktuellen Situation so - sondern bereits ein zu beobachtender Trend der letzten Jahre das gewachsene Standards, auch bei den Öffis massiv gesenkt,- und teils durchgewunken werden - fernab gewisser "Mindeststandards".

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Antwort von Pianist:

Naja, dass vereinzelt mal Beiträge oder Teile davon mit Handys gedreht werden, ist ja nun nicht so superneu. Das meinte ich aber gar nicht. Mir geht es eher darum, dass es nun als möglich und erwünscht erscheint, komplette journalistische Beiträge extern fertigzuproduzieren, natürlich mit internem Abnahmeprozess. Sowas wäre vor Corona als schlichtweg unerwünscht abgeschmettert worden. Früher hat man es in den öffentlich-rechtlichen Anstalten schlichtweg nicht verstanden, dass es möglich ist, komplette Filme als Einzelner zu machen, und dass die trotzdem so aussehen wie mit großem Team gedreht. Dann kamen irgendwann die Videojournalisten, aber ich meine schon, dass man das den Beiträgen auch ansieht. Dass meine eingeübte Produktionsweise jetzt plötzlich genau die Problemlösung ist, hätte ich mir auch nicht träumen lassen.

Oder um es noch mal anders zu formulieren: Bisher war es den Redaktionen wichtig, dass nur Leute Beiträge machen, die auch irgendwie in den Redaktionsalltag eingebunden sind. Und nun dreht sich das komplett: jetzt ist es von Vorteil, inhaltlich und technisch gute Beiträge produzieren zu können, ohne einen Fuß in den Sender zu setzen.

Matthias

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Antwort von Jott:

AVC Intra ist eher die Ausnahme. Steht zwar (auch) in den Richtlinien, aber natürlich wird XDCAM vorgezogen, die Files sind halt nur halb so groß und damit doppelt so schnell zu übertragen. Freut jeden in der Kette.

fcp x ist es allerdings egal, auf welchen der beiden Knöpfe man drückt, insofern alles gut.

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Antwort von dosaris:

Pianist hat geschrieben:
...Bisher war es den Redaktionen wichtig, dass nur Leute Beiträge machen, die auch irgendwie in den Redaktionsalltag eingebunden sind.

nun könnteste noch darstellen, was Du denn unter einem EB-Look verstehst.
Also den Rest außer den techn Parametern.

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Antwort von Pianist:

dosaris hat geschrieben:
nun könnteste noch darstellen, was Du denn unter einem EB-Look verstehst.
Ausgebrannte Highlights, aufgesteilte Kanten... :-)

Nein, also zumindest würde ich da nicht zu sehr mit Tiefenunschärfen spielen, von daher dürfte da das 18-110 f4 passend sein. An sich ist es ja schön, dass ein Super-35-Sensor ein anderes Bild macht als ein 2/3-Zoll-Chip. Ich habe kurz überlegt, ob ich die Ikegami reaktiviere, aber das habe ich dann doch verworfen...

Matthias

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Antwort von Pianist:

Noch mal eine kleine Nachfrage: Nehmen wir mal an, ich muss irgendwann etwas Nachrichtenmäßiges mit noch kleinerer Ausrüstung drehen, also mit der a7iii - was für Rohmaterial sollte ich da produzieren, um zum Schluss auf ein sauberes 1080i zu kommen? Wie verhält sich der Compressor da, wenn ich zum Beispiel in HD mit 50p drehe? Oder besser in 4K mit 25p? Kommt da bei beiden Varianten 25PSF raus, also interlaced mit zwei identischen Halbbildern? Oder würde eine der beiden Varianten sogar zu zwei unterschiedlichen Halbbildern führen, wenn man das Material in ein 1080i-Projekt schmeißt?

Matthias

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Antwort von Frank Glencairn:

Ich würde 25 p 4k drehen, sollte am Ende die beste Qualität ergeben. Ich sehe auch keinen Grund fur ein 50i Projekt. In 50i rausrendern sollte reichen.

Da es außer ein paar antiken Röhrenfernseher sowieso nix mehr gibt was Halbbilder darstellen kann, brauchst du auch keine.

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Antwort von dienstag_01:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Ich würde 25 p 4k drehen, sollte am Ende die beste Qualität ergeben. Ich sehe auch keinen Grund fur ein 50i Projekt. In 50i rausrendern sollte reichen.

Da es außer ein paar antiken Röhrenfernseher sowieso nix mehr gibt was Halbbilder darstellen kann, brauchst du auch keine.
Dass man mit 50i eine höhere Bewegungsauflösung als mit 25p hat - auch am Flat-screen TV - ist sicher auch nur eine Verschwörungstheorie.

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Antwort von Pianist:

Mir geht es ja nur darum, die technischen Richtlinien so gut wie möglich umzusetzen. Dass heute an sich niemand mehr Halbbilder braucht, ist mir schon klar. Dann werde ich bei der a7iii bei Vierkah bleiben.

Matthias

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Antwort von TomStg:

Pianist hat geschrieben:
Noch mal eine kleine Nachfrage: Nehmen wir mal an, ich muss irgendwann etwas Nachrichtenmäßiges mit noch kleinerer Ausrüstung drehen, also mit der a7iii - was für Rohmaterial sollte ich da produzieren, um zum Schluss auf ein sauberes 1080i zu kommen?
Falls Du 1080 50i abliefern sollst, nimmst Du auch in 1080 50i auf.

Und immer beachten: 1080 50i ist dasselbe wie 1080i 25. Letzteres ist die Bezeichnung der EBU.

Solltest Du für TV aber XDCAM HD 4:2:2 abliefern müssen, ist die A7iii die falsche Kamera. Dann brauchst Du die FS5ii mit der Software Erweiterung Sony-CBKZ-SLMP.

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Antwort von Pianist:

TomStg hat geschrieben:
Solltest Du für TV aber XDCAM HD 4:2:2 abliefern müssen, ist die A7iii die falsche Kamera. Dann brauchst Du die FS5ii mit der Software Erweiterung Sony-CBKZ-SLMP.
Die a7iii würde ich ggf. nur als Zweitkamera nutzen. Ansonsten FS5ii, mit der ich in XAVC HD 1080i drehe und MXF AVCintra100 abliefere.

Matthias

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Antwort von Jott:

Du kannst auch 1080p50 drehen mit der 7er und das in ein 1080i50 (=i25)-Projekt in fcp x werfen. Probier mal, sollte automatisch funktionieren, und die Sender kriegen, was sie wollen für Aktuelles: interlaced mit tatsächlich 50 Bewegungsphasen.

1080i50 hat nichts mit Röhrenfernsehern zu tun. Die Sender halten aus anderen Gründen dran fest, die man zwar nicht unbedingt verstehen muss, aber es ist wie es ist. Proteste dagegen am besten als Streik mit Pappschildern.

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Antwort von Pianist:

Jott hat geschrieben:
Du kannst auch 1080p50 drehen mit der 7er und das in ein 1080i50 (=i25)-Projekt in fcp x werfen. Probier mal, sollte automatisch funktionieren, und die Sender kriegen, was sie wollen für Aktuelles: interlaced mit tatsächlich 50 Bewegungsphasen.
Das war ja genau meine Frage. Wenn Du Dir sicher bist, dass das so ist, also dass FCPX dann automatisch jede zweite Zeile aus dem einen und jede zweite Zeile aus dem anderen Bild nimmt, dann wäre das ja genau die Lösung. Dankeschön!

Matthias

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Antwort von dosaris:

Pianist hat geschrieben:
Wenn Du Dir sicher bist, dass das so ist, also dass FCPX dann automatisch jede zweite Zeile aus dem einen und jede zweite Zeile aus dem anderen Bild nimmt, dann wäre das ja genau die Lösung!
die Qualität der div DeInterlacing-Algorithmen in verschiedenen Produkten unterscheidet sich gewaltig.

Dennoch ist dies selten bis gar nicht für den Kunden deklariert.

Bei den (kosten-)freien Programmen ist das meist besser.
(Da gez aber auch nicht darum, Qualität zu verschleiern)

Hat mich auch schon oft geärgert.

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Antwort von srone:

dosaris hat geschrieben:
Pianist hat geschrieben:
Wenn Du Dir sicher bist, dass das so ist, also dass FCPX dann automatisch jede zweite Zeile aus dem einen und jede zweite Zeile aus dem anderen Bild nimmt, dann wäre das ja genau die Lösung!
die Qualität der div DeInterlacing-Algorithmen in verschiedenen Produkten unterscheidet sich gewaltig.

Dennoch ist dies selten bis gar nicht für den Kunden deklariert.

Bei den (kosten-)freien Programmen ist das meist besser.
(Da gez aber auch nicht darum, Qualität zu verschleiern)

Hat mich auch schon oft geärgert.
hier gehts allerdings um re-interlacing.

lg

srone

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Antwort von Jott:

Genau. Ich habe kein i-Material zur Hand, der Pianist aber schon und braucht nur eine Minute zum ausprobieren. Man sieht ja sofort, was passiert.

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Antwort von Pianist:

Ich werde das morgen mal ausprobieren und dann hier berichten!

Matthias

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Antwort von TomStg:

Pianist hat geschrieben:
Ich werde das morgen mal ausprobieren und dann hier berichten.
Du solltest Dich weniger um die Fähigkeiten von FCP X kümmern. Denn das wird schon irgendwie klappen - obwohl es natürlich Unsinn ist, erst in progressiv aufzunehmen und dann in Halbbilder zu wandeln, wenn man gleich Halbbilder aufnehmen kann.
Viel wichtiger ist, dass Du klärst, welches Format Deine Auftraggeber von Dir erwarten. Sollte es sich um EB für Öffis handeln, bezweifle ich, dass die sich mit simplen XAVC 4:2:0 zufrieden geben. Im Notfall bei Bildern vom Weltuntergang werden sie das tun, aber nicht im Normalfall.

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Antwort von Pianist:

TomStg hat geschrieben:
Du solltest Dich weniger um die Fähigkeiten von FCP X kümmern. Denn das wird schon irgendwie klappen - obwohl es natürlich Unsinn ist, erst in progressiv aufzunehmen und dann in Halbbilder zu wandeln, wenn man gleich Halbbilder aufnehmen kann.
Viel wichtiger ist, dass Du klärst, welches Format Deine Auftraggeber von Dir erwarten. Sollte es sich um EB für Öffis handeln, bezweifle ich, dass die sich mit simplen XAVC 4:2:0 zufrieden geben. Im Notfall bei Bildern vom Weltuntergang werden sie das tun, aber nicht im Normalfall.
Mit der FS5ii kann ich ja in 1080i drehen, und das mache ich dann auch. Es ging mir jetzt eher um die a7iii, die ich ja möglicherweise mal als Zweitkamera nutze. Das machen ja viele. Wir reden hier über Zeiten, in denen ganze Beiträge mit Smartphones oder Osmo Pocket gedreht werden. Vermutlich wird das bei mir kaum mal vorkommen, aber man soll ja auf alles vorbereitet sein.

Matthias

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Antwort von dosaris:

Pianist hat geschrieben:

Mit der FS5ii kann ich ja in 1080i drehen, und das mache ich dann auch. Es ging mir jetzt eher um die a7iii, die ich ja möglicherweise mal als Zweitkamera nutze.
Macht Interlaced noch Sinn?

Zumindest bei einer der cams: JA

Vorausgesetzt, dass es echtes Interlaced ist (und nicht PSF) kann man damit bei Bedarf recht gutes 50p rekonstruieren und in einem
25P-Projekt als gutes SloMo mit einbauen. Bei reinem news-gathering wohl eher unüblich, aber bei Reportagen mache ich das durchaus manchmal.

Kostet bei der Aufnahme natürlich 1 Blende.

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Antwort von Jott:

Natürlich zeichnet die FS5 echtes Interlaced auf (50i), wenn man das möchte. Sender möchten das. Wollen wir Verschwörungstheorien nicht lieber auf das Corona-Thema beschränken?

Und das Verwechseln von interlacing mit re-interlacing ist doch auch albern. Wer mit Broadcast zu tun hat, wird ja wohl hoffentlich wissen, wie mit all dem umzugehen ist.

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Antwort von dienstag_01:

Jott hat geschrieben:
Natürlich zeichnet die FS5 echtes Interlaced auf (50i), wenn man das möchte. Sender möchten das. Wollen wir Verschwörungstheorien nicht lieber auf das Corona-Thema beschränken?

Und das Verwechseln von interlacing mit re-interlacing ist doch auch albern. Wer mit Broadcast zu tun hat, wird ja wohl hoffentlich wissen, wie mit all dem umzugehen ist.
Hoffentlich?! Du bist ein starker Mensch, Jott, wirklich ;)

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Antwort von robbie:

Das sauberste 1080i25 bekommst du aus 1080p50 oder 2160p50. Alles andere ist ein grober Pfusch, weil dir die Bewegungsauflösung fehlt.
Hast du einen Broadcast-Monitor irgendwo im Setup? Dann vergleiche einfach mal das 1080i, das entsteht wenn das Rohmaterial 25p oder 50p war.

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Antwort von Jott:

Die Zeiten, in denen so was jedem klar war, sind nun mal vorbei.

Aus meiner Sicht trug der seinerzeit eingeführte 25i-Neusprech der EBU viel zur Verwirrung bei. Es hieß jahrzehntelang 50i wegen der 50 Bewegungsphasen pro Sekunde, im Unterschied zu den 25 Bewegungsphasen von 25p. Klar und easy. 50 Bewegungsphasen mit 25i zu bezeichnen ist eher unschlau. Ich verstehe, dass das zu Hirnknoten führen kann.

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