Frage von deti:http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 09547.html
Deti
Antwort von RickyMartini:
Das ist wie bei Computer/Videospielen - erst ab 60fps wirken Bewegungen richtig flüssig (auf 60Hz Displays bezogen).
Diese "Flüssigekeitsgrenze" variiert jedoch von Spiel zu Spiel. Dabei ist Spiel A mit teils 20fps noch durchaus gut spielbar, während Spiel B trotz 35fps zu träge erscheint.
Bei Rennspielen und Ego-Shootern läßt sich dieser Effekt recht gut beobachten.
Daher erscheinen uns 1080p60 bei Video als besonders erstrebenswert.
Antwort von Alf_300:
ein Grund mehr endlich Rechner ohne 640k Grenze aus der Schublade zu holen
Antwort von tom:
das wünscht er sich schon
lange :-)
Antwort von Axel:
Laut eigener Auskunft wollte Cameron bereits seinen 3D-Film "Avatar" in 48 Bildern pro Sekunde drehen, aber aus Kostengründen sei das gescheitert – schließlich hätten alle CGI-Sequenzen mit doppelter Bildrate gerendert werden müssen.
Das verstehe ich. Der größte Film des Jahrzehnts, von dem erfolgreichsten und mittlerweile einflussreichsten Filmemacher aller Zeiten gedreht, konnte sich diese ganze Renderei nicht auch noch aufhalsen. Da hat er wohl zähneknirschend gesagt: Okay, dann eben ausnahmsweise nochmal 24.
Müssen nicht ohnehin 48 B/s gerendert werden für 3D?
So sieht der Digitalkino-Standard der DCI zwar einen Modus mit 48 Bildern pro Sekunde vor, dieser ist aber nur bei 2D-Material in 2K-Auflösung möglich – bei räumlichen Bildern und bei 4K-Auflösung sind effektiv nur 24 Bilder pro Sekunde vorgesehen.
Die Spezifikation? O ja, die ist natürlich ein wirkliches Hindernis. Es werden zwar jede Woche Änderungen, Erweiterungen und Anpassungen vorgenommen, in Form von Updates und Upgrades, teilweise auch der Hardware, aber die Bildfrequenz? Wer fragt danach? Cameron? Wer"s "n das? Da kann ja jeder kommen.
Und 2D 2k 48 B/s sind schon implementiert? Damn, warum probiert es keiner aus? Zu teuer, glaube ich. Bekanntlich sind Filmmaterial für analoge und Speicherplatten für digitale Aufzeichnung bei weitem der größte Kostenfaktor bei einer Filmproduktion. Und dann - Schluck! - muss ja auch immer noch gerendert werden. Jesses, mir wird schon ganz schwindelig, wenn ich an den ganzen Renderstrom denke. Mit 48 B/s braucht man auf einer Renderfarm wohl im Winter keine Wärmflasche. Nur: Was macht man im Sommer?
Camerons Wort hat Gewicht in der Branche: Schließlich zeichnet er nicht nur für den vermutlich künftigen lukrativsten Film aller Zeiten verantwortlich, sondern auch mit "Titanic" für den bisherigen. Zusammen haben die beiden Produktionen bislang für einen Umsatz von mehr als 3,5 Milliarden US-Dollar an den Kinokassen gesorgt.
Peanuts für Aktionäre und Broker. Man will ja nicht den ganzen Zaster direkt wieder verpulvern. Eine Verdoppelung der Bildfrequenz! Müsste man nicht alle Produktionsmittel ersetzen bei einer so von Grund auf neuen Technik?
Vieles an Avatar lässt einen eine höhere Bildfrequenz tatsächlich wünschen. Die Gründe für einen neuerlichen Aufschub von 48 B/s liegen wohl woanders. Sehr oft sehen 24 B/s einfach besser aus, nicht nur, weil wir es gewohnt sind. Trotzdem hätte das für Cameron ("like ordering at Starbuck"s") kein Hinderungsgrund sein sollen: Mit 48 B/s kann man auch szenenweise nach Bedarf runter cranken auf 24 B/s oder sogar auf 12, wie es Cutter tun, um Bewegungen zu betonen und trotzdem den Actionteil flüssiger machen.