Bedienung und Ausstattung
Zur Vorschau (und wohl auch zur sinnvollen 4K-Schärfekontrolle) steht eine volle 4K-Bildausgabe via HDMI zur Verfügung. Allerdings bleibt bei externer HDMI-Ausgabe in 4K das Display während der Aufnahme dunkel. Besonders positiv ist uns der große HDMI Stecker (Typ A) aufgefallen, der deutlich weniger anfällig auf versehentliche Kabel-Belastungen reagiert, als seine miniaturisieren Geschwister.

Die Bedienung der Kamera selbst ist Geschmackssache. So fehlte uns persönlich die leer gelassene vordere Taste unter dem Objektiv-Drehrad, die typischerweise für einen automatischen Weißabgleich fungiert. Auch die seitlich angebrachten Buttons für Blende/ISO/Gain und Shutter sind nur schwer blind zu treffen, weil sich deren Position nicht zuverlässig fühlen lässt. Auf der Habenseite steht klar der 3stufige integrierte ND-Filter und die nach wie vor gewohnte Handhabung eines klassischen Camcorders in der Handschlaufe. Wer sich etwas in die Bedienung der AX700 einarbeitet ist hier extrem schnell startklar, was gerade im dokumentarischen Bereich für viele Anwender ein wichtiger Punkt ist.
Apropos “startklar”: Die AX700 besitzt keinen echten Ein/Aus-Schalter mehr, sondern nur noch einen Touch-Button unter dem Display. Klappt man dieses ein oder bedient die Kamera längere Zeit nicht, so schaltet sie sich nach kurzer Zeit auch automatisch ab. In diesem Zustand verharrte sie bei uns auch über Tage, ohne spürbar an Akkuladung zu verlieren. So kann man auch nach Tagen nach dem “Aufklappen” sofort losfilmen.
Aus dem Messlabor - Schärfe, Auflösung und Rolling Shutter
Zuerst einmal die sehr guten Nachrichten: Die AX700 nutzt ein Downscaling des 20 Megapixel Sensors, womit sie ein sehr gutes 4K-UHD-Bild an den Tag legt. Viele feine Details ohne sichtbare Falschmuster ergeben eine nahezu tadellose Reproduktion unseres Testbildes. Die erkennbare Nachschärfung im HLG-Profil unserer Testaufnahme lässt sich in den Detaileinstellungen nach eigenem Geschmack auch noch weiter wegregeln:

Interessant ist dabei auch noch der 120 fps Modus der Kamera in FullHD. Hierfür messen wir in einem veränderten Bildausschnitt, um auf die gleiche Testbild- Ausgabegröße wie in 4K zu kommen:

Wie man sehen kann, wird bei 120 fps nicht die volle FullHD-Auflösung ausgenutzt. Feine Details gehen teilweise unter, jedoch gibt es “nur” Unschärfen aber keine schlimmen Falschmuster zu sehen. Somit ist diese Slow-Motion für FullHD-Einsatzzecke durchaus gut zu gebrauchen.
Der Rolling Shutter rangiert geschätzt im Bereich um die 20 ms. Dies ist zwar kein Spitzenwert, jedoch für 4K-Kameras ebenfalls sehr brauchbar, zumal auch noch eine Kombination aus Sensorpixelüberschuss und optischer Linsenkorrektur für eine gute Bildstabilisierung sorgen kann.




















