DJI Studio und Postproduktion
Für die Bearbeitung des Avata 360 Materials hatten wir eine Betaversion von DJIs 360-Grad Schnittsoftware DJI Studio zur Verfügung.

Wer bereits 360 Grad Videos der DJI Osmo 360 in der DJI Studio Software bearbeitet hat, wird sich hier schnell zurecht finden. Für alle anderen hier die wichtigsten Schritte kurz erklärt:
Für den Import des 360° Materials der Avata 360 kann man entweder die Drohne direkt direkt via USB-C mounten (was auch ohne Einschalten der Avata 360 als passiver SSD-Speicher funktioniert) oder die zuvor kopierten .OSV Filmdateien in ein neues DJI Studio Projekt importieren. Wir haben bei unseren Testaufnahmen ausschließlich in maximaler 8K Auflösung (7680x3840) mit max. 60 fps in 10 Bit H.265 im D-Log M Gammaprofil gefilmt.
DJI Studio stellt eine einfache Benutzeroberfläche zur Verfügung wie man sie von anderen Einsteiger-Schnittprogrammen her kennt.

Wie In- und Out Points lassen sich die gewünschten Sequenzen auf der Timeline ablegen und so recht einfach ein erster Rohschnitt erstellen. Beim 360 Grad Videomaterial kommen jedoch noch ein Paar wichtige Sonderfunktionen hinzu:
So lässt sich bereits bei der Auswahl des Materials im Viewer beliebig im 360 Grad Raum des Videos navigieren und auch die Perspektive zwischen maximalen 325,7° und 34,8° beliebig wechseln.

Hat man das 360 Grad Material auf der Timeline liegen, lassen sich nahezu alle Parameter wie Sichtfeld, Korrekturwinkel, Schwenkwinkel, Rollwinkel, Neigungswinkel, Zoom , etc. via Keyframes animieren. DJI hat hier eine vorbildlich einfache Implementierung geschaffen, die es auch Einsteigern ermöglicht, schnell zu individuellen Animationen zu gelangen.

Wer sich nicht die Mühe machen möchte, individuell Keyframes zu setzen, kann jedoch auch auf eine vielfältige Auswahl an vorgefertigten Kamerabewegungen zurückgreifen. Hinzu kommen Soundtracks, Farbkorrekturpresets, Übergänge, Text und Overlayoptionen.
Mit DJI Studio verfügt DJI über ein einsteigerfreundliches 360° Video-Schnittsystem, das Dank individueller Keyframe-Optionen auch ausreichend Spielraum für die Umsetzung eigener Visionen – auch ohne viel Vorkenntnisse – zur Verfügung stellt.
Aber Achtung bei Nutzung der von DJI Studio zur Verfügung gestellten Soundbibliotheken. Nicht alle Soundtracks sind Copyrght-frei, was zur Deaktivierung des Videoclips bei YouTube und Co. führen kann.



















