Blackmagic DaVinci Resolve 21 und Blackmagic Cloud

Gespannt waren wir auf das Zusammenspiel der aktuellen Beta von DaVinci Resolve 21 mit Blackmagic Cloud. Auf kritischen Produktionssystemen empfehlen wir zwar nicht, mit Beta-Systemen zu arbeiten aber für diesen Praxistest wollten wir uns den Stand des aktuelle DaVinci Resolve + Cloud Systems anschauen.


slashCam Field Notes  Sony A7V, MacBook Air, BM Cloud, SmallRig Cages, iPhone 17: Solo-Shooter und Remote Edit Setup : BMCloud

Hierfür haben wir ein zentrale Resolve Projekt in der Blackmagic Clou aufgesetzt, auf das alle Projektmitglieder an ihren lokalen Rechnern (in den USA und Europa verteilt) Zugriff hatten. Da die Qualität der Sony A7V 10 Bit HD-Proxies hoch genug für eine Ausspielung für Social Media ist, benötigten wir keinen Master/Proxy-Workflow sondern haben die Blackmagic Cloud mit einem Proxy-Only Workflow genutzt.



Unterschiedliche Postproduktionsschritte wurden in der Blackmagic Cloud anhand von unterschiedlichen Projekt-Bins und entsprechenden Timelines realisiert.


DaVinci Resolve im Cloud / Remot Edit Setup der slashCam Redaktion
DaVinci Resolve im Cloud / Remot Edit Setup der slashCam Redaktion

Das wir ausschließlich mit Proxies unterwegs waren, hielt sich unser Materialvolumen in recht engen Grenzen. Insgesamt haben wir etwas über 100 GB an 10 Bit Video aufgenommen, wobei die HD Proxy-Daten bei vergleichsweise schlanken 20 GB lagen.



Da wir von der Sony A7V direkt auf einen FTP-Server hochgeladen haben, mussten die Proxies zunächst in die Blackmagic Cloud transferiert werden. Hierfür gibt es zwar auch Enterprise Tools die wir bei diesem Testprojekt allerdings nicht am Start hatten. Somit mussten die FTP Files erst herunter und dann in die Cloud erneut hochgeladen werden. Mit schnellen Internetverbindungen stellt dies bei unserem geringen Proxy-Volumen kein Problem dar – trotzdem liesse sich ein Transferweg sparen, wenn Blackmagic einen direkten FTP Transfer in der Cloud ermöglichen würde. Wir stehen hierzu aktuell mit Blackmagic in Kontakt und sind schon gespannt, ob es hier demnächst Neuerungen zu verkünden geben wird.



Ein anderer Weg wäre einfach den FTP Server als virtuelles Laufwerk an den lokalen Rechnern zu mounten. Genau das haben wir bereits mit kleinen Testprojekten ausprobiert – allerdings sind die über Bordmittel (Betriebssystem) gemounteten FTP-Server in unserer Erfahrung etwas instabil. Andererseits gilt für ein Resolve Projekt in der Blackmagic Cloud: Es spielt keine Rolle woher die Files in ein Blackmagic Cloud Projekt gezogen werden. Alle in einem BM Cloud genutzten Files werden stets mit der Cloud gesynct und damit allen Editoren zur Verfügung gestellt. Allerdings kann es bei FTP Files einen Haken geben. Ist der Uploader nicht mehr im FTP-Server nach dem Upload eingeloggt scheint der Pfadweg auf dem lokalen Resolve-Arbeitsplatz nicht mehr zu stimmen. Das bedeutet, dass alle anderen Editoren mit dem File in der Cloud arbeiten können aber nicht derjenige, der es in die Cloud eingespeist hat. Hier fehlt uns die Option ein spezifisches File aus der Blackmagic Cloud nachzusyncen. Falls jemand hier einen Weg kennt, gerne in den Kommentaren posten.





Zu Beginn unseres Blackmagic Cloud Setups gab es ein Paar Probleme mit Medien, die nicht über den FTP-Server in die BM-Cloud kamen, sondern von anderen Zugangspunkten hochgeladen wurden. Ein File konnte hier nicht richtig referenziert werden. Nach nochmaligem Upload konnte jedoch ohne Probleme mit dem File gearbeitet werden. In den ersten Tagen der Beta hatten wir auch noch mit ein paar Performanceproblemen mit weniger reaktiven Timelines zu kämpfen, obwohl die Proxies bereits heruntergeladen waren. Dies dürften vor allem typische „Beta“-Probleme gewesen sein. Danach hatten wir angenehm flüssige Timelines, die einem rein lokalen System kaum nachstanden.



Wir hatten zwar auch ein Paar in Fusion gebastelte etwas komplexere Effekte an Bord aber das Gros der Timelines war „newstechnisch“ einfach gestrickt und wenig komplex. Von daher können wir aktuell noch keine Aussage über die Verwaltung von großen, komplexen Projekten mit viel Master/Proxy Workloads treffen. Für unsere „kleine Newsschiene“ aus den USA funktionierte die Blackmagic Cloud soweit ausgesprochen gut.



Nicht unspannend finden wir auch die Integration von anderen Clouddiensten in DaVinci Resolve. Sony bietet in seiner CI Media Cloud eine Art Bridge-App an, die sich via „Workflow Integration“ Menü in Resolve aufrufen lässt (mit Namen „Electron“) und mit der sich Proyx oder auch Originalclips direkt aus der CI-Cloud auf die Resolve-Timeline ziehen lassen.


 Sony CI Media und Blackmagic Cloud können in DaVinciResolve – zumindest aktuell - koexistieren
Sony CI Media und Blackmagic Cloud können in DaVinciResolve – zumindest aktuell - koexistieren

„Direkt“ ist hierbei metaphorisch gemeint, weil die Proxies natürlich trotzdem im Hintergrund lokal gecacht und heruntergeladen werden und dann mit der Blackmagic Cloud erneut gesynct und hochgeladen werden. Doch alle unsere Testfiles haben hier bislang einwandfrei funktioniert. Im Vergleich zum Mounten eine virtuellen FTP-Verzeichnisses bislang die stabilere Methode.



Zur Blackmagic Cloud gäbe es noch sehr viel zu berichten und noch viel mehr zu entdecken – momentan muss es hiermit reichen. Doch wir freuen uns schon darauf, bald weitere Erfahrungen mit diesem mächtigen und hochspannendem Tool zu machen und diese mit euch zu teilen ...




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