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News : Berlinale 2019 Tips: Horror auf St. Pauli, PJ Harvey in Afghanistan, Filmer-Workshops uvm.

von Mi, 6.Februar 2019 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Aus dem Filmprogramm
  Workshops und Vorträge für Filmemacher

Die 69. Berlinale startet morgen und es gibt jede Menge spannende Filmprojekte - dokumentarisch wie fiktional -, Workshops, Vorträge uvm. zu entdecken. Hier eine kleine Auswahl was man (unserer Meinung) auf der Berlinale 2019 nicht verpassen sollte.



Aus dem Filmprogramm



Unter den 17 Filmen die im Wettbewerb der Berlinale – also der Hauptsektion der Berlinale - antreten, dürfte von vielen der neue „Horror-“ Film von Fatih Akin (Gewinner Goldener Bär der Berlinale für „Gegen die Wand“ 2004) auf dem Zettel ganz oben stehen:

Der goldene Handschuh von Fatih Akin

Fatih Akin hat mit seinem feinen Gespür für Charaktere und starke Bilder (und zudem auch noch selbst Hamburger) mit Der goldene Handschuh die Geschichte des realen Hamburger Serienmörders Fritz Honka nach dem Kriminalroman von Heinz Strunk verfilmt.



Bereits im Trailer wird klar, dass Fatih Akins Ausflug ins Horrorgenre kein Film für Zartbesaitete ist – aber ebenso zeigt sich, dass Akin zusammen mit DOP Rainer Klausmann mit „Der goldenen Handschuh“ ein beeindruckende Bildwelt von St. Pauli in den 70er geschaffen hat. Der Trailer macht auf jeden Fall neugierig auf den Film:

In der Panorama Sektion der Berlinale freuen wir uns vor allem auf

PJ Harvey: A Dog Called Money von Seamus Murphy

Für PJ Harvey Fans dürfte die Dokumentation über die Entstehung ihres „The Hope Six Demolition Project“ Albums sowieso ein Muss sein. Doch auch aus künstlerischer Perspektive finden wir das Dokumentarfilmprojekt von Fotograf und Filmemacher Seamus Murphy interessant: Schließlich geht es hierbei um nichts anderes als das Verknüpfen des kreativen Prozesses „Musik“ mit unterschiedlichen Orten.



Murphy begleitet in A Dog Called Money PJ Harvey u.a. nach Afghanistan, in den Kosovo, nach Washington D.C. sowie ins Aufnahmestudio in London.

Murphy hat bereits für diverse Videoprojekte mit PJ Harvey zusammengearbeitet, die vermutlich auch in „A Dog Called Money“ zu sehen sein werden - u.a. auch für “The Orange Monkey,” “The Wheel” und “The Community of Hope.”


So long my son (R: Wang Xiaoshuai)

Über So long my son von Wang Xiaoshuai (Wettbewerb) wissen wir eher wenig, außer dass im Berlinale-Umfeld immer wieder von einer ästhetisch besonders gelungenen Kameraarbeit die Rede ist und wir einen spannenden Einblick in die Geschichte Chinas erhalten. Wang Xiaoshuai portraitiert in seinem Film zwei chinesische Paare von der Zeit der Wirtschaftsreformen in das China bis in die Gegenwart.



Das Thema „anspruchsvolle Kamera“ zieht sich bei Wang Xiaoshuai auch durch seine vorherigen (prämierten) Filme „Beijing Bicycle“ und „Shanghau Dreams“. Und das reicht für uns, erstmal „So long my son“ als „Joker“ mit auf diese Liste zu nehmen.

Hier eine Kostprobe aus Shanghai Dreams von Wang Xiashuai - Gewinner des Prix du Jury in Cannes:




O Beautiful Night von Xaver Böhm (Panorama)

Stimmungsvolle Bilder gibt es auch im ersten Spielfilm O Beautiful Night von Xaver Böhm zu sehen, ein ua. von Jarmusch und Wenders inspiriertes, modernes Märchen, in dem ein Trio -- darunter möglicherweise der Tod höchstpersönlich -- durch die Berliner Nacht irrt. Auffällig ist das sehr extreme Farb- und Lichtkonzept des Films, über den wir versuchen werden, etwas mehr in Erfahrung zu bringen. Produziert wurde er übrigens von Komplizenfilm (Maren Ade & Co.)




Midnight Traveler / Selfie

Das dokumentarische Arbeiten wurde damals mit Aufkommen von DV bereits durch die günstige und einfache Digitaltechnik geradezu entfesselt -- wie sehr die Smartphone-Kamera nun aufgrund seiner allgegenwärtigen Verfügbarkeit und kinderleichten Bedienung gerade in diesem Genre neue Möglichkeiten schafft, zeigen die beiden Filme Midnight Traveler und Selfie (beide im Panorama-Programm).

Midnight Traveler, R: Hassan Fazili



Midnight Traveler schildert eine Familienflucht, und wirft dabei einige Fragen auf: Nach einer Todesdrohung der Taliban flohen der afghanische Regisseur Hassan Fazili, seine Frau Fatima Hussaini, ebenfalls Filmemacherin, zusammen mit den beiden Töchtern Nargis (11) und Zahra (6) auf der Suche nach Sicherheit aus der Heimat ins ferne Europa. Das Ehepaar und auch die beiden Töchter filmten die mehrjährige Reise mit ihren Mobiltelefonen und sahen sich dabei des öfteren in einem Gewissenskonflikt: Soll man die dramatischen Momente filmen oder ist der Gedanke an eine gute Filmszene mitten im Unglück unmoralisch?

Selfie, R: Agostino Ferrente



Beim kollaborativen Doku-Fiction-Projekt Selfie führen die zwei Protagonisten aus dem neapolitanischen Bezirk Traiano selbst die Handykamera. Ihr Freund, der 16-jährige Davide Bifolco wurde von einem Carabiniere erschossen -- um sich von dem oft als Getto und Camorra-Hochburg stilisierten Stadtteil ein Bild machen zu können, läßt der Regisseur Agostino Ferrente die beiden ihren Alltag dokumentieren. Die entstandene Collage soll sowohl visuell als auch auf der Tonebene beeindrucken.

Ansonsten gibt es natürlich wie jedes Jahr eine große Auswahl sehenswerter Dokumentarfilmen quer durch alle Sektionen.


Workshops und Vorträge für Filmemacher


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[2 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
iasi    11:10 am 10.2.2019
Wettbewerbsfilme ... Interessant: Öndög La paranza dei bambini Yi miao zhong Gospod postoi, imeto i’ e Petrunija Der Rest klingt zu sehr nach "schon mal da gewesen" oder...weiterlesen
-paleface-    23:23 am 6.2.2019
Und nicht zu vergessen....Andrew Kramer kommt nach Berlin! https://www.videocopilot.net/liveshow/
[Kommentare ganz lesen]

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update am 18.Februar 2019 - 19:34
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