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Grundlagen : Umrechnungsfehler bei DV-Codecs

von Sa, 30.März 2002


von Holger Scheel

Im Artikel "Der Canopus - Unterschied" habe ich bereits die besondere Art der Umsetzung YUVYUV im Glossar erklärt -> RGBRGB im Glossar erklärt von Canopus erklärt. Die Auswirkungen auf die Bildqualität sollen hier noch einmal gesondert gezeigt werden.

Um Rechenfehler, die durch die ständige Umrechnung von 220 YUVYUV im Glossar erklärt - in 256 RGBRGB im Glossar erklärt - Werte und die anschließende Neucodierung entstehen können, besser veranschaulichen zu können, habe ich folgenden Test durchgeführt:
Der GrauverlaufGrauverlauf im Glossar erklärt, der auch schon im "Canopus - Unterschied" zum Einsatz gekommen war, wurde ohne eine Effektberechnung unter Premiere mehrmals neu codiert.

Das Originalbild:



Das Ergebnis mit dem Canopus - CodecCodec im Glossar erklärt ( VfW - Modus ), nach 2x,



nach 5x.



Das Ergebnis mit dem Quicktime - CodecCodec im Glossar erklärt ( Version 5 ), nach 2x,



nach 5x.



Das Ergebnis mit dem Mainconcept - CodecCodec im Glossar erklärt ( Demo 2.04 ), nach 2x,



nach 5x.



Und das Ergebnis mit dem Microsoft - CodecCodec im Glossar erklärt ( DirectX8.1 ), nach 2x,



nach 5x.



Der GrauverlaufGrauverlauf im Glossar erklärt hat im Original eine gleichmäßige Abstufung. Durch die Anpassung an die 256 RGBRGB im Glossar erklärt - Werte entstehen außer bei Canopus bei allen Codecs sogenannte Treppeneffekte. Je nach Qualität des sog. Ditherings sind diese deutlich ( Quicktime ) oder fast gar nicht ( Mainconcept ) zu sehen. Obwohl der Mainconcept - CodecCodec im Glossar erklärt prinzipbedingt gegenüber Canopus im Nachteil ist, sind die Ergebnisse fast gleichwertig.
Der Quicktime - CodecCodec im Glossar erklärt dagegen zeigt genau den erwarteten Fehler, der GrauverlaufGrauverlauf im Glossar erklärt ist stufig.
Ist der CodecCodec im Glossar erklärt in der Lage, seine Quantisierungstabellen immer ähnlich anzuwenden, werden diese Treppeneffektedurch durch eine erneute Codierung nicht wesentlich verschlimmert. Das gelingt dem Quicktime - CodecCodec im Glossar erklärt recht gut und dem Mainconcept - CodecCodec im Glossar erklärt exzellent. Der Microsoft - CodecCodec im Glossar erklärt dagegen zeigt zusätzlich Folgefehler: Die Umrechnungsartefakte werden als neuer Bildinhalt interpretiert, was immer neue Fehler provoziert.


Im praktischen Einsatz ist eine fünffache Neucodierung natürlich selten, sozusagen der Worst - Case. Außerdem ist logischerweise die Testgrafik so gewählt, das Fehler gut sichtbar werden. Allerdings sollte man sich vor Augen halten, das diese grundsätzlich schon bei der ersten Neucodierung auftreten, sie fallen nur nicht in jedem Bild auf. Auch aus diesem Grund bevorzugen Profis Schnittprogramme, die nicht im RGBRGB im Glossar erklärt - Raum, sondern im YUVYUV im Glossar erklärt - Raum rechnen, Umrechnungsfehler entstehen dann nämlich erst gar nicht. Canopus versucht, auch unter Premiere und MediaStudio eine ähnliche Qualität zu bieten, was erstaunlich gut gelingt. Das dadurch beim Schnitt etwas mehr Nachdenken gefordert wird, nehmen qualitätsbewusste Benutzer gerne in Kauf. Wer sich nicht für eine Canopuskarte entscheiden will, aber dennoch möglichst hochwertig produzieren möchte, kommt an einer Lösung mit dem Mainconcept - CodecCodec im Glossar erklärt fast nicht vorbei. Dazu zählen auch einige Schnittkarten anderer Hersteller, wie z.B. die dazzle DVNow.


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