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5 häufige Einsteiger-Fragen und einige Antworten




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Frage von blip:


Da in unserem Forum gewisse Fragen immer wieder gestellt werden, haben wir hier mal fünf davon zusammengetragen und einige allgemeine Antworten formuliert, damit Anfänger im Bereich Videoschnitt schnell etwas Hilfe finden. Weitere, schnelle Hilfe findet Ihr über die Suchfunktion des Forums.

3-teilige Einführung auf slashCAM:
Teil 1 : Ausrüstung und Aufnahme
Teil 2 : Digitaler Videoschnitt
Teil 3 : Fertigstellung / Export


Die Fragen:
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Welche Kamera soll ich kaufen?
Was für einen Computer brauche ich für Videoschnitt?
Wie kommt das Video in den Computer?
Wie und womit schneide ich Videos am Computer?
Wie kriege ich mein fertiges Video vom Computer auf DVD, ins Internet, etc.?

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Welche Kamera soll ich kaufen?
Die EINE perfekte Kamera gibt es leider nicht. Statt dessen gibt es viele Modelle, die sich mehr oder weniger ähneln, aber dennoch meist verschiedene Stärken und natürlich auch Schwächen haben. Da die Camcorderhersteller jedes Jahr viele neue, leicht modifizierte Modelle auf den Markt bringen, kann eine konkrete Empfehlung nur eine bedingte Haltbarkeit haben. Wir formulieren deshalb die Frage etwas um:

Worauf sollte man achten bei der Wahl eines Camcorders? Einige Entscheidungskriterien:

# Preis -- geht los bei etwa 250 Euro (;Superschnäppchen), nach oben offen..

# Größe -- je kleiner die Kamera, um so leichter und einfacher sie immer dabei zu haben (;etwa Hochkant-/Keilform). Wirklich gut ist die Optik hier allerdings nicht, und oft sind nicht sehr viele manuelle Bedienungselemente vorhanden. Die meisten Modelle sind eher "Schnappschuß"kameras, was natürlich auch ok sein kann. Wenn man z.B. ein kleines Videotagebuch im Netz führen will, seine Kinder dokumentieren oder ähnliches.

# Technische Ausstattung – soll es ein 1- oder 3-Chip-Camcorder sein? --> Je mehr Chips, desto besser (;bislang zumindest), aber auch teurer. Gleichzeitig ist es aber auch gut, wenn ein CCDCCD im Glossar erklärt möglichst groß ist. Ferner von Interesse: die Größe des optischen Zooms (;der digitale zählt kaum, da das Bild nur digital vergrößert wird und dadurch erheblich an Qualität verliert), und die Bildstabilisation (;optisch ist besser als elektronisch).

# Aufnahmeformat – zeichnet die Kamera echtes digitales Video auf DV-Bändern auf? Oder wird auf DVD aufgenommen? -- bedeutet schlechtere Qualität, da komprimiertes MPEG-2-Format aufgenommen wird. Neu ist das sogenannte HDV-Format, welches besser ist als DV, aber noch deutlich teurer, ebenfalls "hochauflösend" ist das FormatFormat im Glossar erklärt AVCHDAVCHD im Glossar erklärt, das sich bislang jedoch nicht ganz so problemlos bearbeiten läßt wie HDV. Wer etwas mehr Geld ausgeben will, sollte sich daher genau überlegen, ob es noch Sinn macht, es in ein teures DV-Modell zu stecken. Ein anderer Punkt: beherrscht die Kamera echtes Breitbild / 16:9? (;das tun mittlerweile die meisten...)

# Bedienung / manuelle Einstellungsmöglichkeiten -- sollten nach Möglichkeit vorhanden sein, um mehr Kontrolle über das Bild bei der Aufnahme zu haben. Dazu gehören etwa manuelle Belichtung, Fokus, Weißabgleich. (;Es sei denn man weiß, daß man nur auf Automatik fahren wird. Dann aber bitte nachher nicht beschweren..) Nicht ganz unwichtig ist auch, wie man diese Dinge einstellt: Bei vielen kleinen Modellen läuft das über die Menüführung im Touch-Screen, während größere, semi-professionelle Kameras Knöpfe am Gehäuse haben, an die man schneller rankommt...

Zur Entscheidung:
Zunächst sollte man sich überlegen, wieviel die Videokamera kosten darf. Das setzt schon mal einen Rahmen fest. Ein anderer Weg wäre, aufzulisten, was die Kamera auf jeden Fall haben muß / können soll, um dann nachzusehen, welche Modelle diesen Kriterien entsprechen. In den wenigsten Fällen wird sich die Preisvorstellung mit den Ansprüchen decken, weshalb meist ein Kompromiß angesagt ist. Dabei sollte einem klar sein, wie die Prioritäten liegen – ob es einem zum Beispiel wichtiger ist, daß man die Kamera immer dabei haben kann (;= kompakte Bauweise), oder daß man ein externes Mikrofon anschließen kann (;mehr Schnittstellen).

Mehr Informationen im ersten Teil unseres Camcorder-Workshops, und natürlich in vielen verschiedenen Threads hier im Forum.

Was für einen Computer brauche ich für Videoschnitt?
Für die Bearbeitung von DV reicht ein einigermaßen aktueller Computer völlig aus. Die Mindestanforderungen:
1.) Der Computer muß schnell genug sein. Die Prozessorpower sollte mindestens 700 MHz betragen, besser sind 1 GHz und darüber. Wer sich dieser Tage einen neuen Rechner kaufen will, liegt also automatisch im grünen Bereich.
2.) Es muß ebenfalls genügend Speicher (;RAM: das Kurzzeitgedächtnis des Computers) vorhanden sein, 512 MB sind gut, aber je mehr desto besser.
3.) So viel Festplattenplatz wie möglich (;das Wort genug ist in diesem Zusammenhang nicht angebracht, denn man hat niemals genug Speicherplatz :-). Unter 20 GB lohnt es sich kaum, anzufangen, und zwar aus folgendem Grund: Eine Stunde DV (;also in der Regel ein Tape) benötigt 13 GB Speicherplatz. Doch außerdem braucht das Schnittprogramm Platz für temporäre Dateien, und auch der Export des fertiggeschnittenen Videos verlangt Speicherplatz. Die Faustregel lautet, mindestens das dreifache an Speicherplatz im Vergleich zum Quellmaterial sollte vorhanden sein.
4) Ferner sollte der Bildschirm nicht zu klein sein – unter einer Auflösung von 1024x768 Pixeln macht die Bedienung eines Schnittprogramms wenig Freude, besser sind 1280x1024, oder gleich zwei Monitore.
6) Ach ja, da wäre dann noch die Frage: Apple oder PC? Dies ist mehr oder weniger nur noch eine Geschmacksfrage – Videos lassen sich auf beiden Systemen bearbeiten. Auf PCs etwas billiger, auf MACs dagegen tendentiell stabiler. Übrigens: Die meisten aktuellen Videoschnittprogramme laufen im PC-Bereich nur auf dem Betriebssystem XP.

Möchte man jedoch das neue FormatFormat im Glossar erklärt HDVHDV im Glossar erklärt bearbeiten, sieht die Sache anders aus. Hier sollte man nicht an der Prozessorleistung sparen, unter 3000 MHz läuft wenig.


Wie kommt das Video in den Computer?
Vor allem über FirewireFirewire im Glossar erklärt (;auch I-Link oder IEEE 13941394 im Glossar erklärt genannt). Die Videokamera wird mit einem Firewire-Kabel mit dem Computer verbunden – die Voraussetzung: beide verfügen über eine sogenannte Firewireschnittstelle. Das haben viele neue Computer automatisch, wenn nicht kann eine einfache Firewirekarte eingebaut werden. Dann werden die Videodaten kopiert (;gecaptured), was sich am einfachsten mit einem Schnittprogramm machen läßt. In der Regel wird der Camcorder, sofern er eingeschaltet ist (;im Wiedergabemodus!), vom Programm gleich erkannt und kann von dort aus gesteuert werden.
Neue Camcorder-Modelle sind oft auch mit einer USB 2.0-Schnittstelle ausgestattet, über die ebenfalls Daten kopiert weden können (;allerdings scheint es dabei häufig Probleme zu geben). Bei Kameras, die auf DVD aufzeichnen, muß natürlich nur die DVD in den Computer eingelegt und die Daten kopiert werden.

Wer Probleme mit FirewireFirewire im Glossar erklärt hat, findet eventuell in dieser schönen Zusammenstellung Hilfe.


Wie und womit schneide ich Videos am Computer?
Es gibt eine Menge Schnittprogramme auf dem Markt, die sich in Preis und Funktionsumfang stark unterscheiden. Einige davon sind besonders für Einsteiger zugeschnitten – das heißt, sie sind erstens übersichtlich und einfach zu bedienen, weil sie weniger Funktionen bieten als die professionellen Programme, und zweitens sind sie eher günstig oder sogar gratis. Im PC-Bereich ließen sich zu Beispiel Magix Video Deluxe, Pinnacle Studio, Adobe Premiere Elements, Ulead Video Studio und Microsoft Moviemaker nennen (;letzteres ist vorinstalliert), Mac-User haben die Wahl zwischen iMovie (;vorinstalliert) und Final Cut Express.
Beim Kauf einer Firewirekarte liegt übrigens oft eine einfache Schnittsoftware bei, außerdem kann man zum Testen von den meisten Programmen Demoversionen herunterladen, die für eine begrenzte Zeit verwendet werden können.

Über die Frage, welches das "beste" Schnittprogramm sei, werden regelrechte Glaubenskriege geführt. Letztlich kommt es jedoch vor allem darauf an, daß einem die Bedienung des Programms zusagt, es stabil läuft, und nicht allzu lange braucht, um eine einfache ÜberblendungÜberblendung im Glossar erklärt zu errechnen. Zumindest, wenn man nur ganz normale Hobbyfilme zusammenschneiden möchte.

Das WIE läßt sich hier natürlich nicht so kurz beantworten. Da das Prinzip des digitalen Videoschnitts jedoch bei allen Programmen ähnlich ist (;aufgenommenes Video importieren, Clips kürzen und in einer Zeitleiste in die gewünschte Reihenfolge bringen etc.), dürfte zum Beispiel unser 11-teiliger Einsteiger-Workshop zu Premiere Elements sicher auch für Anwender anderer Programme hilfreich sein. Allgemeiner gehalten, aber etwas älter ist
diese Einführung in den Videoschnitt.


Wie kriege ich mein fertiges Video vom Computer auf DVD, ins Internet, etc.?
Wenn das Video im Schnittprogramm fertig geschnitten ist, muß es exportiert werden. Da digitales Video sehr datenintensiv ist, muß es dabei komprimiert werden, also in ein anderes FormatFormat im Glossar erklärt umgewandelt werden. Auf DVDs wird Video im FormatFormat im Glossar erklärt MPEG-2MPEG-2 im Glossar erklärt verwendet, für das Internet gibt es verschiedene Formate (;Quicktime, Windows Media, Real, neuerdings auch Macromedia Flash). Meist kann ein Projekt ohne Umweg über ein externes Programm direkt für DVD ausgespielt werden, manchmal sogar aus dem Schnittprogramm heraus gebrannt werden. Auch Webvideo-Formate können oft erstellt werden – allerdings selten in richtig guter Qualität. Dafür muß man dann doch auf einen besonderen Encoder zurückgreifen (;etwa Windows Media-Encoder oder QuickTime Pro). Die Kunst besteht bei Videoclips fürs Internet nämlich darin, möglichst gute Qualität zu kriegen, ohne daß die Files zu groß werden.


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Viel Spaß und Erfolg wünscht
Eure slashCAM-Redaktion




Antwort von fredi39:

Hallo SlashCam,

wow, der Artikel ist suuuuperrr, richtig informativ...

E gibt aber noch einen Artikel über die Anleitung zum Kauf eines Camcorders!!!
Könnt ihr den auch als "wichtig" markieren und unter "Camcorder-Allgemein" immer am Anfang stehen lassen, weil, wenn niemand antwortet findet man ihn nicht so leicht wieder und der Autor hat sich sicher viel Mühe gegeben. Bitte stellt in an den Tabellenanfang von "Camcorder-Allgemein", das wäre wirklich suuuuupeeer-tooolll.

Maria



Antwort von Markus:

Hallo Maria,

der genannte Artikel ist inzwischen ganz gut gereift. Ich habe ihn markiert, so dass er ab sofort oben in der Rubrik stehen bleibt. ;-)



Antwort von Country_Rocker:

Hallo,

auch von mir vielen Dank für die Infos. Ich hätte zum Kauf noch eine Frage: Ist es sinnvoller, ältere, zwar gebrauchte aber ehemals hochwertige Kameras zu kaufen oder lieber aktuelle am unteren Preissende?

Vielen Dank :-)




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update am 23.Mai 2012 - 21:50
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