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Einführungen : Digitales Video für Einsteiger – Teil 1: Ausrüstung und Aufnahme

von Mo, 12.Juni 2006 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Die Ausrüstung – was brauche ich?
  Video aufnehmen
  Weiterführende Links auf einen Blick:

Blendende Idee für den ersten Film, aber von Videotechnik keine Ahnung? Oder einfach nur Lust, statt immer nur Fotos auch mal was Bewegtes aufzunehmen? Dann seid ihr hier richtig. In dieser Einführung geben wir einen kurzen Überblick darüber, was man alles braucht, um loslegen zu können, wie man vorgeht, um ein Video zu drehen, wie die Videodaten in den Computer kommen und dann geschnitten werden -- kurz, wie alles funktioniert. Und wer mehr zu den einzelnen Themen wissen will, folge den Links zu ausführlicheren Texten. Somit ist der Text nicht nur ein Einstieg ins Filmemachen sondern auch ins slashCAM-Universum.



Die Ausrüstung – was brauche ich?



Wer möchte, kann unbegrenzt viel Geld für Videotechnik ausgeben. Eine einfache Grundausstattung für Hobbyfilmer allerdings muß nicht viel kosten.

a) Kamera
Als erstes muß natürlich eine Videokamera her. Mittlerweile gibt es durchaus billige Einsteigermodelle (ab ein paar Hundert Euro), mit denen man wenn nicht gerade sendefähige so doch relativ gute Bilder aufnehmen kann. Vielleicht gibt es ja auch jemanden im Bekanntenkreis, der einen Camcorder hat, und bereit ist, diesen mal auszuleihen. Wer so schon ein wenig Erfahrung sammeln konnte mit einem Modell, hat dann auch einige Vergleichswerte für die Wahl der eigenen Kamera. Neben dem Preis ist die Größe des Geräts ein Faktor, sowie natürlich die technische Ausstattung (Ein- oder Drei-Chip, Größe des Chips, 16:9-Aufnahme, Ein- und Ausgänge, optischer Zoomfaktor etc.) und manuelle Einstellungsmöglichkeiten (Blende, Verschlußzeit, Weißabgleich..). Dieser Text erklärt, worauf es bei der Wahl ankommt, d.h., worin sich Camcorder unterscheiden und welche Bedingungen sie erfüllen müssen, oder siehe auch diesen Eintrag in unserem Forum-FAQ.



Eine "echte" DV-Kamera zeichnet das Video auf einer DV-Kassette auf, es kommen aber immer mehr Modelle auf den Markt, die andere Speichermedien verlangen, zum Beispiel kleine DVDs. Standard ist jedoch noch immer das DV-Band, das 60 Minuten Video speichern kann, und zwar in besserer Qualität als es bei DVDs der Fall ist -- DVD-Camcorder nehmen in einem anderen Videoformat auf (MPEG-2), deren Kompressionsart sich weniger gut für den Schnitt eignet. (Mehr zu KompressionKompression im Glossar erklärt und dem DV-Format im 3. Teil dieser Serie.)

Neu auf dem Markt sind die HDV-Camcorder, die hochauflösendes DV auf normale DV-Kassetten aufzeichnen. Hochauflösend meint, daß die Bilder aus mehr Pixeln bestehen als normales DV, und daher schärfer sind. (Das ist vor allem interessant für jene, die ihre Filme auf einer größeren Leinwand zeigen möchten.) Das neue FormatFormat im Glossar erklärt hat zunächst noch seinen Preis, und auch für die Nachbearbeitung wird ein schnellerer und somit teurerer Rechner gebraucht.


b) Computer
Erfreulicherweise reicht für die Videobearbeitung ein einigermaßen aktueller Computer völlig aus.

Die Mindestanforderungen:
1.) Der Computer muß schnell genug sein. Die Prozessorpower sollte mindestens 700 MHz betragen, besser sind 1 GHz und darüber. Wer sich dieser Tage einen neuen Rechner kaufen will, liegt also automatisch im grünen Bereich. Möchte man jedoch das neue FormatFormat im Glossar erklärt HDVHDV im Glossar erklärt bearbeiten, sieht die Sache anders aus. Hier sollte man nicht an der Prozessorleistung sparen, unter 3000 MHz läuft wenig.
2.) Es muß ebenfalls genügend Speicher (RAM: das Kurzzeitgedächtnis des Computers) vorhanden sein, 512 MB sind gut, aber je mehr desto besser. (Wer HDVHDV im Glossar erklärt bearbeiten möchte, braucht deutlich mehr!)
3.) So viel Festplattenplatz wie möglich (das Wort genug ist in diesem Zusammenhang nicht angebracht, denn man hat niemals genug Speicherplatz :-). Unter 20 GB lohnt es sich kaum, anzufangen, und zwar aus folgendem Grund: Eine Stunde DV benötigt 13 GB Speicherplatz. Doch außerdem braucht das Schnittprogramm Platz für temporäre Dateien, und auch der Export des fertiggeschnittenen Videos verlangt Speicherplatz. Die Faustregel lautet, mindestens das dreifache an Speicherplatz im Vergleich zum Quellmaterial sollte vorhanden sein.
4) Ferner sollte der Bildschirm nicht zu klein sein – unter einer Auflösung von 1024x768 Pixeln macht die Bedienung eines Schnittprogramms wenig Freude, besser sind 1280x1024, oder gleich zwei Monitore.
6) Dann wäre da noch die Frage: Apple oder PC? Dies ist mehr oder weniger nur noch eine Geschmacksfrage – Videos lassen sich auf beiden Systemen bearbeiten. Auf PCs etwas billiger, auf MACs dagegen tendentiell stabiler. Übrigens: Die meisten aktuellen Videoschnittprogramme laufen im PC-Bereich nur noch auf dem Betriebssystem XP.



Letztlich wird, um die DV-Kamera mit dem Computer verbinden zu können, noch eine Firewireschnittstelle benötigt. Diese ist bei neueren Computern oft dabei (bei Macs immer), wenn nicht, kann sie leicht durch eine einfache Firewirekarte (s. Abb.) ergänzt werden.

Kaum eine Anwendung, außer Spielen natürlich, verlangen dem Computer so viel Leistung ab wie die Videobearbeitung. Aber nicht nur Performance, auch Stabilität ist gefragt. Wer sein System für Videoschnitt besonders optimieren möchte, muß also noch eine Vielzahl weiterer Faktoren beachten (eine genaue Anleitung gibt es hier oder hier, 4-teilige Serie. Für den Anfang jedoch reicht es, wenn die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind.


c) Schnittprogramm
Es gibt eine große Menge Schnittprogramme auf dem Markt, die sich in Preis und Funktionsumfang stark unterscheiden. Einige davon sind besonders für Einsteiger ausgelegt – das heißt, sie sind erstens übersichtlich und einfach zu bedienen, weil sie weniger Funktionen bieten als die professionellen Programme, und zweitens sind sie sehr günstig oder sogar gratis.

Im PC-Bereich ließen sich zu Beispiel Magix Video Deluxe, Pinnacle Studio, Adobe Premiere Elements, Ulead Video Studio und Microsoft Moviemaker nennen (letzteres ist vorinstalliert, bietet allerdings weniger Features als die anderen Programme). Mac-User haben die Wahl zwischen iMovie (vorinstalliert) und Final Cut Express.

Übrigens: zum Testen kann man sich von den meisten Programmen Demoversionen herunterladen, die für eine begrenzte Zeit verwendet werden können.

Bei der Frage, welches das "beste" Schnittprogramm sei, werden (genau wie bei dem Betriebssystem) teilweise verbitterte Glaubenskriege ausgetragen. Letztlich hat jedes Programm Stärken und Schwächen, und die Wahl sollte sich nach den persönlichen Anforderungen und Vorlieben richten. Probieren geht hier über studieren.




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[17 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
PhotoFreak    00:03 am 20.5.2012
Super Artikelserie :) Hat mir persönlich sehr geholfen. Und vorallem hats motiviert :D
luggiii    16:06 am 2.12.2010
Das wird bestimmt einigen weiterhelfen! Super Sache! TOP!
B.DeKid    19:44 am 4.1.2010
Virtualdub !!! Hat zwar keine richtige Timeline aber ist sonst eins der besten MustHave Video Progis auf dem Markt - mit unzaehligen Filtern / FX ( MSU PlugIns for Virtualdub ...weiterlesen
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update am 12.Dezember 2018 - 16:54
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