| Test : Final Cut Studio Review von rudi Fr, 24.Februar 2006 | 7 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen
Gerade einmal 1249 Euro verlangt Apple für das neue Softwarepaket, kaum mehr als ein einzelnes professionelles Schnittprogramm vor einigen Jahren alleine gekostet hat. Der Umfang von Final Cut Studio umfasst jedoch mittlerweile neben der eigentlichen Schnittapplikation (Final Cut Pro 5) auch Compositing (Motion 2), DVD-Authoring (DVD Studio 4) und Soundbearbeitung (SoundTrack Pro). Gekoppelt mit einem potenten Mac, erhält man viele Möglichkeiten eines professionellen Videostudios zu einem Preis deutlich unter 5000 Euro. Die direkte Konkurrenz auf der PC-Plattform ist das neue Production Studio von Adobe. Diese ist in der Pro Version zwar etwas teurer (ca. 2300 Euro), dafür kostet die gängige PC-Hardware meistens etwas weniger, weshalb die Anschaffung eines kompletten Systems sich ungefähr im selben Preisrahmen bewegen dürfte.
Final Cut Pro 5
 | | Die Oberfläche von Final Cut Pro 5 | |
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Apples Paradepferd in der Suite ist nach wie vor das Schnittprogramm Final Cut Pro. Während das Programm im professionellen Umfeld vor allem Avid die Kunden streitig macht, schielen im semiprofessionellen PC-Bereich viele Anwender neidisch auf die Apple-Plattform: Denn eine vergleichbar komplette Schnittlösung gibt es auf dem PC schlichtweg nicht. Premiere kopiert zwar mittlerweile die Oberfläche, bietet aber nicht den kompletten Funktionsumfang (so sucht man hier beispielsweise immer noch vergebens Transfermodi für einzelne Tracks). Trotz der hochgelobten Farbkorrektur-Tools fehlte uns dafür in Final Cut Pro eine elementare Funktion, die man mittlerweile in fast jedem besseren Schnittprogramm (unter anderem auch in Premiere Pro) vorfindet: Gradationskurven! Offensichtlich gibt es unter Macianern kein wirkliches Bedürfnis nach dieser Form der Farbkorrektur. Unter Profis sind Gradationskurven jedoch ein Muss, weshalb Apple hier bei Gelegenheit nachliefern sollte, wenn man wirklich in der Oberliga spielen will.
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