| Test : CANON EOS 5D MKII: Lowlight-Schärfe-Ass mit Zwangsjacke von rob Do, 12.März 2009 | 8 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen
Die Canon 5D ist die zweite DSLR im Bunde der HD-Video-fähigen, digitalen Spiegelreflexkameras. Und vom Datenblatt her verspricht sie alles besser zu machen als die Nikon-D90-Konkurrenz: Full-Frame-Sensor, H264-Encoding, Stereo-Aufnahme, externer Mikroeingang u.v.m. - lohnt sich die Mehrausgabe für die Canon 5D MKII in Sachen Video-Produktion?
Handling Allgemein
Bereits beim ersten In-die-Hand-nehmen stellt sich ein wertiges, hoch solides Gefühl ein. Dies lässt sich auf jene Bauteile zurückführen, die in einer Magnesiumlegierung ausgeführt wurden – gebräuchlich bei DSLRs, die im professionellen Segment angesiedelt sind. Zwar könnte für große Hände der Handwulst noch etwas größer ausgeformt sein, doch vergleicht man die Bauweise der Canon 5D MKII mit der Nikon D90 wird schnell klar, wo die Trennlinie zwischen „engagierter Konsumer“ und „Einstieg Profi“-DSLR liegt. Die Canon liegt satt in der Hand – ein Blick auf die Abmessungen und Gewichte verdeutlicht den Unterschied: Nikon D90 103 × 132 × 77 mm (H x B x T) bei einem Gewicht von 620 g – Canon 5D MK II 113,5 x 152 x 75 (H x B x T) bei einem Gewicht von 810 g. Hinzu kommt, dass bei der Nikon D90 bereits ein Aufklappblitz integriert ist, wie bei Konsumer-DSLRs üblich, der bei der Canon 5D MKII fehlt. Würde man einen reinen Kamerasystemvergleich zwischen Canon und Nikon anstellen, sollte bereits jetzt klar sein, dass hier Äpfel mit Birnen vergleichen werden. Sensorgröße, verbaute Materialien und avisierte Zielgruppe klaffen bei beiden Modell stark auseinander. Ein Vergleich auf Augenhöhe im professionellen Segment müsste zwischen der Nikon D700 und der Canon 5D MKII stattfinden, Vollformat-Sensor und Preis wären hier vergleichbar gegeben – nur halt keine Videofunktion Seitens der Nikon D700. Pech. Somit bleibt es also für Videographen bei diesem etwas schiefen Vergleich. Aber sei es drum – schließlich stellt auch die Canon 5D MKII immer noch eine spottgünstige Alternative in Sachen Videokamera mit filmähnlichem DOF dar (selbst die RED One für wesentlich mehr Geld verfügt über eine kleinere Sensorfläche). Der UVP des Canon EOS 5D MKII Gehäuses liegt bei 2499,- Euro (Nikon D90 bei 969,- Euro).
 | | Canon EOS 5D MKII Rückseite | |
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Das Layout der Bedienelemente und Schalter dürfte sich Canon-erfahrenen Usern ohne Handbuch erklären. Zwei Drehräder steuern im manuellen Modus Blende und Verschlußzeit: Mit dem sog. Hauptwahlrad kurz hinter dem Auslöser auf der Oberseite stellt hierbei der Zeigefinger die Verschlußzeit ein, während am Daumenrad auf der Gehäuserückseite die Blende eingestellt wird. Über das große Daumenrad bei Canon lässt sich vortrefflich streiten – aber wir wollen hier keinen Canon-Nikon-War neu anzetteln. Unserer Meinung nach hat das Daumenrad sowohl Vor- als auch Nachteile in Bezug auf Ergonomie und Bedienung. Als leicht nachteilig wurde die Platzierung für den oben beschriebenen manuellen Modus empfunden. Für das Einstellen der Blende muss der Daumen recht weit nach unten abgespreizt werden – daraus ergibt sich eine eher unnatürliche Gesamt-Kamera-Haltung - aber: andere Hände – anderer Griff – einfach selbst vor Ort ausprobieren. Dies gilt wie gesagt nur für den rein manuellen Modus. In der Blenden-, bzw. Zeitautomatik wird dann der jeweils regelbare Wert automatisch auf das Hauptwahlrad gelegt und das Daumenrad kommt hierbei gar nicht zum Einsatz – durchaus sinnvoll für möglichst schnelle Bedienung. Genial hingegen ist das schnelle Durchblättern von Bildern und Aufnahmen per Dreh des Daumenrads. Gerade um große Bildbestände „durchzublättern“ sind solche Räder viel besser als Kipp-Controller. Licht und Schatten liegen in Sachen Daumenrad also recht nah beieinander.
Als weniger gelungen empfinden wir die Platzierung des An/Aus-Schalters, dessen Aktivierung bei angesetzter Kamera sich als etwas hakelig gestaltet. Zudem befindet er sich auf der Gehäuse-Innenseite, was bei einem offenen Tragen der Kamera schnell zu versehentlicher Aktivierung führen kann.
Das 3“ TFT auf der Rückseite der Canon EOS 5D MKII gehört zum derzeitigen State of the Art mit seinen ca. 920.000 Bildpunkten. Besonders gut im Fotobetrieb hat uns die Einblendung des jeweils aktiven Schärfesensors auf dem Bild gefallen – eine gute Option, um auch auf einem kleinen Display den „Sitz“ der Schärfe schnell zu überprüfen. Ebenfalls gut gefallen hat uns der Shortcut in die wesentlichen Kameraeinstellungen über den Multicontroller an der Kamerarückseite. Aber Vorsicht – dieser ist nur aktiv, wenn man im Menue unter C.Fn III Autofokus/Transport / Wahlmethode f. AF-Messfeld „ Normal“ oder „Schnelleinstellrad“ aktiviert hat. Über diesen Schnellzugriff lassen sich Motivprogramme, ISO, Weissabgleich , Autofokus-Meßfelder, Mehrfeldmessung, Serienbildfunktion, Bildformat sowie Autofokus-Optionen schnell per Klick auf den Multi-Controller einstellen, ohne in die jeweiligen Menues abtauchen zu müssen.
Bemerkenswert an der Canon 5D MKII sind darüber hinaus die hohe Anzahl von Schnittstellen, von denen einige hochwillkommen in Sachen Videoaufnahme sind. Klappt man an der linken Kameraseite die Gummiabdeckungen nach oben, finden sich hier PC-Anschluss (Blitz), Fernbedienungsbuchse, Miniklinke für externes Mikro (Stereo), Mini-Klinke A/V-Out, Mini-USB sowie Mini-HDMI-Out. Insbesondere die externe Stereo-Mikro-Option sowie das Mini-HDMI-Out dürften für die Bewegt-Bild-Produktion von Interesse sein. Im Vergleich zur Nikon D90 hat Canon den HDMI-Out zumindest so gut hinbekommen, dass er auf Anhieb von diversen Monitoren erkannt wurde und ein stabiles Signal lieferte. Leider verfügt jedoch auch die Canon EOS 5D MKII nicht über einen Live-Video-Stream in voller Auflösung während der Aufnahme. Trotzdem waren wir mit dem HDMI-Signal der Canon um Einiges zufriedener als mit dem etwas wackeligen Signal der D90.
Canon EOS 5D Mark II
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Plus |
Minus |
Derzeit niedrigster Preis (ohne Gewähr) : 1679 Euro Listenpreis: 2249 Euro (inklusive Mwst.)
MEHR INFO: Alle technische Daten sowie Testbilder und Testergebnisse in unserer Datenbank
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+ Vollformat Sensor
+ Optimale Lowlightergebnisse
+ Fein justierbarer Audiopegel
+ Star des VDSLR-Booms mit viel Zubehör durch Dritthersteller |
- Ergonomie könnte besser auf Videofunktion ausgelegt sein
- Vollformatsensor eher für Spezialisten geeignet
- Kein brauchbarer Autofokus in Liveview
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[166 Leserkommentare] [Kommentar schreiben] Letzte Kommentare:
 | Zizi 15:42 25.03. | | Weiß einer wie man die mind. 30 min. Aufnahmezeit verlängern/ausschalten kann ?
Oder ist die Frage fürs Forum wieder zu einfach/blöd ?
weiterlesen |  | B.DeKid 00:48 25.03. | | AIC
Ok Schwamm drüber
MfG
B.DeKid |  | MarcBallhaus 00:43 25.03. | | B.DeKid hat folgendes geschrieben: ???Warum wirst Du uns nun verlassen MarcB. ???
Hab ich was verpasst?
...weiterlesen |  | B.DeKid 00:39 25.03. | | Keine Ahnung - aber Ich komm damit ganz gut zu Recht, MarcB. gibt sich wenigstens oft Mühe , der soll mal hier bleiben.
MfG
B...weiterlesen |  | [ Alle Kommentare lesen]
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