GoPro will Uservideos an Werbeagenturen lizensieren

// 12:27 Di, 21. Jul 2015von

Daß GoPro nicht mehr nur ein Kamerahersteller -- wenn auch ein sehr erfolgreicher -- bleiben, sondern explizit ein Medienunternehmen werden möchte, um auch an der Content-Distribution mitzuverdienen, wurde schon vor etwa einem Jahr in Zusammenhang mit dem Börsengang klar. Mit dem nun vorgestellten Lizensierungsportal wird ein erster, größerer Schritt in diese Richtung unternommen. GoPro will dort va. Werbeagenturen die Möglichkeit geben, ausgewählte Uservideos zu durchsuchen und bei Gefallen mit wenig Aufwand für Werbung oder andere mediale Zwecke zu lizensieren. Allerdings müssen sich Agenturen bewerben, um teilnehmen zu dürfen.


Wo genau die angebotenen Clips herkommen werden, erläutert GoPro selbst noch nicht -- ob jedermann Material anbieten kann oder ebenfalls nur ausgewählte Filmer; erwähnt wird nur die GoPro Creator Community. Laut TechCrunch soll der Dienst jedoch professionell ausgerichtet sein, und die Videos zu Preisen ab 1000 Dollar angeboten werden. Wieviel davon an den Urheber geht, ist noch nicht bekannt, an Lizenzbedingungen sind zZ. nur die jene für die Agenturen online. Dort steht ua. zu lesen, daß Nutzungsrechte an den Clips für sechs Monate vergeben werden, und wie es scheint möchte GoPro bei Verwendung eine schriftliche Nennung haben ("Licensee must give written attribution to GoPro for the Content when it displays such Content internally or distributes such Content to Client"). Wenn diese tatsächlich auch mit veröffentlicht werden müsste, wäre dies natürlich zusätzliche Werbung für GoPro selbst.


In einem anderen Artikel hatte TechCrunch kürzlich berichtet, GoPro arbeite an einem Cloud Service, auf welchem das aufgenommene Videomaterial quasi automatisch hochgeladen wird, um es den Kamerabesitzern möglichst einfach zu machen. Dies, so die Mutmaßung von CEO Woodman, würde sich postiv auf die Hardwareverkäufe auswirken, und hätte zudem (für Gopro) den Vorteil, daß das Unternehmen erstmals in der Lage wäre, Informationen über seine Nutzer sammeln zu können. Solche Pläne sind an sich nichts Neues, denkbar wäre allerdings, daß der Plan in diesem Fall tatsächlich aufgehen könnte, da es -- abgesehen von Smartphone-Kameras -- kaum ein Kameramodell geben dürfte, das eine ähnliche (emphatische) Verbreitung auch in nicht sonderlich videoaffinen Käuferschichten hat. Doch wann ein solcher Clouddienst tatsächlich starten wird, steht also noch nicht fest.


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