Wer regelmäßig mit DaVinci Resolve arbeitet, kennt das Problem: Kamera-Metadaten sind zwar in den Aufnahmen eingebettet, werden aber nicht automatisch und vollständig im Media Pool eingelesen.
Der italienische Entwickler EvrApp (EVR = Exif Video Resolved), bislang vor allem durch das macOS-Tool EvrExpanse bekannt, welches Metadaten in verschiedene Schnittprogramme importiert, bringt nun mit der EvrBridge App dessen volle Funktionalität auch für Windows Nutzer. EvrApp neues Windows Tool evrBridge ist der Nachfolger von evrDVR für Blackmagic DaVinci Resolve - es wurde evollständig neu programmiert und bietet jetzt alle Metadaten-Extraktionsfunktionen von evrExpanse.

Was EvrBridge leistet
EvrBridge liest die eingebetteten Metadaten direkt aus Video- und Bilddateien aus und konvertiert sie in eine strukturierte CSV-Datei, die sich nahtlos in den Media Pool von DaVinci Resolve importieren lässt. Damit entfällt die sonst mühsame manuelle Eingabe von Metadaten, was besonders bei größeren Projekten mit mehreren Kameras einen erheblichen Zeitgewinn bedeutet.
Nach dem Import lassen sich in Resolve unter anderem folgende Felder automatisch befüllen:
- Szene und Take
- ISO, Blende, Verschlusszeit, Weißabgleich
- Farbraum und Gamma Notes
- Objektiv- und Kameradaten
- Timecode und GPS-Daten
Paralleles Batchprocessing
EvrBridge verarbeitet die Videodateien per Batchprocessing, d.h. ein ausgewählter Ordner wird mitsamt aller Unterordner rekursiv durchsucht und dann alle gefundenen Dateien parallel eingelesen. Die Anzahl der parallelen Jobs lässt sich dabei an die eigene Hardware anpassen.
// Top-News auf einen Blick:
- Sony FX5 im Praxistest - die bessere FX6? 5K Open Gate, Sony RAW, Stacked 16.6 MP Sensor, EVF...
- George Lucas über KI: Widerstand ist zwecklos
- Phantom Twist - die Drohne, die sich fast unsichtbar macht
- Blackmagic Camera für Android 3.4 - neue 4K-HDMI-Ausgabe, WearOS und REST-API
- spektrafilm OFX - kostenlose Filmemulation für DaVinci Resolve
- Blackmagic DaVinci Resolve 21.0.3 behebt Fehler bei Keyframes, Audio und mehr
Unterstützung für Sidecar-/Begleitdateien
Eine Besonderheit von EvrBridge ist die Unterstützung für Sidecardateien. Begleitdateien wie zum Beispiel Sony M01.XML, Canon Companion XML und Canon XF JPG werden automatisch miteingelesen und ausgewertet. Damit werden enthaltetne Informationen wie Seriennummern, Firmware-Versionen, Linsen- und Gamma-Daten wiederhergestellt, die nicht im Videocontainer selbst stecken – etwa Sony RTMD-Trackdaten, Canon Cinema Gamma Hex-Codes oder XML-Fallback-Werte.

Breite Kamera- und Formatunterstützung
EvrBridge unterstützt Kameras von Sony Alpha, Sony XDCAM, Canon, ARRI, Blackmagic, Nikon, Panasonic, Fujifilm, Z-Cam, Kinefinity, Atomos, GoPro, iPhone sowie Mcpro24fps. Folgende Dateiformate werden unterstützt: MOV, MP4, MXF, MKV, JPG, JPEG, PNG, TIF, DNG, HEIC, AVIF, NEV und R3D.
Technisches Basis
Bekannte Analyse-Tools wie ExifTool, MediaInfo und FFprobe sind direkt integriert – eine separate Installation von Drittanbieter-Software ist nicht erforderlich.
Systemvoraussetzungen: Windows 10 oder 11 (64-Bit, Intel x64), DaVinci Resolve 17 oder neuer.
Preis und Verfügbarkeit
EvrBridge ist ab sofort direkt über die EvrApp-Website erhältlich. Noch bis zum 12. Mai 2026 gibt es einen Einführungsrabatt von 30%: 27,99 Dollar statt des regulären Preises von 39,99 Dollar. Die Lizenz ist unbefristet und beinhaltet Support sowie kostenlose Updates innerhalb der Hauptversion v1.x.x.
Wer EvrBridge vor dem Kauf ausprobieren will, kann das umfassend tun: zum Testen steht eine 15-tägige Vollversion ohne Einschränkungen bereit, zu deren Nutzung keine Kreditkarte erforderlich ist. Nach Ablauf der Testphase läuft EvrBridge in einem eingeschränkten Modus weiter, der die Verarbeitung auf eine Datei pro Durchlauf begrenzt.


















