CeBIT Innovation Award 2013: Monitore per Netzwerk anschliessen per DaaS

// 13:28 Mo, 11. Mär 2013von

Das Projekt, Monitore per Netzwerk anzusprechen und mit Bildern zu versorgen hat den CeBIT Innovation Award 2013 gewonnen - es würde das Ende des Monitorkabels bedeuten, im Guten. Das Team vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Inelligenz (DFKI) um Alexander Löffler will Monitore zukünftig über das Netzwerk ansprechen und dadurch einen universalen Anschluss schaffen, der es ermöglicht, dass jeder so ausgestattete Monitor Bilder von jedem übers Netzwerk (LAN/WLAN) verbundenen Gerät zeigen kann.


Die "Display as a Service" (DaaS) genannte Technik würde die feste Kopplung von einem Gerät an seinen Monitor (sei es PC, Smartphone, DVB-Receiver oder Mediaplayer) auflösen - problemlos könnte das Videosignal eines Geräts auf verschiedenen Monitoren gleichzeitig abgespielt werden oder die Bilder mehrerer Geräte auf einem Display angezeigt werden.


Jedes Gerät an jeden Monitor
Jedes Gerät an jeden Monitor

Ermöglicht wird dies durch eine Komprimierung der übertragenen Bilddaten - die Dekomprimierung der per Netz angelieferten Daten erfolgt erst im Display und macht so die durch die Übertragung von rohen Bilddaten (60 unkomprimierte Bilder pro Sekunde) notwendige, sehr hohe Datenrate der bisherigen Displaystandards (per HDMI, DVI oder etwa Thunderbolt) überflüssig.


Mit der DaaS-Technik sollen mindestens 25 Videoströme in HD-Qualität in einem Gigabit-Netzwerk gleichzeitig übertragen werden können (bzw. 6 per WLAN). Die Technik ist eine logische Weiterentwicklung bisheriger Videotechnik: die zum größten Teil eh schon komprimiert übertragenen Bilddaten (zB von Videos aus dem Netz oder von Blu-ray Discs) werden einfach an einem noch späteren Punkt der Übertragung dekomprimiert: statt im Computer erst im Monitor.


Ein Gerät per DaaS an viele Monitore
Ein Gerät per DaaS an viele Monitore

Die Software des DFKI-Teams wandelt jeden Bildstrom in einen Netzwerkdienst um, auf den alle angeschlossenen Geräte zugreifen können. In Zukunft könnte diese Software einfach in die Hardware von Displaygeräten wie Monitoren, Projektoren oder Fernsehern integriert werden - Verhandlungen darüber sind (u.a. mit Intel) im Gange. En passant wäre so auch das Problem der Übertragung von neuen Videostandards wie etwa 4K Bildsignalen gelöst. Und auch Geräte wie Grafiksplitter oder Video-Switcher wären mit DaaS überflüssig.


Ähnliche News //
Umfrage
    Generative Video-KI: Hast du ein Abo?







    Ergebnis ansehen

slashCAM nutzt Cookies zur Optimierung des Angebots, auch Cookies Dritter. Die Speicherung von Cookies kann in den Browsereinstellungen unterbunden werden. Mehr Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Mehr Infos Verstanden!
RSS Suche YouTube Facebook Twitter slashCAM-Slash