Atomos hat mit "Ground Control" eine neue Desktop-App für seine Cloud-Plattform ATOMOSphere vorgestellt, die den Zugriff auf Cloud-gespeicherte Medien so einfach machen soll wie das Arbeiten mit einer lokalen Festplatte.
Ground Control: Die Cloud als virtuelles Laufwerk
Das Neue an Ground Control ist der direkte Desktop-Zugriff auf ATOMOSphere-Projekte in der Cloud. Die App bindet den Cloud-Speicher als virtuelles Laufwerk ins Betriebssystem ein – Dateien erscheinen im Finder oder Explorer und können direkt im Schnittprogramm geöffnet werden, ohne sie vorher herunterladen zu müssen.

Footage landet per Camera-to-Cloud in der ATOMOSphere und erscheint dann automatisch in Form von Proxy-Dateien auf dem Desktop und kann so auch gleich geschnitten werden. Der bislang übliche Download-Upload-Loop entfällt. Proxy-Dateien werden laut Atomos automatisch generiert, sodass auch bei großen RAW-Dateien flüssiges Arbeiten möglich sein soll. Features wie Drag-and-Drop-Bedienung, sofortige Synchronisation zurück in die Cloud und die Möglichkeit, Medien direkt aus dem NLE heraus in Ground Control zu exportieren, runden das Konzept ab.

// Top-News auf einen Blick:
- Google Gemini Omni - aufs VFX-Editing spezialisierte Video-KI
- Insta360 Mic Pro - Funkmikro mit E-Ink-Display, 3-Mikrofon-Array und 32-Bit-Float
- Die Rolling Stones sind wieder 30 in neuem Musikvideo dank DeepFake
- DJI Osmo Pocket 4P - Dual-Kamera mit 17 Blendenstufen Dynamik, 3x Zoom und D-Log2
- Sony A7R VI vorgestellt mit 66,8MP, Dual Gain und bis zu 120min 8K-Videoaufnahme
- Canon stellt EOS R6 V und RF 20-50mm F4 als PowerZoom-Kombination vor
ATOMOSphere Editor: Schneiden direkt im Browser
Ebenfalls neu ist der vor zwei Monaten gestartete ATOMOSphere Editor – ein browserbasiertes Schnitt-Werkzeug, das Highlight-Cuts, Client-Versionen oder Rohschnitte direkt in der Cloud ermöglicht. Kollegen und Kunden können in gemeinsame Workspaces eingeladen werden, um live zu kommentieren, zu reviewen oder Freigaben zu erteilen – von überall auf der Welt.
Was ist ATOMOSphere?
Die vor einem Jahr eingeführte ATOMOSphere ist Atomos& cloudbasiertes Produktions-Ökosystem – eine Kombination aus Online-Speicher, Kollaborations-Werkzeugen, Review- und Approval-Funktionen sowie Online-Editing. Die Plattform ist dabei nicht auf Atomos-Geräte beschränkt: Wer ein Ninja- oder Shogun-Monitor-Recorder nutzt, kann Footage direkt vom Set in die Cloud hochladen – teilweise sogar schon während die Aufnahme läuft (Progressive Upload). Aber auch mit beliebigen Speicherkarten oder anderen Geräten lassen sich Medien in ATOMOSphere ablegen.

Einen kostenlosen Einstieg gibt es mit 20 GB Speicher für alle myAtomos-Mitglieder. Bezahlpläne beginnen bei 10 Dollar/Monat für 500 GB und reichen bis zu 499 Dollar/Monat für 50 TB. Jahrespläne sind günstiger und beinhalten zusätzlich Rabatte von bis zu 15 % im Atomos-Webshop. Optionale KI-Funktionen via Axle AI ermöglichen automatische Szenen-Analyse, Objekt-Erkennung und Sprach-Transkription in 19 Sprachen – damit lassen sich große Medienmengen durchsuchen, ohne erst alle Clips manuell taggen zu müssen.



















