Orico hat zwei neue Modelle für seine MetaBox-Serie von Netzwerkspeichern vorgestellt, die speziell auf die Bedürfnisse der Foto- und Videoproduktion zugeschnitten sind. Die große Neuerung besteht in der Integration von M.2 NVMe SSD-Steckplätzen in ein klassisches NAS-Festplattengehäuse, um bei Bedarf eine große Speicherkapazität mit einer hohen Zugriffsgeschwindigkeit bei der Bearbeitung von Videos zu bieten.
Hybrid-Speicherarchitektur für Videobearbeitung
Das wesentliche Merkmal der MetaBox-Modelle ist die Möglichkeit der hybriden Laufwerkskonfiguration. Während herkömmliche NAS-Systeme in diesem Segment oft ausschließlich auf SATA-Festplatten setzen, verfügen die Metabox HS200- und HS500 über zwei zusätzliche M.2 NVMe SSD-Slots, welche SSDs mit einer Kapazität von jeweils bis zu 8 TB unterstützen.

Diese hybride Konfiguration ermöglicht zwei Einsatzszenarien: Die SSDs können entweder als schneller Cache konfiguriert werden, um die Lese- und Schreibvorgänge der mechanischen Festplatten zu beschleunigen, oder als eigenständiger Hochgeschwindigkeitsspeicher dienen. Für Videocutter bedeutet dies eine höhere Performance zum Beispiel beim Scrubbing in der Timeline, da die Zugriffszeiten im Vergleich zu reinen HDD-Systemen deutlich reduziert werden.

Schnittstellen und Innenleben
Angebunden an die PCs wird die Metabox entweder über das Netzwerk mittels zweier 2,5 Gigabit Ethernet-Schnittstellen (praktisch mit je 290 MB/s), welche auch gebündelt genutzt werden, um so die doppelte Bandbreite zu erreichen, oder direkt per USB4, dann mit einer höheren Geschwindigkeit von bis zu 5 GB/s. Im Inneren der Metabox arbeitet ein Intel-Prozessor der Celeron-Serie mit vier Kernen, der standardmäßig mit 8 GB DDR4-Arbeitsspeicher ausgestattet ist, welcher über zwei Steckplätze auf bis zu 32 GB erweitert werden kann. Das kann nützlich sein, wenn mehrere Nutzer gleichzeitig auf das System zugreifen oder speicherintensive Anwendungen wie Docker-Container ausgeführt werden, da das verwendete Filesystem (ZFS) RAM aggressiv als Cache einsetzt. Die MetaBox kann auch als eine Art private Cloud für alle Geräte nicht nur im lokalen Netzwerk, sondern verschlüsselt auch weltweit über das Internet eingesetzt werden.
CyberData OS
// Top-News auf einen Blick:
- Nikon verklagt Hersteller von Z-Mount Objektiven - in Zukunft weniger und teurer?
- Fake oder nicht? Image Whisperer - neues kostenloses Profi-Tool erkennt KI-Bilder
- Apple stellt mit MacBook Neo günstigstes MacBook mit A18 Pro mobiler CPU vor
- GoPro scheint an einer kompakten Cine-Kamera zu arbeiten
- Kleines Upgrade und neues Topmodell - Apple Studio Display und Studio Display XDR
- Neue Apple MacBook Pro und Air Modelle, erstmals auch mit M5 Pro und M5 Max

Zu den Software-Funktionen von CyberData OS gehören:
- Snapshot-Management: Ermöglicht das Wiederherstellen früherer Dateiversionen nach versehentlichem Löschen oder Fehlern.
- KI-gestützte Werkzeuge zur automatisierten Organisation von Bildmaterial samt semantischer Suchfunktionen.
- SDVN-Technologie: Eine Verschlüsselungstechnologie, die den Fernzugriff absichern soll, ohne dass Daten über Drittanbieter-Server geleitet werden müssen.
Um sich in Studio-Setups einzufügen, ist die Metabox-Serie minimalistisch designt in einem vollständig aus Aluminium gefertigten Gehäuse.
Orico bietet die Metabox in zwei Varianten an, die beide ab sofort ausgeliefert werden:
- MetaBox HS200: Bietet Platz für zwei SATA-Festplatten (3,5 oder 2,5 Zoll) und zwei M.2 NVMe SSDs für 350 Dollar
- MetaBox HS500 (Pro): Verfügt über fünf SATA-Einschübe und ebenfalls zwei M.2 NVMe SSD-Slots zum Preis von 420 Dollar



















