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gleiche Kamera-Position wiederfinden bei Timelapse o.ä.



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Frage von Licht-Jongleur:


Hallo, ich habe ein ähnliches Anliegen für zwei Situationen (Video-Mehrtagesproduktion + Foto-Timelapse-Mehrjahresproduktion)
Gibt es Videokameras, bei denen man sich den letzten Bildausschnitt als Semi-Transparentes Bild im Display anzeigen lassen kann, um dann das aktuelle live Bild genau darauf ausrichten und somit auf die gleiche Position bringen zu können.
Beispiel, ich stelle die Kamera genau auf einen Bildausschnitt ein, muss die Bamera Abends einpacken und will aber am nächsten Tag exakt den gleichen Ausschnitt wieder haben.
Gibt es das für Fotokameras (z.B. wenn ich jedes Jahr vom selben Baum exakt aus der gleichen Position und Perspektive ein Bild machen will (aber die Kamera nicht Jahre lang da stehen lassen will ;-)) - oder gibt es sogar schon eine App? die mir am besten noch sagt - "noch mehr nach rechts, noch mehr nach hinten", bis ich an exakt dem gleichen Ort bin...
Ich hoffe, meine "Aufgabenstellung" ist verständlich. Ich weiß vor allem nicht, mit welchen Schlagworten ich danach im Forum oder bei google suchen müsste. Bin über jeden Tipp dankbar.



Antwort von mash_gh4:

die freie camera app OpenCamera bietet u.a. eine derartige funktion:

Ghost image - You can overlay a previous photo. This is useful for aligning photos (e.g., for stop motion animation). This can also be used to create a custom "grid", by selecting an image with transparency.

* Last photo taken - When you take a photo, a ghost of that photo will be displayed. The ghost is reset either by leaving and returning to Open Camera, switching between photo/video modes, or turning this option off.

* Selected image - Select a specific image on your device to be displayed as a ghost (requires Android 5). Note that for this option, the ghost image will not be displayed if Open Camera is running when your device is locked. If the image doesn't show at all, it may be that Open Camera was unable to load the selected image.


eine standort irgedwo in der natur exakt wiederzufinden, wäre natürlich auch mittels GPS app am handy möglich. mit manchen dual-band empfängern und entsprechender software zur aufbereitung der RAW GNSS daten, wie sie auf manchen handys zugänglich sind, kann man auf diese weise mit ein wenig geduld (weil man zumindest ein paar minuten konvergenzzeit einplanen sollte) mittlerweile auf ein paar cm genaue statische positionsangaben bestimmen. bspw. mit dem recht einfach bedienbarem GNSSCompare:

https://www.gpsworld.com/gnss-compare-a ... -download/
https://gnss-compare.readthedocs.io/en/latest/



gegenwärtig ist gerade wieder ein neuer großer wettbewerb für derartige software im gange, so dass es vermutlich schon in ein paar monaten wieder deutlich verbesserte werkzeuge für diesen zweck geben wird. ;)

in der praxis dürfte aber irgendein ganz einfaches vermessungszeichen, wie es seit ewigkeiten zu abstecken von grenzen u.ä. benutzt wird, meist auch ausreichen.



Antwort von Licht-Jongleur:

Vielen Dank!
In z.B. Sony Video-Kameras oder in z.B. Canon Fotokameras (über magic lantern o.ä.) gibt es eine vergleichbare Ghost-image Funktion nicht, oder?

Bei der OpenCamera (Danke für den Tipp, da geht es ja ganz cool) wäre wirklich noch super, wenn die App einem sagt, wo man das Smartphone hinbewegen muss, um genau "über" das alte Bild zu kommen (vor, zurück, hoch, runter, rechts links, ...)








Antwort von mash_gh4:

Licht-Jongleur hat geschrieben:
... wäre wirklich noch super, wenn die App einem sagt, wo man das Smartphone hinbewegen muss, um genau "über" das alte Bild zu kommen (vor, zurück, hoch, runter, rechts links, ...)
naja -- du kannst dich ja mit dem nötigen kleingeld sicher auch diesen zeitgenossen anschließen:

https://www.msn.com/de-at/nachrichten/o ... 1604315924
https://www.heise.de/news/Hololens-2-fu ... 04445.html
https://news.microsoft.com/innovation-s ... soft-mesh/

dort wird dir ganz bestimmt immer gesagt, was du tun musst! :(



Antwort von pillepalle:

GPs ist für sowas viel zu ungenau, abgesehen davon wird die Ausrichtung der Kamera dabei überhaupt nicht berücksichtigt. Eine Android App, oder eine Funktion in der Kamera haben den Nachteil damit nur recht umständlich bzw. ungenau arbeiten zu können. Alleine schon aufgrund der geringen Displaygröße.

Wenn man genau komponieren möchte arbeitet man normalerweise Tethered (also mit Kabel auf einen Laptop) und mit dem original Kamerabild. Da hat man nicht nur einen größeren Bildschirm auf dem man mehr sieht, es läßt sich auch leichter durch's Bild navigieren, zoomen und Korrekturen vornehmen. In CaptureCapture im Glossar erklärt One gibt's z.B. eine OverlayOverlay im Glossar erklärt Funktion die man gut dafür nutzen kann. Hier im Beispiel allerdings nur mit einem Layout-Text gemacht.

https://www.youtube.com/watch?v=Kfuvqu9VnF8

Wenn Dir das Arbeiten mit Rechner zu aufwendig ist, kannst Du Dein Originalbild auch einfach auf einen transparenten Träger in der Größe Deines Kameramonitors ausdrucken und drüber legen um die Passgenauigkeit zu überprüfen. Zu Analogzeiten haben wir uns einfach Masken auf transparente Folie gemalt und auf die Mattscheibe gelegt. Je mehr Infos Du Dir zu Deinem Kamerastandpunkt merkst und notierst, desto einfacher wird es anschließend den Schuß zu rekonstruieren (genauen Standort markieren (ein Lot hilft hier), Kamerahöhe, Neigungswinkel usw).

VG



Antwort von mash_gh4:

pillepalle hat geschrieben:
GPs ist für sowas viel zu ungenau, ...
das war natürlich bis vor einigen jahren noch so, hat sich aber in den letzten jahren ganz massiv geändert.

ein einfaches handy, wie das xiaomi MI8 und andere modelle mit broadcom dual-band empfängern schaffen mittlerweile auch ohne zusätzliche software eine statische positionierungsgenauigkeit von < 1m horizontaler abweichung.

mit aktueller echtzeit precise point positioning (PPP)-software bzw. aufbereitung der RAW GNSS daten, wie sie unter aktuelleren android versionen ausgelesen werden können, sind aber mit diesen handys auch auflösungen im centimeter bereich mittlerweile nichts besonderes mehr. am ehesten sind noch die verbauten relativ schlechten GNSS-antennen dabei ein wenig hinderlich. man kann hier aber die fehler stark minimieren, wenn man die handys so platziert, dass zumindest die signalrefelxionen vom boden abgeschirmt werden.

https://www.unibw.de/space/news/unibw-m ... smartphone
pillepalle hat geschrieben:
abgesehen davon wird die Ausrichtung der Kamera dabei überhaupt nicht berücksichtigt.
doch! -- OpenCamera kann natürlich auch die kompassdaten und gravitations- bzw. neigungssensoren der handys als overlay anzeigen und schreibt die betreffenden werte auch in die metadaten der bilder, wenn man das will. allerdings sind diese angaben tatsächlich ein wenig ungenauer und in der praxis wohl eher nur als begleitende orientierung brauchbar.



Antwort von pillepalle:

@ mash_gh4

Na ja, ich hab's damit nicht ausprobiert, hab' aber meine Zweifel das es zufriedenstellend funktioniert. In zivile GPS-Positionsdaten werden eigentlich absichtlich Ungenauigkeiten integriert, damit kein Schindluder getrieben werden kann. Kann man täglich am eigenen Navi ausprobieren. Und selbst wenn es wirklich auf 1 Meter genau wäre, ist das nicht sonderlich genau. Das kriegt man selbst mit einem einfachen Zollstock an einer Markierung genauer hin :) Da wo GPS tatsächlich helfen kann, ist um überhaupt den Ort wiederzufinden. Der TO kann's aber gerne mal damit probieren.

VG



Antwort von mash_gh4:

pillepalle hat geschrieben:
In zivile GPS-Positionsdaten werden eigentlich absichtlich Ungenauigkeiten integriert, damit kein Schindluder getrieben werden kann.
dieses bewusste stören des GPS signals ist zum glück seit dem 2. Mai 2000 geschichte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Po ... ailability

mittlerweile sind ja auch noch die anderen großen GNSS-konstellationen dazu gekommen, so dass das amerikanische GPS ohnehin keine derart zentrale rolle mehr spielt.

natürlich gibt's weiterhin einige zusätzliche GNSS-frequenzbänder, die im zivilen umfeld nicht genutzt werden können, aber es sind auch unglaublich tolle lösungen dazugekommen, die korrekturdaten für die uhrenabweichungen und atmosphärische signalverzögerungen usw. aus der echtzeitbeobachtung der satellitensignale auf der ganze welt bereitstellen.

z.t. ist das natürlich ein ganz einträgliches geschäft, aber auch die frei verfügbaren services und softwarelösungen erlauben mittlerweile wesentlich präzisere positionsbestimmungen als sich das die meisten aus der alltäglichen erfahrung mit sehr durchschnittlichem und veraltetem gerät heraus vorstellen können -- so wie halt die meisten handy-knipser vermutlich auch keine vorstellung davon haben, welche ansprüche man hier im forum quasi ganz selbstverständlich an bilder bzw. videos zu stellen pflegt. ;)
pillepalle hat geschrieben:
Und selbst wenn es wirklich auf 1 Meter genau wäre, ist das nicht sonderlich genau. Das kriegt man selbst mit einem einfachen Zollstock an einer Markierung genauer hin :)
ja -- in dem punkt teile ich ohnehin deine meinung. irgendwelche ganz einfachen anhaltspunkte in der natur sind in der praxis sicher wesentlich einfacher handhabbar bzw. ausreichend genau.

trotzdem solltest du dir bzgl. der erzielbaren handy positionierungsgenauigkeit einfach vor augen führen, dass mit den letzten android-versionen extra zusätzliche felder in die GNSS-APIs aufgenommen wurden, die die genaue lage und charakteristiken der betreffenden antennen innerhalb des handys ausgeben, weil die messungen mitterweile so präzise sind, dass die größe des handys selbst in keinem vernünftigen verhältnis mehr zur erzielbaren genauigkeit der positionsangaben steht.


zum Bild




Antwort von Jott:

Ein hinterlegtes abrufbares Ghost-Standbild als Sucher-Overlay für genau deine Zwecke hatte ich tatsächlich mal in irgend einer Kamera. Ist sehr lange her, auf jeden Fall vor DSLR-Zeiten. Leider keine Idee mehr, welche das war. Oder wie die Funktion genau hieß.



Antwort von Darth Schneider:

Meine uralte Sony V6000 Hi8Hi8 im Glossar erklärt Kiste, hatte diese Funktion auch, Ich glaube die Funktion nannte sich Super Impose Still, oder sowas.
Gruss Boris



Antwort von suchor:

Du könntest folgende App dafür zweckentfremden
https://www.playmemoriescameraapps.com ... index.html
Ich denke das müsste gehen. Die Playmemories-App läuft aber nicht auf den neueren Kameras soweit ich weiß. Bei meiner A7r2 kann ich sie installieren bei der A73 nicht. Bei der A6500 ging es auch, soweit ich mich erinnere, die habe ich aber zur Zeit nicht hier. Vlt. hilft das ja.
LG Stefan



Antwort von Abercrombie:

Die SmallHD Monitore könne ein Bild von der SD-Karte laden und im Wechsel oder als OverlayOverlay im Glossar erklärt hinzufügen. Habe ich mal für eine Übergang Alt-nach-Neu verwendet und funktionierte super.








Antwort von pillepalle:

@ Abercrombie

Super Tip! Habe selber noch einen smallHD focus hier und hatte die Funktion gar nicht mehr auf dem Schirm :)

VG



Antwort von mash_gh4:

Abercrombie hat geschrieben:
Die SmallHD Monitore könne ein Bild von der SD-Karte laden und im Wechsel oder als OverlayOverlay im Glossar erklärt hinzufügen.
auch wenn eine etwas größerer monitor sicher praktisch ist, um die überlagerung zu kontrollieren, dürfte das in praxis noch immer zu ungenau sein bzw. eine äußere bestimmung der kamerposition nicht ersetzten können.

abweichungen in neigung und schwenk der kamera lassen sich ja ohnedies nachträglich per software problemlos wieder rausrechnen bzw. stabilisieren, so wie es ja ohnehein für die belichtungsanpassungen bei solchen bildsequenzen fast unumgänglich ist. komplexere räumliche abweichungen dagegen, die durch einen versetzten aufnahmestandort, also bspw. eine abweichende höhe des stativs, bedingt sind, lassen sich aber leider auf diese weise kaum mehr reparieren -- aber eben vermutlich auch am monitor vor ort nicht exakt genug erkennen.

das alles hängt aber natürlich auch sehr stark von tatsächlich abgebildeten motiv bzw. der darin vorfindlichen räumlichen staffelung ab.



Antwort von Abercrombie:

mash_gh4 hat geschrieben:
...aber eben vermutlich auch am monitor vor ort nicht exakt genug erkennen.

das alles hängt aber natürlich auch sehr stark von tatsächlich abgebildeten motiv bzw. der darin vorfindlichen räumlichen staffelung ab.
Selbstverständlich kommt es auf das Motiv an, aber bei den fünf Motiven die ich hatte, konnte ich auf Korrekturen beinahe verzichten. Und das trotz partieller Freistellung der "Videogegenwart" gegenüber dem historischen Foto. Nennenswerte Abweichungen waren für den Zuschauer kaum zu erkennen.



Antwort von Clemens Schiesko:

Mit der Funktion Mehrfachbelichtung bei der Canon 5D Mark III funktioniert das ganz gut. Habe ich früher oft benutzt, um bekannte Fotos/Gemälde zu parodieren oder auch um nachträglich Objekte räumlich realistisch in laufende Photoshop Projekte einzuarbeiten.




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