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Infoseite // Wes Anderson - Asteroid City



Frage von Frank Glencairn:


Das sieht echt vielversprechend aus - wenigstens wenn man so einen schrägen Humor hat wie ich :D
Außerdem - interessante Color Grading Entscheidung Marke verblichene 50er Jahre Postkarte.
Und natürlich wieder mal ne Anderson Lehrstunde für Framing und Camera Movement.




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Antwort von rush:

Auch Studio Babelsberg ist hier im übrigen als Co Produzent involviert.

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Antwort von Frank Glencairn:

Das berühmte stupid German money halt.

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Antwort von pillepalle:

Egal welches Bild man aus diesem Trailer sieht, man weiß sofort das es ein Wes Anderson Film sein muss :)

VG

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Antwort von iasi:

Das scheint etwas für Anderson-Fans zu sein, die sich an seinem Stil nicht satt sehen können.

Oder man will das Schaulaufen - oder genauer - das Schaustehen in Richtung Kamera von vielen bekannten Schauspielern sehen.

Der Inhalt? Die Handlung?
Mittlerweile ist dies zweitrangig.

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Antwort von pillepalle:

@ iasi

Ganz so unwichtig sind die Bilder bei einem Film ja auch nicht. Und für die wirklichen Filme mit Substanz haben wir ja Deine Empfehlungen... den Hau-Drauf-Klamauk von RRR z.B. ;)

VG

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Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
@ iasi

Ganz so unwichtig sind die Bilder bei einem Film ja auch nicht. Und für die wirklichen Filme mit Substanz haben wir ja Deine Empfehlungen... den Hau-Drauf-Klamauk von RRR z.B. ;)

VG
Wenn der Stil zum Selbstzweck wird, dann passt was nicht.
Den Eindruck erweckt der Trailer.

RRR hast du wohl noch gar nicht gesehen. ;)

Von The French Dispatch ist mir jedenfalls nichts hängen geblieben - anders als bei Grand Budapest Hotel.
Ähnlich geht"s mir mit Fantastic Mr. Fox und Isle of Dogs.

Mittlerweile kommt"s mir so vor, wie mit den Marvel-Superhelden-Filmen: Ach - ein neuer Wes Anderson-Film.
Sieht aus wie ... gewohnt.
Anderson bietet Anderson - er wiederholt sich.

Dann schon lieber einen neuen wilden Mix wie RRR, der nichts wiederholt.

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Antwort von Darth Schneider:

@iasi
Ich finde der Trailer sieht einfach nur toll aus.

Und viele grosse Filmemacher haben eine visuelle Handschrift die man durchaus klar erkennen kann wenn man will.

Zum Beispiel:
Chaplin, Fellini, Allen, Zucker, Spielberg, Beineix, Coppola, Lucas, Brooks, Coen, Nolan, ja auch ein Tarantino, oder Scott…D

Soll ich noch weiter aufzählen ?
Ich könnte. )

Das ist doch auch toll so wenn man auch ein Film von Anderson am tollen Look erkennt.
Wiederholen von Dingen die sehr gut sind muss doch gar nicht schlecht sein, im Gegenteil, man kann sich auch darauf freuen.

Und was hat das denn mit dem Film RRR zu tun ?
Mir persönlich sagt diese Art von Film jetzt nicht zu, genau 20 Minuten habe ich durchgehalten….
Und neu ist daran auch nix, genau dasselbe wie in Bahubali 2….Einfach mit anderen Charakteren.





Gruss Boris

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Antwort von pillepalle:

Das was mir bei Wes anderson Filmen hängen bleibt sind in erster Linie die Bilder. Und die sind meist großartig. Habe da mindestens genausoviel Spaß dran, wie an einer guten Geschichte. Ging mir zuletzt bei Bardo so ähnlich. Da war für mich die Handlung fast schon nebensächlich.

VG

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Antwort von iasi:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
@iasi
Ich finde der Trailer sieht einfach nur toll aus.

Und viele grosse Filmemacher haben eine visuelle Handschrift die man durchaus klar erkennen kann wenn man will.

Zum Beispiel:
Chaplin, Fellini, Allen, Zucker, Spielberg, Beineix, Coppola, Lucas, Brooks, Coen, Nolan, ja auch ein Tarantino, oder Scott…D

Soll ich noch weiter aufzählen ?
Ich könnte. )
Gruss Boris
Da würde ich doch sehr widersprechen.
Saving Private Ryan und E.T. haben sicherlich nicht dieselbe "visuelle Handschrift".

Ich wüßte auch nicht, wie sich The Conversation und Bram Stoker’s Dracula ähneln.

Bei Anderson bekommt man mittlerweile den Eindruck, dass er die Story und Handlung seinem Stil unterordnet.
Und da er ihn nicht mehr variiert, ...

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Antwort von Darth Schneider:

Das sind halt Ausnahmen, nicht zuletzt die auch in voll verschiedenen Welten beziehungsweise Zeiten spielen, die bestätigen die Regel.
Und klar es gibt auch Leute die völlig verschiedene Dinge mit unterschiedlichen Looks drehen.
Ich finde beides ist doch legitim.
Gruss Boris

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Antwort von iasi:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Das sind halt Ausnahmen, nicht zuletzt die auch in voll verschiedenen Welten beziehungsweise Zeiten spielen, die bestätigen die Regel.
Und klar es gibt auch Leute die völlig verschiedene Dinge mit unterschiedlichen Looks drehen.
Ich finde beides ist doch legitim.
Gruss Boris
Üblicherweise ordnet man den Stil dem Inhalt und der Aussage unter.
Man kann zwar bei Wikipedia z.B. so etwas lesen:
Scotts Markenzeichen ist ein ausgeprägt ästhetischer und malerischer visueller Stil, der sich durch seine jahrelange Erfahrung als Production Designer und Regisseur von Werbespots entwickelt hat.
Aber dennoch hat auch Scott Thelma & Louise nicht so aussehen lassen, wie Alien. :)

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Antwort von Frank Glencairn:

iasi hat geschrieben:

Üblicherweise ordnet man den Stil dem Inhalt und der Aussage unter.
Macht er doch - besser könnte der Stil doch nicht zum Inhalt passen.

Schau dir mal die Plotline an:
"The itinerary of a Junior Stargazer convention is spectacularly disrupted by world-changing events".

Glaubst du etwa Anderson und Coppola schreiben diese Drehbücher ohne schon beim schreiben ein visuelles Konzept dafür zu haben?
Natürlich haben sie das, Story, Prämisse und Look/Stil sind hier von Anfang an immer aus einem Guss.
Und auch die Auswahl der Schauspieler ist quasi perfekt, ich weiß gar nicht, was du daran rumzumäkeln hast.






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Antwort von iasi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:

Üblicherweise ordnet man den Stil dem Inhalt und der Aussage unter.
Macht er doch - besser könnte der Stil doch nicht zum Inhalt passen.

Schau dir mal die Plotline an:
"The itinerary of a Junior Stargazer convention is spectacularly disrupted by world-changing events".

Glaubst du etwa Anderson und Coppola schreiben diese Drehbücher ohne schon beim schreiben ein visuelles Konzept dafür zu haben?
Natürlich haben sie das, Story, Prämisse und Look/Stil sind hier von Anfang an immer aus einem Guss.
Und auch die Auswahl der Schauspieler ist quasi perfekt, ich weiß gar nicht, was du daran rumzumäkeln hast.
Das macht er mittlerweile eben gerade nicht mehr.

Der Trailer ist ein Wes Anderson-Trailer - der Wes Anderson-Stil und nicht der Inhalt steht im Mittelpunkt.
Alle Darsteller schauen, wie in einem Wes Anderson-Film in die Kamera.
Der Plot ist doch nebensächlich.
Das war auch schon bei The French Dispatch so.
Ein Wes Anderson-Film für Wes Anderson-Fans.

Und richtig: Wes Anderson hat ein visuelles Konzept - Betonung liegt auf ein.

Coppola entwickelt das visuelle Konzept.

Vor allem kehrt Wes Anderson sein visuelles Konzept so sehr hervor, wie sonst kaum ein anderer. Diesem visuellen Konzept wird alles untergeordnet.

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Antwort von Frank Glencairn:

iasi hat geschrieben:


Coppola entwickelt das visuelle Konzept.
Nein, das machen die beiden schon zusammen, wenn sie das Drehbuch schreiben.



iasi hat geschrieben:


Und richtig: Wes Anderson hat ein visuelles Konzept - Betonung liegt auf ein.
Das selbe denkst do wohl auch von Picasso.

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Antwort von Darth Schneider:

@Frank
Ich frage mich wie der das hinkriegt das die Farben so beeindruckend und popig sind und dennoch nicht überstrahlen beziehungsweise absaufen..?
Gibt es kein „Wes Lut“ ;) ?
Gruss Boris

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Antwort von pillepalle:

@ Darth

Die Farben hat Company3 gemacht

https://www.company3.com

Gedreht hat er wohl auf Kodak-Film und einer Arriflex. So steht's zumindest im Trailer.

VG

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Antwort von Darth Schneider:

Mama mia, beeindruckend, schaut euch mal an wie viele Filme diese Firma Company 3 eingefärbt hat….
Gruss Boris

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Antwort von iasi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:


Coppola entwickelt das visuelle Konzept.
Nein, das machen die beiden schon zusammen, wenn sie das Drehbuch schreiben.
Drehbuch:
Arnold Schulman,
David Seidler

Kaum anzunehmen, dass "die beiden" das visuelle Konzept entwickelt hatten.
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:


Und richtig: Wes Anderson hat ein visuelles Konzept - Betonung liegt auf ein.
Das selbe denkst do wohl auch von Picasso.
Erzähl doch mal die Handlung davon:
zum Bild
https://www.albertina.at/site/assets/fi ... 1200x0.jpg

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Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
@ Darth

Die Farben hat Company3 gemacht

https://www.company3.com

Gedreht hat er wohl auf Kodak-Film und einer Arriflex. So steht's zumindest im Trailer.

VG
Und was weißt du über die Handlung? ;) :)

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Antwort von pillepalle:

iasi hat geschrieben:
Erzähl doch mal die Handlung davon:
Bitte schön! :)

https://youtu.be/1lahS3oxgy8&t=0m48s

VG

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Antwort von pillepalle:

iasi hat geschrieben:
Und was weißt du über die Handlung? ;) :)
Ein Stück abseits des Highways versammeln sich hier einmal im Jahr passionierte Sterngucker:innen und Weltraum-Kadetten zu einem Kongress in einem Krater. Es ist ein schicksalsträchtiger Ort, denn am 23. September, 3007 Jahre vor Christus, schlug hier ein Meteorit ein und so wurde dieser Tag zum "Asteroid Day" erklärt. VG

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Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Erzähl doch mal die Handlung davon:
Bitte schön! :)

https://youtu.be/1lahS3oxgy8&t=0m48s

VG
Nicht die Entstehungsgeschichte des Bildes, sondern die Handlung, die dieses Bild erzählt.

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Antwort von pillepalle:

Hättest Du zugehört wüsstest Du es ;) Es geht nicht um's Gegenständliche, dass das Bild zeigt. Es drückt sein Lebensgefühl ein Jahr vor der Trennung von seiner Lebensgefährtin aus.

VG

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Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Und was weißt du über die Handlung? ;) :)
Ein Stück abseits des Highways versammeln sich hier einmal im Jahr passionierte Sterngucker:innen und Weltraum-Kadetten zu einem Kongress in einem Krater. Es ist ein schicksalsträchtiger Ort, denn am 23. September, 3007 Jahre vor Christus, schlug hier ein Meteorit ein und so wurde dieser Tag zum "Asteroid Day" erklärt. VG
Leute treffen sich also zu einem Kongress. :)

Es ist also diese Handlung, die die Zuschauer ins Kino strömen lassen wird - oder ist es nicht doch eher der Wes Anderson-Stil.

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Antwort von pillepalle:

@ iasi

Es geht darum wie die Geschichte erzählt wird. Das läßt die Leute in's Kino strömen. Kino ist ein audiovisuelles Medium. Es ist oft die Art und Weise, wie etwas erzählt wird, was einen Film sehenswert macht.

VG

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Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
Hättest Du zugehört wüsstest Du es ;) Es geht nicht um's Gegenständliche, dass das Bild zeigt. Es drückt sein Lebensgefühl ein Jahr vor der Trennung von seiner Lebensgefährtin aus.

VG
Oh ja - seine Lebensgeschichte muss man kennen, sonst sagt das Bild nichts aus.

"Lebensgefühl"?

Was ich höre, ist Hineindeuten.
Stell jemanden, der kein Hintergrundwissen über das Bild besitzt, an einem neutralen Ort vor das Bild und frag ihn welche Handlung es transportiert.

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Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
@ iasi

Es geht darum wie die Geschichte erzählt wird. Das läßt die Leute in's Kino strömen. Kino ist ein audiovisuelles Medium. Es ist oft die Art und Weise, wie etwas erzählt wird, was einen Film sehenswert macht.

VG
Geschichten erzählen. Richtig.
Wenn aber der "Sprachstil" die Handlung bestimmt, wird es schwierig, denn wenn sich der "Sprachstil" nur noch wiederholt ...

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Antwort von pillepalle:

@ iasi

Weil Bilder in erster Linie auch nicht dazu dienen 'Handlungen' zu transportieren. Und das man seine Lebensgeschichte kennen muss, um von dem Bild angesprochen zu sein, ist auch nicht richtig. Wer mag, lässt es auf sich wirken, oder setzt sich damit auseinander. Wer's nicht mag, tut's eben nicht. Nicht jeder muss sich für Kunst interessieren. Genauso muss nicht jeder Wes Anderson Filme gut finden. Aber er hat eben einen sehr eigenen Stil den es in der Form und Konsequenz vorher nicht gab und der scheinbar viele Leute anspricht.

VG

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Antwort von markusG:

iasi hat geschrieben:
Geschichten erzählen. Richtig.
Wenn aber der "Sprachstil" die Handlung bestimmt, wird es schwierig, denn wenn sich der "Sprachstil" nur noch wiederholt ...
Ich habe bis jetzt nur eine handvoll Filme von Wes Anderson gesehen, und in keiner hat sich die Handlung wiederholt.

Hast du das gleiche Problem mit Dali? Picasso? Rembrandt? Alle Bilder sind für dich nur langweilige Wiederholungen mit der gleichen "Handlung"? Stell ich mir ziemlich öde vor...

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Antwort von Frank Glencairn:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
@Frank
Ich frage mich wie der das hinkriegt das die Farben so beeindruckend und popig sind und dennoch nicht überstrahlen beziehungsweise absaufen..?
Gibt es kein „Wes Lut“ ;) ?
Gruss Boris
Visioncolor hat schon vor über 10 Jahren die DK79 LUT gemacht, die in diese Richtung geht.
Eine entsprechende Kontrastkurve und ein HSV Node machen dann den Rest - auf Film drehen hilft natürlich auch.

Rein technisch in der Post eigentlich kein allzu großes Ding, wenn man den Mut zu der Entscheidung hat.

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Antwort von Frank Glencairn:

iasi hat geschrieben:


Drehbuch:
Arnold Schulman,
David Seidler

image_2023-04-02_022950058.png
https://www.imdb.com/title/tt14230388/? ... rvi_tt_t_1

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Antwort von Darth Schneider:

@iasi
Hat nicht mal ein berühmter Filmemacher mal gesagt es gäbe eigentlich gar keine neuen Geschichten mehr ?
Habs vergessen wer das war..;)

Aber es stimmt doch, fast jedes Buch, so gut wie jede Story in fast jedem Film wurde doch irgendwann schon mal in anderer Form erzählt, oder geschrieben, oder gezeichnet….
Gruss Boris

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Antwort von Darth Schneider:

@Frank
Vielen Dank,
wie viel kostest du gleich noch mal pro Tag um visuell zu wirken ?
Ohne Scheiss..

Anstatt immer wieder neue Film Tech Spielzeuge zu kaufen die ich eh nicht wirklich beherrsche, könnte ich das Geld genau so gut sparen um im richtigen Moment, in erfahrene Manpower investieren, und die Zeit vermehrt ins verrückte Storys/Drehbuch Schreiben.

Braucht Überwindung aber nehm’s mir vor,
bald kommt die Badi Saison und hab ich eh nur noch Zeit um zwischen durch zu schreiben.
Gruss Boris

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Antwort von iasi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:


Drehbuch:
Arnold Schulman,
David Seidler


image_2023-04-02_022950058.png


https://www.imdb.com/title/tt14230388/? ... rvi_tt_t_1
Ah - das meintest du.
Manchmal hilft es, etwas mehr zu schreiben, als einige knappe Sätze. ;)

Übrigens bedeutet es ja nur, dass schon beim Verfassen des Drehbuchs, die Handlung dem Stil untergeordnet wurde.

The French Dispatch
hab ich gesehen, kann mich aber nicht mehr daran erinnern.

Das ist bei Grand Budapest Hotel ganz anders.

Es ist zu befürchten, dass Asteroid City auch nur eine kurzweilige Miniaturenshow wird.
Da schaut dann Matt Dillon ganz typisch in die Kamera, nachdem das Auto auf der Hebebühne zusammensackt.
Nett - aber eben nicht mehr, weil das eben dieser typische und bekannte Wes Anderson-Blick ist.

übrigens:

Tucker
Drehbuch:
Arnold Schulman,
David Seidler
Regie:
F.F. Coppola

Wenn F.F.Coppola das Drehbuch schreibt, kommt in letzter Zeit nichts gutes mehr heraus.

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Antwort von rush:

Mittlerweile läuft "Asteroid City" in den Kinos... und bringt ein unglaublich abgefahrenes Bühnenbild zwischen Kitsch und Hyperrealismus auf die Leinwand bei dem man sich oft fragt was davon real, gezeichnet oder im Miniaturwunderland entstanden ist.

Dazu kommen Kameraperspektiven die sich größtenteils fernab der Normen bewegen und Kamerabewegungen die man eigentlich längst ad acta gelegt hat und in Spielfilmen wohl länger nicht mehr in der Form gesehen hat...

Die übertrieben bunte Farbpalette tut ihr übrigens um dem ganzen Set den letzten Feinschliff zu verpassen.

Inhaltlich nimmt die Geschichte ab der Hälfte der Laufzeit kaum noch Fahrt auf und verläuft sich ein wenig im Nirwana der spanischen Wüste... der halbe Kinosaal kämpfte spätestens im letzten Akt spürbar mit der Müdigkeit (wohl auch der späten Spielzeit geschuldet) und hinterließ zudem am Ende bei meinen Freunden eher mehr Fragen als Antworten.

Für iasi ist der auf Film gedrehte Streifen vermutlich mangels Auflösung und dem Sprung der Bildformate zudem nichts - rein bildqualitativ ist man da ziemlich weit weg von modernsten Technologien und auch optische Bildfehler gibt es nicht nur an den Rändern zu bewundern.

Dennoch ein sehr spezielles Werk - zumindest in seiner Gesamtheit betrachtet.

Empfehlenswert? Vermutlich nicht für jeden. Liebhaber skuriler Stoffe und Bühnenbilder kommen hier aber gewiss auf Ihre Kosten. Und auch der Cast ist durchaus ordentlich besetzt, neben Tom Hanks und Scarlett Johansson führt etwa Edward Norton in die Geschichte ein... allein schon deswegen bin ich an dem Film nicht vorbeikommen.

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Antwort von pillepalle:

Gestern gab's auch einen Bericht in Kulturzeit über den Film

https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/w ... o-100.html

VG

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Antwort von iasi:

rush hat geschrieben:

Für iasi ist der auf Film gedrehte Streifen vermutlich mangels Auflösung und dem Sprung der Bildformate zudem nichts - rein bildqualitativ ist man da ziemlich weit weg von modernsten Technologien und auch optische Bildfehler gibt es nicht nur an den Rändern zu bewundern.
Unser rush scheint sich mit der Einschätzung anderer recht schwer zu tun.

Übrigens: Ich muss mir nur den Trailer ansehen und stelle fest, dass der Film modenste Technologie voll ausreizt. Die Farben sind z.B. nicht aufs Filmpositiv coloriert worden. ;) :)

Gestaltungsmittel - also filmsprachliche Mittel zu nutzen, ist zudem mein Mantra.
Grand Budapest Hotel und Fantastic Mr.Fox sind herausragend und sehr gute Beispiel dafür.

Anderson wiederholt aber mittlerweile nur noch diesen "Tonfall" der Sprache ohne die Gestaltungsmittel für Inhalt und Aussage zu nutzen. Dadurch wird´s leeres Gerede.
Schon The French Dispatch war nur noch Stil ohne Inhalt. Alle eingesetzte Gestaltungsmittel wirken selbstreferentiell.

Stone schöpft z.B. auch alle zur Verfügung stehenden Gestaltungsmittel aus - aber im Sinne von Inhalt, Aussage und Wirkung:

https://www.youtube.com/watch?v=XpLKNclOtLg

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Antwort von rush:

@iasi:
Es ist eben auch eine Frage des Blickwinkels - denn eigentlich passen die äußere Rahmenhandlung wie die eigentliche Geschichte für mich ganz gut zusammen - auch wenn sie sich nicht für jeden erschließen mag oder zumindest Interpretationsspielraum lässt.

Der zu Beginn eingeführte Storywriter hat eine tolle Ausgangsidee, kommt dann aber inhaltlich nicht weiter und holt sich sogar Hilfe für den Fortgang der Geschichte - darüber hinaus verliert er sich befangen in Figuren ohne die Handlung essentiell voran zu treiben. Also exakt das, was uns häufig in anderen Filmen auch serviert wird - nur dann garniert mit stupider Effekthascherei um eine in sich nicht gut funktionierende Geschichte voran zu treiben. Darauf verzichtet Anderson bekanntermaßen.

Aber genau diese äußere Rahmenhandlung bildet der Film dann wiederum wunderbar in all seinen Nuancen ab - zumindest wenn man sich darauf einlässt und akzeptiert das der Alltag (auch der eines Schauspielers) oft sehr viel banaler ist als wir womöglich glauben und Probleme des Täglichen uns alle tangieren. Diese Tristesse des Alltags wird in der Phase der "Alien-Quarantäne" umso deutlicher - entsprechend stagniert die innere und äußere Handlung beinahe und verläuft sich in Banalitäten - so zumindest meine Interpretation.

Aber da lässt der Stoff gewiss auch andere Ansätze und Sichtweisen zu.

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Antwort von iasi:

rush hat geschrieben:
@iasi:
Es ist eben auch eine Frage des Blickwinkels - denn eigentlich passen die äußere Rahmenhandlung wie die eigentliche Geschichte für mich ganz gut zusammen - auch wenn sie sich nicht für jeden erschließen mag oder zumindest Interpretationsspielraum lässt.

Der zu Beginn eingeführte Storywriter hat eine tolle Ausgangsidee, kommt dann aber inhaltlich nicht weiter und holt sich sogar Hilfe für den Fortgang der Geschichte - darüber hinaus verliert er sich befangen in Figuren ohne die Handlung essentiell voran zu treiben. Also exakt das, was uns häufig in anderen Filmen auch serviert wird - nur dann garniert mit stupider Effekthascherei um eine in sich nicht gut funktionierende Geschichte voran zu treiben. Darauf verzichtet Anderson bekanntermaßen.

Aber genau diese äußere Rahmenhandlung bildet der Film dann wiederum wunderbar in all seinen Nuancen ab - zumindest wenn man sich darauf einlässt und akzeptiert das der Alltag (auch der eines Schauspielers) oft sehr viel banaler ist als wir womöglich glauben und Probleme des Täglichen uns alle tangieren. Diese Tristesse des Alltags wird in der Phase der "Alien-Quarantäne" umso deutlicher - entsprechend stagniert die innere und äußere Handlung beinahe und verläuft sich in Banalitäten - so zumindest meine Interpretation.

Aber da lässt der Stoff gewiss auch andere Ansätze und Sichtweisen zu.
Ich hatte The French Dispatch gesehen, kann mich aber nur noch an eine Einstellung erinnern, über die wir hier im Forum diskutiert hatten - rein aus technischer Sicht.

Das ist bei Andersons früheren Filmen anders.

Ich hatte den Eindruck, Anderson setzt die knalligen Gestaltungsmittel, die zu seinem Markenzeichen gehören, nur noch zum Selbstzweck und nicht im Sinne einer Handlung, einer Wirkung auf den Zuschauer und der Aussage ein.
Deine Schilderung über die Publikumsreaktion unterstreicht meinen Eindruck.

Man bekommt einen Anderson-Film - bei dem eine Rahmenhandlung nur als Aufhänger dient, um den Anderson-Stil präsentieren zu können. Er wiederholt sich nur noch.

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Antwort von pillepalle:

iasi hat geschrieben:
Er wiederholt sich nur noch.
Ist ja nicht verboten. Man kann sich auch durch eine gute Inszenierung und filmische Annekdoten unterhalten fühlen. Ein Shakespeare Theaterstück wiederholt sich auch und trotzdem gehen Leute rein :) Und wiederholt sich Mission Impossible, oder John Wick, nicht? Da weiß man auch schon vorher wie's ausgehen wird.

VG

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Antwort von rush:

iasi hat geschrieben:

Ich hatte The French Dispatch gesehen, kann mich aber nur noch an eine Einstellung erinnern, über die wir hier im Forum diskutiert hatten - rein aus technischer Sicht.

Das ist bei Andersons früheren Filmen anders.
Technisch hat Asteroid City schon einiges zu bieten - nicht nur die bunte Farbpalette.

Die unorthodoxen Kamerabewegungen und Perspektiven bieten gewiss einiges an Diskussionspotential - genau wie die Verschmelzung des flachen Set-Designs in der surrealen Wüsten-Landschaft.
Schon das Intro mit der Eisenbahn lässt einen irritiert zurück und man fragt sich: wie haben sie das nur gemacht?

Der Film ist womöglich nichts für die ganze Familie - hat aber sehr wohl technisch als auch optisch einiges zu bieten.

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Antwort von pillepalle:

:)





VG

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Antwort von Frank Glencairn:

iasi hat geschrieben:


Ich hatte den Eindruck, Anderson setzt die knalligen Gestaltungsmittel, die zu seinem Markenzeichen gehören, nur noch zum Selbstzweck und nicht im Sinne einer Handlung, einer Wirkung auf den Zuschauer und der Aussage ein.

Während dessen in Cannes ...

Anderson's wry sci-fi comedy, Asteroid City, earned a six-minute standing ovation after premiering in-competition at the 2023 Cannes Film Festival, plus rapturous praise from film critics worldwide for its enthralling, eccentric narrative and exhilarating visual appeal.

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Antwort von iasi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:


Ich hatte den Eindruck, Anderson setzt die knalligen Gestaltungsmittel, die zu seinem Markenzeichen gehören, nur noch zum Selbstzweck und nicht im Sinne einer Handlung, einer Wirkung auf den Zuschauer und der Aussage ein.

Während dessen in Cannes ...

Anderson's wry sci-fi comedy, Asteroid City, earned a six-minute standing ovation after premiering in-competition at the 2023 Cannes Film Festival, plus rapturous praise from film critics worldwide for its enthralling, eccentric narrative and exhilarating visual appeal.
Und vom "normalen" Kinopublikum vernimmt man, dass dieses Star-Schaulaufen schlicht langweilig sei, weil vor lauter Form der emotionale Funke nicht mehr überspringe.

Ich fand schon The French Dispatch so belanglos, dass es sich in meiner Erinnerung völlig verflüchtigt hat. Ganz anders bei Grand Budapest Hotel und Fantastic Mr.Fox.

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Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen
Zum Original-Thread / Zum Sehenswert: Webvideo, Kino, TV und Film Tips-Forum

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