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Infoseite // Videoschnitt PC für max. 2500€

Blackmagic URSA Broadcast G2

Frage von Olllllllli:


Hallo zusammen,
es ist mal wieder an der Zeit mir einen neuen Videoschnitt PC zusammenzubauen.
Ich freue mich über Tipps und Zusammenstellungen.

Die Eckdaten:
- Maximal 2500€
- Windows 10 (vorhanden)
- Videoschnitt mit Premiere, muss für die Zukunft aber auch mit DaVinci Resolve gut laufen. AfterEffects, Lightroom & Photoshop muss auch alles flüssig laufen.
- Schnitt vor allem von 4K Material in unterschiedlichen Formaten
- Anschluss von zwei 4K Monitoren über HDMI.
- Wichtig sind mir viele und schnelle Anschlüsse. U.a will ich ein externes RAID für den Videoschnitt anschließen (Nicht in diesem Budget, Anschluss ist noch offen). Außerdem brauche ich einen LAN Anschluss
- Eine 2TB SSD für Cache ist schon vorhanden. Die zweite vorhandene 500GB System SSD würde ich gerne austauschen. Außerdem sollte noch Platz für mind. 2 HDDs sein.
- CD/DVD Laufwerk brauche ich nicht.
- Leise muss der PC nicht unbedingt sein, dafür aber möglichst staubdicht.

Was sind aktuelle gute Mainboards, CPU, GPU? Habt ihr Tipps für sonstige Komponenten?
Dankeschön

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Antwort von Olllllllli:

Das wäre eine erste Idee für eine Konfiguration:

GIGABYTE X570 AORUS ELITE, Mainboard
AMD Ryzen™ 9 3900X, Prozessor
Corsair DIMM 64 GB DDR4-3000 Kit
GIGABYTE GeForce RTX 2070 SUPER GAMING OC 3X 8G, Grafikkarte
550 Watt be quiet! Straight Power 11
1000GB Samsung 970 Evo M.2 2280 PCIe 3.0 x4 NVMe (Für Video Cache)
1 TB SSD für System

Was meint ihr?

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Antwort von roki100:

Olllllllli hat geschrieben:
550 Watt be quiet! Straight Power 11
Lieber 700 oder 800/850 Watt.
Eventuell auch eine NV 2080 statt 2070.

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Antwort von Jost:

Ram geht noch etwas schneller und günstiger:
https://geizhals.de/g-skill-aegis-dimm- ... at&hloc=de
DDR4 steht vor der Ablösung, die Preise sind im Sinkflug.

Wenn Dir Staubfreiheit wichtig ist, würde ich mich nach einer Netzteil/Gehäuse-Kombi umsehen, die den Einbau des Netzteils kopfüber erlaubt. Das Netzteil holt sich dann die Luft aus dem Rechner und bläst sie raus.
Das Fractal Define 7 Compact könnte als Gehäuse was sein. In der jüngsten PCGH hat man damit unterschiedliche Formen der Kühlung untersucht. Die Staubfilter für die Gehäuse-Lüfter liegen offenbar außen und nicht verdeckt hinter einer Blende. Man sieht dann gut, ob was ist.
Die jüngste PCGH ist ohnehin ein Kauftipp, weil die Ergebnisse der Lüfter- und Kühler-Tests zusammengefasst werden.

Die 2070S ist blöderweise nicht richtig zukunftssicher. Ampere soll angeblich am 31. August vorgestellt und im September im Handel sein.
Die größte Veränderung betrifft die sogenannten Tensor Cores. Die 2070 hat 320 davon, die 80 hat 384 und die 2080TI hat 544. Davinci Resolve 16 Studio arbeitet bereits damit.
https://www.provideocoalition.com/nvidi ... cinema-4d/
Tensor Cores sind für KI zuständig. Sind also das neue Cuda. Mit Ampere wird allerdings auch A100 eingeführt. Dritte Generation: "A100 stellt eine neue Precision, Tensor Float 32 (TF32) bereit, die genau wie FP32 funktioniert und gleichzeitig die KI um das bis zu 20-Fache beschleunigt, ohne dass Codeänderungen erforderlich sind." https://www.nvidia.com/de-de/data-center/tensor-cores/
Auf Deutsch heißt das, es wird erneut mehr Rechenarbeit von der CPU auf die GPU verlagert. Beim 3900x als CPU würde ich darum bleiben.

Zu erwarten ist: Nvidia wird zunächst ein Topmodel in der 1000-Euro-Klasse vorstellen: Das muss man dann sofort kaufen. Es wird eh nicht merklich günstiger. Warten heißt, man hat es nicht. Leistungsschwächere GPUs werden Richtung Weihnachtsgeschäft vorgestellt.
Eine 2070s steht darum im Grunde für rausgeschmissenes Geld. Man wird sie auch schlecht wieder los bekommen, weil der Nachfolger in den Markt drängt.
Angeblich ist sie bereits aus der Produktion genommen worden:
https://www.pcgameshardware.de/Nvidia-A ... t-1355562/

Wenn Du nicht warten willst, dann kauf was mit Restgarantie. Sollte einfach sein, weil die 2070s im Juli 2019 eingeführt wurde.

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Antwort von markusG:

Jost hat geschrieben:
Eine 2070s steht darum im Grunde für rausgeschmissenes Geld. Man wird sie auch schlecht wieder los bekommen, weil der Nachfolger in den Markt drängt.
Was spricht denn dagegen sie später - wenn Davinci aktuelles Thema ist und die neuen Nvidias verfügbar sind - zu ergänzen?
Sollte man vielleicht am Anfang beim Netzteil beachten.

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Antwort von Jost:

markusG hat geschrieben:
Jost hat geschrieben:
Eine 2070s steht darum im Grunde für rausgeschmissenes Geld. Man wird sie auch schlecht wieder los bekommen, weil der Nachfolger in den Markt drängt.
Was spricht denn dagegen sie später - wenn Davinci aktuelles Thema ist und die neuen Nvidias verfügbar sind - zu ergänzen?
Sollte man vielleicht am Anfang beim Netzteil beachten.
Was meinst Du mit "ergänzen"? Zweite Karte, auch noch aus verschiedenen Generationen, macht nur Probleme. Zumal die langsamste Karte immer den Takt vorgibt, an der sich die schnellere Karte ausrichten muss.

Richtig gut klappt das nur mit Quadros. Die haben spezielle Treiber. Die sind aber entsetzlich teuer.
Außerdem benötigt man natürlich ein Spezial-Netzteil. Das nicht nur die Leistung, sondern auch die doppelte Anzahl von Spannungsausgängen zur Verfügung stellt. Dafür werden Enthusiasten-Preise verlangt.

Netzteil ist klar: Nvidia gibt zu jeder Grafikkarte eine Netzteil-Empfehlung ab.
https://www.nvidia.com/de-de/geforce/gr ... 070-super/

zum Bild

Für einen 3900x reichen natürlich 550 Watt trotzdem. Der 3900x ist mit einer Leistungsaufnahme von 105 Watt spezifiziert. Selbst wenn er das Doppelte ziehen sollte, reichen 550 Watt locker.
Die 2070s ist außerdem per Powerlimit beschnitten. So ist dafür gesorgt, dass die Leistungsfähigkeit einer 2080 nie erreicht wird.

Aber auch Nvidia kann nicht wissen, ob jemand auf die Idee kommt, über USB-C weitere 75 Watt Richtung Monitor zu schicken. Reichen sollten 550 Watt trotzdem. Nur in synthetischen Tests wird alles gleichzeitig abverlangt. Kommt in der Praxis nie vor.

Dennoch: Wer weiß denn, was die neuen Nvidias ziehen?
Für die 2080Ti rät Nvidia übrigens auch nur zu einem 650-Watt-Netzteil.

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Antwort von Valentino:

Noch eine Empfehlung bei den Netzteilen. Auch wenn CPU und GPU immer stromsparender geworden sind, sind so 1,2 bis 1,3-fache Leistung nie verkehrt. Desewegen sollte man bei so einer Workstation nicht an den 20-50 € sparen und ein Netzteil zwishen 650-750 Watt verbauen. Die gennate Leistung sollte bis auf 25-50W auf der 12 Volt Schiene verfügbar sein.

Je nach dem ob die Workstation 24/7 oder eben nur mal 12h-3Tage die Woche im Betrieb ist, reicht meistens auch der bessere Gold-Plus-Standard bei der Effizens. Viel wichtiger sind hingegen gut gelagerte Lüfter, eine geringe Ripple/Noise Spannung und die Spannungstabilität. Diese Daten findet man fast in jedem Netzteilest der bekannten HW-Seite (HWLuxx, CompuerBase usw.).
Dazu muss das Netzteil auch nicht immer Vollmodular sein. Verlege in allen meinen Systemen zusätzlich zu den schon vorhanden Verbrauchern immer noch 1-2 ESata, 1xMolex 12V und 2x6/8Pin für eine zweite GPU. Wenn man dann nachrüstet muss man nicht nochmal umständlich irgendwelche Kabel ziehen.
Bei einer zweiten GPU würde ich auch eher zu den 800 Watt raten, wobei hier 750 auch ausreichend sein sollten.

Die meisten besseren PC-Gehäuse haben seit Jahren Staubfilter, die auch das Netzteil schützen. Das umgekehrte installieren des Netzteils hat den Nachteil das die warmen PC-Luft angezogen wird und somit das Netzteil nicht ideal gekühlt wird, gerade unter Dauerlast ist das keine gute Idee. Bei den Netzteilmarken kann ich BeQuiet, Fractal und Corsair empfehlen. Ganz auf einen 5,25 Schacht verzichten würde ich an deiner Stelle nicht. Hier kann man auch ganz gut 4x2,5 Zoll Einschübe oder 1x 3,5 HDD Rahmen von z. B. ICY-Dock einbauen. Das erleichtert einem das Erstellen eines Backups und auch wenn USB3.2 GEN 2 eigentlich kein Flaschnhals mehr ist, sind HDDs an Sata meist doch ein tick floter unterwegs. Dein Mainboard sollte auch mindestenes 2,5Gbit Ethernet haben, das ist in 1-2 Jahren der neue Sub-Standard. Die ersten WLAN-Router, NAS und Notebooks haben ihn schon.
Die genannten Hersteller machen auch gute Netzteile, wobei hier BeQuiet die Königsklasse ist und eben auch ein teilmodulares Netzteil der Mittellklasse völlig ausreichend ist.

Bei RAM gibt es unzählige Mythen, hier reichen aber gerade bei Video 32GB ganz gut aus, die 64GB brauchste nur für 3D Rendern bzw. Compositing. Das Geld besser in eine große PCIe SSD investieren, die ist auch sehr schnell. Hier eher schnelle 4x8GB Riegel verbauen und eben nicht nur 2x16GB, da die Ram Bänke dann besser an die CPU angeschlossen sind.
Bei den CPU-Kühlern gibt es meiner Meinung nach nur einen Hersteller, desen Kühler sich auch nach 10 Jahren immer noch auf neue Sockel montieren lässt und dazu ordentlich Wärmen wegtragen kann: Noctua
Auch wenn Lautstärke für dich keine Rolle spielt, die Noctua Lüfter sind angenehm leise und halten deutlich länger wie die halb so teuren Modelle.

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Antwort von Bluboy:

Ich schwör auf Alpenföhn als CPU-Kühler :-)

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Antwort von Valentino:

Ja die sind auch gut, etwas günstiger und die Abstimmung von Lüfter und Kühlkörper ist nicht so überperfekt wie bei Noctua. Einen Support wie bei Noctua, das auch nach Jahren noch die Adapter-Sets für neue Sockel kostenlos nachbestellt werden können, gibt es hier leider auch nicht.

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Antwort von MrMeeseeks:

Olllllllli hat geschrieben:
Das wäre eine erste Idee für eine Konfiguration:

GIGABYTE X570 AORUS ELITE, Mainboard
AMD Ryzen™ 9 3900X, Prozessor
Corsair DIMM 64 GB DDR4-3000 Kit
GIGABYTE GeForce RTX 2070 SUPER GAMING OC 3X 8G, Grafikkarte
550 Watt be quiet! Straight Power 11
1000GB Samsung 970 Evo M.2 2280 PCIe 3.0 x4 NVMe (Für Video Cache)
1 TB SSD für System

Was meint ihr?
Und das soll 2500€ kosten? Habe eine ähnliche Konfiguration, die war wesentlich günstiger. Das ganze aber in einem 5L Gehäuse, überraschend leise ;)

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Antwort von DeeZiD:

Würde ebenfalls noch auf die zum Monatsende angekundigte NVIDIA Ampere-Generation warten. Die 20GB 3080er RTX klingt einfach viel zu verlockend.

Ansonsten mit dem AMD 3900x kannst du sicher nichts falsch machen.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Zweifünf halte ich auch für einen stolzen Preis, Alternate.de sagt 1900€ für das ganze, wobei 64GB zu 32GB Ram bei Videoschnitt keinen großen Unterschied machen und für die Systemplatte reicht auch eine 500er.
Mit der Differenz kann man sich schon quasi das Gehäuse kaufen.

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Antwort von markusG:

Ich würde auf die 64GB gehen wegen After Effects, falls es öfters zum Einsatz kommt. Das kann ja nie genug RAM haben.

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Antwort von cantsin:

markusG hat geschrieben:
Ich würde auf die 64GB gehen wegen After Effects, falls es öfters zum Einsatz kommt. Das kann ja nie genug RAM haben.
Auch für Resolve, da für das Fusion-Modul ja schon heute 32GB Minimum sind. Ausserdem sollte man RAM immer vom selben Hersteller und aus derselben Baureihe verwenden. Späteres Aufrüsten könnte sich da schwierig gestalten.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Wenn bei mir was bis zum Anschlag rennt, dann ist es erst die GPU und wenn die nicht reicht nimmt sich Resolve die CPU dazu, aber der Speicher dümpelt irgendwo bei 50% und ich hab 32GB.

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Antwort von Jost:

Ja, mit 16GB kann man bereits glücklich werden. Was für 64GB spricht, ist nicht nur der zurzeit unverschämt günstige Preis: Der Mehrpreis gegenüber 32GB macht gerade mal 100 Euro aus. Das sind 4 Prozent vom Budget.
Für relevanter halte ich den Umstand, dass die anstehende Umstellung auf DDR5 das Aufrüsten schwierig machen wird. Wer heute versucht, schnelles DDR3 zu bekommen, der fällt bei den Preisen tot um.

Was CPU-Kühler angeht: Wer neugierig ist, wie sich der AMD-Standard-Kühler AMD Wraith Prism (~28 Euro), den AMD für den 3900x empfiehlt, gegen einen Noctua NH-D15 Chromax (~96 Euro) schlägt, der führe sich das zu Gemüte:
Zur besseren Einordnung: Ab einer Temperatur (TJmax) von 105 Grad taktet sich der 3900x aus Selbstschutz runter:
https://www.youtube.com/watch?v=15x8KNY70l8


Nvidia hat übrigens die Vorstellung der neuen GPUs terminiert: Am 1. September um 18 Uhr beginnt der Live-Stream.

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Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen
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