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Victoria - tatsächlich ein Film ohne Schnitte



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Newsmeldung von slashCAM:


Während der aktuelle Kinofilm "Birdman" vor allem schnittlos wirken soll, wurde ein anderer, gestern im Wettbewerb der Berlinale erstaufgeführter Film tatsächlich konsequent in einem durchgehenden Take aufgenommen


Hier geht es zur Newsmeldung mit Link und Bildern auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Victoria - tatsächlich ein Film ohne Schnitte




Antwort von StanleyK2:

Ja, und was ist daran so neu? Erinnern wir uns nur kurz an Hitchcocks "Rope" (Cocktail für eine Leiche). (Aus technischen Gründen waren das mehrere ca. 15 Min Takes). Gähn.



Antwort von Frank B.:

Aus experimenteller Sicht interessant. Erinnert mich aber etwas an ein Bild, das gemalt wurde, ohne den Pinsel abzusetzen. Ich werde selbst weiterhin auf den Bildschnitt setzen. Mein Schnittprogramm war auch teuer genug.





Antwort von GustaF:

Ja, und was ist daran so neu? Erinnern wir uns nur kurz an Hitchcocks "Rope" (Cocktail für eine Leiche). (Aus technischen Gründen waren das mehrere ca. 15 Min Takes). Gähn.

Rope spielt in einem geschlossenen Raum, Victoria an mehreren Orten - schon ein Unterschied bezüglich der Kamearbeit, oder?



Antwort von StanleyK2:

Ja, und was ist daran so neu? Erinnern wir uns nur kurz an Hitchcocks "Rope" (Cocktail für eine Leiche). (Aus technischen Gründen waren das mehrere ca. 15 Min Takes). Gähn.

Rope spielt in einem geschlossenen Raum, Victoria an mehreren Orten - schon ein Unterschied bezüglich der Kamearbeit, oder?

Oh ja, aber bitte auch bedenken:

Victoria: Camera Canon C300
Rope: Camera Technicolor Three-Strip Camera
- was "ein wenig schwerfälliger" ist als modernes Equipment



Antwort von Rick SSon:

Ja, und was ist daran so neu? Erinnern wir uns nur kurz an Hitchcocks "Rope" (Cocktail für eine Leiche). (Aus technischen Gründen waren das mehrere ca. 15 Min Takes). Gähn.

Manche lesen und manche lesen nur, was sie lesen wollen.

Ontopic: Der Trailer hat sogar mein Interesse geweckt, obwohl ich als (auch) Cutter eine gewisse Antihaltung nicht von mir weisen kann :D



Antwort von Benutzername:

der faden ist auch noch interessant:

http://forum.slashcam.de/vorsicht-spoil ... 22609.html



Antwort von Frank Glencairn:

Versehe nicht, warum man sich sowas antut.
Nachdem ich das Interview gesehen habe, versteht es Schippers selbst auch nicht.

Jeder zweite Satz ist "keine Ahnung", "weiß nicht", "vielleicht", "keine Ahnung", "irgendwie".
Er faselt dann irgendwas von Wut auf "Rituale" und daß er die besten Einsichten im Schneideraum hat. Die Idee sei aus der Not geboren und aus Verzweiflung, aber schwachsinnig (bei letzterem geb ich ihm Recht).



Antwort von Schleichmichel:

Rope spielt in einem geschlossenen Raum, Victoria an mehreren Orten - schon ein Unterschied bezüglich der Kamearbeit, oder?

Wenn es nur um die Tatsache geht...Russian Ark ist auch ein Take...und was für einer! Ich hatte auch bei einem Freund einen russischen Independent-Film gesehen, der in einem Take bei einem ziemlich ausgedehnten Trip dreier Jugendlicher durch Moskau aufgenommen wurde. Leider kenne ich den Titel nicht - die Hauptdarstellerin sah scharf aus :)



Antwort von thsbln:

Leider kenne ich den Titel nicht - die Hauptdarstellerin sah scharf aus :)

Wäre schon schön, wenn Du den Filmtitel mal rausfindest :-)



Antwort von iasi:

und welchen Sinn und Zweck hatte nun der Verzicht auf das filmsprachliche Mittel Schnitt?

Selbstzweck?
Sportliche Herausforderung für die Macher?

Welchen Gewinn hat der Film und vor allem der Zuschauer?

Hitchcock sah seinen Versuch ja eher kritisch und wiederholte ihn nicht.



Antwort von bernd123:

Weiß wer wo ich den Film ganz anschauen kann?



Antwort von Tiefflieger:

* gelöscht *



Antwort von georgp:

Ich verstehe ja einige Foristen hier manchmal nicht. Immer regen sich alle über die ausgesprochen mittelmäßige Mittelmäßigkeit des deutschen Films auf, aber sobald mal einer was probiert ......., BÄM schon mal grundsätzlich drauf hauen, bevor irgendwer den Film gesehen hat. Ob ein Ausdrucksmittel (oder hier eher das Weglassen eines Ausdrucksmittels) aufgeht hängt doch davon ab, wie es dem Gesamtwerk dient (und die Kritiker, die sich im Gegensatz zu uns hier schon ein eigenes Bild machen konnten, sind ja durchaus recht angetan vom Resultat).

Dieses arrogante "versteh nicht warum man sich das antut"-Gehabe nervt mich ehrlich gesagt ziemlich. Wer nicht will muss ja nicht. Das ist der immergleiche Abwehrreflex der selbsternannten Richtigmacher, der einem stets dort begegnet, wo irgendein frecher Rotzbengel es wagt, eingefahrene Muster zu hinterfragen. Genau diese Überheblichkeit (eigentlich: die Angst vor dem eigenen Scheitern) ist es, die unser Kino immer wieder lähmt, seine oft gepriesene Mittelmäßigkeit begründet. Abweichungen von der Norm, Experimente, Risiko werden per se verteufelt. Stattdessen schön Orange-Teal, oder Shallow-DoF, oder milchig-dynamic-range-retro, oder was halt grad Philip Bloom und alle so machen. Oder wie man halt so deutsches Fernsehen richtig ausleuchtet. Wir sind Weltmeister im Richtigmachen.

Im Berlinale Interview sagt Schipper ja dann auch ganz klar: es geht nicht um den One Take, es geht um die Story und das diese funktioniert. Aber die fixe ("hirnrissige") Idee hat wohl dazu geführt, dass die Schauspieler und das Team letzten Endes zu Hochform aufgelaufen sind. Es ist also nicht die Idee selbst, die das eigentlich Ereignis darstellt, sonder vielmehr das, was sie für den Film und seine Dynamik ausgelöst zu haben scheint. We will see.

So. Musst ick mir mal von der Seele schreiben. Bottom Line: verteufelt nicht diejenigen, die den Mut haben, mal was zu wagen. Das ist so leicht und bringt so wenig.



Antwort von iasi:

Ich verstehe ja einige Foristen hier manchmal nicht. Immer regen sich alle über die ausgesprochen mittelmäßige Mittelmäßigkeit des deutschen Films auf, aber sobald mal einer was probiert ......., BÄM

ach gottchen - was hat er denn probiert?!
da hat einer den Gutenberg gemacht und will dafür auch noch geehrt werden

die mittelmäßige Mittelmäßigkeit kommt doch vor allem von solchen undurchdachten Bauchentscheidungen ... und diesen "nach einem Club-Besuch zu einem Banküberfall kommt, Liebesgeschichte inklusive"-Geschichten ...

bei "Lola rennt" hatte einer etwas probiert und es wurde nicht über die Technik sondern über die Geschichte und deren Umsetzung gesprochen.



Antwort von ArnAuge:

... es geht nicht um den One Take, es geht um die Story und das diese funktioniert. Aber die fixe ("hirnrissige") Idee hat wohl dazu geführt, dass die Schauspieler und das Team letzten Endes zu Hochform aufgelaufen sind. Es ist also nicht die Idee selbst, die das eigentlich Ereignis darstellt, sonder vielmehr das, was sie für den Film und seine Dynamik ausgelöst zu haben scheint. We will see...

Das sehe ich auch so. Das Ganze ist eher ein sozio-psychologisches Experiment - um zu zeigen, was ein Team unter diesem enormen Druck zustande bringt und dass der Film damit eine ganz andere Intensität bekommt.



Antwort von Niko M.:

Ich denke es lohnt sich, mal über die Argumente von geotgp nachzudenken. Und darauf mal einzugehen, oder zumindest zu versuchen zu verstehen was er damit sagen will..
Nicht nur kurz überfliegen und blind zurückballern...

Er trifft es auf den Punkt! Egal wievielen der Film gefallen wird...



Antwort von Funless:

Ich denke es lohnt sich, mal über die Argumente von geotgp nachzudenken. Und darauf mal einzugehen, oder zumindest zu versuchen zu verstehen was er damit sagen will..
Nicht nur kurz überfliegen und blind zurückballern...

Er trifft es auf den Punkt! Egal wievielen der Film gefallen wird...

Der Meinung bin ich auch.



Antwort von iasi:

Ich denke es lohnt sich, mal über die Argumente von geotgp nachzudenken. Und darauf mal einzugehen, oder zumindest zu versuchen zu verstehen was er damit sagen will..
Nicht nur kurz überfliegen und blind zurückballern...

Er trifft es auf den Punkt! Egal wievielen der Film gefallen wird...

Was bringt es dem Zuschauer ...
Was bringt es für die Aussage des Films...
... das zählt.

Ein Film, der für die Macher gedreht wurde, ist ein Ego-Trip ...

Ein Film, den niemand ansieht, ist eh für die Tonne.



Antwort von Niko M.:

Denk doch mal darüber nach was er meint. Vom Prinzip her...



Antwort von iasi:

Denk doch mal darüber nach was er meint. Vom Prinzip her...

Es redet hier jeder über "ohne Schnitt", aber eben nicht über die Handlung, die Charaktere, ... sollte der Film gut sein (wie viele Kritiker sagen), dann wird ihm diese Verkürzung sicherlich nicht gerecht.



Antwort von Niko M.:

Denk doch mal darüber nach was er meint. Vom Prinzip her...

Es redet hier jeder über "ohne Schnitt", aber eben nicht über die Handlung, die Charaktere, ... sollte der Film gut sein (wie viele Kritiker sagen), dann wird ihm diese Verkürzung sicherlich nicht gerecht.

Auf jeden Fall. Leider. Aber anscheinend hat ja gerade die untypische, experimentelle Art des Drehs etwas erzeugt, dass den Film gut ankommen lässt.
Das ist doch einen Gedanken wert oder nicht?
Hätte man die üblichen Formeln angewendet, wäre er vielelicht garnicht erst entstanden oder auch komplett anders geworden...?!

Du bist aber leider immer noch nicht auf Georgs Anmerkungen eingegangen.

Vorhin schreibst du : "Was bringt es dem Zuschauer ...
Was bringt es für die Aussage des Films...
... das zählt.

Ein Film, der für die Macher gedreht wurde, ist ein Ego-Trip ...

Ein Film, den niemand ansieht, ist eh für die Tonne."

Das sehe ich recht ähnlich. Aber ob das für diesen Film auch gilt, sollte man vielleicht erstmal abwarten. Du schreibst ja selber, dass er laut Kritikern gut sein soll.
Hat zwar nichts zu bedeuten, aber halt erstmal abwarten oder?



Antwort von MLJ:

@georgp
Stimme dir voll und ganz zu ! Bravo, sehr guter Beitrag :)

@iasi
Hast du schon einmal "auf Schnitt" oder "One Take" gedreht ? Hast du eine Ahnung was das für ein Aufnahme Team bedeutet ? Da verblasst alles andere und gleicht einem Spaziergang. Ich persönlich bevorzuge "Auf Schnitt" drehen und wenn es der Aufnahmeort zulässt dann lasse ich die Kamera weiter laufen. Ich persönlich mag diese "Hack-Drehs" nicht. Warum ?

Ganz einfach: Für die Schauspielerinnen und Schauspieler bedeutet das Freiraum, völlige Entfaltung, Improvisation und vieles mehr an Möglichkeiten denn jede Unterbrechung bedeutet das die Darstellerinnen und Darsteller jedes mal den Motor neu starten müssen nach einer Pause und das geht nicht immer gut. Wenn ein Motor mal rund läuft dann werde ich den Teufel tun und ihn abschalten.

Übrigens: Ich finde etwas daneben das du dich über so eine Arbeitsweise lächerlich machst denn das ist eine der schwersten Disziplinen beim Film. War hier im Forum nicht vor kurzem diese Debatte über Hochzeitsfilmer ? Was glaubst du wie die drehen müssen ? Nun ? Hast du eine Idee ?

@All
Schnittprogramme braucht man trotzdem, man nutzt diese dann nur anders. Merkwürdigerweise begrüßen viele Darstellerinnen und Darsteller diese Art zu drehen weil sie so zur Hochform auflaufen können, was mit dem normalen "Hack-Dreh" und ewigen Pausen nicht funktioniert. Ihr wundert euch über schlechte deutsche Filme ? Dann geht endlich mal andere Wege und probiert neues. Außerdem ist es langweilig wenn alle nach "Schema-F" drehen.

Denkt nicht nur an euch und das Team, denkt auch mal an die, die VOR der Kamera stehen und alles optimal transportieren sollen denn erst diese Leute machen einen Film gut, nicht die Technik. Was "georgp" geschrieben hat trifft die Sache vollkommen und bringt das Dilemma des deutschen Films auf den Punkt. In diesem Sinne...

Cheers

Mickey



Antwort von Frank B.:

Schön geschnitten...

...der Trailer vom Film ohne Schnitt. :)



Antwort von iasi:

@georgp
Stimme dir voll und ganz zu ! Bravo, sehr guter Beitrag :)

@iasi
Hast du schon einmal "auf Schnitt" oder "One Take" gedreht ? Hast du eine Ahnung was das für ein Aufnahme Team bedeutet ? Da verblasst alles andere und gleicht einem Spaziergang. Ich persönlich bevorzuge "Auf Schnitt" drehen und wenn es der Aufnahmeort zulässt dann lasse ich die Kamera weiter laufen. Ich persönlich mag diese "Hack-Drehs" nicht. Warum ?

Ganz einfach: Für die Schauspielerinnen und Schauspieler bedeutet das Freiraum, völlige Entfaltung, Improvisation und vieles mehr an Möglichkeiten denn jede Unterbrechung bedeutet das die Darstellerinnen und Darsteller jedes mal den Motor neu starten müssen nach einer Pause und das geht nicht immer gut. Wenn ein Motor mal rund läuft dann werde ich den Teufel tun und ihn abschalten.

Übrigens: Ich finde etwas daneben das du dich über so eine Arbeitsweise lächerlich machst denn das ist eine der schwersten Disziplinen beim Film. War hier im Forum nicht vor kurzem diese Debatte über Hochzeitsfilmer ? Was glaubst du wie die drehen müssen ? Nun ? Hast du eine Idee ?

Ich mag diese langen Shots auch nicht, da die Kontrolle über die gestalterischen Mittel schwinden - und da Kompromisse unausweichlich sind.
Aber wenn es die Handlung bzw. Szene erfordert und die Aussage/Intention dadurch befördert wird, dann ja.
Aber als Selbstzweck hatte schon Hitchcock es als falschen Weg erkannt.

Neulich bei "Games of Throne" fiel es mir wieder auf: Eine lange Kampfsequenz in einer Einstellung mit langer Fahrt und vielen Darstellern, die auf ihren Einsatz hin spielten und fochten.
Eine Episode zuvor ein klassisch geschnittener Zweikampf.
Die Plansequenz wirkte gestellt und künstlich, während der Zweikampf einen packte.
Ich dachte mir dann auch: Weshalb dieser Aufwand, wenn dabei doch nur etwas herauskommt, das auf mich distanziert wirkt, mich fast schon aus dem Film wirft und doch so gar nichts an dramaturgischem Gewinn bringt.

Es gibt Plansequenzen, die eine Wirkung entfalten und den Film unterstützen - aber wenn man verkrampft auf Schnitte verzichtet, ist das dogmatisch und eben meist nicht wirklich förderlich.

Und komm bitte nicht mit Hochzeitsfilmen, wenn wir über szenischen Film sprechen.



Antwort von iasi:


Das sehe ich recht ähnlich. Aber ob das für diesen Film auch gilt, sollte man vielleicht erstmal abwarten. Du schreibst ja selber, dass er laut Kritikern gut sein soll.
Hat zwar nichts zu bedeuten, aber halt erstmal abwarten oder?

Es gibt aber eben auch Kritiker, die eben die Kameraführung bemängeln - zumindest in einigen Szenen.
Ich frage mich dann immer: Weshalb setzt man nicht in jeder Szene das beste filmsprachliche Mittel ein, statt dogmatisch immer im gleichen Tonfall zu brabeln?



Antwort von Blancblue:

Die ZEIT ist schon mal sehr angetan: http://www.zeit.de/kultur/film/2015-02/ ... -berlinale

Sollte sich die Möglichkeit bieten, werde ich mir den Film definitiv anschauen. Hier wurde einiges mehr gewagt als ein Film ohne Schnitt.



Antwort von Niko M.:

Sag mal, willst du mich verarschen? Ich glaube es macht wirklich keinen Sinn. Du gehst nicht drauf ein...
Niemand möchte hier einen neuen One-Shot-Movie Standard einführen. Oder dafür werben, dass es die beste Methode ist.

Es geht um Respekt, Interesse an was Neuem, um neue Erfahrungen mit Schauspielern, um Horizonterweiterung, Neugier, Erkenntnisgewinn, Weiterentwicklung und die Freiheit der Kunst.

Es geht um eine mögliche Entwicklung zu neuen, interessanten Filmen.
Filme wie Victoria bringen neue Erfahrungen mit sich und können Inspiration sein.
Konservatismus behinderndert den "Fortschritt" eher...



Antwort von Frank Glencairn:


Ganz einfach: Für die Schauspielerinnen und Schauspieler bedeutet das Freiraum, völlige Entfaltung, Improvisation und vieles mehr an Möglichkeiten d.#

Was du vergessen hast, ist der enorme Druck der bei so was auf jedem Schauspieler liegt. Wenn jeder "Take" 90 Minuten lang ist und du ihn in Minute 80 vergeigst, und alle wegen dir nochmal von vorne anfangen müssen.

Bei so einem Druck, probiert man nicht mal "was aus" - man spielt völlig kontrolliert und vorsichtig auf ganz kleiner Flamme, und innerhalb seiner Komfortzone. Von wegen Entfaltungsmöglichkeit.

Das selbe gilt auch für den DP - der spielt ebenfalls voll auf Sicherheit.

Schippers hat 5(!) Jahre an dem Drehbuch für eine - nicht wirklich anspruchsvolle oder komplexe - Erzählung geschrieben. Und dann hat er 12 Seiten ohne Dialoge? Ich glaube eher daß der Stoff einen anderen Film nicht hergegeben hätte. Er hat ja selbst in dem Interview zugegeben daß die Idee zum OneTake aus "aus Verzweiflung und aus der Not geboren wurde. Und wenn ich mein Team und meine Schauspieler in so eine Situation bringen muß um aus dem Stoff überhaupt irgendwas zu machen, dann sagt das schon einiges aus.

Das Ergebnis ist ein Film der hauptsächlich wegen dem OneTake Stunt wahrgenommen wird - wiederum alles andere als schön für die Schauspieler.

Ich schätze mal die hatten mit dem Stoff keine Finanzierung hinbekommen, und irgendeiner ist dann auf die Idee gekommen, daß man daß ja auch an einem einzigen Drehtag reißen kann.

S

Es geht um Respekt, Interesse an was Neuem, um neue Erfahrungen mit Schauspielern, um Horizonterweiterung, Neugier, Erkenntnisgewinn, Weiterentwicklung und die Freiheit der Kunst.

..

Hippiegeschwätz, es gibt nix neues, alles ist schonmal probiert worden, und mit gutem Grund wieder verworfen. Es gibt einfach Räder die man nicht mehr neu neuer erfinden kann, ohne daß sie danach nicht mehr rollen.



Antwort von dienstag_01:

Frank, darf man mal fragen, auf welchen Festivals deine Filme vertreten waren?



Antwort von Frank Glencairn:

Darf man - hier sind die vom letzten Jahr.

2015 waren es bisher 2 Filme auf dem Snowdance Festival, auf einem irgendwo in Indien, in Bamberg und Max Ophüls Festivalin Saarbrücken.



Antwort von dienstag_01:

Gratuliere. Sind aber nicht so viele Schauspieler vertreten, in der Doku ;)

Jeder muss seinen eigenen Weg gehen, für den einen funktioniert etwas, was für den anderen ein NoGo ist. So ist das nun mal. Und das ist auch gut so.



Antwort von Frank Glencairn:

Das mit der Doku war nur das Remi Festival, alle anderen (das zweite Bild) waren keine Doku, sondern narrativ und natürlich mit Schauspielern.



Antwort von Niko M.:



S

Es geht um Respekt, Interesse an was Neuem, um neue Erfahrungen mit Schauspielern, um Horizonterweiterung, Neugier, Erkenntnisgewinn, Weiterentwicklung und die Freiheit der Kunst.

..

Hippiegeschwätz, es gibt nix neues, alles ist schonmal probiert worden, und mit gutem Grund wieder verworfen. Es gibt einfach Räder die man nicht mehr neu neuer erfinden kann, ohne daß sie danach nicht mehr rollen.

Das ist also Deine Message an den Nachwuchs, höchst interessant. Aber irgendwie auch etwas traurig, obwohl ich dir in wenigen Punkten zum Thema One-Shot-Movie widerspreche.

Die Snow Wars Doku könnte mir glaube ich gefallen, der Trailer hat mich neugierig gemacht.

Deine Reels sind für mich allerdings eher 90's Action Murgs. Nicht so mein Fall.
Ist aber Geschmacksache.



Antwort von Frank Glencairn:



Meine "Message" an den Nachwuchs ist, daß die Kamera der Story dienen muß, statt sich eitel und wichtigtuerisch in den Vordergrund zu spielen.

Dieses "der Story dienen" ist oft sehr subtil, ich meine sowas:


und sowas:



Antwort von dienstag_01:

Meine "Message" an den Nachwuchs ist, daß die Kamera der Story dienen muß, statt sich eitel und wichtigtuerisch in den Vordergrund zu spielen.
Und dir könnte man sagen, sprich nur über Filme, die du auch gesehen hast. Ist auch so ne Binsenweisheit. Wie deine ;)



Antwort von Niko M.:



Meine "Message" an den Nachwuchs ist, daß die Kamera der Story dienen muß, statt sich eitel und wichtigtuerisch in den Vordergrund zu spielen.

Dieses "der Story dienen" ist oft sehr subtil, ich meine sowas:


und sowas:

Das weiss jeder, der sich mit diesem Thema ernsthaft beschäftigt. Die Videos kenne ich und viele andere sicher auch.
Aber trotzdem gute Posts, danke.

Zum Thema "wichtigtuerisch" schweige ich jetzt mal.

Mein Hippigeschwätz war in erster Linie an Iasi gerichtet, da er sich blind und taub gestellt hat. Trotdem glaube ich an die psychologische Kraft die dahinter steckt. Ist aber nichts für jeden. Viele wollen lieber in Ludwigsburg ausgebildet und erzogen werden.
Andere wollen ihren eigenen Weg gehen, und müssen viele Sachen selbst ausprobieren.
Es kann manchen helfen, an sich und neue Möglichkeiten für die Zukunft zu glauben - nur so entstehen neue Dinge. Es ist wichtig sich für etwas begeistern oder motivieren zu können.
Hohe oder "verrückte" Ziele können da auch wichtig sein, auch wenn sie sich irgendwann als unrealisierbar herausstellen.
Inspiration kann für die eigene Motivation, ein starker Motor sein.
Und dieses Potential haben Filme wie Victoria, mehr aber auch nicht.

Man weiss im Grossen und Ganzen was funktioniert, keine Frage.
Aber nicht jeder möchte durch "kopieren" an sein Ziel kommen.
Und vor allem klappt es auch eher nicht. Denn es ist, wie du sagst eine sehr subtile Angelegenheit.
Jede Erfahrung ist daher wichtig und gut. Da man dabei immer etwas lernt oder auch für sich abhaken kann.
Man sollte sich und andere, in meinen Augen, aber nicht selbst beschränken.

Das ist alles was ich damit sagen wollte.



Antwort von iasi:

Sag mal, willst du mich verarschen? Ich glaube es macht wirklich keinen Sinn. Du gehst nicht drauf ein...
Niemand möchte hier einen neuen One-Shot-Movie Standard einführen. Oder dafür werben, dass es die beste Methode ist.

Es geht um Respekt, Interesse an was Neuem, um neue Erfahrungen mit Schauspielern, um Horizonterweiterung, Neugier, Erkenntnisgewinn, Weiterentwicklung und die Freiheit der Kunst.

Es geht um eine mögliche Entwicklung zu neuen, interessanten Filmen.
Filme wie Victoria bringen neue Erfahrungen mit sich und können Inspiration sein.
Konservatismus behinderndert den "Fortschritt" eher...

Nun stell das mal nicht als so Revolutionär hin.
Und was soll dieses "neue Erfahrungen mit Schauspielern". Bei einer Theateraufzeichnung mit einer Kamera wird man es als Nachteil ansehen, alles irgendwie mit einer Kamera einfangen zu müssen.

Und "Freiheit der Kunst" wird all zum oft als Rechtfertigung von Ego-Trips missbraucht. Wenn einen Filmemacher der Zuschauer und die Wirkung auf den Zuschauer nicht interessiert, wäre das so ein Ego-Trip.

Vor allem aber erwarte ich eine Intention des Filmes und nicht nur Stil. Man kann in schönen Sätzen und gekonnter Wortwahl eben auch nichts aussagen.
Die echte Meisterschaft ist doch, die geeignetste Sprache für das zu finden, was man aussagen will.



Antwort von Niko M.:

Sag mal, willst du mich verarschen? Ich glaube es macht wirklich keinen Sinn. Du gehst nicht drauf ein...
Niemand möchte hier einen neuen One-Shot-Movie Standard einführen. Oder dafür werben, dass es die beste Methode ist.

Es geht um Respekt, Interesse an was Neuem, um neue Erfahrungen mit Schauspielern, um Horizonterweiterung, Neugier, Erkenntnisgewinn, Weiterentwicklung und die Freiheit der Kunst.

Es geht um eine mögliche Entwicklung zu neuen, interessanten Filmen.
Filme wie Victoria bringen neue Erfahrungen mit sich und können Inspiration sein.
Konservatismus behinderndert den "Fortschritt" eher...

Nun stell das mal nicht als so Revolutionär hin.
Und was soll dieses "neue Erfahrungen mit Schauspielern". Bei einer Theateraufzeichnung mit einer Kamera wird man es als Nachteil ansehen, alles irgendwie mit einer Kamera einfangen zu müssen.

Und "Freiheit der Kunst" wird all zum oft als Rechtfertigung von Ego-Trips missbraucht. Wenn einen Filmemacher der Zuschauer und die Wirkung auf den Zuschauer nicht interessiert, wäre das so ein Ego-Trip.

Vor allem aber erwarte ich eine Intention des Filmes und nicht nur Stil. Man kann in schönen Sätzen und gekonnter Wortwahl eben auch nichts aussagen.
Die echte Meisterschaft ist doch, die geeignetste Sprache für das zu finden, was man aussagen will.

Wir drehen uns im Kreis Iasi. Das ist mühsam.
Falls es dir hier nicht nur ums sturre und prinzipielle Verteidigen deiner gewohnten Perspektive geht, dann lese doch biite nochmal ganz in Ruhe die Beiträge von georgp und mir.
Und dann zitiere einfach kurz die Sätze, die du nicht verstehst oder denen du widersprichst.
Dann haben wir beide einen Erkenntnisgewinn.

Ansonsten einigen wir uns einfach darauf, dass wir sozusagen auf verschiedenen Planeten leben - und sehr unterschiedlich denken, fühlen und wahrnehmen.
Ok?



Antwort von Salcanon:

Die C300 schafft durchgehend mehr als 2 Stunden?
Wenn ja, wieviel Gigs kommen zusammen?
Wenn nein, wo ist der verborgene Schnitt:)?



Antwort von dienstag_01:

Und "Freiheit der Kunst" wird all zum oft als Rechtfertigung von Ego-Trips missbraucht.
Kunst ist immer ein Ego-Trip, Filmemachen natürlich auch.
Es braucht immer Persönlichkeiten (zumindest eine), ergo das Ego.
Egoismus ist wiederum eine Art der Übersteigerung des Ego. Wo endet das eine und beginnt das andere - die Grenze ist schwer zu finden und wird sicher auch verschieden interpretiert.

Worauf du höchstwahrscheinlich abzielst, ist dein Gefühl, bei einigen Filmen (bleiben wir mal hier) als Zuschauer nicht ernstgenommen zu werden, oder anders, nicht der Adressat zu sein (denn der Filmemacher macht den Film *ja nur für sich*). Sobald es aber auch nur einen anderen Zuschauer gibt, dem es mit diesem hypothetischen Film anders ergeht, sollte dir klar sein, dass deine Meinung eine subjektive ist. Damit musst du eben leben. Den Machern deshalb Egoismus vorzuwerfen (eigentlich: zu unterstellen), ist würdelos, weil es die Komplexität ausblendet (verschiedenen Meinungen) und nur ein Hilfeschrei des eigenen Egos nach adäquater Wahrnehmung (*Du denkst nur an dich, nicht an mich*) ist - das verletzte Ich wehrt sich mit der Verletzung des anderen Ichs unter Verwendung eines Todschlagarguments. Selber Egoist, sollte man da antworten ;)



Antwort von Niko M.:

Wow ! Dem ist nichts hinzuzufügen.

Schade, dass solche grundlegenden Dinge nicht in der Schulzeit thematisiert werden...

Es gebe so viel weniger unnötigen Streit und verletzte Eitelkeit.



Antwort von marty:

Bin schon sehr gespannt auf Birdman, aber auch auf Victoria.

Ja, lange Takes, versteckte Schnitte, das sind schon feine Filmtools, wenn es passt.
Vor 10 Jahren hatte ich einen Film gedreht, der zumindest aus längeren Takes bestand und an gewissen Stellen auch versteckte Schnitte brauchte.
Da es sich um "Rohmaterial" einer TV Show handelte, passt es vom Stilmittel auch.

Broadcast Killer:




Antwort von Frank Glencairn:

..und nur ein Hilfeschrei des eigenen Egos nach adäquater Wahrnehmung (*Du denkst nur an dich, nicht an mich*) ist - das verletzte Ich wehrt sich mit der Verletzung des anderen Ichs unter Verwendung eines Todschlagarguments. Selber Egoist, sollte man da antworten ;)

Das ist so ne Sache.

Wenn ich ein Ticket kaufe, erwarte ich daß der Filmemacher in erster, zweiter und dritter Linie an mich (sprich das Publikum) gedacht hat, und sich allergrößte Mühe gibt uns bestmöglich zu unterhalten, weil: das ist der Deal an der Kinokasse.

Ein Problem vieler deutscher Filmemacher ist, sie haben eben nicht meine bestmögliche Unterhaltung im Fokus, sondern sie haben eine Botschaft, ein Anliegen, eine Mission - was natürlich meistens schief geht.



Antwort von dienstag_01:

Wenn ich ein Ticket kaufe, erwarte ich daß der Filmemacher in erster, zweiter und dritter Linie an mich (sprich das Publikum) gedacht hat, und sich allergrößte Mühe gibt uns bestmöglich zu unterhalten, weil: das ist der Deal an der Kinokasse.
Hatte ich mir schon gedacht, dass man von dir nichts mit der Kraft bspw. einer griechischen Tragödie erwarten darf ;)
Damals fühlten sich sicher nicht alle GUT UNTERHALTEN.
D.h., du unterschlägst komplett die gesellschaftliche Komponente.



Antwort von Niko M.:

..und nur ein Hilfeschrei des eigenen Egos nach adäquater Wahrnehmung (*Du denkst nur an dich, nicht an mich*) ist - das verletzte Ich wehrt sich mit der Verletzung des anderen Ichs unter Verwendung eines Todschlagarguments. Selber Egoist, sollte man da antworten ;)

Wenn ich ein Ticket kaufe, erwarte ich daß der Filmemacher in erster, zweiter und dritter Linie an mich (sprich das Publikum) gedacht hat, und sich allergrößte Mühe gibt uns bestmöglich zu unterhalten, weil: das ist der Deal an der Kinokasse.

Eben, das erwartest du persönlich, und unterstellst gleichzeitig, dass es allen so geht. Was relativ typisch für einen subjektiven, nicht reflektierten Menschen ist.
Genau das meint dienstag_01 mit "ein Hilfeschrei des eigenen Egos nach adäquater Wahrnehmung".

Ich kenne viele Menschen die offen und ohne subjektive Erwartungen ins Kino gehen, und es spannend finden was der Regisseur und DOP wohl kreiert haben. Sie urteilen und bewerten dadurch auch nicht ausschließlich subjektiv.
Sie sehen das eher wie einen Museumsbesuch, und nicht als Deal an der Kinokasse.
Dadurch wird ihr Ego weniger enttäuscht, falls der Film ihren Nerv nicht zu 100% getroffen hat.
Und Kino sollte in meinen Augen mehr sein dürfen, als nur die Funktion der römischen Gladiatorenkämpfe zu erfüllen.

Ein Problem vieler deutscher Filmemacher ist, sie haben eben nicht meine bestmögliche Unterhaltung im Fokus, sondern sie haben eine Botschaft, ein Anliegen, eine Mission - was natürlich meistens schief geht.

Das stimmt teilweise glaube ich. Nicht alle wollen dich persönlich glücklich machen oder unterhalten. Das gilt aber auch für erfolgreiche Filmemacher weltweit. Es muss dann also noch andere Gründe dafür geben...



Antwort von Frank B.:


Wenn ich ein Ticket kaufe, erwarte ich daß der Filmemacher in erster, zweiter und dritter Linie an mich (sprich das Publikum) gedacht hat, und sich allergrößte Mühe gibt uns bestmöglich zu unterhalten, weil: das ist der Deal an der Kinokasse.

Ein Problem vieler deutscher Filmemacher ist, sie haben eben nicht meine bestmögliche Unterhaltung im Fokus, sondern sie haben eine Botschaft, ein Anliegen, eine Mission - was natürlich meistens schief geht.

Ich denke, beides sind zwei sich gegenüberstehende Pole. Beides in Reinkultur empfinde ich für mich persönlich nicht gut.

Ich möchte schon, dass ein Filmemacher versucht, eine ihm wichtige Botschaft rüber zu bringen. Aber er soll dabei nicht wie ein Lehrer mit erhobenem Zeigefinger kommen. Er soll sie einfach (möglichst interpretationsfrei oder interpretationsvielfältig) darstellen und dem Zuschauer (mir) die Möglichkeit lassen, sie für mich anzunehmen oder abzulehnen bzw. Einzelaspekte davon. Also kurz gesagt, er soll mich dabei ernst nehmen und nicht wie ein Objekt behandeln.
Ich persönlich brauche nicht ständig Unterhaltung. Der Nachteil dieses vermeintlichen Deals, wie du ihn nennst, ist, dass dann nur noch das gemacht wird, was die große Masse sehen will, Explosionen und Gemetzel. Alles geschieht dann, um Kohle zu machen und inhaltlich passiert nichts mehr. Man bleibt auf Grundschulniveau in der Gesamtaussage und zumindest ich gehe dann immer sehr unbefriedigt aus einem Kino oder dem Fernsehsessel.
Wenn der Inhalt hohl ist, dann bleibt das Kino und das Filmemachen in der Krise - alles Massenwahre mit immer gleichem Inhalt, denn ich schriftlich fixiert im Kern in eine Zeile kriegen würde. Gut gegen Böse - Gemetzel - das Gute siegt oder Böses gegen Gutes - Gemetzel - Explosionen - Blut - das Böse siegt.
Sorry, davon hab ich den Kanal voll.
Ich glaube, daran werden auch keine Experimentalfilme wie dieser hier etwas ändern, denn er setzt an der falschen Stelle an, nämlich beim visuellen Eindruck. Es ist im Grunde eine Billigproduktion, der die Gelder für heftige Explosionen fehlen und die versucht, mit einem durchgehenden Effekt Aufmerksamkeit zu gewinnen. Diesem Effekt hat die Story zwansläufig zu folgen. Story und visuelle Eindrücke sind aber m.E. die Stellschrauben, an denen permanent gedreht wird, nicht aber an der Schraube, die sich anspruchsvoller Inhalt nennt. Inhalte sind heutzutage wertvoll wie Gold. Ich glaube, jeder Filmemacher träumt davon, eine außergewöhnliche, inhaltsreiche Story zu haben, die trotzdem große Massen von Menschen bewegt.
In einem gebe ich dir aber total Recht, Frank. Das habe ich ja auch schon mehrfach gesagt. Das deutsche Kino packt zwar öfter heiße Eisen an, diese werden jedoch mainstreammäßig und oberlehrerhaft interpretiert. Das kotzt mich sowas von an, man glaubt es nicht. Was für Potential wird da verschleudert. Gerade bei Produktionen, die nicht viel einspielen müssen, weil sie meistenteils GEZ- bzw. zwangssteuerfinanziert sind, greift wieder der Mechanismus, den das Sprichwort: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing" umschreibt. Man macht sich also auch in diesem Falle zum Sklaven der Kohle, obwohl man auftritt, als würde man etwas Revolutionäres erbringen.



Antwort von iasi:

Und "Freiheit der Kunst" wird all zum oft als Rechtfertigung von Ego-Trips missbraucht.
Kunst ist immer ein Ego-Trip, Filmemachen natürlich auch.
Es braucht immer Persönlichkeiten (zumindest eine), ergo das Ego.
Egoismus ist wiederum eine Art der Übersteigerung des Ego. Wo endet das eine und beginnt das andere - die Grenze ist schwer zu finden und wird sicher auch verschieden interpretiert.

Worauf du höchstwahrscheinlich abzielst, ist dein Gefühl, bei einigen Filmen (bleiben wir mal hier) als Zuschauer nicht ernstgenommen zu werden, oder anders, nicht der Adressat zu sein (denn der Filmemacher macht den Film *ja nur für sich*). Sobald es aber auch nur einen anderen Zuschauer gibt, dem es mit diesem hypothetischen Film anders ergeht, sollte dir klar sein, dass deine Meinung eine subjektive ist. Damit musst du eben leben. Den Machern deshalb Egoismus vorzuwerfen (eigentlich: zu unterstellen), ist würdelos, weil es die Komplexität ausblendet (verschiedenen Meinungen) und nur ein Hilfeschrei des eigenen Egos nach adäquater Wahrnehmung (*Du denkst nur an dich, nicht an mich*) ist - das verletzte Ich wehrt sich mit der Verletzung des anderen Ichs unter Verwendung eines Todschlagarguments. Selber Egoist, sollte man da antworten ;)

Kunst, die nicht ein Ziel verfolgt hat etwas kleinkindliches - es geht um Ausdrucksmittel - und dies impliziert eben auch, dass man etwas ausdrücken will, also anderen etwas zu sagen hat.

Wer nicht reflektiert, welche Ausedrucksmittel er nutzt, ist in meinen Augen ein schlechter Künstler.
Wer also wirklich denkt, er müsse nicht darüber nachdenken, ob bei einer Einstellung nicht vielleicht ein Schnitt besser wäre und stattdessen an seiner Alles-in-einem-Shot-Maxime festhält, bespritzt die Leinwand mit Farbe und hofft darauf, dass Kunstliebhaber etwas in den Klecksen erkennen.
Er muss in meinen Augen doch zumindest Gründe dafür nennen können, weshalb er dies tut.
Wenn ich lese, dass bei einer Sequenz die Kameraarbeit in Richtung Schülervideo mit wildem Hin- und Herschwenken geht, dann will ich schon auch wissen, weshalb der Filmemacher dies seinem Publikum antut.
Sonst ist all dieses "ohne Schnitt" auch nicht anderes als eine Effektshow in einem Blockbuster.



Antwort von iasi:


... Das deutsche Kino packt zwar öfter heiße Eisen an, diese werden jedoch mainstreammäßig und oberlehrerhaft interpretiert. ...

Welche "heiße Eisen"?

Wo sind denn die dutschen Filme, die wirklich etwas zu sagen haben und nicht nur Themen bedienen, die gerade angesagt sind?

Was will mir z.B. "Victoria" vermitteln?
So ist die Jugend heute? Oder was?
"ohne Schnitt" - also Stil über Inhalt und Aussage



Antwort von Christian Schmitt:

Zwei Minuten Trailer gesehen und alle wollen schon wieder wissen ob der Film gut ist oder nicht.
Und selbst du Frank, der wenigstens schon mal mehr vorzuweisen hat als die Hochzeit seiner Nachbarn oder die Katze im Garten, kommst mit diesen "alles schon mal da gewesen" Allgemeinplätzen.
Auf Slashcam ist alles erstmal scheiße.
Nur die GH4 ist cool.
Ich schau mir das ganze erstmal in voller Länge an.
Vl schreibe ich dann was dazu.
Mit der Negativität hier könnte man jedenfalls den Todesstern auf Warp-Drive bringen und sich dabei den Flux-Kompensator sparen.



Antwort von Blancblue:

Auch wenn es wahrscheinlich keinen hier interessiert, aber eben kam im HR auch ein Bericht über die Berlinale, in dem extrem positiv über Vicotoria gesprochen wurde. Es wurden Worte benutzt wie "der Zuschauer ist Mitte drin", "die Kamera sehr nah dran" und "authentisch".

Vielleicht solltet einige hier den Film erstmal anschauen, statt vorzuverurteilen.

Birdman habe ich gestern geschaut, sicherlich ein gut gemachter Film mit guten Darstellern, aber auch kein epochales Meisterwerk.



Antwort von Frank B.:


... Das deutsche Kino packt zwar öfter heiße Eisen an, diese werden jedoch mainstreammäßig und oberlehrerhaft interpretiert. ...

Welche "heiße Eisen"?

Ich denke da z.B. an Kriminalität in bestimmten Milieus. Da werden um bestimmte Milieus ganz große Bögen gemacht, andere sind überdurchschnittlich häufig Verursacher von Problemen. Um angstvolle Szenarien zu schaffen, werden sehr oft Neonazis bemüht, übrigens auch oft in Schwedenkrimis, wobei ich nicht weiß, ob das generell so ist oder nur auf die in Deutschland über die ÖR ausgestrahlten zutrifft.
Mag ja sein, dass das ein Milieu ist, das sehr strafanfällig und gewaltbereit ist. Wenn aber in fast nahezu jedem Film diese Gruppe bemüht wird, um gesellschaftliche Probleme zu personalisieren, dann wirds langweilig und öde und in meinen Augen auch unglaubhaft. Es ist wie in den Filmen, in denen es, wenn es ganz ausweglos erscheint, plötzlich ein Zauberer, ein Geist oder ein Außerirdischer auftaucht, der dann alles wieder richtet. Ich mag solche Plots nicht. Es gibt noch ganz andere Gruppierungen, die angsteinflößend sind, mit denen man sich aber offensichtlich auch filmisch nicht gern anlegen mag.
Das mal ganz vorsichtig hervor gebracht.

Ich habe vor Jahren einmal einen Film gesehen, der mir gut gefallen hat, weil er nicht so plump daher kam. Der hat zwar auch nicht die Welt bewegt, aber mich schon. Der hieß "Kombat sechzehn". Ich glaube, so einen Film würde man heute nicht mehr zu Gesicht bekommen.



Antwort von kichiku:

hahaha beste disskusion hier seit langem... als ich über den film vorgestern zum ersten mal gelesen hatte, dachte ich wow, interessant bestimmt ganz gut und mutig... ein ganzer film in nur einem take, ohne versteckte schnitte und nicht "Russian Arc" mäßig... also in der jetztzeit und real... wow und auch noch aus deutschland... super...

und jetzt lese ich das hier... hahaha

und auch noch auf der c300 gedreht...

vieles kann doch nicht euer ernst sein...

finde es gerade sehr witzig...



Antwort von iasi:

Zwei Minuten Trailer gesehen und alle wollen schon wieder wissen ob der Film gut ist oder nicht.

Man liest Kritiken.
Und man kann sich durchaus eine Meinung über die Diskussion hier bilden:
"ohne Schnitt" - mehr wird hier ja nun leider nicht betrachtet.
Und wenn der Film nicht mehr zu bieten hätte, als "ohne Schnitt", dann könnte ich mir auch ein Urteil über den Film bilden.



Antwort von iasi:

hahaha beste disskusion hier seit langem... als ich über den film vorgestern zum ersten mal gelesen hatte, dachte ich wow, interessant bestimmt ganz gut und mutig... ein ganzer film in nur einem take, ohne versteckte schnitte und nicht "Russian Arc" mäßig... also in der jetztzeit und real... wow und auch noch aus deutschland... super...

und jetzt lese ich das hier... hahaha

und auch noch auf der c300 gedreht...

vieles kann doch nicht euer ernst sein...

finde es gerade sehr witzig...

ach - und nur weil der Film in einem take gedreht wurde, ist er schon interessant für dich?
Oder klingt da Sarkasmus durch?

Wenn also "ohne Schnitt" genügt, dann filme ich mal einen Wasserkocher - alles in einem Take ... 90 Minuten lang.



Antwort von dienstag_01:

Wenn ich lese, dass bei einer Sequenz die Kameraarbeit in Richtung Schülervideo mit wildem Hin- und Herschwenken geht, dann will ich schon auch wissen, weshalb der Filmemacher dies seinem Publikum antut.
Der Ausdruck *wissen wollen* beinhaltet ja schon sprachlich eine aktive Komponente, man will also etwas tun. D. h. also: sehen, analysieren und zu einem Urteil kommen, womöglich zu keinem eindeutigen. Der Filmemacher ist nicht verpflichtet, den Zuschauern alles vorzukauen.
Und wenn hier darauf abgehoben wird, dass der Macher selber sagt, er wüsste nicht (hat Frank zitiert), dann sagt uns das, dass er seiner Intuition vetraut hat (und nicht, das er doof ist, wie hier unterstellt wird). Intuition soll es nämlich auch noch geben, trotz aller Ökonomie (Deal und so) ;)
Ausserdem darf man nicht vergessen, wie ausgeliefert sich ein Filmemacher gegenüber der Medienmacht fühlen kann. Darauf kann man verschieden reagieren, die Schubladen gleich selber sperrangelweit aufreissen, in der Hoffnung, dass die Medien die selbstkreierten Stichworte ungefiltert übernehmen. Oder die Erklärung/das Stichwort total verweigern. Und auf die Kraft seines Werkes vertrauen ;)



Antwort von iasi:

Wenn ich lese, dass bei einer Sequenz die Kameraarbeit in Richtung Schülervideo mit wildem Hin- und Herschwenken geht, dann will ich schon auch wissen, weshalb der Filmemacher dies seinem Publikum antut.
Der Ausdruck *wissen wollen* beinhaltet ja schon sprachlich eine aktive Komponente, man will also etwas tun. D. h. also: sehen, analysieren und zu einem Urteil kommen, womöglich zu keinem eindeutigen. Der Filmemacher ist nicht verpflichtet, den Zuschauern alles vorzukauen.
Und wenn hier darauf abgehoben wird, dass der Macher selber sagt, er wüsste nicht (hat Frank zitiert), dann sagt uns das, dass er seiner Intuition vetraut hat (und nicht, das er doof ist, wie hier unterstellt wird). Intuition soll es nämlich auch noch geben, trotz aller Ökonomie (Deal und so) ;)
Ausserdem darf man nicht vergessen, wie ausgeliefert sich ein Filmemacher gegenüber der Medienmacht fühlen kann. Darauf kann man verschieden reagieren, die Schubladen gleich selber sperrangelweit aufreissen, in der Hoffnung, dass die Medien die selbstkreierten Stichworte ungefiltert übernehmen. Oder die Erklärung/das Stichwort total verweigern. Und auf die Kraft seines Werkes vertrauen ;)

"die Kraft eines Werkes"?

Man kann durchaus erkennen, weshalb und wie ein Filmemacher ein Gestaltungsmittel einsetzt:
Wenn bei einem Tatort die Kamera wackelt, damit sie wackelt, und die Wirkung nur ist, dass man vom Dialog abgelenkt wird, is das eben eine Möglichkeit. Wenn in einem Film wie "Oldboy" die Kamera wackelt, weil sie die Darstellung und die Szene verstärkt und unterstützt, dann ist das die andere Art.

Wenn "ohne Schnitt" nur dazu führt, dass in manchen Teilen des Films kein Schnitt gemacht wird, damit es beim "ohne Schnitt" bleibt, dann ist das eben kontraproduktiv.



Antwort von Frank Glencairn:


Hatte ich mir schon gedacht, dass man von dir nichts mit der Kraft bspw. einer griechischen Tragödie erwarten darf ;)

Wieso? "O Brother where are thou" war exzellent, und ist einer meiner Lieblingsfilme.

gehe dann immer sehr unbefriedigt aus einem Kino oder dem Fernsehsessel.
Wenn der Inhalt hohl ist, dann bleibt das Kino und das Filmemachen in der Krise - alles Massenwahre mit immer gleichem Inhalt, denn ich schriftlich fixiert im Kern in eine Zeile kriegen würde. Gut gegen Böse - Gemetzel - das Gute siegt oder Böses gegen Gutes - Gemetzel - Explosionen - Blut - das Böse siegt.
.

Dazu gibt es viel zu viel ganz hervorragende Filme, die komplett ohne "Gemetzel - Explosionen - Blut" auskommen.

Gut gegen Böse ist allerdings viel zu existenziell, als daß man es völlig ignorieren könnte - da wo es mit Gewalt versucht wird, ist das Ergebnis meistens sehr flach, wegen mangelnder Fallhöhe.

Es wurden Worte benutzt wie "der Zuschauer ist Mitte drin", "die Kamera sehr nah dran" und "authentisch".

Diese Kritiker-Worthülsen, kann man relativ beliebig, allein durch die Verwendung von Handkamera und Weitwinkel provozieren - zumal es kein Qualitätsmerkmal ist, dem Schauspieler mit der Kamera permanent auf die Pelle zu rücken, was man ja muß, weil man so weitwinklig ist- und man ist weitwinklig wegen der Handkamera - tolle Wurst.

Ehrlich gesagt sind es genau Worte wie "der Zuschauer ist mitten drin", "die Kamera sehr nah dran" und "authentisch", die mich einen großen Bogen um einen Film machen lassen, weil das genau das letzte ist, was ich von einem Film mochte.

Wenn ich mittendrin und authentisch will, geh ich einfach vor die Türe und nicht in einen Film.



Antwort von StanleyK2:

Wenn also "ohne Schnitt" genügt, dann filme ich mal einen Wasserkocher - alles in einem Take ... 90 Minuten lang.

Viel besser: "Empire" von Andy Warhol



Antwort von iasi:

Was ich in den Kritiken zu "Victoria" herauslese, ist, dass er eben noch andere Qualitäten hat, als nur "ohne Schnitte" ...



Antwort von dienstag_01:

"O Brother where are thou" war exzellent, und ist einer meiner Lieblingsfilme.
Sehr schön. Gibt es also mal eine Schnittmenge zwischen uns ;)

Diese Kritiker-Worthülsen,...

Ehrlich gesagt sind es genau Worte wie "der Zuschauer ist mitten drin", "die Kamera sehr nah dran" und "authentisch", die mich einen großen Bogen um einen Film machen lassen, weil das genau das letzte ist, was ich von einem Film mochte.
Du machst also dann doch die *Worthülsen* der Kritiker zur Grundlage deiner Ansichten?
Seltsam ;)



Antwort von Frank Glencairn:



Warnzeichen, nicht Ansichten.



Antwort von dienstag_01:

Vorsicht, gefährlicher Film von vorn ;)



Antwort von kichiku:

hahaha beste disskusion hier seit langem... als ich über den film vorgestern zum ersten mal gelesen hatte, dachte ich wow, interessant bestimmt ganz gut und mutig... ein ganzer film in nur einem take, ohne versteckte schnitte und nicht "Russian Arc" mäßig... also in der jetztzeit und real... wow und auch noch aus deutschland... super...

und jetzt lese ich das hier... hahaha

und auch noch auf der c300 gedreht...

vieles kann doch nicht euer ernst sein...

finde es gerade sehr witzig...

ach - und nur weil der Film in einem take gedreht wurde, ist er schon interessant für dich?
Oder klingt da Sarkasmus durch?

Wenn also "ohne Schnitt" genügt, dann filme ich mal einen Wasserkocher - alles in einem Take ... 90 Minuten lang.

also wenn ein film in einem take gedreht worden ist und dann premiere auf der berlinale hat, weckt es schon mein interesse... und das da nicht ein stupider wasserkocher gefilmt worden ist, erklärt sich wohl von alleine und ist keine disskusion wert... das frank das nicht so gut findet, liegt wohl auch an der handkamera, die ist ja stark überbewertet und benutzt ja fast keiner mehr... hahaha, nur ein witz...
natürlich habe ich mir den inhalt kurz durchgelesen und kann mir sehr gut vorstellen das der film dadurch an tempo, echtheit und rafinesse gewinnt... habe ihn natürlich auch nicht gesehen und sind alles vermutungen, aber in einem kameraforum, von vorne rein den film zu verurteilen, weil er eben in einem take gedreht worden ist, hat mich einfach heute morgen lachen lassen... tut mir leid...

könnte mir auch gut vorstellen, habe den film immer noch nicht gesehen, das der kameramann auch so einiges damit reißen könnte...
preise, beachtung, festivals...

auch könnte ich mir vorstellen, das in nächster zeit sowas wieder öfters gemacht wird, aber nicht als spielfilm sondern als musikvideo, werbung oder sonstiges...

grüße

ps. gerade zum ersten mal den leider aber klar irgendwie geschnittenen trailer gesehen... sieht doch super aus... wow bestimmt ganz geil der film... erinnert mich ein bischen an gasper noe... cool



Antwort von Schleichmichel:

Russian Ark ist in einem Take gedreht worden. Das mit dem Abbruch war der erste Anlauf und es war relativ früh am Anfang. Am Bild wurde allerdings nachbearbeitet (gelegentliches Reframing und perspektivische Zerrungen). Geschenkt! Das war aber trotzdem angesichts der damaligen Technik und der Choreografie, dem Szenenbild und der Ausstattung, der Ausleuchtung und der Massenszenen eine ziemliche Glanzleistung. Man mag von Sokurow denken, was man will...aber das Ding ist ihm gelungen.



Antwort von hannibalekta:

@frank

"Was du vergessen hast, ist der enorme Druck der
bei so was auf jedem Schauspieler liegt. Wenn
jeder "Take" 90 Minuten lang ist und du ihn in
Minute 80 vergeigst, und alle wegen dir nochmal
von vorne anfangen müssen."

Und da spielen hervorragende Schauspieler deiner Meinung nach dann "reduziert"?! Weißt du, dass es etwas gibt, wo Schauspielerensembles 3h am Stück in einem" Take" live alles geben, keine Reduktion, volle Konzentration. Man nennt das Theater, das gibt es seit 2000 Jahren.

So ein lahmes Argument wie oben hab ich ja echt lange nicht gehört. Als wäre jeder Schauspieler froh, wenn er, schnitt-sei-dank, möglichst lange seine ruhe hätte und sich nicht mit seiner Figur beschäftigen müsste. Oh mann....

Ist nicht böse gemeint, ich verstehe nur eine so auf Sicherheitsaspekte beruhende denke nicht, wenn es um Kunst, Wagnis, Moment, Gefühl, Hingabe, Rausch. geht.



Antwort von handiro:

Super zu lesen was alle über den Film zu sagen haben. Wer von Euch hat ihn denn schon gesehen?



Antwort von handiro:


Mit der Negativität hier könnte man jedenfalls den Todesstern auf Warp-Drive bringen und sich dabei den Flux-Kompensator sparen.

Lol :-)

Mich wundert besonders mit wievielen Vorurteilen hier geballert wird und warum hier noch niemand den sch... CodecCodec im Glossar erklärt der C300 als Grund für absolutes Schrottniveau gebracht hat, weil ja ohne Alexa kein Film etwas taugt...

Und wo bleibt unser Ösi mit dem Sauerstoffmangelschreibstil?



Antwort von Frank Glencairn:



Und da spielen hervorragende Schauspieler deiner Meinung nach dann "reduziert"?! Weißt du, dass es etwas gibt, wo Schauspielerensembles 3h am Stück in einem" Take" live alles geben, keine Reduktion, volle Konzentration. Man nennt das Theater, das gibt es seit 2000 Jahren.
.

Man kann das nicht 1:1 vergleichen. Wenn im Theater einer was vergeigt, dann wird das Stück nicht abgebrochen, und von vorne angefangen

"Kunst, Wagnis, Moment, Gefühl, Hingabe, Rausch" - das ist mir ehrlich gesagt zu esoterisch. Ich bevorzuge ein kontrollierte Umgebung und gutes Handwerk, um zu genau dem Ergebnis zu kommen, das ich vorher geplant habe. Aber das ist halt eine Frage der persönlichen Arbeitsweise.



Antwort von iasi:


also wenn ein film in einem take gedreht worden ist und dann premiere auf der berlinale hat, weckt es schon mein interesse...
natürlich habe ich mir den inhalt kurz durchgelesen und kann mir sehr gut vorstellen das der film dadurch an tempo, echtheit und rafinesse gewinnt...

hier klingt eben auch das durch, was ich problematisch finde:
Form vor Inhalt

habe ihn natürlich auch nicht gesehen und sind alles vermutungen, aber in einem kameraforum, von vorne rein den film zu verurteilen, weil er eben in einem take gedreht worden ist, hat mich einfach heute morgen lachen lassen... tut mir leid...

Es geht nicht darum, dass er in einem Take gedreht wurde, sondern darum, dass nur dies wichtig scheint ... und wenn dann die Filmemacher gar nicht recht erklären können, weshalb sie denn nun völlig auf Schnitt verzichtet hatten, dann ist das sogar noch bedenklicher.
Klar geht man in einen Superhelden-Film wegen der Effekte - und hier wäre es dann dasselbe, wenn man vor allem ins Kino geht, um "ohne Schnitt" zu sehen.

Wie auch so mancher Superhelden-Film hat "Victoria" aber wohl doch noch mehr zu bieten als nur den Effekt.



Antwort von Frank B.:

Ein wenig OT:

Also, mir fallen hier einfach hier im Forum zu oft Begriffe wie "verurteilen", "schlechtreden" und so in der Art, wenn es darum geht, bestimmte Dinge kritisch zu betrachten. Bei eine kritischen Betrachtung einer Vorgehensweise stellt man das Für und Wider gegenüber und beurteilt geschweige denn verurteilt es zunächst noch gar nicht. Leider ist das in unserem Kulturkreis kaum noch möglich, sich sachlich mit bestimmten Dingen auseinanderzusetzen, ohne dass sich jemand persönlich oder in der betreffenden Sache angegriffen fühlt und in einen Verteidigungmodus über geht. Hier wird oft nach konstruktiver Kritik gefragt, aber die meisten sind nicht in der Lage, diese zu ertragen. Ertragen ist das gleiche wie Toleranz.
Auch sie wird allerorts gefordert, aber nur so lange, bis jemand eine anere Meinung vertritt als man selbst.
Zum Film Victoria denke ich schon, dass man etwas sagen kann, auch ohne ihn gesehen zu haben, ganz einfach, weil man sich es einigermaßen vorstellen kann und weil auch bestimmte Aussagen in Interviews darüber gemacht wurden. Diese Dinge sind Basis der anfänglichen Kritik. Und nochmals, Kritik ist kein Verurteilen oder Schlechtmachen, sondern eine Auseinandersetzung über Pros und Contras, Vor- und Nachteilen, Risiken und Möglichkeiten. Sie ist nur zu ertragen, wenn man sie als Chance, eine sogenannte Win-Win-Situation betrachten kann zwischen Kritiker und Kritisiertem. Kritik ist leider bei uns nagativ besetzt. So ist sie aber überhaupt nicht gemeint.
Wir verstehen Kiritik oft von oben herab. So wie ein Lehrer zu seinem Schüler sagt: "Das ist Mist, mach das nochmal, besser, so wie ich das haben möchte!" Dann ist es klar, dass sie oft ans Angriff verstanden wird, obwohl selbst das noch kein Angriff wäre, wenn es sich um ein Lehrer-Schüler-Verhältnis handelt. Da hinein fühlen sich viele versetzt, wenn sie Kritik hören. Das Gefühl als Unmündiger betrachtet zu werden, macht viele für Kritik unfähig.
Kritik ist aber nicht nur das. Es ist auch das Reden von zwei Handwerksmeistern, die aus unterschiedlichen Traditionen an ein Handwerk heran gehen. Sie sehen sich gegenseitig zu und lernen voneinander. Der eine sagt, ich mache das so, der andere sagt, ich hab das immer so gemacht. Dann unterhalten sich beide über die Vor- und Nachteile des jeweiligen Handelns und kommen zu Ergebnissen, die sie beide weiter bringen. Das kann ein Festhalten sein am Althergebrachten oder eine Veränderung dessen, was man immer schon so gemacht hat.
Win-Win.



Antwort von Funless:

Schön geschrieben. +1



Antwort von Fritz Busch:

@Frank B.!
Du sogst des, bei manchen glaube ich, ist
Kritik= Draufhauen+Festung erobern+STREIT..

Und eig. sind fast alle die sich hier oder in jedem
Forum die Köpfe virtuell einklopfen genau in die
Falle oder Virale Position des Film-erstellers-verkäufers
gelaufen, weil so viel Aufmerksamkeit wird er so im
"normal-film-geichten" Publikum auch net finden. Das
werden dann eh die Kennzahlen der verkauften Kinokarten
oder Tv-deals hergeben. Was mich etwas beunruhigt ist, die
flache Kurve die zum Disput führt und wenn man sich jedes
Posting antut, reden alle von einem Teil, jeder hat etwas und
würde ma liebsten gleich losbrüllen.. Und wozu?
Is doch nur ein Film.
Wie würde versammelte Truppe agieren, wenn sie gemeinsam
an so einem Werk arbeiten müssten...
3ter. welt-krieg?
Sans die Chemrails?
Ises des Wetter?
Ist aber interssant, des ganze hat mich auf eine kleine feine
Drehbuchidee gebracht...
Mitten im Öziland geschrieben...im Land der Freud-Frankl-Dienstleistung.

grias eich :)



Antwort von Funless:

Der Film hat soeben für die Kameraarbeit den silbernen Bären in der Kategorie "Außerordentliche künstlerische Leistung" verliehen bekommen.

Cool & Daumen hoch!



Antwort von Niko M.:

Da ja in der Regel ja jeder ein Stück vom Kuchen abhaben will, wird jetzt sicher versucht werden, Profit aus der Auszeichnung zu schlagen.

Weiss da jemand vielleicht etwas Genaueres, von dem was da jetzt hinter den Kulissen so passieren wird? Oder hat selbst Erfahrungen...

Falls sich also kein Filmverleih die Rechte sichern wird oder will, welche Optionen bleiben den Produzenten, und wie wird dann vorgegangen ?
Gibt es da Standard-Prozesse oder ist fast alles denkbar ?



Antwort von iasi:

das einzig Schlimme daran ist:
Nun bekommen wir Dutzende von Filmen "ohne Schnitt" vorgesetzt.
Nach der Handkamera der nächste Exzess.



Antwort von Frank Glencairn:

Wie ich vermutet hatte - Preis für den Kamera-Stunt, nix für Schauspieler, Regie oder den Film im allgemeinen.



Antwort von Niko M.:

das einzig Schlimme daran ist:
Nun bekommen wir Dutzende von Filmen "ohne Schnitt" vorgesetzt.
Nach der Handkamera der nächste Exzess.

Das stimmt, das nächste Jahr könnte echt schlimm werden. Mir graust es auch schon davor.
Da kommen jetzt wohl einige, unüberlegt und schnell produzierte One-Shot-Movies auf uns zu.
Im Fernsehen und im Kino!

Vielleicht kann man ja sowas auch irgendwie verbieten.
Wenn es ganz schlimm wird, könnte man auch all diese Drehbücher mit Gewalt einsammeln und dann symbolisch verbrennen...oder so ähnlich.

Diese scheiss Kreativität und Vielfalt ! Könnte der Anfang vom Ende sein, wer weiss.

Wieso können nicht alle Filme gleich sein ?
Was mir nicht gefällt, kann auch anderen nicht gefallen - das ist irgendwie logisch. Und weiss jeder.

Was die Berlinale und andere Filmacher dazu sagen geht mir am Arsch vorbei.

Scheiss auf Toleranz ! Ich bin der Mittelpunkt der Welt, und weiss was richtig und falsch ist.



Antwort von iasi:


Diese scheiss Kreativität und Vielfalt ! Könnte der Anfang vom Ende sein, wer weiss.

ja - sicherlich - Kreativität und Vielfalt hat ihren Ursprung immer im Kopieren.
All die "one-shot"-Filmer werden sich natürlich ungeheuer kreativ fühlen ...

Den Erfolg anderer möchten man natürlich gern wiederholen.



Antwort von Niko M.:


Diese scheiss Kreativität und Vielfalt ! Könnte der Anfang vom Ende sein, wer weiss.


All die "one-shot"-Filmer werden sich natürlich ungeheuer kreativ fühlen ...

Das glaub ich auch. Alles Ego-Affen, die es einfach nicht kapieren, was richtig und falsch ist. Die sollen das doch einfach den alten Hasen überlassen.
Abgesehen davon war es ja nur ein Trostpreis für den Kamera-Stunt.

Mir ist da die Bescheidenheit eines Michael Bay viel lieber. Er hält sich eben nicht für so toll und kreativ, und vor allem kopiert er nichts.

Dank ihm werden die Filme jetzt endlich immer ähnlicher. Dadurch wird dann auch kleineren Produktionen ermöglicht, ihre Filme einer grossen Öffentlichkeit zeigen zu können, und ihr Team + Schauspieler bezahlen zu können.



Antwort von iasi:


Diese scheiss Kreativität und Vielfalt ! Könnte der Anfang vom Ende sein, wer weiss.


All die "one-shot"-Filmer werden sich natürlich ungeheuer kreativ fühlen ...

Das glaub ich auch. Alles Ego-Affen, die es einfach nicht kapieren, was richtig und falsch ist. Die sollen das doch einfach den alten Hasen überlassen.
Abgesehen davon war es ja nur ein Trostpreis für den Kamera-Stunt.

Mir ist da die Bescheidenheit eines Michael Bay viel lieber. Er hält sich eben nicht für so toll und kreativ, und vor allem kopiert er nichts.

Dank ihm werden die Filme jetzt endlich immer ähnlicher. Dadurch wird dann auch kleineren Produktionen ermöglicht, ihre Filme einer grossen Öffentlichkeit zeigen zu können, und ihr Team + Schauspieler bezahlen zu können.

Michael Bay?
Ja - er hat einen eigenen Stil kreiert - das muss man ihm lassen.

Und es ist wahr: Hätten wir in D einige Produktionsfirmen, die mit international erfolgreichen Filmen ein finanzielles Polster schaffen würden, könnten auch mal abseits von Gebühren und Fördertöpfen riskantere Projekte finanziert werden.

Aus den USA kommen eben nicht nur Megablockbuster ...

Und wenn man bedenkt, welche Produktionen vor langer Zeit mal in D möglich waren, muss man wirklich feststellen, dass sich der deutsche Film aktuell in einem erbärmlichen Zustand befindet.
Und durch all die kommenden "one-Shot"-Filme wird"s nicht besser werden.



Antwort von Wingis:

Noch kurz zur Technik/Aufzeichnungsdauer, die hier erfragt wurde:

Die C300 kann bereits "out of the box" dank Dual-Slot endlos aufzeichnen. Man bekommt mit den heutigen Speichermedien 2 Stunden Aufzeichnungsdauer mit zwei CF Karten durchaus hin, so das nur die Kamera intern umswitchen muss. Wenn'S noch länger dauern soll, muss also kein verdeckter Schnitt stattfinden, sondern ein verdeckter Speicherwechsel. Nutzt man einen externen Recorder entfällt sogar dieses Limit, denn mehrere Stunden sind dann natürlich am Stück machbar.

Die Import-Software setzt später die einzelnen Clips nahtlos aneinander, so dass wieder ein einziges langes Videofile entsteht...



Antwort von iasi:

Noch kurz zur Technik/Aufzeichnungsdauer, die hier erfragt wurde:

Die C300 kann bereits "out of the box" dank Dual-Slot endlos aufzeichnen. Man bekommt mit den heutigen Speichermedien 2 Stunden Aufzeichnungsdauer mit zwei CF Karten durchaus hin, so das nur die Kamera intern umswitchen muss. Wenn'S noch länger dauern soll, muss also kein verdeckter Schnitt stattfinden, sondern ein verdeckter Speicherwechsel. Nutzt man einen externen Recorder entfällt sogar dieses Limit, denn mehrere Stunden sind dann natürlich am Stück machbar.

Die Import-Software setzt später die einzelnen Clips nahtlos aneinander, so dass wieder ein einziges langes Videofile entsteht...

ooohhhh ... sag doch das nicht allen ... dann machen sich die Leute ja gar keine Gedanken mehr und drehen gleich drauf los



Antwort von sottofellini:

Bei Konzertfilmen hab ich auch schon eine Plansequenz gedreht, notgedrungen als oneman am Set. Da ist natürlich das Stativ mit Fluidkopf Pflicht.
Und obwohl es ja heisst, zoomen und schwenken sei was für Anfänger, kann man doch mit etwas Umsicht annehmbare Resultate erzeugen.
Einfach immer sehr behutsam und vorausschauend hebeln.
Als Kenner des Stückes weiss man auch, wann ein Solo ansteht und ist rechtzeitig dort für die Grossaufnahme ;-)
Dergestalt entsteht eine Reportage, die viel interessanter ist, als eine statische Nonstopaufnahme aus dem stets selben WW.
Für den Fall von Rumplern oder verwischten Schwenks kann immer noch ein zuvor gefilmtes ruhendes Objekt reingeschnitten werden.



Antwort von nachtaktiv:


Niemand möchte hier einen neuen One-Shot-Movie Standard einführen. Oder dafür werben, dass es die beste Methode ist.

tja. denkste. bei mir hat schon der erste zeitgenosse angefragt, ob man nicht so ein one shot musikvideo machen könnte...




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