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Frage von Pianist:


Schönen guten Tag!

Fällt jemandem ein FCP-Plugin ein, mit dem ich so einfach wie möglich Leute und Kennzeichen verpixeln kann? Am besten nur einmal draufklicken und der Rest passiert automatisch.

Bisher mache ich das rein manuell, also durch Kopieren des Abschnittes, Blur-Effekt und Beschnitt mit ein paar Keyframes. Sieht in der Bewegung aber blöd aus und dauert viel zu lange. Perspektive ist aus Straßenbahn-Führerstand.

Es bedankt sich Matthias!

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Antwort von R S K:

FC kann das schon seit geraumer Zeit ohne Plugin.

https://support.apple.com/de-de/guide/f ... 7/mac/12.6

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Antwort von Pianist:

Ich habe mir das gerade mal durchgelesen, aber ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich kein Wort verstehe. Das ist aber nicht verwunderlich, ich habe damals schon den Witness-Protection-Filter samt Tracking beim Avid nicht verstanden. Gibt es nicht irgendwas, wo man einfach nur auf die Gesichter und Kennzeichen klicken muss und der Rest von alleine passiert?

Matthias

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Antwort von Frank Glencairn:

Gibt's schon (wenigstens für Gesichter), aber halt nicht für Final Cut.







Edit: gibt doch was für Autokennzeichen - https://blurit.io/en/feature/plate-anonymization

https://github.com/understand-ai/anonymizer

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Antwort von R S K:

Ganz einfach: Den gewünschten Effekt (Weichzeichnen, Verpixeln oder was auch immer) aus der Effektübersicht auf das Bild im Viewer ziehen. Wenn FC bzw. das Machine Learning darin z.B. ein Gesicht oder sonst ein anderes Objekt (z.B. das besagte Nummerschild) erkennt, wird es angezeigt.


zum Bild


Lässt du die Maus los, wird der entsprechende Effekt mit einer passenden (editierbaren) Maske angewendet. Jetzt musst du nur noch oben links auf Analysieren klicken. Das war's dann auch schon, mit entsprechendem Material. Funktioniert übrigens genauso mit einem Titel, einem anderen Video oder was du sonst noch an Bildmaterial im Ereignis haben solltest.

Die Feinheiten die danach kommen können sind allerdings zu umfangreich um hier „mal eben” zu erklären.

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Gibt's schon (wenigstens für Gesichter), aber halt nicht für Final Cut.
Genau.
🙄👍🏼

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Antwort von Pianist:

Ha - genau das ist es! Diese Funktion hat mich soeben gerettet, weil ich alles mit wenigen Klicks erledigen konnte. Deine kurze Beschreibung hier war viel besser als das, was Apple da geschrieben hat. Herzlichen Dank dafür!

Matthias

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Antwort von R S K:

Gerne. Freut mich.

Das Handbuch erklärt es übrigens auch, ich hatte es nur nicht auf Anhieb gefunden.

https://support.apple.com/de-de/guide/f ... 84fa6a/mac

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Antwort von MK:

Wie machen die das in den japanischen Untenrum-Unterhaltungsfilmen

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Antwort von Pianist:

Keine Ahnung. Ich frage mich eher, wie das alles weitergehen soll. Bei einem Schulungsfilm kann ich das ja noch verschmerzen. Aber wie soll man zum Beispiel einen Film für ein öffentliches Verkehrsunternehmen drehen, wenn man womöglich keine Fahrgäste mehr zeigen darf? An sich würde ich da dem § 22 KUG Vorrang vor der DSGVO geben, wenn Leute an der Haltestelle ein- und aussteigen, und mich auf "unwesentliches Beiwerk" berufen, aber erzählt das mal einem Datenschützer. Womöglich will der von jedem Fahrgast im Zug eine schriftliche Einverständniserklärung sehen... (wo man dann mit dem Datensammeln erst mal so richtig anfängt)

Ich finde übrigens, dass Kennzeichen am Lkw oder Reisebus nicht schutzwürdig sind, weil sie keiner Einzelperson zuzuordnen sind (nun gut, jetzt könnte man argumentieren, dass eine GmbH eine juristische Person ist)...

Matthias

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Antwort von Frank Glencairn:

Deutsche Sonderwege halt.



Und das mit dem Kennzeichen verpixeln ist sowieso Blödsinn.

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Antwort von DKPost:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Deutsche Sonderwege halt.
Die DSVGO gilt EU-weit. Das ist nix spezifisch deutsches.

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Antwort von TomStg:

Pianist hat geschrieben:
Keine Ahnung. Ich frage mich eher, wie das alles weitergehen soll. Bei einem Schulungsfilm kann ich das ja noch verschmerzen. Aber wie soll man zum Beispiel einen Film für ein öffentliches Verkehrsunternehmen drehen, wenn man womöglich keine Fahrgäste mehr zeigen darf? An sich würde ich da dem § 22 KUG Vorrang vor der DSGVO geben, wenn Leute an der Haltestelle ein- und aussteigen, und mich auf "unwesentliches Beiwerk" berufen, aber erzählt das mal einem Datenschützer. Womöglich will der von jedem Fahrgast im Zug eine schriftliche Einverständniserklärung sehen... (wo man dann mit dem Datensammeln erst mal so richtig anfängt)

Ich finde übrigens, dass Kennzeichen am Lkw oder Reisebus nicht schutzwürdig sind, weil sie keiner Einzelperson zuzuordnen sind (nun gut, jetzt könnte man argumentieren, dass eine GmbH eine juristische Person ist)...
Der hiesige Datenschutz-Wahn trägt erheblich dazu bei, dass Deutschland international immer weiter abgehängt wird.

Deine Logik vom LkW oder Bus stimmt natürlich nicht. Denn noch gibt es beides nicht ohne Fahrer.

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Antwort von DKPost:

Pianist hat geschrieben:
Aber wie soll man zum Beispiel einen Film für ein öffentliches Verkehrsunternehmen drehen, wenn man womöglich keine Fahrgäste mehr zeigen darf?
Vielleicht Leute bestellen und bezahlen, so wie jede andere Produktion das auch machen muss?

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Antwort von TomStg:

DKPost hat geschrieben:
Die DSVGO gilt EU-weit. Das ist nix spezifisch deutsches.
Die mehr als schlampig gemachte DSGVO spielt in diesem Zusammenhang zunächst keine Rolle. Hier geht’s zuerst um das Recht am eigenen Bild.

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Antwort von Pianist:

TomStg hat geschrieben:
Deine Logik vom LkW oder Bus stimmt natürlich nicht. Denn noch gibt es beides nicht ohne Fahrer.
Aber es gibt keine Verknüpfung zwischen der Person des Fahrers und dem Kennzeichen des Lkws oder Busses, außer wenn es sich um einen alleinfahrenden Soloselbständigen handelt.
DKPost hat geschrieben:
Vielleicht Leute bestellen und bezahlen, so wie jede andere Produktion das auch machen muss?
Dann wäre es ja ein Spielfilm und kein authentischer Film mit echten Fahrgästen. Im Prinzip sind meine ÖPNV-Filme ja eine Sonderform der "Street Photography".
TomStg hat geschrieben:
Die mehr als schlampig gemachte DSGVO spielt in diesem Zusammenhang zunächst keine Rolle. Hier geht’s zuerst um das Recht am eigenen Bild.
Ja, so sehe ich das auch. Aus meiner Sicht wird das erst dadurch ein Datenschutz-Thema, in dem man es zu einem Datenschutz-Thema macht. In dem man die Leute zum Beispiel irgendwelche Zettel ausfüllen lässt. Wenn 20 Fahrgäste aus einer Straßenbahn aussteigen, und für drei Sekunden in einem Film zu sehen sind, ist das für mich "unwesentliches Beiwerk".

Matthias

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Antwort von Frank Glencairn:

TomStg hat geschrieben:

Der hiesige Datenschutz-Wahn trägt erheblich dazu bei, dass Deutschland international immer weiter abgehängt wird.

Deine Logik vom LkW oder Bus stimmt natürlich nicht. Denn noch gibt es beides nicht ohne Fahrer.
Das mit dem Kennzeichen verpixeln ist sowieso Blödsinn.

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Antwort von Pianist:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Das mit dem Kennzeichen verpixeln ist sowieso Blödsinn.
Finde ich im Prinzip auch, weil ja kein Normalbürger einfach vom Kennzeichen auf die Person schließen kann, weil die Verknüpfung zwischen Person und Kennzeichen in der Zulassungsbehörde stattfindet. Und die rückt normalerweise keine Daten raus. Die Datenschützer argumentieren, dass es ja schon reicht, wenn die Ehefrau in einem Film das Auto ihres Mannes sieht und sich fragt, was der da in dieser Stadt gemacht hat...

Matthias

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Antwort von DKPost:

Pianist hat geschrieben:
TomStg hat geschrieben:
Deine Logik vom LkW oder Bus stimmt natürlich nicht. Denn noch gibt es beides nicht ohne Fahrer.
Aber es gibt keine Verknüpfung zwischen der Person des Fahrers und dem Kennzeichen des Lkws oder Busses, außer wenn es sich um einen alleinfahrenden Soloselbständigen handelt.
DKPost hat geschrieben:
Vielleicht Leute bestellen und bezahlen, so wie jede andere Produktion das auch machen muss?
Dann wäre es ja ein Spielfilm und kein authentischer Film mit echten Fahrgästen. Im Prinzip sind meine ÖPNV-Filme ja eine Sonderform der "Street Photography".
TomStg hat geschrieben:
Die mehr als schlampig gemachte DSGVO spielt in diesem Zusammenhang zunächst keine Rolle. Hier geht’s zuerst um das Recht am eigenen Bild.
Ja, so sehe ich das auch. Aus meiner Sicht wird das erst dadurch ein Datenschutz-Thema, in dem man es zu einem Datenschutz-Thema macht. In dem man die Leute zum Beispiel irgendwelche Zettel ausfüllen lässt. Wenn 20 Fahrgäste aus einer Straßenbahn aussteigen, und für drei Sekunden in einem Film zu sehen sind, ist das für mich "unwesentliches Beiwerk".

Matthias
Wenn es quasi "Street Photography" ist, dann sind die Personen aber kein unwesentliches Beiwerk. Wären sie unwesentliches Beiwerk, könntest du sie ja auch einfach weg lassen. Wenn du unbedingt echte Menschen filmen willst, wirst du dir wohl auch deren Einverständnis holen müssen. Du verdienst immerhin auch Geld mit denen.

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Antwort von Frank Glencairn:

Pianist hat geschrieben:


Finde ich im Prinzip auch, weil ja kein Normalbürger einfach vom Kennzeichen auf die Person schließen kann, weil die Verknüpfung zwischen Person und Kennzeichen in der Zulassungsbehörde stattfindet. Und die rückt normalerweise keine Daten raus.
Zumal Kennzeichen ja sowieso bereits öffentliche Daten sind, und damit nicht mehr schützenswert, es sei denn man verfolgt mit der Veröffentlichung finstere/kriminelle Ziele.

Und was den Schwachfug mit der Ehefrau betrifft, wenn es danach ginge müßte man grundsätzlich alle Personen die zufällig auf einem Foto sind verpixeln, da die Ehefrau ja ihren Mann da ja erkennen könnte.

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Antwort von TomStg:

Pianist hat geschrieben:
TomStg hat geschrieben:
Deine Logik vom LkW oder Bus stimmt natürlich nicht. Denn noch gibt es beides nicht ohne Fahrer.
Aber es gibt keine Verknüpfung zwischen der Person des Fahrers und dem Kennzeichen des Lkws oder Busses, außer wenn es sich um einen alleinfahrenden Soloselbständigen handelt.
Es gibt exakt die gleiche Verknüpfung wie bei jedem beliebigen PKW.
Dies führt zum nächsten Problem, das zu Deiner Vorstellung gehört: Ab wieviel Tonnen oder Anzahl Fahrgäste gäbe es denn einen Unterschied zum PKW?
Du siehst jetzt hoffentlich den Fehler in Deiner „Logik“.

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Antwort von Frank Glencairn:

Egal ob LKW, PKW oder Mofa - Kennzeichen genießen keinen besonderen Schutz, daher ist das Thema eigentlich müßig.

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Antwort von TomStg:

DKPost hat geschrieben:
Wenn es quasi "Street Photography" ist, dann sind die Personen aber kein unwesentliches Beiwerk. Wären sie unwesentliches Beiwerk, könntest du sie ja auch einfach weg lassen. Wenn du unbedingt echte Menschen filmen willst, wirst du dir wohl auch deren Einverständnis holen müssen. Du verdienst immerhin auch Geld mit denen.
Jetzt wird es aber richtig verquer: Datenschutz und das Recht am eigenen Bild haben nullkommanull mit irgendwelchem finanziellen Hintergrund zu tun. Es geht geht allein um das Kriterium einer öffentlichen Vorführung/Nutzung der Aufnahmen.

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Antwort von DKPost:

TomStg hat geschrieben:
DKPost hat geschrieben:
Wenn es quasi "Street Photography" ist, dann sind die Personen aber kein unwesentliches Beiwerk. Wären sie unwesentliches Beiwerk, könntest du sie ja auch einfach weg lassen. Wenn du unbedingt echte Menschen filmen willst, wirst du dir wohl auch deren Einverständnis holen müssen. Du verdienst immerhin auch Geld mit denen.
Jetzt wird es aber richtig verquer: Datenschutz und das Recht am eigenen Bild haben nullkommanull mit irgendwelchem finanziellen Hintergrund zu tun. Es geht geht allein um das Kriterium einer öffentlichen Vorführung/Nutzung der Aufnahmen.
Ich habe den finanziellen Aspekt überhaupt nicht in Verbindung mit Datenschutz gebracht.
Ich fand nur die Selbstverständlichkeit mit der Pianist gerne fremde Leute für kommerzielle Zwecke ohne Einverständnis filmen möchte irgendwie daneben.

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Antwort von Pianist:

DKPost hat geschrieben:
Wenn du unbedingt echte Menschen filmen willst, wirst du dir wohl auch deren Einverständnis holen müssen. Du verdienst immerhin auch Geld mit denen.
Das ist doch von der praktischen Durchführung her vollkommen unmöglich. Im Zug kann man die Leute ja noch fragen, aber doch nicht beim An- oder Abstrom an der Haltestelle oder auf einem Bahnhof. Zumal viele gar kein deutsch verstehen werden. Aber wie scheiße sieht ein Straßenbahnfilm aus, wenn man vom Kunden aufgefordert wird, alle Menschen zu verpixeln? Das kann ja theoretisch passieren.

Ich frage mich eben, ob wir uns in solchen Fällen überhaupt im Rechtskreis "Datenschutz" bewegen. Für klassische Fernsehberichterstattung gilt das ja ausdrücklich nicht, aber für Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen oder Behörden womöglich doch. Auch wenn es sich eben nicht um fest installierte Kameras zur systematischen Überwachung handelt, sondern um reine Zufallsaufnahmen an ständig wechselnden Standorten.

Bei Streckenkunde-Schulungsfilmen sehe ich das ja noch ein, aber bei reportagigen Filmen nicht.

Matthias

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Antwort von MK:

DKPost hat geschrieben:
Wenn es quasi "Street Photography" ist, dann sind die Personen aber kein unwesentliches Beiwerk.
Muss gerade an die Webseite "People of Walmart" denken :D

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Antwort von Frank Glencairn:

Am besten wir verpixeln in Zukunft gleich das komplette Bild, nur dann ist man auf der sicheren Seite.

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Antwort von DKPost:

Pianist hat geschrieben:
DKPost hat geschrieben:
Wenn du unbedingt echte Menschen filmen willst, wirst du dir wohl auch deren Einverständnis holen müssen. Du verdienst immerhin auch Geld mit denen.
Das ist doch von der praktischen Durchführung her vollkommen unmöglich. Im Zug kann man die Leute ja noch fragen, aber doch nicht beim An- oder Abstrom an der Haltestelle oder auf einem Bahnhof. Zumal viele gar kein deutsch verstehen werden. Aber wie scheiße sieht ein Straßenbahnfilm aus, wenn man vom Kunden aufgefordert wird, alle Menschen zu verpixeln? Das kann ja theoretisch passieren.

Ich frage mich eben, ob wir uns in solchen Fällen überhaupt im Rechtskreis "Datenschutz" bewegen. Für klassische Fernsehberichterstattung gilt das ja ausdrücklich nicht, aber für Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen oder Behörden womöglich doch. Auch wenn es sich eben nicht um fest installierte Kameras zur systematischen Überwachung handelt, sondern um reine Zufallsaufnahmen an ständig wechselnden Standorten.

Bei Streckenkunde-Schulungsfilmen sehe ich das ja noch ein, aber bei reportagigen Filmen nicht.

Matthias
Klar ist das möglich. Ich habe ganze Aktenordner voll Einverständniserklärungen von einem einzigen Projekt in München hier. Ich musste für jeden Scheiß Genehmigungen einholen, und dann zusätzlich noch von jeder Person Einverständniserklärungen, obwohl die immer nur in Gruppen als quasi "Beiwerk" zu sehen sind. Und das, obwohl es sich um ein nicht-kommerzielles Projekt handelt. Wir sind auch über ein Freiluftkino geflogen. Da gab es z.B. eine Ansage von Veranstalter und wer nicht gefilmt werden wollte konnte für 15 Minuten aus dem Bild gehen.

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Antwort von Pianist:

DKPost hat geschrieben:
Ich habe ganze Aktenordner voll Einverständniserklärungen von einem einzigen Projekt in München hier. Ich musste für jeden Scheiß Genehmigungen einholen, und dann zusätzlich noch von jeder Person Einverständniserklärungen, obwohl die immer nur in Gruppen als quasi "Beiwerk" zu sehen sind.
Aber damit legst Du ja überhaupt erst mal eine schutzbedürftige Datensammlung an. Ich könnte mir vorstellen, dass die meisten Leute gar kein Problem damit hätten, für ein paar Sekunden in einem Film zu sehen zu sein, aber viele werden ein sehr großes Problem damit haben, obendrein noch ihren Namen und ihre Anschrift auf einem Formular einzutragen. Damit würde man ja auch gegen den Grundsatz der Datensparsamkeit verstoßen, weil man Daten erhebt, die man gar nicht braucht. Außerdem müsste in einer korrekten Belehrung ja auch stehen, dass die Leute die Löschung verlangen können. Will ich das wirklich? Damit ist jedenfalls kein einziger Millimeter Rechtssicherheit gewonnen.

Matthias

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Antwort von DKPost:

Pianist hat geschrieben:
DKPost hat geschrieben:
Ich habe ganze Aktenordner voll Einverständniserklärungen von einem einzigen Projekt in München hier. Ich musste für jeden Scheiß Genehmigungen einholen, und dann zusätzlich noch von jeder Person Einverständniserklärungen, obwohl die immer nur in Gruppen als quasi "Beiwerk" zu sehen sind.
Aber damit legst Du ja überhaupt erst mal eine schutzbedürftige Datensammlung an. Ich könnte mir vorstellen, dass die meisten Leute gar kein Problem damit hätten, für ein paar Sekunden in einem Film zu sehen zu sein, aber viele werden ein sehr großes Problem damit haben, obendrein noch ihren Namen und ihre Anschrift auf einem Formular einzutragen. Damit würde man ja auch gegen den Grundsatz der Datensparsamkeit verstoßen, weil man Daten erhebt, die man gar nicht braucht. Außerdem müsste in einer korrekten Belehrung ja auch stehen, dass die Leute die Löschung verlangen können. Will ich das wirklich? Damit ist jedenfalls kein einziger Millimeter Rechtssicherheit gewonnen.

Matthias
Klar ist das so. Brauchen tust du die Daten die du da erhebst aber schon. Aber andererseits gehst du das Risiko ein, dass jemand deinen fertigen Film killt wenn er sich darin sieht und du kein Einverständnis hast. Auch wenn das Risiko gering ist. Alles schon erlebt.

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Antwort von dienstag_01:

Pianist hat geschrieben:
DKPost hat geschrieben:
Wenn du unbedingt echte Menschen filmen willst, wirst du dir wohl auch deren Einverständnis holen müssen. Du verdienst immerhin auch Geld mit denen.
Das ist doch von der praktischen Durchführung her vollkommen unmöglich. Im Zug kann man die Leute ja noch fragen, aber doch nicht beim An- oder Abstrom an der Haltestelle oder auf einem Bahnhof. Zumal viele gar kein deutsch verstehen werden. Aber wie scheiße sieht ein Straßenbahnfilm aus, wenn man vom Kunden aufgefordert wird, alle Menschen zu verpixeln? Das kann ja theoretisch passieren.

Ich frage mich eben, ob wir uns in solchen Fällen überhaupt im Rechtskreis "Datenschutz" bewegen. Für klassische Fernsehberichterstattung gilt das ja ausdrücklich nicht, aber für Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen oder Behörden womöglich doch. Auch wenn es sich eben nicht um fest installierte Kameras zur systematischen Überwachung handelt, sondern um reine Zufallsaufnahmen an ständig wechselnden Standorten.

Bei Streckenkunde-Schulungsfilmen sehe ich das ja noch ein, aber bei reportagigen Filmen nicht.

Matthias
Wenn man Bilder von Personen veröffentlichen will, dann hat das mit Datenschutz erstmal überhaupt nichts zu tun. Das ist eine Frage der Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Personen.

Ist aber für Eisenbahn-Fans nicht so wichtig, die existieren ja nur durch ihre *Mitfahrt auf der Lok XYZ* ;)

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Antwort von Jott:

Pianist hat geschrieben:
Ich habe mir das gerade mal durchgelesen, aber ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich kein Wort verstehe. Das ist aber nicht verwunderlich, ich habe damals schon den Witness-Protection-Filter samt Tracking beim Avid nicht verstanden. Gibt es nicht irgendwas, wo man einfach nur auf die Gesichter und Kennzeichen klicken muss und der Rest von alleine passiert?

Matthias
Mit dem Tracker in fcp halt. Einfacher kann‘s eigentlich nicht werden.

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Antwort von Pianist:

Ja, das weiß ich jetzt auch und bin (mal wieder) hochzufrieden! :-)

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