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Farben von mehreren Kameras bestmöglich anpassen



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Frage von Andreas_Kiel:


Moin moin,
wir möchten in absehbarer Zeit ein Kurzfilmprojekt starten *). Wir wollen für ein oder zwei Szenen mit zwei verschiedenen Kameras arbeiten, ggf. auch drei; das Ganze nachher in ein Bild gemischt / geschnitten. Dafür sollten natürlich die Farben möglichst aus allen Kameras so ähnlich wie möglich rauskommen. Leider sind die alles andere als baugleich oder auch nur ähnlich.

Hauptkamera soll eine Sony NEX-EA50 sein.
Zweitkamera soll eine Sony HDV-FX1 werden.
Ggf. als Drittkamera käme eine DSLR (Canon EOS 750D) in Frage.

Erste Frage: Es geht schon bei der FramerateFramerate im Glossar erklärt los: die NEX schafft FHD mit 50p. Die FX1 bekommt HDVHDV im Glossar erklärt mit 50i raus. Und die Canon schafft FHD, aber nur mit 25p. Der kleinste gemeinsame Nenner müßte 25p sein (in der TimelineTimeline im Glossar erklärt einzustellen), liege ich da richtig? Zielformat ist Bluray und allenfalls noch mal eine DVD, evtl. noch YT.

Zweite Frage: Für den Abgleich der Farbwiedergabe stellen wir alle zwei (drei) Kameras nebeneinander und nehmen exakt dasselbe Motiv mit demselben Licht auf. An der NEX gefällt mir die Einstellung PP3 (= REC 709) am besten: so sollte der gesamte Film aufgezeichnet werden.
Die FX1 ist ohne Profil schon recht nah dran, bietet aber nicht dieselben Einstellmöglichkeiten. Für den Fall, dass die Farben wirklich nicht paßgenau zu bekommen sind: welches Material läßt sich später leichter korrigieren? H.264 oder MPEG2?
(Ich arbeite mit Vegas Movie Studio Platinum 14.)

Dritte Frage: Ist es günstiger, das 50i-Material "einfach so" in die TimelineTimeline im Glossar erklärt von einem Projekt 25p zu werfen, oder sollte man das zuerst umkonvertieren?

vielen Dank,
Andreas

*) "kurz" ... das Drehbuch hat 72 Seiten :O



Antwort von wolfgang:

Schwierige Fragen.

Bedenke, dass 25p kein Blu-ray FormatFormat im Glossar erklärt ist. Du kannst also entweder auf 24p gegen - was eine Steckung des Projekts bedeuted. Oder auf 50i - was wenig toll ist. Oder du machst aus den 25p dann beim finalen RendernRendern im Glossar erklärt PsF.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Progres ... nted_Frame



Antwort von ruessel:

Farbe ist nicht alles. Es gibt genauso weitere wichtige Funktionen in der Kamera wie: Kontrastumfang, Kontrastverlauf, Detailauflösung, Rauschen etc. weicht nur eine Positionen davon ab, so ist bei einen Zusammenschnitt alles andere als unauffällig. (Je nach Qualitätsbedarf)

Gerade die Fx1 hat bei mir nur wenige Monate es geschafft, selbst mit einer Kamera aus dem selben Haus Sony (HC1) war ein Zusammenschnitt nicht gerade unauffällig. Die HC1 hatte mehr Auflösung, der Kontrast kräftiger, die Farben sauberer. Nun könnte man versuchen die Bilder zur schlechtesten Kamera anzugleichen, den guten Kontrast aufheben, die Auflösung verschlechtern (matschig) etc.

Ich halte das aber für den schlechtesten Weg.








Antwort von wolfgang:

Zur dritten Frage zwei Varianten:

A) in Vegas würde ich das Material grundsätzlich so hinein werfen, wie es aus den 3 Geräten kommt. Also als 1080 50p, 1080 50i und 1080 25p.

Als Projekt würde ich 1080 50p anlegen.

Für alle 1080 25p clips würde ich "disable resampling" in den Eventattributen einstellen.

Dann würde ich das Projekt schneiden.

Und zum Schluß zu 1080 50i rausrendern, authoren und brennen.

Was dabei passiert:
- aus 1080 50p wird nahtlos 1080 50i - indem aus jeden Vollbild ein HalbbildHalbbild im Glossar erklärt gemacht wird
- 1080 50i bleibt 1080 50i - was ok ist
- die 1080 25p Vollbilder werden - und das ist wichtig - ohne Neuberechnung in Halbbilder zerteilt. Bei der späteren Betrachtung wird das im Sichtgerät deinterlaced (ich nehme an du produzierst nicht für die Darstellung auf PCs sondern auf HDTVs wenn du Blu-ray machen willst).

B) Es gäbe auch - wie immer - eine Alternative. Du bearbeitest das Orginalmaterial ebenfalls mit 1080 50p Projekteinstellungen, belegst alle FX1 clips in den Eventattributen mit "disable resampling" - und wählst in den Projekteinstellungen bei deinterlace "interpolate" aus. Rausgerendert wird zu 1080 25p.
Was dabei passiert:
- bei dem 1080 50p Material wird jedes zweite Vollbild verworfen
- bei dem 1080 50i Material wird jedes zweite HalbbildHalbbild im Glossar erklärt verworfen. Aus dem verbleibenden HalbbildHalbbild im Glossar erklärt wird ein Vollbild durch Zeileninterpolation erstellt
- bei dem 1080 25p passiert gar nichts.

Du hast bei der zweiten Variante allerdings das Problem, dass man 1080 25p nicht authoren kann. Um das zu lösen gibts wieder zwei Varianten:
a) du importierst dir das gerenderte Material nochmals, und steckst es entweder präzisse = framegenau zu 1080 24p (23,976p um genau zu sein), und authorst das als 1080 24p was für Blu-rays geht.

b) oder aber du makierst den Film mit "disable resampling" und renderst den zu 1080 50i raus (dann hast einen PsF stream der von den Authoringtools als 1080 50i interpretiert wird und das man authoren kann).



Antwort von Jott:

Besorgt euch doch bitte drei gleiche Kameras oder ersetzt wenigstens den Interlaced-Oldie FX1 durch eine DSLR, sonst ist das Ganze zum Scheitern verurteilt. Es geht ja nicht nur um Farben, sondern auch um die völlig verschiedenen Looks der Bauarten. Das ist Grütze.



Antwort von Andreas_Kiel:

wolfgang hat geschrieben:
Zur dritten Frage zwei Varianten:

A) in Vegas (...)
hi, vielen Dank, ich denke das wird die Variante sein, die wir gehen werden.
Mir war schon klar, dass zwei (drei) unterschiedliche Kameras ein großes Problem darstellen würden. Wir werden nun auf 50p aufzeichnen mit der NEX, und für die einzigen zwei Szenen, wo es unverzichtbar ist, die FX1 dazunehmen.

Eine der Szenen beschreibe ich mal näher:
- zwei Akteure geraten in Streit, einer wird sich den anderen schnappen, paar Meter an ein Ufer zerren und mit dem Gesicht in den leckeren Uferschlamm drücken.
- eine Kamera zeigt die zwei ziemlich vollständig
- die zweite Kamera folgt "dem Unterlegenen" auf den Kopf gerichtet
- wenn der nun wieder und wieder hochgerissen und runtergedrückt wird, erfolgt dazu synchron der Schnitt zwischen beiden Clips hin und her. Tonaufzeichnung separat.

Ich hoffe, in den Bildern ist dann derart viel Dynamik, dass die Handlung dann über die letzten technischen Unterschiede hinweghilft. In zwei oder drei Wochen drehen wir ein paar Testclips, um die besten Einstellungen für die beiden Kameras zu finden. Weil das Grading für den gesamten Film ohnehin schon in Richtung "kalt" gehen soll, müssten wir eine akzeptable Anpassung eigentlich hinkriegen.

Zum Ersatz der FX1: ich hab es bis jetzt nicht hinbekommen, auch nur einen Clip der Canon EOS 750D an den Farbeindruck der NEX zu führen. Aber in der Richtung experimentiere ich noch eine Weile weiter. Sobald der Unterschied zur NEX tatsächlich gering genug wird, geht die FX1 "in die Bucht" :)

danke für die Tipps!



Antwort von ruessel:

Nehme möglichst eine Hauptkamera die auch Weitwinkel (Totale) macht, die anderen Kameras dann fast nur für Nahaufnahmen - so habe ich mir damals kurzfristig geholfen, dann fällt der Bildunterschied geringer auf. Wenn Du Farben anpasst, achte in erster Linie auf Hautöne, der rest ist nicht so wichtig. Es gibt nix schlimmeres als wenn nach jeden Schnitt das Gesicht mal grünlich, dann blass, dann feuerrot wirkt.........



Antwort von K.-D. Schmidt:

Ich habe für meine beiden Kameras einen anderen Weg beschritten:
zur gleichen Zeit dasselbe Objekt gefilmt, dann im Schnittprogramm die Aufnahmen der zweiten Kamera dem Bild der Hauptkamera mittels FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt angepasst. Die Korrekturwerte habe ich notiert und nun werden die Aufnahmen der zweiten Kamera stets mit diesen Werten farblich angeglichen.



Antwort von Andreas_Kiel:

"K.-D. Schmidt" hat geschrieben:
Ich habe für meine beiden Kameras einen anderen Weg beschritten:
zur gleichen Zeit dasselbe Objekt gefilmt, dann im Schnittprogramm die Aufnahmen der zweiten Kamera dem Bild der Hauptkamera mittels FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt angepasst. Die Korrekturwerte habe ich notiert und nun werden die Aufnahmen der zweiten Kamera stets mit diesen Werten farblich angeglichen.
klingt auch gut - bei nur zwei Szenen und annähernd identischen Umgebungsbedingungen sollte der Aufwand ja "in Grenzen" bleiben ... danke!



Antwort von schaukelpirat:

Kannst du dir für den Dreh irgendwo ein Farbchart ausleihen? Sowas, zB.
Die Karte filmst du bei den gewünschten Lichtverhältnissen mit jeder einzelnen Kamera bildfüllend ab. Das erleichtert dir dann das Anpassen am Schnittplatz enorm - meist genügt es schon, in der FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt Weiß-, Schwarz- und Grauwert anzuklicken.



Antwort von Wurzelkaries:

Vielleicht so was?






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