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Infoseite // Erfahrungsbericht JVC GY-HM 360



Frage von pixelschubser2006:


Moin!

Vor einiger Zeit fragte ich nach Input zur JVC GY-HM 360, nun habe ich eine gekauft und möchte mal von meinen ersten Erfahrungen berichten.

1) Haptik und Verarbeitung: Absolut identisch zu meiner HM-650. Mit Ausnahme des Objektives, was u.a. bauglich an der HM70 verbaut wurde. Das Blendenrad ist ein Witz, der große Ring, der je nach EInstellung entweder den Fokus bedient oder den Zoom, könnte größer sein, ist aber erträglich. Für eine 1300-Euro-Kamera insgesamt gelungen, für die 4,5K-Euro, die die HM660 kostet, grenzwertig. K.a. ob die besser ist als die HM650, ich denke aber nicht. Und da bietet Sony dann doch massivere Verarbeitung.

2) Ausstattung: Für das Geld unfassbar gut. Zwar sind 80-90% der Features bei preislich ähnlichen Henkelmännern identisch, aber z.b. wurde die aufwändige Streulichtblende beibehalten. Das gibt es bei Sony nicht in der Preisklasse. Eher nebensächlich: JVC hat die Montagemöglichkeit für Adapterplatten hinter dem seitlichen Griff beibehalten. Da könnte man den Sennheiser Bodypack-Empfänger hinpacken. Nettes feature, was ich mir konkret von Sony auch wünschen würde. Dürfte für die typischen Käufer aber eher irrelevant sein, vielleicht hat JVC deshalb auch weder in Prospekt noch in Anleitung darauf hingewiesen. Das Fehlen eines externen Ladegerätes finde ich einen Witz. Es ist JVC-typisch ein Netzteil dabei, mit dem man die Akkus in der Cam auflädt. Das hat auch seine Vorzüge, ist aber unflexibel. Das macht Sony mit der Kombi Netzteil + Ladeschale einfach besser.

3) Tonsektion: Eingebautes Mikro hat die üblichen Probleme, d.h. klanglich meist ok, aber doch sehr empfindlich für Griff- und Motorgeräusche. Cool für Interview-Situationen: Man kann für den Kopfhörer auswählen, ob man nur einen Kanal mono abhören möchte. Für diese Anwendung hatte ich mir seinerzeit einen externen Kopfhörer-Verstärker gekauft, der genau das kann. Gut mitgedacht!

4) Video-Formate: Sagen wir mal "praxisorientiert". Beim Schulhof-Quartett kann man nix reißen, aber mehr würde an dieser Stelle auch keinen Sinn machen.

5) Anschlussmöglichkeiten: Absolut klassenüblich. Bestenfalls der zusätzliche 3,5mm Aux-Eingang könnte für den einen oder anderen nützlich ein.

6) Sensor und Bildqualität: Hier muss ich vorsichtig sein. Mit der HM650 bin ich seinerzeit auch nie warmgeworden, da die Bilder einfach out-of-Box im Vergleich zu meinen Sonys nicht meinen Geschmack treffen. Rauschen tut das Ding recht frühzeitig. Was mir allerdings gut gefällt: Hinsichtlich der Verstärkung ist die Handhabung nun mit meinen Sonys identisch, d.h. die Grundeinstellung liegt nun bei 0 dB, es wird dann auf bis zu 24 db verstärkt. Rauschen setzt früher ein, aber das ist klar. Dennoch ein deutlicher Fortschritt.

Bilder bei bedecktem Himmel und Tageslicht sehen auf die Schnelle ok aus. Alles darüber hinaus muss ich Ruhe testen und vergleichen. Definitiv klar schlechter als meine Sonys, aber das dachte ich bei der HM650 am Anfang auch. Ich denke, da geht noch was.

Verzeichnung der Optik fällt schon stark auf, ist aber in der Praxis vermutlich zu vernachlässigen.

Was erstaunlich gut ist, neben der allgemein hochanständigen Schärfe: Der digitale Zoom scheint echt ok zu sein. Das ist wohl ein Vorteil des 18-Megapixel-Sensor. Was der sonst bietet, was die HM70 mit 12 Megapixel nicht hat, ist mir schleierhaft. Denoch positiver Eindruck.

7) Bedienung

Erscheint mir als Sonyaner etwas spleenig (aber ich kann auch die Kritik am Sony-Menü überhaupt nicht nachvollziehen!)

8) Sucher und Display: Sucher sehr kontrastarm, aber Auflösung und Größe aber echt ok. Display deutlich besser als bei meiner HM650, der Sucher deutlich besser als man es anhand der Prospektdaten erahnt.

9) Vorläufiges Fazit: Aufgund meines vorhandenen Zubehörs (absolut neuwertige IDX-Akkus mit 2 bzw. 5 Ladezyklen sowie kaum benutzte Camrade-Regenhülle) ein sinnvoller Kauf. Für mich auch besser als eine gebrauchte HM600 oder 650. Beide können kein 1080p50 am SDI-Anschluss und schieden deshalb für mich als Gebrauchtkauf aus. Den HDMI-Ausgang der Hm360 kann ich mit einem 50-Euro-Konverter auf SDI wandeln (oder bei kurzer Distanz HDMI nutzen). Daher scheint der Kauf sinnvoll gewesen zu sein.

Auch jedem Einsteiger im Eventbereich, der auf jeden Euro achten muss, kann ich das DIng klar empfehlen. Die Lästerei, die die Plastik-Schultercams um 1000 Euro verdient haben, sind hier völlig unangebracht, weil die Kamera absolut Prosumer-tauglich ist. Wenn auch mit kleinen Abstrichen bei Lowlight und der Optik allgemein. Das Ding hält einfach, was JVC verspricht.

Allerdings ist der Preisunterschied zur HM180 nicht sehr groß, und die ist in jeder Hinsicht einfach erwachsener. Wer also etwas mehr Budget hat, ist hier vermutlich besser aufgehoben. Oder alternativ bei der Canon XA-Serie, die dank Preisentwicklung auch sehr interessant ist. Interessant wäre ein Vergleich zur Pana AG-AC30. Auch die ist mit vernünftig bedienbarer Linse im Vorteil, allerdings hat man auch hier den Rotstift mit den ND-Filtern einfach an der falschen Stelle angesetzt. Jeder Anwender, der noch klar denken kann, hätte gern freiwillig 100 Euro für eingebaute Graufilter mehr bezahlt.

Space


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