Frage von Pianist:Schönen guten Tag an alle Mitlesenden!
Jetzt drehe ich fast auf den Tag genau seit einem Jahr mit der FX 6 und nutze seitdem das stabilisierte Sony 24-105. Das klappt auch super, der Zoombereich ist praktisch, die Blende 4 ist schon in Ordnung und der Autofokus manchmal eine Hilfe. In Anbetracht der Tatsache, dass dieses Objektiv funktioniert und fast nichts kostet, müsste ich eigentlich über kein anderes Objektiv nachdenken. Aber auf der anderen Seite ist es mir nicht handwerklich genug, und man setzt sich rein vom Auftritt her nicht von den Filmern ab, die immer nur mit Fotolinsen gefilmt haben, weil sie Kind dieser Epoche sind. Ich habe aber zuvor 25 Jahre lang mit vollmanuellen Objektiven gedreht und mag diese Arbeitsweise eigentlich ganz gerne. Natürlich ist die Stabilisierung manchmal hilfreich, aber wenn man die Kombination auf einem Schulterrig samt V-Mount-Akku hat, neigt man eher nicht so zum Wackeln, und selbst wenn, dann finde ich die digitale FCP-Stabiliserungsfunktion total ok.
Im Prinzip gibt es ja nur zwei Vollformat-Zoomobjektive, die in Frage kämen: Das Angenieux EZ-2 mit rückwärtiger Vollformat-Linsengruppe, das geht von 22 bis 60 mm, und eben das Zeiss CZ.2 28-80. Natürlich wäre mir 22 bis 80 am liebsten, gibt es aber nicht.
Hat jemand Erfahrung mit dem Zeiss? Das wäre natürlich reiner Luxus, und ich würde dann auch versuchen, es zu einem deutlich günstigeren Preis zu bekommen, aber ich hatte das noch nie in der Hand und kann nicht abschätzen, wie sich zum Beispiel das Drehen an den Ringen anfühlt. Das fand ich bei den Fujinon MK-Objektiven sehr schön.
Leichtstütze und Chrosziel-Kompendium habe ich ja noch von der FS5ii, das würde ich dann wieder einsetzen. Und wenn ich wirklich mal in einem vollkommen anderen Brennweitenbereich drehen muss, dann ist das eher eine Ausnahme, und dann hätte ich auch mal den Moment Zeit, das Objektiv gegen das Batis 18mm oder das Sony 70-200 zu tauschen. Aber im Normalfall habe ich eben keinerlei Zeit zum Wechseln.
Matthias
Antwort von rob:
Hallo Matthias,
ich hab mit der Venice 2 u.a. mit dem Zeiss CZ.2 28-80mm hier gedreht:
Für mich das herausragendste Feature: Für ein Vollformat-Cine-Zoom ist es bemerkenswert kompakt.
Damit macht es auch bei mobilen Schulter-Setups durchaus Sinn. Vor allem wer ansonsten mit Primes dreht, wird beim Zoom den schnellen Workflow schätzen lernen.
Ein hervorragendes Objektiv - wir hatten hier absolut nichts zu beanstanden.
Viele Grüße
Rob/
slashCAM
Antwort von Pianist:
Das klingt doch super! Und wie fühlen sich die Drehbewegung Schärfe, Zoom und Blende an? Beim Fujinon MK ist das sehr "fluid", was mir total gefallen hat.
Und weißt Du, ob man in Berlin irgendwo eins zu mieten bekommt? Dann probiere ich das mal.
Matthias
Antwort von Pianist:
Heute war ich bei einer Vermietfirma und habe das Zeiss CZ.2 28-80 mal an meine Kamera gesetzt. Die haben das in der PL-Version und einen Vocas-Adapter. Insgesamt wiegt die Kombination dann 7,5 Kilo. Das wäre ja noch zu verschmerzen, obwohl das dann schon wieder eine ganz schön massive Konstruktion ist. Das Drehen an den Ringen fühlt sich an sich auch gut an. Aber: Die Drehwege sind sehr lang. Mich hat das schon bei den Xeen-Objektiven genervt. Aber 270 Grad vorne am Focusring ist mir einfach viel zu viel, wenn ich mal eine Schärfenverlagerung machen möchte. Keine Ahnung, ob es möglich wäre, dieses Problem mit einer entsprechend übersetzten Schärfenzieheinrichtung zu lösen. Die Rohre, die ich dabei hatte, waren zu kurz, daher konnte ich nicht mein Kompendium ranbauen. Auch das Objektiv würde ich auf den Rohren abstützen.
Insgesamt würde ich mal sagen: Nein, das isses irgendwie nicht...
Die Firma hat auch das Angenieux EZ-2, sogar mit E-Mount-Vollformat-Gruppe, allerdings derzeit an einem anderen Standort. Das werde ich im neuen Jahr auch mal probieren, wenn es mal in Berlin ist.
Matthias
fx6_28-80.jpg
Antwort von klusterdegenerierung:
Dann vielleicht doch lieber ein lichtstarkes AF G Master?
Dann klappt es auch mit dem Gyro.
Antwort von pillepalle:
Na ja, Cine-Optiken sind ja auch dafür gemacht sie mit einem Follow-Focus zu nutzen. An denen kannst Du Dir dann auch die Drehwinkel so einstellen, wie Du sie brauchst. Mit der Hand sind die alle schlecht zu bedienen.
VG
Antwort von Pianist:
Ich lese gerade, dass das Angenieux einen Drehweg von 300 Grad hat... Dafür wiegt es 400 Gramm weniger und ist etwas schlanker.
Welche Schärfenzieheinrichtung bietet denn eine passende Übersetzung?
Ich habe übrigens das G-Master 24-70 2.8 im Bestand und nutze es derzeit recht selten. Auch das kann ich natürlich an der FX6 verwenden, aber es bleibt eben dabei, dass es sich um eine Fotolinse handelt.
Matthias
Antwort von rush:
Witzig das ausgerechnet Dritthersteller wie Tamron seinen modernen Fotooptiken per Software die Möglichkeit gibt den Drehwinkel in mehreren Stufen anpassen zu können, ganz ohne FF-Geraffel. Keine Ahnung warum das Sony selbst nicht hinbekommt und einige Linsen nicht Mal linear manuell fokussierbar sind...
Selbst Nikon hat das ja offenbar erkannt und bietet wohl mittlerweile einige Optionen zur Individualisierung dahingehend.
Antwort von Pianist:
Aber dann hat man wieder so eine indirekte Bedienung wie beim Sony 28-135 (FF) oder 18-110 (s35). Das fand ich alles nicht schön...
Antwort von pillepalle:
Pianist hat geschrieben:
Ich lese gerade, dass das Angenieux einen Drehweg von 300 Grad hat... Dafür wiegt es 400 Gramm weniger und ist etwas schlanker.
Welche Schärfenzieheinrichtung bietet denn eine passende Übersetzung?
Jede moderne. Ich nutze das z.B. Tilta Nuclus M Funksystem zu dem ich auch zwei Handgriffe habe. An denen kann ich mir die Drehwege so einstellen wie ich sie brauche.
https://www.mediatec.de/objektive/funks ... scQAvD_BwE
Bei besseren manuellen Follow-Focus Systemen kann man aber auch unterschiedliche Übersetzungen bekommen.
VG
Antwort von rush:
Indirekt empfinde ich das beim 35-150er eigentlich nicht... Klar fehlen die Endanschläge - aber man hat bei Bedarf jederzeit die Möglichkeit den AF moderner Sony Kameras nutzen zu können.
Würde ich persönlich ungern verschenken diese Möglichkeit.
Ich würde mir an Deiner Stelle trotzdem mal das 28-75 Generation 2 von Tamron ansehen... Ist natürlich was komplett anderes als ein manueller Zeiss Trumm - aber arbeiten kann man damit durchaus gut.
Aber wenn das 18-110er schon nichts für Dich war musst du wirklich anderswo schauen. Bis auf die Naheinstellgrenze finde ich das eigentlich ganz nice - im Gegensatz zum wirklich lahmen Servo-Only 28-135er.
Antwort von Pianist:
rush hat geschrieben:
Klar fehlen die Endanschläge
Allein das finde ich schon blöd. Im Extremfall will ich das Ding auch mal blind bedienen können, in dem ich auf unendlich und einen Tick zurück drehe. Dann weiß ich, dass ich bei Anfangsbrennweite auf jeden Fall ein scharfes Bild haben werde, wenn ich gerade noch am Nivellieren bin und der Zug schon um die Ecke kommt. Da habe ich keine Zeit mehr, erst noch durch den Sucher zu schauen...
Matthias
Antwort von rush:
Du kannst eine Funktion programmieren die per Taste auf unendlich stellt... Nur als Sidenote. Also als eine von mehreren Optionen die per Software möglich sind.
Das beste aus beiden Welten gibt es halt leider nicht.
Antwort von Frank Glencairn:
Pianist hat geschrieben:
Die Drehwege sind sehr lang. Mich hat das schon bei den Xeen-Objektiven genervt. Aber 270 Grad vorne am Focusring ist mir einfach viel zu viel..
LOL -zuerst sich unbedingt "beim Auftritt" von Photooptik-Amateuren "absetzen" wollen, und dann sind schon die üblichen Drehwege von Cineglas zu viel. Ganz mein Humor.
Nimm's nicht persönlich Matthias das ist wirklich wieder mal sooo typisch für dich.
Antwort von Pianist:
Ich fand das bei den Fujinon MK ganz gut gelöst. Das sind sicher nicht die weltbesten Objektive, aber für Kameras wie die FS5 oder FS7 total praktisch.
Zur Abwechslung werde ich mal wieder das G-Master 24-70 auf die FX6 setzen. Vermutlich ist das, was ich möchte, nämlich ein lichtstarkes aber trotzdem relativ leichtes und nicht zu langes Cine-Zoomobjektiv, physikalisch unmöglich.
Matthias
Antwort von TomStg:
rush hat geschrieben:
Ich würde mir an Deiner Stelle trotzdem mal das 28-75 Generation 2 von Tamron ansehen... Ist natürlich was komplett anderes als ein manueller Zeiss Trumm - aber arbeiten kann man damit durchaus gut.
Super Tip!
Da sucht jemand ein Zoom im High-End-Bereich und dann wird so ein Feld-Wald-und-Wiesen-Ding angepriesen.
Arbeiten kann man schon deshalb nicht so wirklich mit dem Tamron-Teil, weil Tamron meint, man müsse entgegen der üblichen Anordnung von Zoom-Ring hinten und Focus-Ring vorne diese genau umgekehrt platzieren. Für jemanden, der die übliche Anordnung gewohnt ist, bedeutet dies eine deutliche Einschränkung für schnelles und sicheres Arbeiten.
Antwort von TomStg:
Pianist hat geschrieben:
Zur Abwechslung werde ich mal wieder das G-Master 24-70 auf die FX6 setzen. Vermutlich ist das, was ich möchte, nämlich ein lichtstarkes aber trotzdem relativ leichtes und nicht zu langes Cine-Zoomobjektiv, physikalisch unmöglich.
Schau Dir mal das Sony 24-70/2,8 GM II an. Dessen optische Performance scheint bei solchen Zoom-Brennweiten im Vollformat aktuell state-of-the-art zu sein:
https://www.digitalkamera.de/Zubeh%C3% ... 13008.aspx
Antwort von rush:
@Tom: Letzten Endes kam Matthias nach ersten Tests zum vorläufigen Fazit mit dem 28-80 CZ.2 nicht das passende Glas "gefunden" zu haben.
Daher finde ich es nur sinnvoll Alternativen aufzuzeigen. Klar kann man sich an der Ringanordnung des 28-75 G2 "stören" und das Teil deswegen direkt abwählen.
Mir ging es auch eher um die erweiterten Funktionen die Tamron implementiert hat - wie etwa per Tastendruck auf unendlich fokussieren zu können oder aber den Fokus-Throw in mehreren Stufen individualisieren zu können.
Das 35-150er etwa bringt die für Dich "passende" Ringanordnung nebst genannter Funktionalität mit. Da fehlt es dann halt untenrum an WW...
Wie gesagt: irgendwas ist immer - es gilt den individuell vertretbaren Kompromiss zu finden.
Aber ich kann's durchaus verstehen wenn die Ringanordnung für den ein oder anderen ein No-Go ist.
Bei den Nikkoren etwa hat mich die "falsche" Drehrichtung auf unendlich auch immer genervt wenn man sonst mit Canon/Fujinon zu tun hat.
Sony würde gut daran tun dem Nutzer auch etwas mehr Zugänglichkeit zu bieten - dann wäre ich auch eher mal bereit den GM Aufpreis zu zahlen. Stattdessen zeigt dahingehend eher die Konkurrenz was featuremäßig per Software noch möglich ist.
Antwort von Pianist:
Ich bleibe wohl einfach beim 24-70 GM und wahlweise 24-105. Funktioniert ja alles. Vermutlich würde ich mit so einem Riesenglas nicht glücklich werden, das muss man wohl doch eher als Belastung sehen.
Matthias
Antwort von TheBubble:
Pianist hat geschrieben:
Ich bleibe wohl einfach beim 24-70 GM und wahlweise 24-105. Funktioniert ja alles. Vermutlich würde ich mit so einem Riesenglas nicht glücklich werden, das muss man wohl doch eher als Belastung sehen.
Was spricht eigentlich gegen Festbrennweiten? Lichtstark, kleiner, leichter, günstiger, optisch oft besser.
Antwort von Pianist:
Bei solchen Überlegungen gehe ich immer meine üblichen Drehsituationen durch. Es gibt viele Einsätze, da wäre ich vermutlich mit einer 24mm-Festbrennweite total gut bedient. Und da hätte ich auch Zeit, zwischendurch mal auf eine längere Brennweite zu wechseln.
Aber dann gibt es ganz viele Termine, wo dafür so überhaupt gar keine Zeit ist. Beispiel: Veranstaltungsberichte. Da steht dann hinten das 200-600 auf dem Stativ, und da hängt die a7s iii dran. Damit nehme ich die Redebeiträge auf der Bühne auf. Gleichzeitig bin ich mit der FX 6 unterwegs, um Totalen, Halbtotalen und Gegenschüsse ins Publikum aufzunehmen. Oder ich brauche in den Pausen viele Bilder von Leuten, die miteinander sprechen. Von Dreiergruppen bis zu einzelnen Köpfen. Bei Vierkah habe ich ja schon meinen Zweifach-Zoom, aber das wird nicht immer reichen. Ich will den Leuten ja auch nicht zu sehr auf die Pelle rücken.
Oder anderer typischer Fall: Minister besucht ein Unternehmen, redet mit Leuten und gibt danach noch ein Statement. Da muss man extrem schnell sein und hat keinerlei Zeit für Objektivwechsel. Für sowas ist das 24-70 oder das 24-105 schon sehr praktisch. Sowas müsste man eigentlich mit einer EB-Mühle drehen wie früher. Aber es soll ja schicken Vollformat-Look haben...
Jeder Wechsel bringt ja auch das Risiko für Krümel auf der Sesorebene oder der hinteren Linse.
Ansonsten wären ein paar Zeiss CP.3 sicher eine feine Sache. Aber will man dann bei Blende Einsfünf einen O-Ton mit jemandem aufnehmen, wo man aufpassen muss, dass die Schärfe wirklich auf den Augen und nicht auf der Nasenspitze liegt? Da bin ich vom Eye-AF jetzt schon irgendwie verwöhnt...
Vielleicht muss man auch von Fall zu Fall entscheiden, was man vorne ransetzt, und ob es ein Drehtag mit Zoom oder ein Drehtag mit Festbrennweiten wird.
Matthias
Antwort von Pianist:
Gerade festgestellt: Schneider Xenon derzeit bei Teltec stark reduziert... 25/50/100mm kaufen? Kann man eigentlich nichts mit verkehrt machen, oder? Die Zeiss CP3 sind ja fast schon zu kurz, da bleibt kaum Platz für FF, wenn vorne mein Chrosziel-Kompendium sitzt. Dafür habe ich übrigens das Schwenkteil, so dass der Objektivwechsel recht zügig geht. Und die sind ja alle gleich lang.
Matthias
Antwort von pillepalle:
Die sind gut und relativ günstig. Es gab mal ein paar Videos von Martin Flindt der sich die Herstellung der Optiken angeschaut hat. Ist eben die Frage ob das zu Deinem Arbeitsstil passt.
Bei Still Moving nutzen sie auch die Xenon-Optiken
VG
Antwort von Pianist:
Das klingt ja alles super. Aber ich bin echt am Grübeln, ob das alles für mich so sinnvoll ist. Ich habe ja relativ hohe Anforderungen an meine Mobilität, möchte möglichst alles mit einem Mal tragen können, also linke Hand Stativ, rechte Hand der Griff der Rolltasche, und der Rucksack auf dem Rücken. Vorne hängt vielleicht das SQN. Die Rolltasche ist voll mit FX6 samt Objektiv, dazu oftmals noch a7s iii mit Objektiven, womöglich Gimbal, Arri Locaster, dafür Bügel und V-Mount-Platte, Leuchtenstativ, Tonangel...
Wenn eine der drei Festbrennweiten an der Kamera ist - wo mache ich die beiden anderen hin? Etwas Platz wäre noch im Rucksack, da sind Kleinteile wie Kopfhörer und Mikrofon drin, aber zwei Schneider-Festbrennweiten wiegen auch was und nehmen viel Raum ein...
Ich fürchte, mit dem 24-105 f4 habe ich wohl leider die für mich einzige praktikable Lösung.
Matthias
Antwort von pillepalle:
@ Pianist
Sehe ich genauso. Wenn Du alleine unterwegs bist und Wert auf Flexibilität und Mobilität legst, dann sind Cine-Optiken eher nichts für Dich. Und sich über seine Technik/Equipment von anderen absetzen zu wollen, zeugt meist auch von wenig Vertrauen in die eigene Kompetenz. Ein profesioneller Auftritt ist eben mehr als mit professioneller Technik aufzulaufen. Die kann sich im Zweifel auch jeder leihen, wenn er sie wirklich mal braucht.
VG
Antwort von Pianist:
pillepalle hat geschrieben:
Und sich über seine Technik/Equipment von anderen absetzen zu wollen, zeugt meist auch von wenig Vertrauen in die eigene Kompetenz.
Stimmt schon. Im Prinzip hatte ich da auch nie Probleme, höre ich eher von anderen. Aber ich hantiere eben gerne mit manuellen Objektiven...
Im neuen Jahr schaue ich mir mal das Angenieux an.
Matthias
Antwort von Pianist:
Es soll von Canon in Kürze ein 20 bis 50 t2.4 geben, welches den Vollformat-Bildkreis ausleuchtet. Wiegt aber auch wieder deutlich über drei Kilo. Das wird wohl nie anders gehen, bei dem vielen Glas, aber meiner Meinung nach wäre das für mich ein Wahnsinn. Ich muss ja immer auch an längere Fußwege denken, und da ist der Unterschied zwischen sieben Kilo und neun Kilo ziemlich groß.
Vermutlich würde ich nichts verkehrt machen, wenn ich dreimal Schneider nehme: 25/50/100. Da wäre dann aber noch eine Schärfenzieheinrichtung nötig, um die 300 Grad auf einen handhabbaren Drehwinkel umzusetzen.
Ich würde dann wie folgt festlegen: aktuelle schnelle Einsätze wie bisher mit dem 24-105 f4, in S-Cinetone und als XAVC-L mit 8bit. Sachen mit etwas mehr Zeit und Gestaltungsanspruch künftig mit den Festbrennweiten, in S-Log 3 und als XAVC-i mit 10bit.
Als Festbrennweiten kämen natürlich auch die Xeen 24/50/85 in Frage, 200 Grad Drehweg müsste ich noch ohne Hilfe hinkriegen. Das 135er ist leider etwas länger, da müsste ich die Rohre etwas länger lassen, um das Kompendium etwas nach vorne zu schieben. Ansonsten reicht der Klappmechanismus beim Wechseln. Oder ich beschränke mich ohnehin auf 24 bzw. 25 und 50, und alles darüber mache ich mit meinem GM 70-200.
Wobei ich mich frage, was sinnvoller ist: die Festbrennweiten mit E-Mount oder mit PL-Mount samt Vocas-Adapter? Ich glaube zwar nicht, dass ich in absehbarer Zeit wieder von Sony weggehe, aber man weiß ja nie...
Matthias
Antwort von rush:
Pianist hat geschrieben:
Ich würde dann wie folgt festlegen: aktuelle schnelle Einsätze wie bisher mit dem 24-105 f4, in S-Cinetone und als XAVC-L mit 8bit.
Warum hast du die FS5 eigentlich gehen lassen wenn Du noch immer mit 8bit Footage rumgurkst? Doch nicht wirklich wegen ein paar MB mehr an Speicher? *confused*
Für die FS5 gäbe es glasmäßig auch die viel bessere Cine-Auswahl... Keine Ahnung ob du mit der FX6 da wirklich den richtigen Sprung gemacht hast.
Antwort von Pianist:
Genau das habe ich mich auch schon gefragt... Ich finde die FX 6 wirklich prima, aber soooo viel schlechter war die FS5ii nicht. Und in Verbindung mit den Fujinon MK auch recht praktisch. Unter dem Strich sind es wohl die 120-Bilder-Zeitlupen in Vierkah, die mir die FS5 ii nicht bietet, und die ich oft nutze, wenn irgendwo die Funken fliegen. Sie ist übrigens noch da, nur die beiden Fujinons sind weg.
Aber was die Datenmenge angeht: Wir reden da schon vom Doppelten. Also doppelte Importzeit, regelmäßig doppelte Zeit für die Datensicherung und so weiter. Das macht schon einen Unterschied, ob eine Mediathek 100 oder 200 GB groß ist.
Ich wüsste nicht, warum ich die Vorträge auf einem Fachkongress in 10bit aufnehmen soll.
Matthias
Antwort von rush:
Pianist hat geschrieben:
Aber was die Datenmenge angeht: Wir reden da schon vom Doppelten. Also doppelte Importzeit, regelmäßig doppelte Zeit für die Datensicherung und so weiter. Das macht schon einen Unterschied, ob eine Mediathek 100 oder 200 GB groß ist.
In Zeiten in denen man gar 20TB Platten beinahe zu Witzpreisen bekommt, ist diese Diskussion selbst für mich im Hobby/Semipro-bereich eigentlich keine mehr.
Aber das muss natürlich jeder selbst abwägen - sobald ich Material für andere produziere wäre spätestens aber 10bit der de facto Standard.
Insbesondere auf s.g. Fachkongressen ist doch häufig ziemlich schlechtes Licht oder Redner werden gar vor Fensterfronten platziert etc... Sich da auf 8bit zu begrenzen käme mir nicht in den Sinn.
In dem Zusammenhang fehlt der FX6 dann doch möglicherweise XAVC-S oder HEVC, welche ja ebenfalls 10bit unterstützen und deutlich platzsparender als XAVC-I daherkommen.
Antwort von Pianist:
Es geht mir gar nicht um die Lagerung der Daten, sondern um den Zeitaufwand beim Importieren und bei späteren Sicherungskopien. Vor allem nach Terminen, bei denen sehr viel Material entsteht.
Wenn ich in S-Cinetone filme, und kaum was am Bild nachbearbeite, halte ich 8bit für total ausreichend.
Matthias
Antwort von Alex:
Pianist hat geschrieben:
Jetzt drehe ich fast auf den Tag genau seit einem Jahr mit der FX 6 und nutze seitdem das stabilisierte Sony 24-105. Das klappt auch super, der Zoombereich ist praktisch, die Blende 4 ist schon in Ordnung und der Autofokus manchmal eine Hilfe.
Na dann, hast du doch was du brauchst...
Pianist hat geschrieben:
In Anbetracht der Tatsache, dass dieses Objektiv funktioniert und fast nichts kostet, müsste ich eigentlich über kein anderes Objektiv nachdenken. Aber auf der anderen Seite ist es mir nicht handwerklich genug, und man setzt sich rein vom Auftritt her nicht von den Filmern ab, die immer nur mit Fotolinsen gefilmt haben, weil sie Kind dieser Epoche sind.
Vom Auftritt? Was meinst du, wie du vor Ort rüberkommst? Mach dir ne Mattebox dran, häng dir ein Grauglas um und fuchtel noch etwas mit nem Belichtungsmesser rum, so sehen doch Profis aus? 😂
Pianist hat geschrieben:
Ich muss ja immer auch an längere Fußwege denken, und da ist der Unterschied zwischen sieben Kilo und neun Kilo ziemlich groß.
Sony 24-105 = 663 Gramm 🤠
Pianist hat geschrieben:
Ich wüsste nicht, warum ich die Vorträge auf einem Fachkongress in 10bit aufnehmen soll.
Nicht einmal 10 anstatt 8 Bit scheinen dir reizvoll, um mehr aus deinem Bildmaterial herauszuholen, weil du jetzt schon zufrieden bist...
Hm, so richtig verstehe ich nicht, warum du nicht bei deiner Kombi bleiben willst, bzw. was du dir genau von einem neuen/anderen Zoom versprichst:
- Du bist mit der Objektiv-Qualität inkl. f 4.0 zufrieden
- Hast keine Zeit Objektive zu wechseln
- Mehr Gewicht ist problematisch für dich
- Ein zu langer Schärfeweg ist für dich problematisch zu handeln
Hört sich für mich eher nach Liebhaberei an, gepaart mit ein paar Euro zu viel auf dem Konto. Vielleicht geht"s dir hier aber auch nur um diese Diskussion zum Thema, ist ja auch in Ordnung, aber ich erkenne hier keine wirkliche Motivation zu wechseln...
Antwort von Pianist:
Alex hat geschrieben:
Hört sich für mich eher nach Liebhaberei an, gepaart mit ein paar Euro zu viel auf dem Konto.
Ja, vermutlich ist das so. Bin eben Technik-Fan. In diesem Jahr habe ich mehrere Mikrofone neu angeschafft, und es macht mir Freude, jeweils zu entscheiden, ob ich eine Sprachaufnahme mit einem U 87, einem TLM 170, einem M 1030 oder einem MKH 50 mache. Dabei könnte ich alles auch mit einem M 930 oder einem M 930 Ts machen.
Und mit den Objektiven ist es eben so ähnlich. Wobei ich schon denke, dass ich mit einem sehr lichtstarken 25- oder 50mm nachts auf einer Bahnbaustelle extrem tolle Aufnahmen hinbekomme.
Matthias
Antwort von Alex:
Pianist hat geschrieben:
Wobei ich schon denke, dass ich mit einem sehr lichtstarken 25- oder 50mm nachts auf einer Bahnbaustelle extrem tolle Aufnahmen hinbekomme.
Das kann ich nachvollziehen,...
Pianist hat geschrieben:
Aber im Normalfall habe ich eben keinerlei Zeit zum Wechseln.
...aber du sendest widersprüchliche Signale...
Antwort von markusG:
Zurück zu den Wurzeln :P
Multi Turret – Three Lenses at Once on Your Camera
If you are not familiar with what a turret is, it’s three lenses attached to the camera at once. By turning the ring, you can quickly switch between lenses. For example, you can go from a 50mm prime lens to a compact zoom or a wide angle lens.
https://www.cined.com/multi-turret-thre ... ur-camera/
Antwort von Pianist:
Ja, das schrieb ich doch schon vor Jahren. Ein Revolver wie früher bei der Arri 16 st, mit der die Tagesschau-Kameraleute in der ganzen Welt im Einsatz waren. Das wärs! :-)
(bei Vollformat aber ziemlich unhandlich)
Matthias (für den Bahnbaustellen sogar die Orte mit relativ viel verfügbarer Zeit sind, weil sich die Vorgänge dort ständig wiederholen)
Antwort von rush:
Eventuell könntest Du noch im Bereich der Rehousings schauen...
Es gibt Anbieter die entsprechend vorhandene Foto-Optiken zu entsprechenden Cine Gläsern umbauen - teilweise erhält man Endanschläge und lange Fokus-Throws - teilweise gibt es aber auch nur ergänzende Zahnringe je nach Modell/Glas und den Möglichkeiten des Ursprung-Objektives.
Das sieht dann am Beispiel eines 24-70er Nikon Vollformat Zooms ungefähr so aus... die 28-70er und 24-70er wurden gern für s.g. Rehousings verwendet:
https://www.youtube.com/watch?v=F1uNHD19dx8
Ein relativ breites Angebot findet man etwa hier, um nur mal einen Anbieter von vielen zu nennen:
http://www.pchood.com/index.php?route=common/home
Das Stichwort könnte also Cine Rehousing sein - damit sollte sich unter Umständen eine ergänzende ALternative eröffnen die nicht zwingend das Budget sprengt aber dennoch die gewünschten Cine Features für die ein oder andere Situation mitbringt.
Antwort von Pianist:
Ja, darüber sprachen wir hier ja schon öfter, und auch genau über diese Firma, so dass ich das durchaus im Blick hatte. Was ich jetzt noch nicht begriffen habe: Tubieren die Objektive nach dem Umbau immer noch? Genau das ist ja das Problem bei den Foto-Objektiven. Meine physikalischen Kenntnisse reichen irgendwie nicht, um einschätzen zu können, ob es überhaupt möglich ist, aus einer ausfahrenden eine nicht-ausfahrende Optik zu machen. Und für Sony E-Mount scheint es dort nichts zu geben, da müsste man also über PL und Vocas-Adapter gehen (was ja prinzipiell kein Problem wäre).
Ich hatte zwischenzeitlich auch über das Sony Cine 16-35 nachgedacht, aber das wäre untenrum zu weitwinklig und oben nicht lang genug. 24 bis 70 (oder 28-80) wäre schon gut. Am Ende lande ich doch bei dem Zeiss CZ.2 28-80...
Das mit den Festbrennweiten werde ich wohl lassen, weil mich das an der Hauptkamera zu sehr einschränkt.
Diese Firma TLS scheint nicht mehr aktiv zu sein, jedenfalls finde ich nichts Konkretes. Aus dem Film geht zumindest hervor, dass das Objektiv nach dem Umbau keine Posaune mehr ist.
Matthias
Antwort von andieymi:
Pianist hat geschrieben:
Ja, darüber sprachen wir hier ja schon öfter, und auch genau über diese Firma, so dass ich das durchaus im Blick hatte. Was ich jetzt noch nicht begriffen habe: Tubieren die Objektive nach dem Umbau immer noch? Genau das ist ja das Problem bei den Foto-Objektiven. Meine physikalischen Kenntnisse reichen irgendwie nicht, um einschätzen zu können, ob es überhaupt möglich ist, aus einer ausfahrenden eine nicht-ausfahrende Optik zu machen. Und für Sony E-Mount scheint es dort nichts zu geben, da müsste man also über PL und Vocas-Adapter gehen (was ja prinzipiell kein Problem wäre).
Das funktioniert nur, indem das Gehäuse quasi von vornherein größer gebaut wird und die Optik innen fährt. Man erhält zwar eine größere Optik, allerdings verändert diese die Größe nicht mehr. Ist bei Rehousings gang und gäbe.
Pianist hat geschrieben:
Diese Firma TLS scheint nicht mehr aktiv zu sein, jedenfalls finde ich nichts Konkretes. Aus dem Film geht zumindest hervor, dass das Objektiv nach dem Umbau keine Posaune mehr ist.
"Diese Firma" TLS ist quasi Weltmarktführer bei qualitativ hochwertigen Rehousings. Die machen das schon noch, für ein individuelles Rehousing sind die Wartezeiten im Moment 2-3 Jahre.
Antwort von Pianist:
Ist sich das Gehäuse dann bei Anfangsbrennweite nicht selbst im Weg? Jetzt habe ich die Firma gefunden, aber offenbar haben die sowas wie 24-70 nicht mehr regulär im Angebot.
Antwort von markusG:
Pianist hat geschrieben:
24 bis 70 (oder 28-80) wäre schon gut. Am Ende lande ich doch bei dem Zeiss CZ.2 28-80...
hast du eigtl das CHIOPT Xtreme 28-85mm/T3.2 auf dem Schirm? (bzw. SIRUI Jupiter 28-85mm T3.2)
https://www.xinegear.com/onlineshop/her ... 2-pl-mount
https://www.videodata.de/sirui-jupiter- ... WwQAvD_BwE
Antwort von andieymi:
Pianist hat geschrieben:
Ist sich das Gehäuse dann bei Anfangsbrennweite nicht selbst im Weg? Jetzt habe ich die Firma gefunden, aber offenbar haben die sowas wie 24-70 nicht mehr regulär im Angebot.
Ich bin bei Zooms ehrlich gesagt überfragt. Geht wohl auch nicht immer. Gibt aber genügend Beispiele bei Festbrennweiten, wo das so gelöst wird. Rehousing von Zooms ist generell normalerweise kein Ding, denn viele Sachen kriegst Du eben nicht korrigiert: Parfokalität, wirklich durchgängige T-Stop-Blende, etc.
Antwort von Pianist:
markusG hat geschrieben:
hast du eigtl das CHIOPT Xtreme 28-85mm/T3.2 auf dem Schirm?
https://www.xinegear.com/onlineshop/her ... 2-pl-mount
Ehrlich gesagt - nein. Ist mir bisher nicht ins Auge gesprungen. Sieht interessant aus. Kann da irgendjemand irgendwas zu sagen? Ich habe von diesem Hersteller noch nie was gehört und kann das überhaupt nicht einschätzen. Das Ding wiegt aber 300 Gramm mehr als das Zeiss...
Vielen Dank für den Hinweis!
Matthias
Antwort von Pianist:
Also kennt keiner?
Beim Zeiss 28-80 (und auch bei dem Chiopt) sehe ich das Problem, dass mir die 28 mm manchmal vermutlich nicht weit genug sind. Zwischen 24 und 28 mm ist eben doch ein Unterschied. Auf der anderen Seite kann ich natürlich sagen: die a7s iii habe ich eh immer dabei, und das Zeiss Batis 18mm ebenfalls. Damit würde ich dann eben die Weitwinkelaufnahme drehen.
Und ich frage mich noch etwas: Manche Leute, die für einen O-Ton vor der Kamera stehen, neigen ja dazu, nach jedem verkackten O-Ton erst mal eine Runde um den Block zu drehen. Nun gut, das war jetzt ein wenig übertrieben, aber sie verlassen auf jeden Fall ihren Standort. Wenn ich rechts von der Kamera stehe, weil ich O-Töne gerne abwechselnd von links und von rechts angele, habe ich mir jetzt seit Autofocus angewöhnt, nicht mehr ständig die Schärfe zu kontrollieren. Früher bei Super-35 und Blende 2.8 hatte ich mit manuellem Fokus nie Probleme. Aber bei Vollformat und 2.8 ist die Schärfentiefe ja noch geringer, und ich möchte ja an sich auch eine möglichst kleine Schärfentiefe, so dass es ja blöd wäre, auf Blende 4 zu gehen, nur weil man Angst hat, jemand bewegt sich mit dem Gesicht aus der Schärfe.
Ich habe früher mal einen O-Ton (bei dem diejenige allerdings gesessen hat) mit dem Xeen 50 mm bei offener Blende (1.5) aufgenommen. Schärfe war auf den Augen, die Schulter ging dann schon in die Unschärfe. Sah super aus, hätte aber auch leicht schiefgehen können...
Also mal zusammengefasst: Ich frage mich, ob das Zeiss 28-80 für mich mehr Vorteile oder mehr Nachteile bringt. So gerne ich vollmanuell arbeite, aber die Realitäten sollte man ja auch nicht vollständig aus den Augen verlieren...
Matthias
Antwort von markusG:
Pianist hat geschrieben:
Also kennt keiner?
Scheint nix "besonderes" zu sein, aber "okayische" P/L (you get what you paid for):
Und die 28mm "Problematik" bleibt natürlich auch da.
Gibt es übrigens so wie es ausschaut auch im Verleih.
Antwort von Pianist:
Ich habe mir jetzt mal angesehen, was zum Chiopt 28-85 und zum Sirui 28-85 so alles online verfügbar ist. Also ich muss ganz ehrlich sagen: überzeugt mich nicht. Das Chiopt ist auf Endbrennweite bei offener Blende total matschig und das Sirui zeigt mir zu viel "focus breathing" und hat nur elf Lamellen, entsprechend eckig sehen Lichtquellen in der Unschärfe aus. Beide Objektive sind übrigens deutlich schwerer als das Zeiss und das Angenieux. Zwischen Angenieux und Sirui liegen 500 Gramm, zwischen Angenieux und Chiopt sogar 700 Gramm, jeweils mit PL-Mount.
Meiner Meinung nach kauft man sowas nur, weil es nicht ganz so teuer ist. Aber ob man damit so viel Freude hat? Da habe ich doch starke Zweifel...
Man findet nirgendwo Angaben, wie viele Lamellen das Angenieux EZ-2 hat, das Zeiss 28-80 hat 18. Es werden aber wohl mehr als 11 sein...
Matthias
Antwort von markusG:
Pianist hat geschrieben:
Meiner Meinung nach kauft man sowas nur, weil es nicht ganz so teuer ist. Aber ob man damit so viel Freude hat? Da habe ich doch starke Zweifel...
...und man greift dann wohl direkt besser zum Sony 28-135 f4, was du aber ja glaub ich ausgeschlossen hast?
Antwort von Pianist:
Ja, das arbeitet wenigstens präzise in allen Lebenslagen, auch wenn es eine Blende dunkler ist. Und an Vollformat ergibt die Anfangsbrennweite ja einen gewissen Sinn, anders als damals bei der FS7. Aber ich kann mir einfach nicht helfen: Dieses Objektiv macht ein stinklangweiliges Bild. Wenn ich mich richtig erinnere, sehen das andere hier genauso. Und diese extrem indirekte Bedienung gefällt mir auch nicht. Dann kann ich wirklich beim GM 24-70 und dem 24-105 bleiben.
Ich gebe ja zu: Die Physik setzt da einfach enge Grenzen. Man kriegt eben kein Vollformat-Objektiv hin, was von 20 bis 200 mm bei durchgehend Blende 2,8 reicht, anderthalb Kilo wiegt und 5.000 EUR kostet. Geht einfach nicht.
Matthias
Antwort von markusG:
Pianist hat geschrieben:
durchgehend Blende 2,8
2.8 Bei FF? Die Cinezooms sind ja unmotorisiert bzw. profitieren ja nicht vom AF, willst du allen ernstes das selber ziehen?
Antwort von pillepalle:
Pianist hat geschrieben:
Man findet nirgendwo Angaben, wie viele Lamellen das Angenieux EZ-2 hat, das Zeiss 28-80 hat 18. Es werden aber wohl mehr als 11 sein...
Frag doch einfach mal bei Angenieux nach? Die Optimo Primes haben sogar wechselbare Blendensätze, damit man das Bokeh individuell anpassen kann.
Pianist hat geschrieben:
Man kriegt eben kein Vollformat-Objektiv hin, was von 20 bis 200 mm bei durchgehend Blende 2,8 reicht, anderthalb Kilo wiegt und 5.000 EUR kostet. Geht einfach nicht.
Ist ja auch ein wenig unrealistisch ;) Abgesehen davon würde es so groß, schwer und teuer werden, dass Du es ganz bestimmt nicht mehr haben möchtest.
VG
Antwort von Darth Schneider:
@Pianst
Gute Zoom Gläser zum filmen sind doch immer teuer.
So wie es ja auch nicht mal schöne native MFT Zooms gibt, mit durchgehender Blende (minimum 4) die gleichzeitig günstig und fürs filmen wirklich brauchbar sind.
Gibt es nicht.
Entweder teuer oder mit (zu) heftigen Kompromissen…
Gruss Boris
Antwort von Pianist:
markusG hat geschrieben:
2.8 Bei FF? Die Cinezooms sind ja unmotorisiert bzw. profitieren ja nicht vom AF, willst du allen ernstes das selber ziehen?
Klar, warum nicht? Ich habe ja einen guten Sucher. Die einzige Herausforderung wären O-Töne von Leuten, die dazu neigen, sich zu bewegen. Außerdem muss ich ja nicht immer alles mit offener Blende drehen. Dazu zwingt mich ja niemand. Ich kann für bestimmte Zwecke ja auch das Objektiv wechseln oder die a7s iii mit Autofocus nehmen. Also zum Beispiel Totale eines Interviews manuell und Nahaufnahme AF.
Matthias
Antwort von markusG:
Was spricht dann dagegen für die FX6 ein lichtschwächeres Objektiv zu nehmen, dass dafür leichter ist und mehr Zoombereich hat, und für alles mit großer Blende dann ein AF/Fotoobjektiv + A7S? Arbeitsteilung halt :)
p.s.: das Bild von den Zeiss-Zooms findest du nicht langweilig? Cooke hat übrigens auch FF Zooms, aber die sind nix für deinen Anwendungsfall :P
Antwort von Frank Glencairn:
Pianist hat geschrieben:
Man findet nirgendwo Angaben, wie viele Lamellen das Angenieux EZ-2 hat..
Es hat 9.
https://utopiacam.com/wp-content/upload ... ieuxEZ.pdf
Antwort von Pianist:
Dankeschön, muss ich mir morgen mal durchlesen, wenn ich von einem 8bit-Einsatz zurück bin. Die Lamellenzahl wäre ja Gleichstand, erstaunlicherweise.
Wie siehst Du das denn mit den vier Objektiven, also Zeiss/Angenieux/Sirui/Chinopt? Optische Leistung, Gewicht und so weiter...
Und falls ich ein Zeiss oder Angenieux kaufe, und irgendwann feststelle, dass es doch nicht so praktisch für mich ist, werde ich ein Zeiss oder Angenieux wohl besser verkauft bekommen als ein Sirui oder Chinopt.
Wobei Angenieux übrigens nicht verrät, wo es die EZ-Objektive bauen lässt, wurde mir gesagt...
Matthias
Antwort von Frank Glencairn:
Pianist hat geschrieben:
Wie siehst Du das denn mit den vier Objektiven, also Zeiss/Angenieux/Sirui/Chinopt? Optische Leistung, Gewicht und so weiter...
Das ist wirklich schwierig Matthias, Objektive sind so eine persönliche Sache wie Haarschnitte und Unterhosen.
Das ist alles höchst subjektiv.
Moderne Zeiss sind mir persönlich zu klinisch, andere lieben das - ich liebe meine 60er Jahre Zeiss.
Ich hab mal vor vielen Jahren - noch mit der original Black Magic - nen Vergleich zwischen einem Angenieux und einem billigen 35mm Samyang gemacht - ehrlich gesagt hab ich mir schwer getan einen signifikanten Unterschied zu sehen, ohne das Bild anzuhalten und 500% rein zu zoomen. Ich konnte das damals gar nicht glauben, vor allem wenn man den Preisunterschied bedenkt.
Auf der anderen Seite drehe ich heute ziemlich viel mit dem Tokina 28-70 - das ja eigentlich ein Angenieux in einem Tokina Gehäuse ist - und hab kaum noch weitere Wünsche.
Das Ganze ist also nicht nur höchst subjektiv, sondern auch noch irrational.
Und optische Leistung, Gewicht, Größe - das alles spielt für meine Art von Arbeit eigentlich keine wirkliche Rolle, mir muß nur das Ergebnis gefallen. Das ist eigentlich mein einziges Kriterium - das erste spontane Bauchgefühl, wenn ich das Bild sehe.
Zu Chinopt kann ich leider nix sagen, damit hab ich keine Erfahrung, aber was die Optische Qualität betrifft sind Zeiss und Angenieux sicher über jeden Zweifel erhaben. Mit dem Sirui hab ich jetzt keinen direkten Vergleich mit den beiden, aber von dem was ich so gesehen habe ist es ebenfalls nicht übel, und sicherlich für das meiste mehr als gut genug.
Am Ende (vor allem bei den Preisen) hilft eigentlich nur mieten und ausprobieren, was dir am besten liegt, und was sich für dich am besten anfühlt.
Was das verkaufen betrifft, bist du mit Sirui und Co. sicherlich besser dran, weil es dafür einen viel größeren und hungrigeren Markt gibt.
Zeiss und Angenieux sind eigentlich hauptsächlich Mietobjektive, nur sehr wenige kaufen sich sowas.
Antwort von Pianist:
Danke für diese ausführliche Meldung!
Tja, alles nicht so einfach. Aber dass das Chinopt durchgefallen ist, weil es am langen Ende bei offener Blende matscht, davon kann man ausgehen, oder?
Hat denn hier jemand Erfahrung mit dem Selp 28-135 an der FX 6? Neulich ein Team des BR getroffen, die hatten das an einer FX 9. Aber die werden sich mit ihren Bildergebnissen nicht so intensiv beschäftigen. Vielleicht macht das an Vollformat ja eine bessere Figur als damals an der FS 7...
Matthias
Antwort von Pianist:
Er hier hat sich genau meine Gedanken gemacht und blickt genau so wie ich auf den Einsatz an der FS7 zurück:
https://www.youtube.com/watch?v=NIWeQYzXVTk
Irgendwie kann ich alles, was er sagt, total nachvollziehen...
Matthias
Antwort von TheBubble:
Pianist hat geschrieben:
Beim Zeiss 28-80 (und auch bei dem Chiopt) sehe ich das Problem, dass mir die 28 mm manchmal vermutlich nicht weit genug sind. Zwischen 24 und 28 mm ist eben doch ein Unterschied.
Ich empfinde 28mm auf FF schon als weit, 24mm als verzerrend weit. Oder hab' ich etwas überlesen und es geht gar nicht um FF?
Antwort von Pianist:
Doch, es geht um die FX 6 und die kann in Vierkah nur Follformat (FF).
Sagt mal - kann es sein, dass es sich beim Chiopt 28-80 und dem Sirui 28-80 um das gleiche Objektiv in unterschiedlichen Verkleidungen handelt? Das wäre ja schon ein ziemlich großer Zufall, wenn zwei Chinesen zur gleichen Zeit zwar ohne Kontrabass, aber mit zwei Vollformat-Zooms gleicher Brennweiten um die Ecke kommen...
Antwort von andieymi:
Kurzer Überblick über die Specs sagt: Nein. Bildkreis, Min-Fokus, Lamellen, Rotationsgrad, alles unterschiedlich.
Ich hab das Chiopt nur mal kurz im Laden angesteckt, das mit dem weichen langen Ende kann ich bestätigen - aber nur mal auf den Chart geschwenkt, nicht mal abgedrückt. Aber das betrifft hauptsächlich Kontrast, Auflösung war schon noch ausreichend vorhanden. Aber das ist rein subjektiv, das kann auch nur das konkrete Objektiv gewesen sein, keine Ahnung wie gut die QC da wirklich ist.
Im Endeffekt würde ich mal (das sollte ja bei dem Investitionsrahmen kein Stress sein) mal den Weg zum nächstbesten Verleih auf mich nehmen und Dir selbst ein Bild machen.
Ich persönlich sehe das mit Wiederverkaufswert anders. Bei dem Boom an Low-End (preislich) Cineprodukten kommen in 3 Jahren die nächsten Chinesen mit dem nächsten Zoom daher, das macht dann X besser als das Chiopt. Und 2 Jahre danach Y.
Mit einem gut servicierten Angeniex, gerade mit der großen Kompatibilität der EZs wirst Du auch in 15 Jahren noch einen Käufer finden. Der Markt in dem Bereich ist schon da, aber halt oft unsichtbar weil die Sachen nicht über ebay vertickt werden. Aber ich schätze die Wertstabilität und letztendlich den Wiederverkaufswert bei dem "Markenherstellern" viel höher ein. Klar, der Wertverlust beim Chiopt wird sich in Grenzen halten, weil das ohnehin preiswerter ist, aber das spricht per se nicht unbedingt für Preisstabilität. Der Markt bewegt sich, vielleicht will das Ding in 5 Jahren eigentlich keiner mehr haben weils dann die T2.6er Variante gibt.
Gerade Angenieux ist wirklich ein Name im Zoom-Geschäft und die haben auch mehr Verbreitung als das Zeiss. Da findet sich ein Käufer.
Antwort von Pianist:
Das wird so sein. Aber wenn man mal ehrlich ist: selbst wenn man für 3.000 EUR ein Objektiv kauft, und der Wiederverkaufswert bei Null liegt, hat man nur 3.000 EUR verbrannt. Kauft man ein Objektiv für 12.000 EUR, muss man es irgendwann für mindestens 9.000 EUR verkauft bekommen, um nicht noch mehr Geld zu verbrennen.
Ich kann das Angenieux nächste Woche mal probeweise anbauen. Vermutlich wird mir die Konstruktion viel zu lang sein, offenbar viel länger als das Zeiss, obwohl der Unterschied laut Daten nur minimal sein dürfte. Schauen wir mal.
Bei Facebook bestätigen übrigens Leute, dass sie es genau wie ich empfinden: das Sony 28-135 damals an der FS 7 war furchtbar, ist heute an der FX 6 aber interessant.
Matthias
Antwort von andieymi:
Pianist hat geschrieben:
Das wird so sein. Aber wenn man mal ehrlich ist: selbst wenn man für 3.000 EUR ein Objektiv kauft, und der Wiederverkaufswert bei Null liegt, hat man nur 3.000 EUR verbrannt. Kauft man ein Objektiv für 12.000 EUR, muss man es irgendwann für mindestens 9.000 EUR verkauft bekommen, um nicht noch mehr Geld zu verbrennen.
Das sind halt Profigeräte. Der Profi bepreist das mit 170-200€ am Drehtag, das Ding ist selbst nach nur 30 Drehtagen im Jahr nach 2,5 Jahren abbezahlt und bringt dann noch 9000€.
Aber dafür muss es einen Markt geben und man muss da drin sein. Wenn es den Kunden egal ist ob Chiopt oder Angenieux draufsteht, nimm das Chiopt. Denn dann ist der Rest akademische Diskussion, weil sie keinen Unterschied, zwischen allem was hier überlegt wird sehen.
So meine Erfahrung. Es gibt Kunden, die merken Focus Breathing, Randundschärfe, etc. - diese sind aber dann auch bereit, den Aufpreis für professionelles Equipment zu bezahlen. Wenn die Kunden eher die sind, wo es möglichst günstig sein soll, keinen Cent zu viel in Equipment stecken, weil das nicht verstanden wird.
Super, wenn Du es mal testen kannst. An E-Mount mit Adapter Stütze nicht vergessen!
Antwort von Jott:
War auch sehr seltsam, dass das damals im Bundle mit der FS7 angeboten wurde, das 28-135. Sinnlose Kombi.
Fun fact: wir hatten mal das sehr günstige Sigma 28-70/2.8 gekauft und an die A7 IV gehängt. Hat sich wider Erwarten prima bewährt, viele Auftragsfilme aus der Industrie damit als Hauptoptik gedreht. AF mit Augentracking ist ein Träumchen.
Wir stecken lieber Geld in gutes Licht als in teure Optiken. Denn diesen Unterschied sieht jeder Kunde.
Antwort von markusG:
Pianist hat geschrieben:
Irgendwie kann ich alles, was er sagt, total nachvollziehen...
Der Hauptnachteil beim Sony scheint der manuelle Fokus zu sein. Wäre die Frage inwiefern dich das tangiert, und ob es für die Sony vlt einen bezahlbaren elektronischen Follow Focus gibt (also mit dem man den Fokusmotor steuern kann).
Antwort von Frank Glencairn:
Jott hat geschrieben:
Wir stecken lieber Geld in gutes Licht als in teure Optiken. Denn diesen Unterschied sieht jeder Kunde.
Kann das bitte jemand in Granit meißeln und hier im Forum aufhängen?
Antwort von Pianist:
Ich habe immer eine oder zwei Arri Locaster 2 dabei. Sehr gutes Licht, und vor allem mit der Möglichkeit, einen Grün- oder Magentastich reinzudrehen, um sich der örtlichen Grundbeleuchtung anzupassen. Büro-Leuchtstoffröhren haben ja öfter mal einen Grünstich...
Matthias
Antwort von TomStg:
Pianist hat geschrieben:
Bei Facebook bestätigen übrigens Leute, dass sie es genau wie ich empfinden: das Sony 28-135 damals an der FS 7 war furchtbar, ist heute an der FX 6 aber interessant.
Wenn das 28-135 an der FS7 furchtbar war, ist es an der FX6 immer noch schlimm. Der Brennweiten-Bereich ist auch bei FF ziemlich gaga. Unten nicht weitwinklig genug, oben nicht lang genug. Es hat schon einen Grund, warum es so viele Zooms mit 24-70 und 70-200 gibt.
Broadcast-tauglich ist es keinesfalls - auch wenn der YouTube-Experte das behauptet.
Antwort von Pianist:
Ja, sehe ich genau so. Das Angenieux hat den Vorteil, dass es bei 22mm beginnt. Geht aber nur bis 60mm. Das würde zumindest alles bis zur Brennweite abdecken, die ich wähle, wenn ich jemanden für einen O-Ton vor die Kamera stelle. Wenn man einen PL- auf E-Adapter an einer Top-Platte oder Rohren abfängt, kann man allerdings nicht mal schnell auf das GM 70-200 wechseln, wenn man mal spontan noch mehr Brennweite benötigt.
Im Prinzip waren die beiden Fujinon MK gar nicht übel. Aber hätte ich allein deshalb eine FX 9 nehmen sollen, nur um die auf s35 runterzuschalten?
Womöglich bleibe ich ganz einfach beim vorhandenen Objektivpark und lasse das mit den Cine-Optiken. Oder allenfalls eine 25mm Schneider Xenon FF oder 24mm Xeen (ob nun erste Serie oder CF), um damit bestimmte Sachen manuell zu machen, und dazu dann noch das GM 50mm 1.2 oder dergleichen, was bei extrem offenblendigen Sachen in Verbindung mit Augen-AF sicher Freude macht. Wobei ich selbst da schon mit dem Zeiss Batis 40mm f2 schon recht nahe dran bin...
Und noch längere Brennweiten decke ich ja mit dem Batis 85mm, dem GM 70-200 und dem 200-600 ab, wobei ich das dann eher so mache, dass das Objektiv per Sachtler-Keilplatte direkt aufs Stativ kommt und ich die a7s iii ranhänge.
Das allein glücklich machende FF-Zoom wäre wohl weder bezahl- noch tragbar.
Ich hatte mal kurz über das Zeiss LWZ 21-100 nachgedacht, um dann mit der Digitalzoom-Funktion der FX6 den Bildkreis passend zum Objektiv zu machen, aber 21mm bei kleinerer genutzter Sensorfläche ist genauso blöd wie 28mm bei Vollformat, und außerdem kann ich keine Objektive mit kontinuierlichem Helligkeitsabfall leiden. Mal abgesehen davon, dass ich mich dann auch von einer sauberen 4K-Akquisition verabschieden würde.
Matthias
Antwort von rush:
TomStg hat geschrieben:
Wenn das 28-135 an der FS7 furchtbar war, ist es an der FX6 immer noch schlimm. Der Brennweiten-Bereich ist auch bei FF ziemlich gaga. Unten nicht weitwinklig genug, oben nicht lang genug.
Broadcast-tauglich ist es keinesfalls
Sorry - aber diese Aussage ist auch etwas "gaga".
Wer mit dem 28-135er an einer FX6 oder FX9 nicht "broadcast-gerecht" abliefert - wird es auch mit einem Zeiss 28-80er nicht tun.
Zudem gibt es mangels Alternativen ja faktisch kaum echte Optionen wenn man gelegentlich vom AF profitieren möchte.
Tatsächlich sehe ich sowohl das 28-135er als auch das 24-105er mehr als häufig an FX6en und FX9en montiert - und ich hätte keine Hemmungen mit einem der beiden zu arbeiten. Mit dem 24-105er habe ich selbst schon einige Sachen bestritten und finde das mehr als tauglich - der Stabi ist zudem sehr hilfreich. Und wenn man noch in HD produziert, bieten beide auch dank Crop-Mode oder CIZ zusätzlich noch einige Reserven in Hinblick auf die Endbrennweite.
Ja: Das 28-135er ist nicht perfekt - keineswegs. Allein schon der Servo ist eher gurkig... aber es als nicht broadcast-tauglich abzustempeln wird dem Ding auch nicht wirklich gerecht. Und es passt definitiv eher an eine FX6/FX9 als seinerzeit an die FS7 oder spätere FS5.
Mit dem 18-110er hat Sony leider erst einige Jahre zu spät das "eigentlich vermeintliche FS7-Kit" gebracht, zu einem Zeitpunkt als die FS7 teilweise schon nicht mehr so angesagt war.
Denn wenn sie auf breiter Front auf Full-Frame setzen, wäre hier eine Mark 2 des 28-135er viel eher angebracht.
Auch eine überarbeitete 24-105er Version mit den neuen Linearmotoren wäre fein - gern auch mit etwas besserer Usability beim Fokusring.
In meinen Augen hat Sony hier noch einige Baustellen offen - daher teile ich zwar generell Deine Tendenz das 28-135er als eher so "lala" zu bezeichnen - aber völlig abwegig oder "gaga" ist es als Broadcast-Option keineswegs.
Antwort von Pianist:
Ich schließe mich da vollumfänglich an, sehr schön zusammengefasst!
Matthias
Antwort von andieymi:
rush hat geschrieben:
In meinen Augen hat Sony hier noch einige Baustellen offen - daher teile ich zwar generell Deine Tendenz das 28-135er als eher so "lala" zu bezeichnen - aber völlig abwegig oder "gaga" ist es als Broadcast-Option keineswegs.
Das Einzige was einfach, ich nenn es mal kurios ist - ist das Sony halt FF-Sensoren in eigentlich Broadcast-Doku-Kameras steckt, weniger das unzureichende Objektivangebot. Das suggeriert nämlich, es gäbe keine passenden Objektive am Markt, die gibt's aber von zig Herstellern, nur nicht für FF und nur nicht für Sony-E.
Man findet sicher international das eine oder andere Beispiel, wo jemand auf die Idee kam einen Low-Budget-Spielfilm mit FX6/9en zu drehen, aber das ist halt nicht die Norm. Wo die Dinger die Norm sind (da kämpfen sie zunehmend weniger gegen Arri Amiras, weil mittlerweile niemand mehr UHD Upscale möchte, auch wenn das Amira Bild schön ist), ist alles was die Streamer als Doku-Serie verkaufen: Reisereportage/Roadtrip/Foodshow/etc.
Aber gerade das sind die Segmente, wo niemand nach FF kräht. Da will man was von der Umgebung sehen, mal Freistellen ok (aber das geht mit S35 auch), gern mehr Brennweite am langen Ende um was ranzuholen...
Ich glaube nicht, dass das Segment nach Vollformat-Sensoren gelechzt hat, wie es teilweise die Cine/High-End-Sparte getan hat. Aber Sony hatte halt zufällig die Sensoren aus der eigenen Sensorschmiede und die ist quasi nur mehr auf FF unterwegs. Jetzt hat Sony ein Line-Up aus guten Kameras für das Marktsegment mit völlig unzureichendem Objektivangebot für das Segment. Und wenn das Angebot da ist, dann sind die Dinger größer und schwer als sie sein müssten. Und weil sonst niemand danach kräht, haben auch die anderen Hersteller kaum nachgezogen. Ok, Angenieux war schlau mit dem integrierten Speedbooster, die Chinesen bauen immer was - aber ansonsten sind das Recyclingprodukte auf der einen Seite (boah, da tu ich Zeiss jetzt schon unrecht mit der Politik im unteren Preissegment, aber sehr viel anders ist die Compact Linie halt im direkten Vergleich zu teureren/leistungsstärkeren Produkten aus dem eigenen Haus nicht zu bezeichnen) oder die Hersteller füllen das dann mit "Zooms zu Primes" auf, wo tatsächlich zahlungskräftige Kundschaft danach ruft: Begleitende Zoom-Serien zu vor 1-2 Jahren rausgebrachten FF-Primes. Das macht Arri (Signature), Cooke (Varotal FF), Angenieux (Optimo Ultra Compact) & Fujinon hat die Premistas seit einiger Zeit.
Und jetzt bin ich so gar kein leidenschaftlicher Vertreter von Crop-Denke, aber: kleinere Sensoren haben einfach den Vorteil, dass sie mehr Zoom-Range im gleichen Objektivgehäuse-Größen/Gewichtsformat unterbringen. Man nehme die 10-100mm Zooms für S16, stattdessen ist vieles für FF am langen Ende zu kurz und am kurzen Ende eigentlich zu lang. Ich wünsche mir jetzt nicht S16 zurück, aber irgendwo hatte S35 schon einen SweetSpot, der aus vielen Bereichen für Bewegtbild das beste rausgeholt hat.
Was gibt es nicht an schönen Zooms für S35, mit/ohne Servo, von zig Herstellern (u.a. auch die guten und preiswerten Fujinon MKs!), schade dass die komplette FX-Linie so eingeschränkt ist dadurch, gerade in dem Feld in dem sie eigentlich ihre Stärken ausspielen könnte.
Antwort von Jott:
Yep, ich hätte gern eine „FS5 Mark III“ gehabt, mit den aktuellen Codecs und mit aktueller AF-Technik. Ein Haufen anderer Leute auch, schätze ich. Der Full Frame-Wahn ist oft eher Unfug, was Filmen angeht.
Antwort von andieymi:
Jott hat geschrieben:
Yep, ich hätte gern eine „FS5 Mark III“ gehabt, mit den aktuellen Codecs und mit aktueller AF-Technik. Ein Haufen anderer Leute auch, schätze ich. Der Full Frame-Wahn ist oft eher Unfug, was Filmen angeht.
Wird von Sony mittelfristig nicht kommen, weil sie die Sensoren nicht (mehr) für Fotokameras mit-nutzen können.
Antwort von Pianist:
Kurios war es ja auch, der FS7 und der FS5 mit dem 28-135 ein Kit-Objektiv zu geben, was an diesen Kameras ziemlich witzlos ist. Warum hatten die zu diesem Zeitpunkt überhaupt schon ein Vollformat-Zoomobjektiv, wo sie doch gar keine Vollformat-Profikameras im Angebot hatten? Und ein passendes Objektiv für diese Kameras, nämlich das 18-110, gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. So haben die es geschafft, den Ruf des 28-135 zu ruinieren, so dass man sich jetzt erst mal mühsam die Erkenntnis erschließen muss, dass das alte Objektiv heute plötzlich interessant für neue Kameras sein könnte.
Im Prinzip war die Kombination aus FS5ii und den beiden Fujinon MK für mich optimal. Ich hatte gerade wieder Material von einer nächtlichen Bahnbaustelle am Wickel, und da kann man echt nicht meckern. Aber mir fehlte eben die Möglichkeit, in QFHD mit 50 Bildern aufzunehmen, um schöne Zeitlupen zu machen, unabhängig von S&Q. Und natürlich ist das Bild der FX6 noch mal besser.
Bevor ich nun ein Zeiss 28-80 oder ein Angenieux 22-60 kaufe, wäre es ja fast wirtschaftlicher und hätte einen höheren Nutzwert, eine FX9 und dann (sowas habe ich echt noch nie gemacht) noch mal die beiden Fujinon MK zu kaufen. Würde aber auch bedeuten, weitere teure XQD-Karten anzuschaffen. Also werde ich das "Problem" einfach mit einem 28-135 lösen und mir immer auch das kleine Zeiss Batis 18mm in die Tasche zu legen. In der Regel habe ich immer auch die a7s iii mit dem 24-70 dabei, samt XLR-Teil als volle Redundanz und für Gimbal-Betrieb, so dass ich die 28mm Anfangsbrennweite eigentlich nicht als Problem sehe. Und Blende 4 an Vollformat ist ja ungefähr Blende 2.8 an Super35.
Matthias
Antwort von TomStg:
rush hat geschrieben:
Sorry - aber diese Aussage ist auch etwas "gaga".
Wer mit dem 28-135er an einer FX6 oder FX9 nicht "broadcast-gerecht" abliefert - wird es auch mit einem Zeiss 28-80er nicht tun.
Du hast offensichtlich keinerlei Erfahrung, welche Brennweiten-Bereiche man für Broadcast/EB braucht.
Jeder für diesen Zweck nennenswerte Henkelmann hat einen deutlich größeren Zoom-Bereich als das 28-135. Dieses Objektiv war, ist und bleibt ungeeignet für Broadcast/EB.
Antwort von TomStg:
Pianist hat geschrieben:
Kurios war es ja auch, der FS7 und der FS5 mit dem 28-135 ein Kit-Objektiv zu geben, was an diesen Kameras ziemlich witzlos ist. Warum hatten die zu diesem Zeitpunkt überhaupt schon ein Vollformat-Zoomobjektiv, wo sie doch gar keine Vollformat-Profikameras im Angebot hatten? Und ein passendes Objektiv für diese Kameras, nämlich das 18-110, gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Es gab schon für die seelige FS700 und erst recht für die FS5/7 das Sony 18-200 mit Servo-Motor. Das Sony 18-200 war zwar nicht der Burner bzgl optischer Performance, aber es war ungemein praktisch in der Anwendung und funktionierte für Broadcast/EB an APS-C ziemlich gut.
Antwort von Pianist:
Meinst Du das, was von Dreifünf auf Sechsdrei zugeht? Findest Du das an einer s35-Kamera wirklich praktischer als das 28-135 mit gleichbleibender Vier an einer FF-Kamera?
Für klassische tägliche EB-Arbeit würde man doch aber wirklich keine FX 6 nehmen.
Matthias
Antwort von rush:
TomStg hat geschrieben:
rush hat geschrieben:
Sorry - aber diese Aussage ist auch etwas "gaga".
Wer mit dem 28-135er an einer FX6 oder FX9 nicht "broadcast-gerecht" abliefert - wird es auch mit einem Zeiss 28-80er nicht tun.
Du hast offensichtlich keinerlei Erfahrung, welche Brennweiten-Bereiche man für Broadcast/EB braucht.
Jeder für diesen Zweck nennenswerte Henkelmann hat einen deutlich größeren Zoom-Bereich als das 28-135. Dieses Objektiv war, ist und bleibt ungeeignet für Broadcast/EB.
Wie gesagt - ich sehe mittlerweile immer mehr Teams mit FX6en und FX9en mit besagten beiden Sony Gläsern im Alltag - sowohl hierzulande, vor allen Dingen aber auch in Skandinavien und anderen Nationen.
Sofern zudem noch in HD produziert wird (was häufig noch der Fall ist) schaltet man eben auf S35 um - und erweitert bei Bedarf noch um CIZ.
Es gibt eben kein bezahlbares Full Frame Glas mit einem größeren Brennweitenbereich, Stabi und AF für EB Style Geschichten an einer FX6/FX9. Ergo ist das 28-135er dafür sehr wohl ein brauchbares, weil quasi alternativloses Objektiv.
Wer den enormen Brennweitenbereich in einem Glas erwartet muss zum eher faden 24-240er greifen oder eben eine Kamera mit kleinerem Sensor wählen.
Klar hast du am 2/3 Zoll Hobel mehr Reach mit entsprechenden Zooms. Aber der Look einer FX6/FX9 ist eben doch ein anderer und immer häufiger gewünscht von Redaktionen und Produktionen.
Und die enorme Brennweite ist ja nur dann vonnöten, wenn man tatsächlich Mal nicht näher herankommt bei irgendwelchen Veranstaltungen mit Sicherheit etc... Dann schnallt man halt ein 200-600er davor so wie Matthias es bereits am Start hat. Alles andere kann man in der Regel mit etwas Bereitschaft in den Füßen durchaus realisieren.
Nochmal: das 28-135er ist keineswegs ideal - aber ein brauchbarer Kompromiss mangels Alternativen im Full Frame Bereich für Sony.
Antwort von pillepalle:
Das die Leute über die native Objektivauswahl bei Nikon oder Canon mosern ist man ja schon fast gewohnt. Aber das es für Sony FF jetzt auch nicht genug Gläser gibt, ist schon etwas 'next-level' :) Gut, Kameras mit denen man arbeiten kann gibt's ja auch nur ganz wenige...
VG
Antwort von Pianist:
Mein persönlicher Lastfall ist dann immer der Bericht von einem Fachkongress, wo ich einerseits Menschen drehe, die in Workshops mit einander kommunizieren, die aber auch im Plenum sitzen und sich Reden und Vorträge anhören. Da stehe ich möglicherweise 25 Meter vom Rednerpult entfernt, und dann brauche ich eben bei Vollformat die 600 mm. Mittlerweile kann ich aber wirklich sagen, dass das für mich hervorragend funktioniert: Das 200-600 mit Sachtler-Keilplatte aufs Stativ, a7s iii hinten ran, XLR-Teil drauf, über AVX die Tonsumme vom Beschallungspult holen, laufenlassen und fertig. Gleichzeitig mit der FX 6 die Totalen, Halbtotalen und Gegenschüsse ins Publikum drehen. So habe ich immer alles an Material, was ich so brauche.
Gefällt mir besser als das Drehen mit nur einer 2/3-Zoll-EB-Kamera mit 16fach-Zoom und Extender, wo ich immer im Gefühl haben musste, wann ich die Rede aufnehme, und wann ich Zeit habe, zwischendurch die Schnittbilder zu drehen. Blöd, wenn man dadurch mal ein schönes Zitat verpasst hat.
Matthias
Antwort von Pianist:
TomStg hat geschrieben:
Du hast offensichtlich keinerlei Erfahrung, welche Brennweiten-Bereiche man für Broadcast/EB braucht.
Diesen Vorwurf kannst Du ihm übrigens wirklich nicht machen, aber er war so freundlich, das einfach wegzulächeln...
Matthias
Antwort von andieymi:
pillepalle hat geschrieben:
Das die Leute über die native Objektivauswahl bei Nikon oder Canon mosern ist man ja schon fast gewohnt. Aber das es für Sony FF jetzt auch nicht genug Gläser gibt, ist schon etwas 'next-level' :) Gut, Kameras mit denen man arbeiten kann gibt's ja auch nur ganz wenige...
VG
Wieso? Für den Anwendungsfall ist das so. Wenn wir von Broadcast- oder Cine-Zooms reden (nein, das Fotoobjektiv mit Breathing und elektronischer Korrektur ist da halt manchmal keine Option), in dem preisbereich für Vollformat - sehr überschaubar.
Aber ja. Manchen Leuten ist das halt egal.
Antwort von pillepalle:
@ andieymi
Es gibt doch genug Broadcasting FF-Optiken von Sony. Einige davon wurden ja auch schon genannt (auch mit Powerzoom, oder manuelle). Nur eben keine Phantasie-Optiken, wie ein lichtstarkes 20-200er ;) Halbwegs realistisch muss man schon bleiben. Die Kameras und Objektive werden immer besser, aber gleichzeitig haben die Leute immer mehr 'Probleme'. Teilweise auch, weil sie Dinge wollen, die eigentlich noch nie möglich waren, aber eben jetzt erwartet werden. Fällt mir in letzter Zeit eben öfter mal auf, wenn ich so durch die Posts lese.
VG
Antwort von Pianist:
Ja, das sehe ich genauso. Und da kann ich mich mit meiner Erwartungshaltung ja auch nicht ganz ausnehmen. Dass man gewisse physikalische Grenzen nicht sprengen kann, muss man eben einsehen, und sich mit den entsprechenden Kompromissen arrangieren.
Was mir gerade mal einfällt: einer der möglichen Kompromisse, nämlich das Sony 28-135, befand sich ja mal in meinem Bestand. Allerdings kann ich mich an ein Detail nicht mehr erinnern: kann man die Brennweite nur mit den (langsamen) Motor verändern, oder kann man den auskuppeln und am Zoomring manuell drehen? Irgendjemand meint in einem Video, dass es nur motorisch geht.
Matthias
Antwort von Frank Glencairn:
Pianist hat geschrieben:
Meinst Du das, was von Dreifünf auf Sechsdrei zugeht? Findest Du das an einer s35-Kamera wirklich praktischer als das 28-135 mit gleichbleibender Vier an einer FF-Kamera?
Hat mich damals (das Objektiv ist ja auch mt der FS100 gekommen) ehrlich gesagt nie wirklich gestört.
Ab ner 100er Brennweite, drehst du in den meisten Fällen sowieso draußen - d.h. wenn das Teil auf 6.3 zu macht, mußt du halt weniger am vari-ND drehen. Und bei 100-200 ist immer sowieso noch mehr als genug Bokeh, wenn das ein Thema sein sollte.
Und ja, es mag da einige Grenzanwendungen geben, wie die Vorträge die du aus 30 Meter Entfernung drehst. Aber selbst da kann man mit Blende 6 bei 200mm gut leben - du willst ja ne Schärfe die auch über die Nasenspitze und die Ohren raus geht.
Antwort von Pianist:
Die Brennweiten als solches wären schon in Ordnung. Mich würde es aber stören, dass ich zwei Bedienhandlungen kurz hinter einander vornehmen muss: zu jeder Brennweitenänderung kommt dann noch die Belichtungsänderung, die ich ausgleichen muss. Das können genau die zwei Sekunden sein, die mir fehlen. Stell Dir einen Zug vor, der sich nähert. Vielleicht will man ihn erst weiter weg langbrennweitig aufnehmen, dann aber nicht im "on" aufzoomen, sondern ganz schnell auf Anfangsbrennweite gehen, um die Fortsetzung zu drehen. Wenn man dann erst noch die Belichtung nachjustieren muss, ist die Lok schon aus dem Bild raus...
Jemand, der seit Jahrzehnten nichts anderes als Eisenbahnfilme dreht, bleibt ganz bewusst bei EB-Mühlen und verzichtet auf ein schickeres Bild, weil er die Arbeitsgeschwindigkeit der 2/3-Zoll-B4-Objektive braucht.
Matthias
Antwort von Jott:
Bei der klassischen Luftpumpe Sony 18-200: einfach Blende auf 6.3 lassen, was ja draußen kein Problem ist, und alles ist konstant. Ich hatte das Objektiv damals geliebt als Immerdrauf für alles, wo es schnell gehen musste. Gerade ruckzuck nötige Brennweitenwechsel für schnelle Schnittbilder, in einem sehr weiten Bereich à la Camcorder.
Antwort von Pianist:
Ach ja - das ist natürlich die Lösung. Ich hatte im Hinterkopf das Verhalten des Canon CN 7x17, was hinten kurz vor 120 mm deutlich dunkler wird, und zwar unabhängig von der gewählten Blende. Ansonsten ein sehr praktisches Objektiv. Hatte ich an der Arri Amira, ist seitdem erheblich teurer geworden.
Matthias
Antwort von Frank Glencairn:
Jott hat geschrieben:
Bei der klassischen Luftpumpe Sony 18-200: einfach Blende auf 6.3 lassen, was ja draußen kein Problem ist, und alles ist konstant.
Ja, so hab ich's auch immer gemacht.
Antwort von rush:
Pianist hat geschrieben:
Was mir gerade mal einfällt: einer der möglichen Kompromisse, nämlich das Sony 28-135, befand sich ja mal in meinem Bestand. Allerdings kann ich mich an ein Detail nicht mehr erinnern: kann man die Brennweite nur mit den (langsamen) Motor verändern, oder kann man den auskuppeln und am Zoomring manuell drehen? Irgendjemand meint in einem Video, dass es nur motorisch geht.
Matthias
Es geht auch manuell, aber du steuerst damit dennoch nur den Servo an... Bedeutet das ein wirklicher Rack-Zoom wie bei einem komplett manuellen Glas nicht möglich ist, da der Servo des Glases etwas zu träge dafür ist und leicht nachzieht.
Antwort von Pianist:
Siehste - das war es... Ok, dann fällt es rowse. Sowas macht echt keinen Spaß. Damit hat man im Prinzip kein szøneres Arbeiten als mit dem 24-105 f4, auch wenn es an einer FX 6 sinniger ist als damals an der FS 7. Ich bin gespannt auf das Angenieux und werde berichten.
Matthias
Antwort von andieymi:
Pianist hat geschrieben:
Siehste - das war es... Ok, dann fällt es rowse. Sowas macht echt keinen Spaß. Damit hat man im Prinzip kein szøneres Arbeiten als mit dem 24-105 f4, auch wenn es an einer FX 6 sinniger ist als damals an der FS 7. Ich bin gespannt auf das Angenieux und werde berichten.
Das muss dieses Überangebot von Objektiven sein, von dem Pillepalle vorhin geschrieben hat.
Antwort von pillepalle:
andieymi hat geschrieben:
Das muss dieses Überangebot von Objektiven sein, von dem Pillepalle vorhin geschrieben hat.
Prust... für den lieben andieymi such ich mal kurz ein paar handverlesene FF-Cine-Zooms aus dem Überangebot aus ;)
DZO Catta Ace 35-80mm / T2.9
Sirui Jupiter 28-85mm / T3.2
Zeiss Compact Zoom 28-80mm / T2.8
Canon CN-E 20-50mm / T2.4
Fujinon Premista 28-100mm / T2.9
Agenieux EZ 45-135mm / T 3.0
Arri Signature Zoom 24-75mm / T2.8
Cooke Variotal/i FF 30-95mm / T2.8
Zu teuer? Lieber doch nicht auf dicke Hose machen? Von günstigeren Fotooptiken gibt es noch ein größeres Angebot.
VG
Antwort von Pianist:
Mal abgesehen vom Preis kommt da noch ein mindestens ebenso wichtiger Aspekt ins Spiel: Diese Objektive wiegen teilweise drei bis hin zu vier Kilo. Dann landet man insgesamt wieder bei komplett aufgerüsteten Kameras mit mehr als zehn Kilo. Wer sowas nur im großen Team unter kontrollierten Bedingungen einsetzt, hat da sicher kein Problem mit. Aber sowas möchte ich eben nicht mehr über meine Bahnbaustellen schleppen. Die Amira mit Canon CN 7x17 hat mehr als elf Kilo gewogen, das wurde mir einfach zu viel.
Von daher kann es sein, dass unter dem Strich das Angenieux EZ-2 mit knapp über zwei Kilo für mich die bessere Wahl ist als das wesentlich billigere Sirui mit knapp drei Kilo. Zumal ich meine, dass 22-60 mm für mich praxisgerechter sind als 28-85 mm.
Matthias
Antwort von Frank Glencairn:
Schau mal da Mathias, könnte interessant für dich sein:
https://www.justcinemagear.com/zoom
Antwort von andieymi:
pillepalle hat geschrieben:
andieymi hat geschrieben:
Das muss dieses Überangebot von Objektiven sein, von dem Pillepalle vorhin geschrieben hat.
Prust... für den lieben andieymi such ich mal kurz ein paar handverlesene FF-Cine-Zooms aus dem Überangebot aus ;)
DZO Catta Ace 35-80mm / T2.9
Sirui Jupiter 28-85mm / T3.2
Zeiss Compact Zoom 28-80mm / T2.8
Canon CN-E 20-50mm / T2.4
Fujinon Premista 28-100mm / T2.9
Agenieux EZ 45-135mm / T 3.0
Arri Signature Zoom 24-75mm / T2.8
Cooke Variotal/i FF 30-95mm / T2.8
Zu teuer? Lieber doch nicht auf dicke Hose machen? Von günstigeren Fotooptiken gibt es noch ein größeres Angebot.
VG
Ja und nichts davon entspricht dem für FF-Doku notwendingen Bereich von 24-105 beim im Idealfall lichtstärker als einer T4 (und nein, niemand redet von T2). Du kannst jetzt sagen das ist Rosinenpickerei, aber es gibt halt Leute und Fälle, da wäre das notwendig. Lieber ein Chinesen-Cine-Zoom weniger, dafür ein Canon CN-E 25-100 das FF abdeckt für um die ~13K. (Auch die neuen Flex Zooms sind eigentlich mehr für Setstruktur gedacht).
Dass es die Premistas/Varotal/Signature-Zooms gibt, hab ich ja oben erklärt. Aber das ist nicht der Markt dafür. Wäre Sony nicht auf die glorreiche Idee gekommen Vollformatsensoren in Doku-Kameras zu bauen, hätte niemand danach gefragt. Aber das Gesamt-Feature-Set zählt und jetzt drehen Leute halt darauf, weils in Wirklichkeit kameraseitig trotzdem die einzige sinnvolle Option für Doku ist (Ton-Features intern, NDs intern, Codecs) und weil niemand mehr eine FS7 will und halt andere S35-Kameras (C70, Komodo) nicht unbedingt in gleichem Maße dokugeeignet sind.
Aber das zu differenzieren ist doch nicht so schwer?
Antwort von andieymi:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Schau mal da Mathias, könnte interessant für dich sein:
https://www.justcinemagear.com/zoom
Auch Puhlmann:
https://www.puhlmann.tv/pre-owned/lenses/zoom/
Der Gebrauchtmarkt ist da schon da. Nicht unbedingt immer was passendes dabei - aber das liegt wie gesagt an den Optionen. Würdest Du ein Chiopt oder Premista suchen, gäbe es.
Antwort von Frank Glencairn:
andieymi hat geschrieben:
Auch Puhlmann:
https://www.puhlmann.tv/pre-owned/lenses/zoom/
Das ARRI Variabale Prime Lens Set würde mich schon verdammt reizen, vor allem für den Preis - aber ich hab so schon viel zu viel Zeug.
Antwort von pillepalle:
@ andieymi
Wieso sollte das nicht der Markt dafür sein? Ein Zeiss Compact Zoom, oder die Budget-Linie von Agenieux ist es doch auch?
Leztenendes vermarktet Sony die Kameras der 'Cinema Line', obwohl sie selber gar keine Cine Optiken bauen. Eben nur welche für den rasenden Reporter mit Zoom-/Fokuswippen, wie das 28-135er. Oder eben Fotooptiken. Und klar ist der Wunsch nach einem 24-105er Rosinenpickerei. Gäbe es das, würden sich die Leute ein 20-105er wünschen 😅
Genau deshalb gibt es ja immer endlos lange Threads. Das vorhandene reicht irgendwie nicht und man sucht was neues.
VG
Antwort von Pianist:
Für mich wäre eine FX 6 mit s35-Sensor total in Ordnung gewesen. Ich fand ja die FS5 ii schon gar nicht übel, da war kaum noch was von den Schwächen der FS 5 und 7. Dann hätte ich die beiden Fujinon MK weitergenutzt, ich fand die echt prima und konnte mit deren einzigem Schwachpunkt (Streulichtempfindlichkeit) gut leben, weil ich das mit meinem Chrosziel-Kompendium immer ganz gut im Griff hatte.
Vielen Dank an Frank für den Link. Im Prinzip kämen ja nur die beiden Angenieux EZ in Frage, davon brauche ich nur das EZ 2 und ein Kauf aus den USA wäre natürlich mit etlichen Unwägbarkeiten verbunden...
Matthias
Antwort von markusG:
andieymi hat geschrieben:
und weil niemand mehr eine FS7 will und halt andere S35-Kameras (C70, Komodo) nicht unbedingt in gleichem Maße dokugeeignet sind.
Auch wenn es etwas Offtopic ist, aus reiner Neugier:
- was fehlt an einer FS7 II dass damit keiner mehr filmen will?
- warum ist zB eine C70 nicht (gleichermaßen) dokugeeignet?
- Und was ist mit der Canon C300 mk3?
Antwort von Pianist:
Die FS 7 ii unterscheidet sich vom Bild her nicht von einer FS 7 der ersten Generation, ganz anders als bei der FS 5, wo die zweite Version bildmäßig einen erstaunlich großen Sprung gemacht hat und nicht mehr die Schwächen des Bildes der FS 7 zeigt. Die erkenne ich heute noch im Fernsehen. Und sogar die Dame meines Herzens, die nicht aus der Branche kommt, sagt gelegentlich mal, dass das Bild, was sie da gerade im Fernsehen sieht, nach FS 7 aussieht, seitdem sie weiß, woran man das erkennt. In erster Linie sind das die extrem schlechten Hauttöne bei nicht ganz optimalem Licht. Und wann ist bei einer Reportage das Licht schon mal optimal?
Die C 70 kann ich nicht beurteilen. Da muss man die XLR-Eingänge eben von klein auf groß adaptieren. Würde schon meinem Grundsatz der adapterfreien Arbeitsweise widersprechen. Ansonsten kann man die sicher so aufrüsten, dass man damit arbeiten kann.
Gegen die C 300 der dritten Generation spricht vermutlich überhaupt nichts. Da kann man dann ein Canon 7x17 und einen Gratical Eye ransetzen, und schon hat man eine vernünftige Kombination. Inzwischen ist dort ja der Schwachpunkt weggefallen, dass die XLR-Buchsen am Handgriff sind. Jetzt sind sie hinten am Gehäuse. Also Canon macht es jetzt besser als früher, dafür macht Sony bei der FX 6 plötzlich den gleichen Blödsinn. Im Prinzip kann ich damit ja leben, aber das bedeutet eben, dass man den Handgriff nie gegen was anderes ersetzen darf, wenn man den Schwerpunkt beim Tragen vielleicht gerne etwas weiter nach vorne verschieben möchte.
Heute hatte ich das Angenieux EZ-2 an meiner Kamera, und zwar in der FF-Version direkt mit E-Mount:
fx6_22-60.jpg
Ich mache es mal kurz und schmerzlos: Überzeugt mich nicht. Der Formfaktor ginge schon in Ordnung, und ich gehe (ohne das näher getestet zu haben) davon aus, dass die optische Leistung ebenfalls in Ordnung geht. Die leicht goldige Gehäusefarbe ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber was mich vollends abgetörnt hat: Die Drehringe fühlen sich total blöd beim Drehen an, vor allem der Blendenring. Irgendwie total hölzern und ungeschmeidig. Kein Vergleich zum Zeiss, und auch kein Vergleich zu den Fujinon MK, wo sich alle Ringe wirklich extrem schön drehen lassen. Im Prinzip wie bei einem Fluidzoom.
Warum also sollte ich ein manuelles Objektiv kaufen, wenn mir dessen manuelle Bedienbarkeit nicht gefällt?
Das Zeiss 28-80 machte wirklich einen guten Eindruck:
fx6_28-80.jpg
Aber irgendwie sträubt sich etwas in mir, 15.000 EUR für dieses Objektiv auszugeben. Für das gleiche Geld könnte ich zusätzlich eine FX 9, einen Satz XQD-Karten und ein Fujinon MK 18-55 anschaffen. Wobei ich es immer noch ein wenig gaga finde, nur deshalb eine FX 9 zu kaufen, um diese dann auf s35 runterzuschalten.
Ein SELP 28-135 f4 kriegt man für wenig Geld, aber mal ehrlich: Wenn man ein 24-105 f4 hat, dann ist das 28-135 eigentlich auch kein echter Gewinn, und die Bedienung ist auch nicht schön.
Unter dem Strich liegt mir ja daran, meinen Objektiv-Horizont zu erweitern. Also müssten zusätzliche Objektive etwas machen, was die vorhandenen Foto-Objektive nicht können. Also schöne manuelle Bedienbarkeit, höhere Lichtstärke oder dergleichen. Womöglich lande ich dann für bestimmte Projekte doch bei den Schneider Xenon FF, also ein 25mm, ein 50mm und ein 100mm. Und bei schnelleren Aufträgen mache ich eben das 24-70 oder das 24-105 ran. Kann ja auch sein, dass ich vor Ort vieles mit dem manuellen 25mm filme, und dann für O-Töne mit weit offener Blende auf das Zeiss Batis 40mm wechsele, um den Autofocus zu nutzen. Da könnte ich auch noch das Sony 50mm 1.2 dazunehmen. Und hätte unter dem Strich nur die Hälfte des Angenieux oder ein Drittel des Zeiss ausgegeben...
Matthias
Antwort von pillepalle:
@ Pianist
Gut, das Agenieux ist ja eh raus, aber ich würde mir eine Cine-Optik auch immer im PL-Mount holen. Dann bist Du nicht auf ein System festgelegt, falls Du es mal wechselst und kriegst es auch leichter wieder verkauft. Canon macht z.B. gar keine Cine-Optiken in RF-Mount, weil sie eben wissen, dass die Nutzer bei so einer Investition lieber flexibel bleiben möchten, als in einem System festzuhängen.
VG
Antwort von Pianist:
Das ist auch so ein Thema, über welches man diskutieren muss. Einerseits hast Du vollkommen Recht. Und es wäre auch für die Entlastung des E-Mounts gut, wenn man einen Vocas-Adapter nehmen würde, und den dann über eine Top-Platte abfangen würde. Gerade für die schweren Zooms. Das wäre dann aber eher ein "Umbau auf PL-Mount", weil man den ja nicht ständig an- und abbauen würde. Die Lösung an Rohren noch eher als die Variante mit zwei Schrauben an der Top-Platte. Ein schneller Wechsel auf E-Mount-Objektive wäre dann schlichtweg nicht möglich.
Bei den Schneider-Festbrennweiten würde ich daher wohl zur Variante mit E-Mount tendieren. Nötigenfalls wären die Mounts ja austauschbar.
Eine FX 9 mit Fujinon MK würde in meiner Rolltasche übrigens auch erheblich mehr Platz einnehmen, so dass ich da gar nicht mehr alles reinbekäme, was ich dabei haben möchte. Dann wäre die FX 6 ja die Zweitkamera, wo ich wohl das GM 24-70 ranmachen würde. Dann noch V-Mount-Akkus, Arri Locaster mit Bügel und V-Mount-Platten, Gimbal, zwei Leuchtenstative, Mikrofonangel... Tasche übervoll. Jetzt mit FX 6 als Erst- und a7s iii als Zweitkamera alles kein Problem.
Matthias
Antwort von markusG:
Pianist hat geschrieben:
Aber irgendwie sträubt sich etwas in mir, 15.000 EUR für dieses Objektiv auszugeben. Für das gleiche Geld könnte ich zusätzlich eine FX 9, einen Satz XQD-Karten und ein Fujinon MK 18-55 anschaffen. Wobei ich es immer noch ein wenig gaga finde, nur deshalb eine FX 9 zu kaufen, um diese dann auf s35 runterzuschalten.
Sieh es einfach als Multiformat-Kamera ;) S35 ist ja kein "runterschalten", wenn du dafür zB. "leichten", "hohen", "günstigen" Zoombereich erkaufen kannst etc. Erkaufst dir das natürlich mit einem größeren/schwereren Body, naja. Macht vlt am Ende den Braten nicht fett.
Du hättest ja immer noch die Option auf FF zu gehen, bei Situationen wo es sich anbietet, wobei du ja eh die A7S hast...
*edit: okay hatte deinen zweiten Post nicht gesehen^^
Antwort von Pianist:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Das ARRI Variabale Prime Lens Set würde mich schon verdammt reizen, vor allem für den Preis - aber ich hab so schon viel zu viel Zeug.
Und aus Deinem Link wäre auch noch das Arri Alura 18-80 (für eine FX 9 im s35-Modus) interessant, zumal für den Preis. Aber dabei übersieht man leicht, dass es sich dabei um ein Studio-Zoom mit einem Gewicht von deutlich mehr als vier Kilo handelt.
Auch das Fujinon Cabrio 19-90 spräche mich an, ebenfalls für eine runtergeschaltete FX 9 mit PL-Adapter. Auch wenn 19 mm bei Super-35 nicht besonders weit ist. Bildwinkel ungefähr wie bei 28,5 mm an Vollformat.
Matthias
Antwort von Frank Glencairn:
Pianist hat geschrieben:
Und aus Deinem Link wäre auch noch das Arri Alura 18-80 (für eine FX 9 im s35-Modus) interessant, zumal für den Preis. Aber dabei übersieht man leicht, dass es sich dabei um ein Studio-Zoom mit einem Gewicht von deutlich mehr als vier Kilo handelt.
Nicht zwingend - die oben genannten ARRI Variable Primes aus dem zweiten Link sind auch so um die 4,5 Kilo, und nicht wirklich für's Studio gedacht - ich hab kürzlich mit zweien von der Sorte gearbeitet, fand ich jetzt nicht so tragisch, aber ich lauf ja auch nicht mit der Kamera kilometerweit über Zugbaustellen, daß man da keine Lust auf solche Trümmer hat, kann ich nachvollziehen.
Sind schon ziemlich klasse die Dinger - is ja auch kein Wunder wenn sich Arri und Zeiss zusammen tun.
Falls es dich interessiert, hier ist die Broschüre: http://www.davidelkins.com/download/dow ... ochure.PDF
Antwort von klusterdegenerierung:
Bei meinen Cine Primes habe ich fasst kein E-Mount nativ, da wird alles adaptiert, sogar Nikon dabei und am Ende ja auch total latte weil eh nicht elektronisch und wenn man ein natives E-Mount nehmen würde, hätte man die Verlängerung des Adapters auch, nur das sie im Gehäuse verbaut ist und etwas schicker ausschaut, aber die Länge bleibt sich ja gleich.
Antwort von Pianist:
Ich würde nicht mal "schicker" sagen. Das Zeiss 28-80 am Vocas-Adapter mit dem roten Ring gefällt mir so fast besser als die native E-Mount-Lösung mit dem "langen Hals". Der rote Ring korrespondiert auch prima mit dem roten Ring meines Gratical Eye.
Aber ich werde das Zeiss trotzdem nicht kaufen.
Matthias
EDIT: Also jedenfalls kein Neues zum Normalpreis...
EDIT II: Wenn ich ein gut erhaltenes Gebrauchtes zum halben Preis bekommen könnte, sähe das womöglich anders aus...
Antwort von Pianist:
So, erledigt:
fx6_28-80_hsl_zuid.jpg
Erster Einsatz in den Niederlanden hat super funktioniert. Erstes 10bit-Projekt. Dehancer ist super!
Matthias
Antwort von klusterdegenerierung:
Glückwunsch Matthias, sehen wollen!
Auf dem Foto sieht es so aus als würde der dicke Akku gerade die Halterung aus der Cam rausbrechen. ;-))
Antwort von Pianist:
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Auf dem Foto sieht es so aus als würde der dicke Akku gerade die Halterung aus der Cam rausbrechen. ;-))
Ehrlich gesagt - mir war das überhaupt nicht bewusst, aber in der Facebook-Gruppe bekam ich sofort von Alister Chapman die dringende Empfehlung, die Tilta-Top-Platte zu bestellen und dort den V-Mount ranzuschrauben, um die Konstruktion zu entlasten. Davon war echt nirgendwo die Rede. Dann sollte Tilta den V-Mount nur in Verbindung mit der Top Plate anbieten oder es müsste einen entsprechenden Hinweis geben. Die Platte kommt erst in zwei Wochen, schneller nirgendwo zu kriegen. Ich nutze das Teil ja jetzt schon ein Jahr, bisher ist nichts passiert.
Deinem Wunsch habe ich im Look-Thread entsprochen.
Matthias
Antwort von pillepalle:
Glückwunsch! Diese Fuzzies mit ihren Fotooptiken :) Hast Du die jetzt gebraucht gekauft, wenn ich das richtig sehe? Wo liegt man da ungefähr, beim halben Neupreis?
VG
Antwort von Pianist:
Ja, genau. Von einer Filmbude aus Schwaben, die das Ding vor Jahren gekauft und kaum genutzt hat. Für mich ist das die optimale Kombination. Und mit der kleinen Schärfezieheinrichtung (großes Zahnrad für 1:2-Verhältnis) kriege ich auch schöne Schärfenverlagerungen hin.
Matthias
Antwort von Pianist:
Mir ist aufgefallen, dass ich bei offener Blende auf Anfangsbrennweite die Schärfe nicht in die Unendlichkeit bekomme. Bedeutet also: Auflagemaß stimmt nicht. Keine Ahnung, ob da schon der EF-Mount nicht gut sitzt, oder ob der Sigma MC-11-Adapter nicht ganz maßhaltig ist. Jetzt habe ich einen Umbausatz auf E-Mount bestellt und auch schon eine Objektivwerkstatt gefunden, die mir den Umbau macht und das auch ordentlich messen kann. Derjenige scheint auch wirklich sehr präzise zu sein, er hat extra gesagt, ich soll die Kamera schon auf dem Hinweg einschalten, damit sie auf Betriebstemperatur ist.
Sollte wohl lösbar sein.
Matthias
Antwort von pillepalle:
Ja, selber machen ist sehr mühsam, wenn man keine Messgeräte hat. Den PL Mount kannst Du ja beilegen, oder auch wieder draufschrauben, falls Du sie irgendwann mal wieder verkaufen möchtest.
VG
Antwort von Pianist:
Ist kein PL-Mount, sondern ein EF-Mount. Wenn da ein PL-Mount gewesen wäre, hätte ich wohl den Vocas-Adapter gekauft. Aber so ist das jetzt wohl eine saubere Lösung. Ich hatte mich gestern schon bei den Probeaufnahmen an einer Stelle gewundert, daher habe ich das heute morgen noch mal genauer anaylsiert. Glück gehabt, dass mir das nicht die Aufnahmen in den Niederlanden ruiniert hat. Aber wenn man weiß, dass da ein Problem ist, sieht man es sogar im Gratical Eye, weil man in der Totalen bei offener Blende kein Peaking an weit entfernten Kanten hat. Da sollte man dann misstrauisch werden.
Matthias
Antwort von pillepalle:
Achso... trotzdem lässt es sich mit zwei Mounts sicher leichter wiederverkaufen. Vermutlich bekommt man Shimmsätze auch einzeln gekauft.
VG
Antwort von Pianist:
Natürlich hebe ich den EF-Mount auf. Aber ans Verkaufen denke ich erst mal nicht. Gibt ja nichts Besseres als Vollformat-Zoom... :-)
Und ich glaube ja nun nicht, dass Sony irgendwann eine FX 60 mit Super-35-Sensor bringt und ich mir dann noch mal ein Fujinon MK 18-55 kaufe. Jetzt, wo ich das fette Teil habe. Damit drehe ich bis zur Rente.
Matthias
Antwort von Pianist:
So, heute morgen war ich in der Objektivwerkstatt, nachdem vorgestern der E-Mount-Umbausatz kam. Auf dem Kollimator hat sich herausgestellt, dass der rote Shim (0,038 mm) zu wenig und der weiße Shim (0,064 mm) zu viel wäre. Daher gingen wir davon aus, dass wir mit dem blauen Shim (0,051 mm) das Optimum erreichen.
Jetzt habe ich ein paar Probeaufnahmen gemacht. Wenn am weiten Ende ein Gebäude in einiger Entfernung bei offener und geschlossener Blende genau gleich scharf ist, dann haben wir den Punkt richtig getroffen, oder?
Matthias
Antwort von andieymi:
Pianist hat geschrieben:
Jetzt habe ich ein paar Probeaufnahmen gemacht. Wenn am weiten Ende ein Gebäude in einiger Entfernung bei offener und geschlossener Blende genau gleich scharf ist, dann haben wir den Punkt richtig getroffen, oder?
Nicht zwangsläufig. Zooms shimmen wie folgt:
(bei Offenblende)
- Fokus auf nicht zu nahe entfernten Punkt bei 80mm. Abweichung von Skala notieren.
- Fokus auf nicht zu nahe gelegenen Punkt bei 28mm. Abweichung von Skala notieren.
Abweichung WW < Abweichung Tele: dickerer Shim
Abweichung WW > Abweichung Tele: dünnerer Shim
Aber dafür hat man ja den Kollimator? Oder wieso zweifelst Du, ob und wie das mit der Blende zusammenhängt? Wenn Du bei Offenblende am langen Ende scharf stellst und rauszoomst und die Schärfe passt immer noch (und stimmt mit den Skalen übrein, aber das hängt oft von der Qualität der Skalen auch ab) dann passts!
Aber mit Offenblende vs. geschlossen hat das eigentlich wenig zu tun.
Antwort von Pianist:
andieymi hat geschrieben:
Aber mit Offenblende vs. geschlossen hat das eigentlich wenig zu tun.
Ich war irgendwie der Meinung, dass eine leichte Abweichung bei geschlossener Blende weniger auffallen würde als bei offener Blende, und wir somit das Optimum erreicht haben, wenn das Bild bei offener und geschlossener Blende genau gleich aussieht.
Matthias
Antwort von Frank Glencairn:
Eigentlich geht's da hauptsächlich darum daß die Optik über alle Brennweiten parafokal bleibt - und ja, bei offener Blende ist das dann natürlich offensichtlicher.
Antwort von andieymi:
Pianist hat geschrieben:
andieymi hat geschrieben:
Aber mit Offenblende vs. geschlossen hat das eigentlich wenig zu tun.
Ich war irgendwie der Meinung, dass eine leichte Abweichung bei geschlossener Blende weniger auffallen würde als bei offener Blende, und wir somit das Optimum erreicht haben, wenn das Bild bei offener und geschlossener Blende genau gleich aussieht.
Matthias
Nur, dass es eben bei offener Blende genauer feststellbar ist und du testest mit Abblenden hauptsächlich, ob das Objektiv Fokusshift zeigt, nicht aber die Auflagemaßeinstellung. Bei heutigen Zooms ist Fokus Shift beim Abblenden quasi völlig vernachlässigbar, weil:
- Wir nicht von T1-1.3 Offenblende reden
- Die sphärische Abberation gut genug korrigiert ist.
Wirklich ein Thema war das mit alten, hochlichtstarken Festbrennweiten. Theoretisch auch noch mit Master Primes, wenn man die hochoffen drehen möchte.
Aber für den Praxisnutzen ist viel wichtiger, dass wenn Du offenblendig unterwegs bist von ganz vorn bis ganz hinten (Zoombereich) bei der Blende mit der geringsten Tiefenschärfe a) der Fokus bleibt und b) die komplette Range durchfokussierbar ist. Kleinere Blenden (Größere Blendenwerte) können da verfälschen, weil theoretisch mehr im Fokus ist.
Ich könnte Dir jetzt nicht garantieren, dass das 28-80 nicht fokus shiftet (kenn die Optik persönlich nicht), aber mit allem was ich über viele andere Optiken weiß, kann ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen (die Fachliteratur auch nicht, weil die beiden Dinge - große Offenblende & sphärische Abberation schlecht korrigiert - nicht erfüllt sind).
Antwort von Pianist:
Es kann ja auch sein, dass ich Gespenster sehe, aber irgendwie dachte ich vorhin mal zeitweilig, dass da nicht alles total scharf ist. Oder man müsste vielleicht sagen, es geht nicht um Unschärfe, sondern um eine gewisse "Weichheit" in helleren Flächen und dann an den Kanten zu dunkleren Bildbestandteilen. Vielleicht liegt das auch an dem Klarglas-Filter von Schneider, den ich zum Schutz der Frontlinse im Kompendium habe. Das Zeiss hat kein Gewinde für einen Schraubfilter. Mir ist auch schon früher mal aufgefallen, dass es bei Offenblende ein wenig vignettiert, aber das ist sofort weg, wenn man einen winzigen Tick reinzoomt.
Aber schaut selbst, hier liegt was:
https://my.hidrive.com/share/k32gvdfxzc
Ist das alles so in Ordnung? Oder muss ich da noch mal ran?
Matthias
Antwort von andieymi:
Pianist hat geschrieben:
Es kann ja auch sein, dass ich Gespenster sehe, aber irgendwie dachte ich vorhin mal zeitweilig, dass da nicht alles total scharf ist. Oder man müsste vielleicht sagen, es geht nicht um Unschärfe, sondern um eine gewisse "Weichheit" in helleren Flächen und dann an den Kanten zu dunkleren Bildbestandteilen. Vielleicht liegt das auch an dem Klarglas-Filter von Schneider, den ich zum Schutz der Frontlinse im Kompendium habe. Das Zeiss hat kein Gewinde für einen Schraubfilter. Mir ist auch schon früher mal aufgefallen, dass es bei Offenblende ein wenig vignettiert, aber das ist sofort weg, wenn man einen winzigen Tick reinzoomt.
Ich sehe, was erwartbar ist: Das Objektiv ist deutlich "aufgeräumter" abgeblendet. Weniger Vignettierung, weniger sphärische Abberation, mehr Auflösung & Makro-Kontrast.
Aber Fokus scheint schon zu sitzen. Ich bilde mir bei dem Garagentoren ein - aber, ich hör da gern Flöhe husten, gerade in 1080p ist das finde ich mittlerweile wirklich schwierig - dass die Dachkante/Schindeln vom Holzschuppen links auf 28mm ausgezoomt schärfer sind als die Ziegel/Tore vorn, quasi schärfster Punkt im Bild. Das ist in der Randunschärfe dafür auffällig, bei T11 ist die aber halt weg und ohnehin alles scharf beim 1. Motiv.
Ist jetzt kein Indikator, weil wir den Bereich links auf 80mm nicht sehen und da sehen die Tore scharf aus. Die doch vorhandene Randunschärfe bei T2.9 macht das auch nicht leichter zu erkennen, ob Schuppen links besseren Fokus hat, den die Randunschärfe wieder fast zunichte macht.
Aber mein Gedankengang: Wenn die Tore bei 80mm scharf sind (und da sind sie knackig) und bei 28mm dann - die geringere Vergrößerung macht das halt auch nicht leichter - trotzdem trotz Randunschärfe ein paar Meter dahinter schärfer aussieht, kann ich mir das einbilden oder halt nicht.
ABER, das relativiert es: Im 2. Bild würde mir nichts dergleichen auffallen. Und das ist schon wirklich pixelpeepen. Außer eben, dass das Objektiv bei T11 noch deutlich besser performt als es bei T2.9 tut. Sweetspot wird wahrscheinlich dann auch sogar eher die T5.6 sein.
Antwort von Pianist:
Ich finde die Schärfe bei Offenblende jedenfalls nicht matschig oder so. Ist also brauchbar, oder? Wäre ja auch schlimm, wenn es nicht so wäre...
Matthias
Antwort von pillepalle:
Ja, macht doch einen guten Eindruck. Sind vielleicht auch nicht die allerbesten Beispiele. Mir ist's offen auch scharf genug. Viel Spaß damit :)
VG
Antwort von andieymi:
Pianist hat geschrieben:
Ich finde die Schärfe bei Offenblende jedenfalls nicht matschig oder so. Ist also brauchbar, oder? Wäre ja auch schlimm, wenn es nicht so wäre...
War nicht negativ gemeint und ist bei fast allen Optiken so. Du hast den Vergleich zwischen Offen- und abgeblendet quasi selbst angezettelt ;)
Also mehr als brauchbar und wird besser, abgeblendet. Wie bei allen Objektiven. Alles gut! :)
Antwort von Pianist:
Na dann ist doch alles prima. Vielen Dank an alle Mitwirkenden!
Matthias
Antwort von Pianist:
Kleines Update: Während der Blenden- und der Fokusring sehr geschmeidig laufen, ist ja der Zoomring ziemlich "rauh". Also nicht so leichtgängig und flüssig wie man sich das vorstellt. Das Objektiv stand jahrelang bei der Firma ungenutzt im Schrank, bevor ich es gekauft habe. Vielleicht hat sich dadurch die Schmierung verhärtet. Ich habe von Chrosziel einen "Zoomer" gekauft, weil für mich ein Motorzoom durchaus hilfreich ist, ob nun für Arbeitsfahrten oder im On. Der kalibriert sich immer zu Beginn, und an diesem Objektiv ruckelt er beim Kalibrieren. Das ist laut Chrosziel-Chef ein sicheres Zeichen dafür, dass da etwas nicht stimmt.
Daher schicke ich das Objektiv zu Zeiss, damit es mal geprüft und der Zoomring leichtgängig gemacht wird.
Nun meine Frage: Soll ich die bitten, noch mal das Auflagemaß zu prüfen? Haben die noch feinere Möglichkeiten als die Objektivwerkstatt, wo ich neulich war? Derjenige hat die Kamera mit Objektiv vor den Kollimator gehalten, hatte da eine Videoausspiegelung und konnte auf einem Monitor sehen, wann es zu viel und wann es zu wenig ist. Dann hat er den Shim für den Mittelwert montiert. Ist das schon das Optimum, oder würde Zeiss da noch irgendwas rausholen können, ohne die Kamera vor Ort zu haben?
Matthias
Antwort von pillepalle:
@ Pianist
Na ja, wenn es schon mal da ist. Die nehmen das ohnehin ganz auseinander. Ich hatte mal mein Apo Sonnar 2/135 zur Reparatur, weil ich es geschafft hatte mit einem zu straff sitzendem großem Focusgear aus Kunststoff den Metalltubus zu verbiegen. Dann ließ es sich nicht mehr richtig fokussieren. Den haben sie dann ausgetauscht, es neu Zentriert und gereinigt. Da hatten sie dann auch moniert wie dreckig es gewesen sei *g* Na ja, ich benutze die Sachen eben auch. Der Spaß hat allerdings nochmal 1100,-€ gekostet.
VG
Antwort von andieymi:
Hilft Dir - ohne Kamera mitzuschicken und ohne shimbaren Mount auf der Kamera vermutlich wenig?
Die können das sicher einstellen, nur hast Du an der FX6 ja keine Möglichkeit zu überprüfen, wie sehr der E-Mount da überhaupt stimmt.
Antwort von Pianist:
Ja, daher hatte ich ja schon vermutet, dass es besser ist, wenn ich dazu nichts sage, damit das genau so bleibt, wie es jetzt ist. Die Betrachtung bis zur Kamera und wieder zurück wird wohl die präziseste Methode sein.
Früher (ob nun an der Canon-Broadcastoptik oder an den Fujinon MK) hatte ich ja immer eine Einstellungsmöglichkeit für das Auflagemaß.
Matthias
Antwort von Pianist:
Kleiner Zwischenstand: Vor genau vier Wochen habe ich das Objektiv auf den Weg gebracht. Man schickt das nicht direkt zu Zeiss, sondern zu einem Logistiker, wo es nach zwei Tagen auch zugestellt wurde. Als ich nach zwei Wochen noch nichts von Zeiss gehört habe, wollte ich dann doch mal nach dem Stand der Dinge fragen, und da wurde mir mitgeteilt, dass es noch nicht bei Zeiss eingetroffen ist. Soll normalerweise fünf bis sieben Werktage dauern. Nun war da ja auch noch Ostern, so habe ich jetzt Anfang der Woche noch mal nachfragt, und da war es nun inzwischen bei Zeiss angekommen. Allerdings wurde mir gesagt, dass es dort gerade eine SAP-Umstellung gibt, und man derzeit keine neuen Aufträge anlegen könnte. Also es wurde ausdrücklich kein konkreter Zeithorizont genannt.
An sich müsste ich denen jetzt eine Mail schreiben, bei der man sich fragen muss, nach wie viel Jahren man bei guter Führung wohl wieder rauskommt, wenn man sie angemessen formuliert. Ich meine: Das kann doch nicht wahr sein. Da schickt man denen ein sauteures Objektiv, und ein Weltkonzern erklärt, dass er wegen SAP auf unbestimmte Zeit nicht arbeitsfähig ist. Zettel und Bleistift scheint es dort nicht mehr zu geben...
Also muss ich wohl stillhalten und warten, auch wenn das extrem ärgerlich ist. Aber die sollen mir das ja nun auch nicht einfach wieder zurückschicken, damit ist ja auch nichts gewonnen...
Matthias
Antwort von andieymi:
Pianist hat geschrieben:
Da schickt man denen ein sauteures Objektiv, und ein Weltkonzern erklärt, dass er wegen SAP auf unbestimmte Zeit nicht arbeitsfähig ist.
Der Fall zeigt doch wieder mal alles, was man über SAP wissen muss. ;o
Tut mir Leid für Dich! Du könntest trotzdem fragen, ob Sie Dir - falls es sich dann wirklich um einen nicht kalkulierten Stillstand von 3 Wochen oder mehr handelt - eine Loaner-Unit schicken können.
Ich hatte öfter schon so Fälle (nicht Zeiss), wo in der Zustellung was hapert, Teile vergessen(!) werden mitzuschicken (Leute, ich könnte Euch da Sachen erzählen von "Weltkonzernen") - aber ich hab auch gelernt: Üblicherweise sind die kulant. Da kamen die proprietären Karten zur Leih-Kamera halt nicht von der Zentrale aus UK sondern vom Verleih in der Hauptstadt und natürlich auf Kosten derer, die das verbockt haben.
Also wenn das wirklich jetzt unvorhergesehen viel, viel länger dauern sollte: Frag einfach mal nett, ob Sie Dir in der Zeit nicht einen Ersatz leihen können. Die haben selbstverständlich herumwandernde Objektive, die sonst für Messen, zum Testen etc. verschickt werden, da gibt es einen Pool und wenn da was frei ist könntest Du Glück haben. Versuchen kann man es, wenn da jetzt wirklich für Dich ein paar Wochen was steht ohne die Optik, hast Du wenig zu verlieren.
PS: Aber vmtl können sie ohne SAP auch keine Loaner-Units verschicken...
Antwort von Pianist:
Im Prinzip ist das ja nicht so schlimm. Objektiv gesehen kann ich alles auch mit meinen Sony-Fotolinsen machen. Aber manuell ist eben schöner...
Matthias
Antwort von Pianist:
Heute kam das Angebot. Den nicht gut laufenden Zoomring machen sie auf Kulanz, aber es sind wohl weitere Arbeiten nötig, und die summieren sich trotzdem auf 3.500 EUR. Na gut, immer noch billiger, als wenn ich das Objektiv neu gekauft hätte.
Matthias
Antwort von rush:
Heftig - aber da muss man dann wohl durch ;-)
Anderseits gibt es ja so langsam die ein oder andere Alternative, etwa von Sirui - zu einem Neupreis kleiner der o.g. Zeiss Reperatur...
https://www.siruishop.de/products/780420
Oder auch künftig ein interessant klingendes "Ranger" von Laowa ( jedoch noch ohne Preis und Release Date):
https://www.newsshooter.com/2023/04/19/ ... ine-zooms/
Ich hoffe das Dein Zeiss dann nach dem Service wieder wie neu ist und zu Deiner Zufriedenheit performed :-)
Antwort von Pianist:
Mich hat der Servicetechniker, der die Arbeiten ausführen wird, vorhin mal angerufen, um mir noch mal etwas genauer zu sagen, was sich hinter den einzelnen Positionen verbirgt. Die wollen sogar einige Linsen austauschen, weil die minimal angekratzt sind, was mir überhaupt nicht aufgefallen ist. Und die größte und teuerste Position (Zoomring) machen sie sogar auf Kulanz, weil sie lieber ein ganzes mechanisches Teil austauschen, anstatt es einfach nur neu zu fetten. Also ich denke mal, dass ich danach ein annähernd neuwertiges Objektiv habe, und dann hat es sich ja gelohnt.
Matthias
Antwort von rabe131:
Pianist hat geschrieben:
Mich hat der Servicetechniker, der die Arbeiten ausführen wird, vorhin mal angerufen, um mir noch mal etwas genauer zu sagen, was sich hinter den einzelnen Positionen verbirgt. Die wollen sogar einige Linsen austauschen, weil die minimal angekratzt sind, was mir überhaupt nicht aufgefallen ist. Und die größte und teuerste Position (Zoomring) machen sie sogar auf Kulanz, weil sie lieber ein ganzes mechanisches Teil austauschen, anstatt es einfach nur neu zu fetten. Also ich denke mal, dass ich danach ein annähernd neuwertiges Objektiv habe, und dann hat es sich ja gelohnt.
Matthias
Aber insgesamt zu etwas unter 3/4 des Neupreises, wenn ich da richtig gefolgt bin.
Antwort von Pianist:
Ja, genau. Von daher kein total schlechtes Geschäft. Wenn man eben grundsätzlich gerne mit solchen Objektiven arbeitet. Ist für mich natürlich reiner Luxus, aber in gewissen Situationen habe ich Vorteile, auf die ich nicht verzichten möchte, zum Beispiel durch saubere Schärfenverlagerungen oder auch mal eine saubere Zoomfahrt, die man im Eisenbahnbereich durchaus mal brauchen kann, wenn es darum geht, ein bestimmtes Fahrzeug prominent im Bild zu halten.
Film-Puristen zoomen ja eher nicht im "On", aber hin und wieder gibt es Gründe, das trotzdem zu machen.
Matthias
Antwort von Pianist:
Soooo, nun ist das Objektiv nach ewiger Zeit zurück aus dem Service. Der Zoom läuft jetzt wieder leicht und gleichmäßig, so dass der Chrosziel Zoomer beim Kalibrieren nicht mehr ruckelt. Es vignettiert auch nichts mehr, das komplette optische System wurde justiert. Allerdings wird sich dadurch wohl das Auflagemaß verändert haben, so dass ich noch mal zum Kollimator muss. Da ist bei offener Blende und weit entfernten Objekten meiner Meinung nach keine hundertprozentige Schärfe. Leider weiß ich nicht, ob die das Auflagemaß auf den Standardwert für E-Mount gebracht haben, oder ob sie es vorher gemessen und zum Schluss auf den gleichen Wert gebracht haben (was ja nicht unbedingt richtig sein muss).
Also ganz am Ziel bin ich noch nicht.
Matthias
Antwort von Pianist:
Gestern habe ich in Hamburg einen Veranstaltungsbericht gedreht. Mit dem Zeiss 28-80 arbeitet es sich wirklich sehr schön, man ist schnell, kann schön mit Unschärfen spielen, und in Verbindung mit dem Chrosziel-Zoomer ist die Bedienung sehr komfortabel (ansonsten wäre der Zoom-Drehweg zu lang).
fx6_28-80_wtw.jpg
Einziger kleiner Wehrmutstropfen: Mit 8,8 Kilo ist diese Kombination schon wieder ganz schön schwer. Ich habe ja zu 95 Prozent von der Schulter gedreht. Aber es sind immer noch zwei Kilo weniger als damals mit der Amira und dem Canon 17-120. Aber so ist das halbwegs ausgewogen, nur ganz leichte Kopflastigkeit.
Matthias
Antwort von rush:
Hast du für die rechte Hand irgendwo eine Stütze/Handgriff im Schulterbetrieb? Sieht man auf dem obigen Bild schlecht...
Vielleicht wäre dieses Laowa 28-75er hier einen Blick / Test Wert für Deine Zwecke... Mit 1.5kg nahezu lächerlich leicht für ein solches Vollformat CineZoom und der Backfocus kann vom Nutzer selbst eingestellt werden, genau wie der Umbau des Mounts wohl kein Hexenwerk zu sein scheint.
zum Bild
Bildquelle: laowacine.com
Wird hier im Board diskutiert...:
viewtopic.php?t=158560
Antwort von Pianist:
An der rechten Seite ist natürlich der Chrosziel-Arm, wo vorne der Bedienhandgriff dran ist. Ob ich nun, wo ich so viel Geld für das gebrauchte Zeiss und dessen Überholung ausgegeben habe, noch ein Laowa anschaffe, das glaube ich eher nicht.
Matthias
Antwort von pillepalle:
Ein 15.000,-€ Zoom gegen ein 3.000,-€ Zoom tauschen um 1kg Gewicht zu sparen? Dann vielleicht auch lieber eine FX3? :)
Aber Matthias ist auch immer ein bisschen weinerlich 🙃 Eine Amira mit den Zeiss Compact Zooms auf der Schulter ist doch was für Mädchen, wie man in dem Spot hier sehen kann :)
VG
Antwort von rush:
pillepalle hat geschrieben:
Ein 15.000,-€ Zoom gegen ein 3.000,-€ Zoom tauschen um 1kg Gewicht zu sparen?
VG
Man hätte am Ende (rein hypothetisch) 12.000€ Steine mehr in der Tasche und weniger zu schleppen + eine kürzere Naheinstellgrenze ;-)
Natürlich wird man die Mondpreise für das Zeiss heute nicht mehr im Verkauf bekommen, auch nicht mit entsprechenden Service-Belegen...
Aber ein Blick auf das Laowa lohnt doch gewiss.
Ein Kilo mehr oder weniger macht sich über den Tag schon irgendwo bemerkbar wo Matthias doch häufig vieles per Bahn und als Einzelkämpfer - teils von der Schulter bestreitet und das Argument die Technik leichter gestalten zu wollen immer wieder betont.
Klar ist auch: Optisch und mechanisch muss sich das Laowa erst noch beweisen - aber es ist schon beachtlich für welche Preise der Einstieg in den Full Frame Cine Zoom Bereich heute möglich ist.
Antwort von rob:
... dass die Laowa Rangers optisch an das Zeiss CZ rankommen, wage ich mal zu bezweifeln - bin hier aber auch schon auf technische Objektivtests und Charts gespannt ...
Viele Grüße
Rob/
slashCAM
Antwort von Pianist:
Ohne AB-Vergleich bleibt es zwar Einbildung, aber irgendwie sieht das Zeiss-Bild total schön aus. Es ist scharf, präzise und kontrastreich, ohne dabei irgendwie steril auszusehen. Selbst sehr gegenlichtige Aufnahmen sehen total gut aus, da mag auch das Chrosziel-Kompendium seinen Beitrag leisten. Und ich muss wirklich sagen, dass mir das manuelle Schärfeziehen besser gefällt als immer mit dem Joystick festzulegen, auf welchem der erkannten Gesichter die Schärfe liegen soll...
Übrigens: Hätte man stattdessen eine FX 9, um sie auf Super-35 runterzuschalten, und dann vorne ein Fujinon MK 18-55 drauf, hinten einen V-Mount-Akku und vorne das Kompendium, dann würde zwar mehr Gewicht direkt auf der Schulter und weniger vorne liegen, aber vermutlich würde sich das auf genau das gleiche Gesamtgewicht addieren.
Matthias
Antwort von rush:
Pianist hat geschrieben:
Ohne AB-Vergleich bleibt es zwar Einbildung, aber irgendwie sieht das Zeiss-Bild total schön aus.
Bei dem Preisschild möchte man bekanntlich auch nichts anderes hören ;-)
Mein 85er Batis war auch fein - ob der Preis deswegen gerechtfertigt ist steht auf einem anderen Blatt Papier, denn im A-B Vergleich mit anderen modernen Gläsern sind die Unterschiede teils nur marginal und eher beim Pixelpeeping überhaupt sichtbar. Aber an einem 12MP Videosensor... Nunja - ein bisschen Voodoo muss bei dem Preis ja auch bleiben dürfen ;-)
Ich mag Dir dein Compact Zoom auch gar nicht schlecht machen - es ist ja nach all den Service Einheiten sicherlich ein sehr schönes Glas und damit lässt sich nach all den Upgrades die Du zusätzlich verbaut hast gewiss gut arbeiten.
Aber potentielle Neukäufer haben nun eine etwas andere Ausgangslage mit den Ranger'n oder auch DZOs.
Ich finde einige Vollformat-Festbrennweiten von Laowa definitiv sehr spannend und bin daher Mal auf erste Tests und Erfahrungen der Ranger Zooms gespannt - auch wenn ich mir eher keines anschaffen werde da gelegentlicher AF schon auch sehr angenehm ist.
Antwort von Pianist:
Es ist ja auch eine Image-Frage. Selbst wenn meine Kundschaft sich nicht auskennt, aber ein fetter Zeiss-Zoom macht schon irgendwie Eindruck... :-)
(und wiegt die Hälfte eines Fujinon 19-90 oder Arri Alura 18-80, und das sind nicht mal Vollformater)
Matthias
Antwort von rush:
Das Dir der Aspekt der Außenwirkung dahingehend wichtig ist kann ich verstehen...
Persönlich lege ich da weniger Wert drauf - aber das ist natürlich ein individuelles Ding und auch gerechtfertigt :-)
Antwort von Pianist:
Wenn ich weiß, dass ich irgendwo den ganzen Tag von der Schulter drehen müsste, würde ich die schwere Mühle natürlich nicht nehmen, sondern dann kommt eben das PZ 28-135 an die a7s iii und diese dann auf ein Einbein-Stativ. Jedenfalls werde ich die FX 6 nicht ständig umbauen, das wäre mir zu aufwändig. Das bleibt jetzt eine feste Einheit, so wie bei meinen früheren Kameras.
Matthias