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Emotion sticht Continuity -- interessanter Vortrag über Filmschnitt be



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Newsmeldung von slashCAM:


https://images.slashcam.de/texte/1558-- ... -FRONT.jpg
Unter dem Titel "Kill your Darlings" ging es bei Berlinale Talents wieder intensiv um den Filmschnitt -- eine eigentlich eher musikalische als visuelle Angelegenheit laut Susan Korda, geht es doch vor allem darum, Emotionen zu vermitteln. Nun ist der Clip dazu online.

Hier geht es zu Artikel auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Berichterstattung: Emotion sticht Continuity -- interessanter Vortrag über Filmschnitt bei Berlinale Talents




Antwort von domain:

Heftige Emotionen sind wohl dem Frauentag geschuldet.
Ich persönlich liebe dem Alter entsprechend eher ziemlich emotionslose Tatsachenberichte, wobei mir das Grimassenschneiden mit weit aufgerissenen Augen und super emotionaler Sprache speziel bei den angelsächsischen Dokus schon fast zu viel ist.
Wunderbar finde ich in letzter Zeit die französisch übersetzten Dokus, da kommen die Präsentatoren ziemlich unaufgeregt rüber.
ARD-alpha, die Welt verstehen, darauf kommt m.E. eher an, als auf emotionale Ergüsse, die wir schon hinter uns haben.



Antwort von Frank Glencairn:

Ähem.. hier geht's um Editing, nicht um aufgerissene Augen.

Extrem guter Vortrag im übrigen.





Antwort von dienstag_01:

Ähem.. hier geht's um Editing, nicht um aufgerissene Augen.
Ähem, stimmt, hat ja auch nichts miteinander zu tun, das, was vor der Kamera passiert und dann der Schnitt ;)



Antwort von Frank Glencairn:

Was hat ein Vortrag über Editing, jetzt mit dem zu tun. was vor der Kamera passiert?



Antwort von dienstag_01:

Lieber Frank, kurz erklärt: Ein User hat hier geschrieben, dass ihn der ganze emotionalisierte und emotionalisierende Schrumms - meine Worte - eh nicht mehr interessiert. Du hast geantwortet - Ähem - , was hat das mit Editing zu tun. Darauf warf ich mich in die Bresche - Ahem - und antwortete dir, unter bestimmten Umständen kann man schon die verschiedenen Bereiche des Films als Einheit sehen. Also, hier und da.

Falls der Vortrag explizit was anderes zum Ausdruck bring, kannst du ja mal bescheid geben. Dann lern ich wieder was.



Antwort von Fader8:

Ich war auch an dem Vortrag. Fand ihn mässig gut und auch die Beispiele war ausschliesslich aus amerikanischem Mainstream-Kino (auch wenn Bonny & Clyde damals Avant-Garde war).

Die Message war aber nicht schlecht: Don't get too caught up with continuity! Und (wie der Titel des Vortrags schon verraten hat): Kill your darlings.



Antwort von Frank Glencairn:

Lieber Frank, kurz erklärt: Ein User hat hier geschrieben, dass ihn der ganze emotionalisierte und emotionalisierende Schrumms - meine Worte - eh nicht mehr interessiert. Du hast geantwortet - Ähem - , was hat das mit Editing zu tun. Darauf warf ich mich in die Bresche - Ahem - und antwortete dir, unter bestimmten Umständen kann man schon die verschiedenen Bereiche des Films als Einheit sehen. Also, hier und da.

Falls der Vortrag explizit was anderes zum Ausdruck bring, kannst du ja mal bescheid geben. Dann lern ich wieder was.

Domain hat den Vortrag offensichtlich nicht gesehen, sondern nur den Titel gelesen, und dann mit seiner Vorliebe für französischen Dokus gewaltig das Thema verfehlt - das ist alles.



Antwort von wolfgang:

Ach Gott, wer sich mit Storytelling befasst hat dürfte hier wenig Neues vorfinden. Natürlich geht es um den Aufbau der emotionalen Beziehung es Heldens (im Angelsächsichen viel schöner "Heart") auf seiner Heldenreise zum Publikum. Die diversen Dimensionen dazu sind ja hinlänglich nachlesbar. Und natürlich entsteht diese emotional ansprechende Heldenreise sehr oft erst durch die geeignete Montage am Schnittplatz.

Auch wenns bekannt ist, es ist immer gut daran erinnert zu werden. Mit Frauentagen hat dies allerdings wenig zu tun, eine gute Story mit einem interessanten Helden der Geschichte soll ja fallweise auch Männer mit bewegen...

Ein wenig frage ich mich halt, was da nach den Publikationen von Murch nachkommen wird. Der Beste ist ja auch schon in seine Jahre gekommen.



Antwort von karl hausner:

Ich war bei dem Vortrag. Habe mitgenommen, was in dem segmentierten Informationsfeld halt geht. Das es nun nicht Jedem passen mag, ja mei.
Manchmal sind wir ja Köche und nicht jeder wird in unserem Lokal das finden, was er möchte. Passt doch!
Interessant war auch, dass man die sozialen Veränderungen bemerkt und nicht jeder
heute mit einem Laurence Olivier als langatmiger Bösewicht in einem Schakespear,oder
Kochschow oder sogar nur 10 minütigem Y-tube Tutorial mitkommt. Weil da schon vorher abgewunken wird, oder simpel the next Wahtzabb nerven kann, falls..



Antwort von domain:

Susan Cordas Vortrag erinnert mich ein wenig an überlange Youtubevideos, wo sich Leute so gerne selbst reden hören (viele Worte um nichts).
Ihre These ist ja zunächst mal recht provokativ und eindeutig feminin: Emotionen vor Continuity, oder anders ausgedrückt, die Leistung einer Cutterin ist eindeutig höher zu bewerten als die Arbeit der Continuity-Abteilung mit ihren essentiell wichtigen Aufgaben.
Kaum vorstellbar in der Praxis, denn normalerweise steht der Regisseur unter Beachtung der Continuitydokumentation und -hinweise zeitweise hinter der Cutterin und beurteilt nur, ob sie seine Absichten adäquat realisiert hat. Das Emotionale muss schon im Drehbuch vorgegeben und vom Regisseur auf seine Weise umgesetzt worden sein.
Soo viel kann im Schnitt dann auch nicht mehr verändert bzw. herausgeholt werden.
Ziemliche Selbstüberschätzung.



Antwort von Frank Glencairn:


Ihre These ist ja zunächst mal recht provokativ und eindeutig feminin: Emotionen vor Continuity,

Deshalb stammt diese "These" ja auch von Walter Murch, weil er so feminin ist.

Aber was versteht der Mann schon vom Schneiden? Für Apocalypse now, The English Patient und ein paar andere Best Editing Oscars, hat's gerade so gelangt.

..und du so?

Ach ja, du schaust französische Dokus.

Setzen - 6



Antwort von freezer:


Soo viel kann im Schnitt dann auch nicht mehr verändert bzw. herausgeholt werden.
Ziemliche Selbstüberschätzung.

Sorry domain, aber da lehnst Du Dich wirklich extrem weit aus Deinem Fenster...

Gerade im Schnitt entsteht die Geschichte zum dritten Mal (zuerst Drehbuch, dann Dreh) und hier kann noch sehr, sehr, sehr viel verändert und herausgeholt werden.

Beim Schnitt schält man Stück für Stück den wahren Kern der Geschichte heraus und lässt das Überflüssige möglichst beiseite.



Antwort von dienstag_01:

Beim Schnitt schält man Stück für Stück den wahren Kern der Geschichte heraus und lässt das Überflüssige möglichst beiseite.
Ach, wie poetisch ;)



Antwort von iasi:


Soo viel kann im Schnitt dann auch nicht mehr verändert bzw. herausgeholt werden.
Ziemliche Selbstüberschätzung.

Ziemliche Unterschätzung



Antwort von iasi:

Solche Vorträge sind immer wieder gut, um sich die gestalterischen Möglichkeiten wieder ins Bewußtsein zu rufen.
Der Vortrag
Nichts wirklich neues, aber eben doch sehr hilfreich.



Antwort von domain:

Ich denke, dass ich die spezialisierte Aufgabe der Continuity falsch verstanden verstanden habe, nämlich so:
https://de.wikipedia.org/wiki/Script/Continuity
Daher ist mir etwas schleierhaft, wie man da einen Gegensatz zu Emotion herausarbeiten kann.
Dass im Schnitt viel möglich ist, ist schon klar. In Erinnerung sind mir noch Hitchkocks Erklärungen zum Cutting, speziell ab 5:40





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