Infoseite // Computer nur für Videobearbeitung



Frage von Sven Boetcher:


Hallo!

Für die künftige Bearbeitung von Videos brauche ich wohl einen neuen und
schnelleren PC. Er soll nur dazu dienen, Videos vom digitalen Camcorder
einzulesen, zu schneiden und auf Camcorder bzw. DVD-R auszugeben.
Welches sind die minimalen Anforderungen für einen solchen PC? Es geht
dabei um die billigste praktikable Lösung nur für Videobearbeitung. Ob
die Grafikkarte die neuesten Direct-X-Daddelfeatures unterstützt oder
die Soundkarte lupenreinen 6.1-Sound und fantastische Midi-Fähigkeiten
besitzt, soll kein Schwein interessieren.

- Gehäuse. Reicht ein Billiggehäuse mit 350 Watt Netzteil?
- CPU. Wieviel MHz und lieber AMD oder Intel?
- Mainboard. Eignet sich irgendein Chipset von ALI, SIS, Nvidia, Intel
besonders für Videobearbeitung?
- RAM. Wieviel? Reichen 512 MB oder lieber mehr?
- Grafikkarte. Das billigste reicht bis nahezu irrelavant. Soll ja nur
die Videos abspielen am Monitor und sonst nix. TV-In/out nicht nötig.
- Sound. Onboard reicht bis irrelavant.
- Firewire-Schnittstelle. Kann ich alles nehmen wo IEEE 1394, i.Link
oder Firewire draufsteht oder gibt's da auch spezielle Empfehlungen?
- LAN, USB, sonstige Anschlüsse. Irrelevant. Tastatur- und Mausanschluss
hat jedes Mainboard.
- Festplatte. Wieviel GB, wieviel Cache, wieviel U/min? Welche
Schnittstelle? Sollte es S-ATA sein?
- DVD-Writer. Entgegen vieler Unkenrufe laufen die DVD-R eines Kumpels
auf den Stand-alone-Playern in der Verwandtschaft einwandfrei. Er
verwendet einen billigen BTC.

Irgendwlche Empfehlungen?

Bye
Sven



Space


Antwort von Markus Knapp:

Hallo!

Meine 5 Cent...

Sven Boetcher schrieb:
> [Videoschnitt-PC]
> - Gehäuse. Reicht ein Billiggehäuse mit 350 Watt Netzteil?

Schau einfach, dass alles, was rein soll, bequem Platz hat. 350W sind
ok, wenn der PC leis sein soll, sind billige Netzteile eher weniger
förderlich.

> - CPU. Wieviel MHz und lieber AMD oder Intel?

Billig? AMD. Schau bei der "Taktrate", wo bei den Prozzis derzeit die
großen Preissprünge anfangen und nimm dann den kleineren (;dürfte derzeit
beim Athlon XP 2800 sein).

> - Mainboard. Eignet sich irgendein Chipset von ALI, SIS, Nvidia, Intel
> besonders für Videobearbeitung?

NVidia nForce2. Nicht, weil er sich besonders für Videoverarbeitung
eignet, sondern weil er sich besonders für den Athlon XP eignet.

> - RAM. Wieviel? Reichen 512 MB oder lieber mehr?

Lieber 1 GB bzw. 2mal 512 MB (;der nForce2 hat 2 Speicherinterfaces die
auch beide belegt sein sollten, um optimale Geschwindigkeit zu
bekommen).

> - Grafikkarte. Das billigste reicht bis nahezu irrelavant. Soll ja nur
> die Videos abspielen am Monitor und sonst nix. TV-In/out nicht nötig.

Schau, dass die 2 Monitor-Ausgänge hat. Ob du von Anfang an auch 2
Monitore hast, ist egal, aber die Option, sich so viel mehr Platz zu
schaffen, sollte man sich offen halten. ich würde jetzt Richtung ATI
Radeon 9000/9100/9200 gehen.

> - Sound. Onboard reicht bis irrelavant.

Irrelevant? Falsch. Denk dran: jedes Video hat auch Ton. Warum
unterschätzen eigentlich so viele die Wirkung von sattem Sound bei einem
Video? Hör dir den OnBoard Sound mal an, falls der nicht taugt:
PCI-Soundkarten kosten nicht die Welt und die Investition lohnt sich.

> - Firewire-Schnittstelle. Kann ich alles nehmen wo IEEE 1394, i.Link
> oder Firewire draufsteht oder gibt's da auch spezielle Empfehlungen?

Firewire sollte auf dem Mainboard sein. Ist billiger, als ne PCI-Karte
und spart Platz.

> - LAN, USB, sonstige Anschlüsse. Irrelevant. Tastatur- und Mausanschluss
> hat jedes Mainboard.

LAN und USB OnBoard. Denk daran, den PC irgendwie mit aktuellen
Treibern/Patches versorgen zu können. Oder willst du jedesmal ne CD
brennen?

> - Festplatte. Wieviel GB, wieviel Cache, wieviel U/min? Welche
> Schnittstelle? Sollte es S-ATA sein?

IDE reicht meist, S-ATA-Platten sind meist etwas teuerer als
IDE-Modelle. Wenn aber S-ATA auf dem Mainboard ist, wäre es eine
Überlegung Wert. Größe: kommt darauf an, was du so an Videoverarbeitung
machen willst. Ich dachte bis Dezember auch, dass meine 100GB-Platte
(;plus 25GB-Systemplatte) eigentlich reichen sollte, dann habe ich aus
4,5 Stunden DV-Material ein 1,25 Stunden Video geschnitten. Mit den
ganzen Audio-Sachen, Effektvorschau-Dateien usw. wurde die 100GB-Platte
dann zu klein.
Die Samsung 160GB-Platte mit 8MB Cache gibt für etwas mehr als 100 EUR.
2 davon und du hast eine Weile ausgesorgt.

> - DVD-Writer. Entgegen vieler Unkenrufe laufen die DVD-R eines Kumpels
> auf den Stand-alone-Playern in der Verwandtschaft einwandfrei. Er
> verwendet einen billigen BTC.

8x-Brennen lohnt den Mehrpreis derzeit noch nicht, also eher nen soliden
4x Brenner (;Nec, LG, Pioneer). Ob R oder -R? Glaubensfrage. ;)
-R funktioniert in mehr Standalone-Playern, da mein eigener R lesen
kann, nehm ich derzeit hauptsächlich R.
Leg dir noch ein DVD-ROM zu, schont den Brenner.

So, dat war meine Meinung. Schlagt mich! ;)

Gruß,

Markus

--
* Markus Knapp * http://www.markus-knapp.de * Videofilmproduktion *
"Es ist unmöglich, etwas idiotensicher zu machen, weil Idioten so
genial sind." [Murphy's Law]


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Antwort von Laufi [Marco Laufenberg]:

Hi:

Sven Boetcher schrieb:

> Für die künftige Bearbeitung von Videos brauche ich wohl einen neuen und
> schnelleren PC. Er soll nur dazu dienen, Videos vom digitalen Camcorder
> einzulesen, zu schneiden und auf Camcorder bzw. DVD-R auszugeben.

> - Gehäuse. Reicht ein Billiggehäuse mit 350 Watt Netzteil?

Jein, das Netzteil sollte schon was hergeben, sonst kannst Du irgendwann
ggf. Probleme haben. Ich würde auch bedenken, daß sich ein Bigtower
einfach besser kühlen läßt, ein Faktor, der auch nicht zu
vernachlässigen ist.

> - CPU. Wieviel MHz und lieber AMD oder Intel?

Tut sich nicht soo viel, ich komme mit nem Athlon XP2400 wunderbar zurecht.

> - Mainboard. Eignet sich irgendein Chipset von ALI, SIS, Nvidia, Intel
> besonders für Videobearbeitung?

bin ich überfragt. In meinen beiden Viderechner laufen ECS K7S5A - schon
etwas betagt, aber für meine Zwecke einwandfrei. Außer der Schnittkarte
laufen in beiden Rechnern noch dvb-s Karten.

> - RAM. Wieviel? Reichen 512 MB oder lieber mehr?

je mehr desto besser, unter 512 auf keinen Fall. Hier bitte nicht
sparen, 'no name' Speicher kann gerade beim codieren mal macken machen -
alles schon erlebt.

> - Grafikkarte. Das billigste reicht bis nahezu irrelavant. Soll ja nur
> die Videos abspielen am Monitor und sonst nix. TV-In/out nicht nötig.

ja, so ist es - ich habe hier noch ne Matrox Marvel G200 laufen - die
ist von 1997, glaube ich - und niemals Probleme.

> - Sound. Onboard reicht bis irrelavant.

im prinzip schon - aber zum Video gehört auch Ton, vielleicht hast Du
ein paar Euro für etwas leicht besseres. Vernünftige Soundkarten bekommt
man ja fast hinterhergeschmissen.

> - Firewire-Schnittstelle. Kann ich alles nehmen wo IEEE 1394, i.Link
> oder Firewire draufsteht oder gibt's da auch spezielle Empfehlungen?

Im Prinzip ja. Kommt aber auch drauf an, was Du machen willst. Ich habe
mir vor zwei Jahren eine Pinnacle DV500DVD geleistet. Die
Echtzeiteffekte und vor allem die Vorschau auf dem externen Monitor sind
eine wesentliche Erleichterung beim Schnitt, ich schneide aber dann und
wann auch noch analog, das hast Du ja anscheinend nicht vor.

> - LAN, USB, sonstige Anschlüsse. Irrelevant. Tastatur- und Mausanschluss
> hat jedes Mainboard.
> - Festplatte. Wieviel GB, wieviel Cache, wieviel U/min? Welche
> Schnittstelle? Sollte es S-ATA sein?

7200 U/Min, so viel Platz wie möglich. Eine Platte für System/Programme,
die andere für die Daten. Ich habe eine alte SCSI 10 GB Platte als
Systemplatte und dann 10 Wechselplatten IDE 7200 U/Min a 120 GB. Das
macht dann Spaß. Du wirst einiges an Festplattenplatz brauchen.

> - DVD-Writer. Entgegen vieler Unkenrufe laufen die DVD-R eines Kumpels
> auf den Stand-alone-Playern in der Verwandtschaft einwandfrei. Er
> verwendet einen billigen BTC.

Meine DVD-R (;auf Pioneer A04 und A05 gebrannt) laufen seit Jahren auch
überall. Ich habe mich um die Kombilaufwerke aber auch noch nicht
gekümmert und die 4x, die der A05 liefert reichen mir vollkommen. Ich
habe den ersten Brenner allerdings zu nem Zeitpunkt gekauft, als der
noch so viel gekostet hat, daß ich da heute 5 Stück für bekommen würde ;-))

cheers,

Laufi

--
http://www.laufi.de
http://www.warm-upper.com
http://www.oncemorepartypeople.de
http://www.trabi90.de



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Antwort von Thomas Matern:

Hi,

> Für die künftige Bearbeitung von Videos brauche ich wohl einen neue=
n und
> schnelleren PC. Er soll nur dazu dienen, Videos vom digitalen Camcorder=

> einzulesen, zu schneiden und auf Camcorder bzw. DVD-R auszugeben.
> Welches sind die minimalen Anforderungen für einen solchen PC?

> - Gehäuse. Reicht ein Billiggehäuse mit 350 Watt Netzteil?

Na klar. Wenn die Optik nicht entscheidend ist. Das Netzteil sollte mit
der CPU zurechtkommen.

> - CPU. Wieviel MHz und lieber AMD oder Intel?

So schnell wie moeglich. Die CPU ist der entscheidende Faktor fuer die
Kodierungsgeschwindigkeit. Intel soll wohl bei manchen Encodern besser
sein. Ich habe bisher nur AMD verbaut. Letztendlich ist das alles
eine Geldfrage.

Dual-Prozessorsysteme werden laengst nicht von allen Encodern
unterstuetzt - falls das also finanziell moeglich waere, vorher
pruefen, ob die eingesetzte Software davon nennenswert profitiert.

> - Mainboard. Eignet sich irgendein Chipset von ALI, SIS, Nvidia, Intel
> besonders für Videobearbeitung?

Ich habe hier vier Rechner, mit 2xSIS (;K7S5A), AliMagik1 und NForce2.
Ich nutze sie zum verteilten Kodieren (;uebers Netzwerk, alle Rechner
kodieren also den gleichen Film mit identischen Einstellungen).
Nennenswerte Geschwindigkeitsunterschiede gibt es nicht.

> - RAM. Wieviel? Reichen 512 MB oder lieber mehr?

512MB reichen. Dual-Channel bringt kaum was, CL2 ebensowenig.

> - Grafikkarte. Das billigste reicht bis nahezu irrelavant. Soll ja nur
> die Videos abspielen am Monitor und sonst nix. TV-In/out nicht nötig.=

Das billigste reicht. Aber keine Onboard-Karte mit Shared-Memory. Ich
hatte mal fuer kurze Zeit ein K7SEM im Einsatz. Bei Benutzung der
Onboard-Grafik halbierte sich die Kodierungsgeschwindigkeit.

> - Sound. Onboard reicht bis irrelavant.

Genau.

> - Firewire-Schnittstelle. Kann ich alles nehmen wo IEEE 1394, i.Link
> oder Firewire draufsteht oder gibt's da auch spezielle Empfehlungen?

Theoretisch sollte alles laufen.

> - Festplatte. Wieviel GB, wieviel Cache, wieviel U/min? Welche
> Schnittstelle? Sollte es S-ATA sein?

-GB: so gross wie noetig, im Zweifelsfall so gross wie moeglich ;-)
-Cache: irrelevant, das uebernimmt das Betriebssystem
-U/min: da selbst die 7200er Platten heute schoen leise sind, spricht
nichts dagegen.
-S-ATA: bringt keinen Vorteil.

Wenn du eher Videoschnitt planst, waere ein RAID-0 ueberlegenswert.
Soll das Video jedoch immer umkodiert (;DV->MPEG) werden, spielt die
Geschwindigkeit kaum eine Rolle.

> - DVD-Writer. Entgegen vieler Unkenrufe laufen die DVD-R eines Kumpels
> auf den Stand-alone-Playern in der Verwandtschaft einwandfrei. Er
> verwendet einen billigen BTC.

Die meisten aktuellen Brenner sind doch als billig einzustufen. Schau
dir doch mal Test z.B. in der c´t an. Fuer mein Verstaendnis recht gute=

Werte beim 4x brennen hatten (;c´t 5/04):
- BenQ DW-800A
- LG GSA-4081B
- Mitsumi DW-7872TE
- NEC ND-2500A
- NuTech DDW-081
- Plextor PX-708A
- Teac DV-W58G

> Irgendwlche Empfehlungen?

Ich habe einen alten Pioneer DVR-104 und den kann ich nicht empfehlen.
Wird wohl auch nicht mehr lieferbar sein ;-)

Vor einiger Zeit gab es hier mal eine Diskussion zu Thema Aufkleber
auf DVDs. Damals war es meine Meinung, dass die Aufkleber bei DVDs
weniger anrichten koennen als bei CDs.
Mittlerweile muss ich diese Ansicht komplett umkehren. Ich habe hier
eine DVD-Sammlung die nur noch fuer den Muell ist.
Die Aufkleber sehen aus wie neu - keine Wellen oder andere Abloesungen.
Die DVDs weisen auch keine sichtbaren Maengel auf.
Sie sind aber nicht mehr lesbar - in keinem Laufwerk. Manchmal meint
Windows sogar, einen leeren Rohling zu erkennen ;-)
Gleiche Rohlinge aus dieser Zeit, aber ohne Aufkleber sind noch
einwandfrei zu lesen.

Also: entweder bedrucken oder von Hand beschriften.

HTH, bye
Thomas



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Antwort von Jens Gerlach:

"Sven Boetcher" schrieb:

>Hallo!

Hallo Sven,

>Welches sind die minimalen Anforderungen für einen solchen PC? Es geht
>dabei um die billigste praktikable Lösung nur für Videobearbeitung. Ob

Da ich für einen Freund sowas erst kürzlich zusammengebaut habe, kann
ich Dir ein paar Empfehlungen geben.

>- Gehäuse. Reicht ein Billiggehäuse mit 350 Watt Netzteil?

Prinzipiell ja. Allerdings werden die Netzteil dann nicht unbedingt
leise sein. Ein leises Netzteil kostet nochmal ca. 40 EUR (;z.B. Coba
mit 120 mm-Lüfter)

>- CPU. Wieviel MHz und lieber AMD oder Intel?

Aus Kostengründen AMD. Natürlich sind manche Encoder auf Intel derzeit
etwas schneller, aber ob die paar Minuten weniger wirklich einen
heftigen Mehrpreis wert sind? Ich würde zu einem XP2400 tendieren.
Schnell genug und günstig und noch moderat kühlbar. Als CPU-Cooler
habe ich einen Arctic Cooler Coppersilent II TC (;7,50 EUR) verwendet,
der sehr leise ist, bei Bedarf hochregeln kann und die CPU ausreichend
kühlt.

>- Mainboard. Eignet sich irgendein Chipset von ALI, SIS, Nvidia, Intel
>besonders für Videobearbeitung?

Wenn Du das letzte Quäntchen Geschwindigkeit willst, dann am ehesten
Nvidia. Ich habe ein AsRock K7S8X (;Sis746) verwendet (;28 EUR) und bin
selbst überrascht worden. Es läuft auch nach mehreren Wochen absolut
stabil.

>- RAM. Wieviel? Reichen 512 MB oder lieber mehr?

IMHO reichen 512 MB. Und zum o.g. Prozessor würde ich PC266 CL2
nehmen. Allerdings unbedingt (;!!!) Markenspeicher, z.B. Infineon (;und
zwar echten, nicht nur die Chips).

>- Grafikkarte. Das billigste reicht bis nahezu irrelavant. Soll ja nur
>die Videos abspielen am Monitor und sonst nix. TV-In/out nicht nötig.

Da reicht sicherlich was günstiges. Eine Radeon 9200SE ist nicht
schlecht, zumal die meisten einen DVI haben und oft auch noch TV-Out,
was vielleicht später bei einem Videoschnittplatz helfen kann.
Alternativ eine gebrauchte Matrox-Karte.

>- Sound. Onboard reicht bis irrelavant.

Nicht wirklich irrelevant. Aber der Onboard-Sound auf dem K7S8X ist
nicht so schlecht. Damit kann man erstmal leben.

>- Firewire-Schnittstelle. Kann ich alles nehmen wo IEEE 1394, i.Link
>oder Firewire draufsteht oder gibt's da auch spezielle Empfehlungen?

Also ich habe nicht nur gute Erfahrungen mit billigen Firewirekarten
gemacht. Bei manchen ging Kamera -> PC, aber nicht mehr umgekehrt. Ich
nehme meistens gebrauchte Pinnacle DV-Karten, die sehr gut
funktionieren. Auch Firewire mit ausgewiesenem VIA-Chipsatz hat mich
noch nicht enttäuscht.

>- LAN, USB, sonstige Anschlüsse. Irrelevant. Tastatur- und Mausanschluss
>hat jedes Mainboard.

Dumm gelaufen, das AsRock hat 6 USB2-Ports und 10/100-Lan ;-)

>- Festplatte. Wieviel GB, wieviel Cache, wieviel U/min? Welche
>Schnittstelle? Sollte es S-ATA sein?

S-ATA würde ich nicht nehmen. Es bringt IMHO keinen wirklichen Vorteil
außer schmalen Kabeln. Im Moment zumindest. Abgesehen davon kann das
AsRock nichts mit SATA anfangen.
Für Videoschnitt: So groß wie möglich! 1 Stunde DV frisst ca. 13 GB.
Dann musst Du das Video bearbeiten (;Sequenzen werden
zwischengerendert) und als fertiges AVI ggf. wieder auf der Platte
abgelegt.
Bewährt hat sich eine Samsung SpinRite SP1614N, die mit real nutzbaren
149 GB auf unter 100 EUR zu haben ist.

>- DVD-Writer. Entgegen vieler Unkenrufe laufen die DVD-R eines Kumpels
>auf den Stand-alone-Playern in der Verwandtschaft einwandfrei. Er
>verwendet einen billigen BTC.

Das billig nicht unbedingt gut sein muss, kannst Du in diversen
c't-Tests nachlesen. Ebenso, dass es sich IMHO absolut nicht lohnt, an
den Rohlingen zu sparen. Gerade bei privaten Videos ist es bitter,
wenn die nach 3-4 Monaten nicht mehr lesbar sind. Jeder vernünftige
Brennerhersteller gibt Kompatibiliätslisten raus, die man sich auch
mal ansehen sollte. Ich würde derzeit einen LG4081B nehmen. Nicht
zuletzt wegen DVD-RAM. Aber das muss man für sich entscheiden. Es gibt
auch noch ein paar andere gute Brenner.

>Irgendwlche Empfehlungen?

Mit einem o.g. System kann man IMHO schon sehr schön Videos schneiden.
Kostenmäßig kommt man beim Selberzusammenbauen auf ca. knapp 500 EUR
(;nur der Rechner). Und das ist kein Billigkram. sondern günstig und
gut - aus eigener Erfahrung. Das Board habe ich jetzt übrigens schon
5x verbaut. Bislang in jedem Rechner ohne Probleme.

mfg Jens
--
Vokalensemble Vox Virorum
www.voxvirorum.de


Space


Antwort von Volker Schauff:

> - Gehäuse. Reicht ein Billiggehäuse mit 350 Watt Netzteil?

Ein billiges Gehäuse reicht, allerdings sollte ein gutes Netzteil rein.
350W reicht, solang eine gute Marke wie Fortron dahinter steht (;die
350er Fortron werden im Usenet gerne empfohlen weil preiswert, leise und
ausreichend stark). Watt ist nicht gleich Watt, wichtig ist die maximale
Stromstärke in Ampere pro x-Volt-Schiene, und hier sind die Fortron 350W
manch einem 550W No-Name überlegen. Außerdem ist die Frage ob das
Netzteil lang hält und bei Hitze oder Überspannung abschaltet oder in
ein paar Wochen explodiert und dir ne Spannungsspitze in die Hardware
jagt. Hol dir ein Gehäuse ohne Netzteil und dazu ein Fotron, Levicom
oder wenns sehr leise werden soll ein BeQuiet.

> - CPU. Wieviel MHz und lieber AMD oder Intel?

Es heißt oft, Intel wäre mit Hyperthreading für Videobearbeitung die
bessere CPU. Der Vorteil zieht aber erst ab Windows XP. Laß den Takt von
deinem Budget entscheiden. Auf hohen FSB-Takt (;200MHz/DDR400 bei Athlon
XP, 200MHz/800 Quad Pumped bei P4) achten. Eigentlich geben sich die
CPUs nichts und sind allesamt schnell genug.

> - Mainboard. Eignet sich irgendein Chipset von ALI, SIS, Nvidia, Intel
> besonders für Videobearbeitung?

"Damals"(;tm) als es noch M-JPEG-Karten gab hat einem der Chipsatz schon
stark mit reingespielt, weil der entscheidend war ob die Karte überhaupt
sauber lief oder nicht. Heute mit den externen DV-Wandlern wirds
problemloser. Bei Intel bist du beim Chipsatz recht festgenagelt auf
Intel, bei AMD gibts deutlich mehr Auswahl. Allerdings sollte der
Chipsatz Dual Channel beherrschen und mit zwei identischen RAM-Modulen
bestückt werden, das gibt noch mal ein Extra Leistungsplus. Die
Top-Chipsätze im Moment wären der Intel 875 für P4 und der nForce2 für
Athlon, der VIA KT600 könnte ebenfalls noch ganz gut sein, hier fehlen
mir aber Erfahrungswerte und Testergebnisse.

> - RAM. Wieviel? Reichen 512 MB oder lieber mehr?

Kommt auf deine Ansprüche an. Ich komme mit Media Studio Pro mit 512MB
unter Win2K problemlos klar, ohne daß auch in großen Projekten Ruckler
und lange Wartezeiten entstehen. Der Swapfile wird kaum bis nicht in
Anspruch genommen. Ich weiß nicht wie es mit Premiere Pro oder Avid
aussieht (;und ob du solche Dampfhämmer überhaupt nutzen willst), aber
RAM ist nicht teuer, und wenn du viel Audio und Video machen willst und
das Geld reicht nimm 2x512MB, sonst 2x256MB. PC400 CL2.5 reicht aus,
superteurer Corsair Ultra Low Latency bringt nicht den Leistungsschub
fürs Geld, dann lieber ne CPU-Generation höher.

> - Grafikkarte. Das billigste reicht bis nahezu irrelavant. Soll ja nur
> die Videos abspielen am Monitor und sonst nix. TV-In/out nicht nötig.

z.B. eine Asus A7000 (;mit Radeon 7000 Chipsatz), spottbillig, und ich
denke mal Signalqualität ausreichend. Für gute Signalqualität und Dual
Head (;Analog DVI/Analog) eine größere Radeon eines Markenherstellers wie
z.B. eine Sapphire 9000, oder wenn du mit TFTs arbeiten willst eine
Matrox P650, die hat Dual-DVI.

> - Sound. Onboard reicht bis irrelavant.

Wenn du keine Tonaufnahmen machen willst die über den Ton vom Video
hinausgehen geb ich dir Recht. Für analoge Aufnahmen zum Nachvertonen
mit geringen Ansprüchen und bei guten Onboard-Sound (;z.B. die Analog
Devices Soundcomm auf den Asus-Boards oder die nForce2 integrierte
Audio-Chips) auch. Wenn du analoge Aufnahmen zum nachvertonen machen
möchtest hol die ne kleine M-Audio (;Midiman) oder ST-Audio (;Hoontech)

> - Firewire-Schnittstelle. Kann ich alles nehmen wo IEEE 1394, i.Link
> oder Firewire draufsteht oder gibt's da auch spezielle Empfehlungen?

Qualitätsunterschiede gibts logischerweise keine, wenn du allerdings
einen ADVC100 oder 300 von Canopus (;die besten DV-Wandler die ich kenne,
hab selbst den 300) nutzen willst, die haben Probleme mit TI-Chips. Wenn
du dir ein Asus-Board holst (;z.B. P4C800 für P4 oder A7N8X für Athlon)
nimm die Deluxe-Ausführung, da ist ein VIA Firewire Controller onboard.
Der funktioniert auch ganz gut, und falls mal doch nicht (;über VIA gibts
viele Unkenrufe, man hat sich halt damals mit einigen Schrott-Chips den
Ruf versaut) kauf dir irgendne Billig-Fiwi-Karte für 20 Euro mit
irgendeinem anderen Chipsatz.

> - LAN, USB, sonstige Anschlüsse. Irrelevant. Tastatur- und Mausanschluss
> hat jedes Mainboard.

Wenn du dich für P4 und fürs Asus P4C800 entscheidest nimm das E-Deluxe.
Ich hab das normale Deluxe und habs ansich nicht bereut (;3Com 1Gbit
onboard - ich nutze jedoch nur 100Mbit, mein Rest-Netzwerk kann nicht
mehr). Allerdings hab ich nachher gehört, daß das E-Deluxe (;Intel 1Gbit)
den Vorteil hat, daß der Netzwerk-Controller nicht am PCI-Bus sondern
direkt am Bus-Hub hängt (;also quasi nen Bus für sich hat). Nur falls du
mal größere Datenmengen übers Netzwerk schieben mußt.

> - Festplatte. Wieviel GB, wieviel Cache, wieviel U/min? Welche
> Schnittstelle? Sollte es S-ATA sein?

8MB Cache, 7200rpm macht Sinn, Flüssigkeitslager ist heutzutage ja
üblich und sollte auch sein weil leiser. S-ATA ist im Moment noch nicht
ausgereizt und normale Platten stecken die anfallenden Datenmengen auch
locker weg. Größe: Entscheide selbst. Rechne max. 20GB für OS und
Programme (;was normal schon viel zu viel angesetzt ist wenn du wirklich
nur Videos bearbeiten und sonst garnix tun willst), und DV-Material ca.
3.3MB/s -> auf den restlichen 100GB einer 120GB-Platte könntest du über
500 Minuten rohes DV-Material unterbringen.

> - DVD-Writer. Entgegen vieler Unkenrufe laufen die DVD-R eines Kumpels
> auf den Stand-alone-Playern in der Verwandtschaft einwandfrei. Er
> verwendet einen billigen BTC.

Inzwischen scheinen ja die billigen auch zu funktionieren während
anfangs selbst die teuren Probleme gemacht haben (;ich denke, die
Entwicklung der Rohlinge hat ihren Teil dazu getan). DVD R9 ist
reizvoll, und sobald verfügbar und verbreitet werd ich mir sicher so
einen Brenner holen. Entweder du holst dir jetzt einen 8x-Brenner mit
recht hoher Wahrscheinlichkeit auf ein R9 Firmware-Update (;theoretisch
technisch möglich) oder das billigste Billgteil und rüstest später auf
einen R9 Brenner um.

Willst du nur mit digitalen Videos arbeiten (;DV) oder auch mit
Analog-Material? Wenn du noch hochwertige Analog-Lösungen brauchst meld
dich mal privat bei mir.


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Antwort von Heiko Nocon:

Sven Boetcher wrote:

>- CPU. Wieviel MHz und lieber AMD oder Intel?

AMD bietet nach wie vor das bessere Preis/Leistungsverhältnis. Was die
MHz betrifft: Zum reinen Schneiden und DV-Datentransfer sind die
ziemlich Wurscht.
Interessant werden sie erst, wenn du andere Bearbeitungen des Videos
machen willst, insbesondere Formatkonvertierungen. Also z.B. DVDs aus
dem DV-AVI machen, aufwendige Blenden berechnen oder komplexe Filter
anwenden willst.

Dann kann man natürlich nie genug MHz haben. Hier mußt du selbst einen
Kompromiß zwischen deiner Leidensfähigkeit beim Warten und beim Löhnen
finden. Das beste Preis/Leistungsverhältnis dürfte derzeit irgendwo
zwischen AthlonXP2400 und AthlonXP3200 zu finden sein.

>- Mainboard. Eignet sich irgendein Chipset von ALI, SIS, Nvidia, Intel
>besonders für Videobearbeitung?

Nö. Das geht eigentlich mit allen aktuellen Chipsätzen ziemlich gleich
gut.

>- RAM. Wieviel? Reichen 512 MB oder lieber mehr?

Reicht völlig. Mehr schadet aber ganz sicher auch nicht.

>- Firewire-Schnittstelle. Kann ich alles nehmen wo IEEE 1394, i.Link
>oder Firewire draufsteht oder gibt's da auch spezielle Empfehlungen?

Hier bezahlt man hauptsächlich die mitgelieferte Software, die Hardware
ist weitestgehend irrelevant.
Du mußt also danach entscheiden, ob und welche Software du eventuell
schon hast und welche du gern hättest und was sie dir wert ist. Wenn du
also schon das Programm deiner Wahl hast, kannst du die billigste
Firewirekarte kaufen, die du auftreiben kannst.

>- Festplatte. Wieviel GB, wieviel Cache, wieviel U/min? Welche
>Schnittstelle? Sollte es S-ATA sein?

So schnell wie möglich, so groß wie möglich, so viele wie möglich. Beim
HD-System sollte man bei einem Rechner zur Videobearbeitung zu
allerletzt sparen. Ein Raid0 mit je zwei 160er 7200rpm Platten für die
eigentliche Bearbeitung, dazu eine ggf. etwas langsamere Riesenplatte
für Archivzwecke sind als Minimum anzustreben. Bessere Ausstattung
schadet aber natürlich auch keinesfalls.

Ob S-ATA oder nicht ist dagegen bei heutigen Platten noch völlig
unwichtig. S-ATA bringt derzeit außer den "gelenkigeren" Kabeln noch
keinerlei Vorteile, kostet aber immer noch ein paar Teuro mehr. Muß man
also nicht haben.



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Antwort von Wolfgang Hauser:

"Laufi [Marco Laufenberg]" schrieb:

>> - Grafikkarte. Das billigste reicht bis nahezu irrelavant. Soll ja nur
>> die Videos abspielen am Monitor und sonst nix. TV-In/out nicht nötig.
>
>ja, so ist es - ich habe hier noch ne Matrox Marvel G200 laufen - die
>ist von 1997, glaube ich - und niemals Probleme.

Der Videoteil wird aber nur bis Win98 unterstützt, dito bei der Marvel
G400.


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Antwort von Laufi [Marco Laufenberg]:

Hi:

Wolfgang Hauser schrieb:
> "Laufi [Marco Laufenberg]" schrieb:

>>ja, so ist es - ich habe hier noch ne Matrox Marvel G200 laufen - die
>>ist von 1997, glaube ich - und niemals Probleme.
>
>
> Der Videoteil wird aber nur bis Win98 unterstützt, dito bei der Marvel
> G400.

richtig, sie läuft auch tatsächlich nur als Grafikkarte unter win2k,
gecapturet wird mit der DV500

Gruß,

Laufi
--
http://www.laufi.de
http://www.warm-upper.com
http://www.oncemorepartypeople.de
http://www.trabi90.de



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