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CGI vs. Stunts und Special Effects -- wie wichtig ist das Echte?



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Newsmeldung von slashCAM:


Fast alle Action- und Fantasy-Blockbuster werden heute zu großen Teilen in Greenscreen-Studios gedreht, die Bilder daraufhin an Computern erstellt oder verändert


Hier geht es zur Newsmeldung mit Link und Bildern auf den slashCAM Magazin-Seiten:
CGI vs. Stunts und Special Effects -- wie wichtig ist das Echte?




Antwort von kavenzmann:

Ich denke, pauschale Urteile über besser und schlechter werden dieser Fragestellung kaum gerecht.

Dazu gibt es haufenweise Beispiele, die Belegen dass CGI und VFX sparsam eingesetzt mehr als nur reine Effekthascherei sind (vgl. "Der Pianist" von R. Polanski). Andererseits gibt es dan der digitalen Revolution im Kino auch Filme, die quasi eine reine Effektschlacht sind, die ohne CGI so nicht möglich gewesen wäre.

Insgesamt ist doch toll, dass man die teils sehr aufwendige Inszenierung von Szenen dank CGI kostenmäßig im Zaum halten kann. Schade ist nur, dass die Phantasie der Regiesseure und Filmemacher darunter nicht gerade aufzublühen scheint. Schließlich muss die Kamera nicht alles explizit zeigen, was der Film erzählen will.



Antwort von Peppermintpost:

Die Frage ist nicht ob VFX gut oder schlecht sind. Die Frage ist eher ob man Kopfkino mag oder nicht. Die Digitale Revolution hat vor 20 Jahren begonnen und "Jurassic Park" war der Urknall. Zuvor hatte man sich entweder mit Stoptrick über die Szene retten müssen, was offensichtlich immer nach Fake ausgesehen hat, oder man hatte nur die Möglichkeit den VFX Shot im Kopf des Zuschauers stattfinden zu lassen.
In den letzten 20 Jahren hat sich die digital Technik so weit entwickelt, das heute alles machbar ist. Wenn man es sich ausdenken kann, dann kann man es auch auf die Leinwand bringen.
Jetzt kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein, was das spannendere Kino Erlebniss ist. Ich selbst schaue mindestens ein mal im Monat bewusst "klassiker" und freue mich wie Geschichten erzählt werden können ohne wirklich jedes Detail auch zu sehen. Das ist für mich auch tatsächlich eine hohe Kunst. Deswegen VFX aber zu dämonisieren bedeutet nur, einfach keine Ahnung zu haben. Viele Geschichten sind ohne VFX einfach nicht möglich. "Der Herr der Ringe" ohne VFX ist einfach nur ein Mittelalter Road Movie, wo ein paar behaarte Typen durch den Wald latschen, das will keiner sehen. "Iron Man" ohne VFX ist "The Big Bang Theorie", macht auch Spaß ist aber was total anderes.
Aber Filme wie "The Hurt Locker" oder "The Help" oder "Good Will Hunting" oder "Heat" könnten natürlich auch ohne VFX auskommen und es macht sie nicht zu schlechteren Filmen.
VFX einzusetzen ist eine stilistische Frage. Das macht einen Film weder gut noch schlecht. Schlecht ist es nur, wenn VFX die fehlende Handlung kompensieren sollen, dann ist der Film aber nicht schlecht wegen der VFX sondern wegen der fehlenden Handlung.
Abschliessend sollte man noch darüber nachdenken wie alt VFX sind. Sie sind so alt wie das Kino selbst. Und sehr viele der alten Meister waren auch Meister der VFX, Hitchcock, Kubrick, Spielberg haben immer VFX in ihren Filmen benutzt, aber auch Filme wie King Kong von 1933 oder Metropolis 1927 waren VFX Leuchtfeuer. Das ist also alles nicht wirklich neu.
Wenn man darüber spricht ob VFX für Film gut oder schlecht sind, dann kann man auch darüber sprechen ob Licht für Film gut oder schlecht ist.
Lars von Trier hat dazu auch seine spezielle eigene Meinung. Warum auch nicht.





Antwort von dirkus:

Vielen VFX Lastigen Produktionen fehlt es einfach an der Liebe zum Detail, da geht leider sehr oft vieles in oberflächlichem "Gigantomanismus" unter.

Für eine Schlacht reichen nicht mehr ein paar Hundert oder tausend Soldaten - es müssen gleich riesige Heere unterwegs sein, die sich bis zum Horizont erstrecken.

usw.

Für die meisten Filme gilt daher: Oft ist weniger einfach mehr. Dafür aber mehr in die Details gehen.

Wenn VFX dezent und unauffällig eingesetzt werden, und nur die Story stützen, ist es eine wunderbare Sache.



Antwort von Axel:

Abschliessend sollte man noch darüber nachdenken wie alt VFX sind. Sie sind so alt wie das Kino selbst. Und sehr viele der alten Meister waren auch Meister der VFX, Hitchcock, Kubrick, Spielberg haben immer VFX in ihren Filmen benutzt, aber auch Filme wie King Kong von 1933 oder Metropolis 1927 waren VFX Leuchtfeuer. Das ist also alles nicht wirklich neu.

Sehr wahr. Bei den alten Filmen waren es natürlich analoge VFX. Das betraf Multiplan-Kameras ("Nachbauten" der Kompositionsebenen aus AAE, in erster Linie für Zeichentrick), RotoscopingRotoscoping im Glossar erklärt auf optischen Bänken (Ausmaskieren von freizustellenden Objekten Bild für Bild - von Hand!) sowie Comps mit Travelling Mattes, ähnlich dem heutigen Keying.

Diese Dinge gelingen digital einfacher und besser, und jeder hasste die schlechten alten Effekte.

CGI aber mit animierten 3D-Objekten ersetzen heute großenteils die SFX, die physischen Props. Auch CGI zählt zu den VFX, da per definitionem einfach alles dazu gehört, was in der Postproduktion geschieht. Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass ein Film wie Sharknado ohne CGI nie in Angriff genommen worden wäre ;-)))

Und weiter: Hätten Shoedsack und Cooper 1933 CGI zur Verfügung gehabt, wäre der Film nie so berühmt geworden.



Antwort von DWUA:

...und manchmal soll etwas sogar echt unecht aussehen, wie z.B. in dieser 14 Jahre alten Parodie:

(incl. making of)
Ach ja, das Erscheinungsjahr von Final Destination war ebenfalls 2000.
Näheres zu Klaus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Staplerfahrer_Klaus

;))



Antwort von patfish:

Ich sehe VFX seit eh und je als wichtige Unterstützer um eine Geschichten visuell und inhaltlich bestmöglich voranzutreiben.

Aktuelle Blockbuster mit vielen Full CG Sequenzen oder Effekte die gar selber zum Hauptdarsteller werden, lassen mich als Betrachter emotional schnell erkalten und reißen mich durch diese Distanz schnell aus der Story.
Irgendwie kommen mir diese Filme schnell wie eine Art "coole" Videogame-Zwischensequenz vor in der eben von Anfang an klar ist, dass alles künstlich generiert; eben ein Spiel ist.

Daher glaub ich, dass eine ausgewogene Mischung aus "Realität" und sinnvoll eingesetzten, der Story dienlichen, CG Ergänzungen aktuell noch immer der beste Weg ist um ein Publikum wirklich in eine Story eintauchen zu lassen.

Wir fühlen eben mehr mit "echten" Menschen als mit CG generierten Pixeln mit. ...selbst wenn alles nur ein Fake ist :-)

LG,
Pat



Antwort von mash_gh4:

Christian Petzold hat sich in seinem neuen Film "Phoenix" recht entschieden gegen diese Form der technischen Produktionsvereinfachungen ausgesprochen:

ORF.at: Berlin zur Stunde null zeigen Sie als einen Straßenzug in Trümmern, entschlackt, kammerspielartig.

"Petzold: Wir haben uns entschieden, auf Zelluloid zu drehen und ohne digitale Bearbeitung. Ich kann das nicht ernst nehmen. Wenn ich ein digital bearbeitetes Bild sehe, erkenne ich es und glaube es nicht mehr. Das sind für mich von einzelnen Menschen in irgendwelchen Postproduktionsbüros hergestellte Landschaften, die die aus dem Gedächtnis herstellen."

Wir haben wirklich die Welt zerlegt, wirkliche Trümmerstraßen gehabt. Die sind sehr, sehr teuer gewesen, und ich wollte sie immer nur ein paar Sekunden zeigen. Ich wollte nicht den Trümmerfilm machen, die Trümmer müssen physisch da sein, aber es kommt ja auf die inneren Trümmer an. (http://orf.at/viennale/stories/2252265/)



Antwort von Peppermintpost:

naja was Petzold da vor sich hin labert ist ja nur Unvermögen als Feature zu verkaufen. Aber es geht mir ja genau so, ich mache jetzt mit der Handycam einen Film über meinen Vorgarten, ich hatte auch überlegt einen 200Millionen Dollar VFX Blockbuster zu drehen, aber da ist mir der Produktionsprozess nicht organisch genug, daher erscheint in Kürze auf Youtube "Mein Rosengarten" in SD und in Bunt.
Große Klasse.



Antwort von glnf:

Das entscheidende Argument gegen computergenerierte Effekte und Welten liegt für mich darin, dass jedes kleinste Detail von Designer gestaltet werden muss. Es fehlt die Unberechenbarkeit aber auch die Überraschungen und Schönheit echter Vorgänge.

Der Unterschied kann klein sein. Meist spürt man aber deutlich, wenn eine Einstellungen durch monatelange Fummelei in der Postproduktion geprägt ist. Dabei schlägt das oft auf Inszenierung und Schauspiel durch, da detailliert geplante Einstellungen realisiert werden müssen und der Spielraum für Ideen und Änderungen am Set verschwindend klein wird. Dadurch geht meist die Frische und Energie verloren, welche Filme früher oft geprägt haben.

Das lässt sich zum Beispiel gut an den Filmen von Martin Scorsese beobachten. So zeigen "Gangs of New York" und "The Aviator" streckenweise eine Schwerfälligkeit die das Gegenteil von dem sind, für was Scorseses Regiestil steht. Beim konventionell gedrehten "Departed" ist dann die alte Energie wieder da. Klar gibt es unterdessen "Meister des Reisbretts", allen voran Peter Jackson, trotzdem verstehe ich gut, dass viele Regisseure und Produzenten wieder möglichst "naturnah" drehen wollen. Selbst bei eher seichten Serien wie "The Fast and Furious" wird wieder möglichst viel in-camera und mit klassischen Effekten gelöst. Es führt halt meistens zu spannenderem Kino.



Antwort von Yaso:

http://www.wired.co.uk/news/archive/201 ... late-brain



Antwort von DSLR-Freak:

Es wäre schön, wenn Slashcam mal den Begriff "CGI" umfassend für den Video-Bereich beschreiben könnte. Er wird ständig verwendet, aber nicht erläutert - auch nicht im Lexikon...

Danke!



Antwort von Peppermintpost:

CGI bedeutet - Computer Generated Images,
das ist natürlich der Sieger beim Bullshit Bingo, weil dann ja wirklich alles was aus dem Computer ist CGI ist.
In Sprachgebrauch gemeint ist alles was aus der 3D kommt, also aus Maya, Max, Softimage, Houdini, Modo, Blender etc.

Hoffe das hilft.



Antwort von sgywalka:

Kochen wir jetz nur noch EIN EINIGES MENÜ? i do not hope so..

Wir haben jetz 3 Monate damit zugebracht folgendes zu tun:
einen ganzen Film im Computer zu bauen zu planen* ( jedes Set ist
bekannt)- weil der echte Film mit echten Stunds und rein und pur
gedreht wird. das bedeute, das wir jeden cm und jede 100tel Sekunde,
wissen wo sich der Darsteller(Stundman) keine mocaps keine fakes..,
befindet. geht das danebn ist er tot, sind wir tot.. mehr sei nicht verraten.

Ich kenne jetz jede Bahnstrecke in Europa, jede grindige Brücke und
es hat einen eigenen Gesckmack, wenn du die Rotorblätter des Helis, der
eig etwas weiter weg sein sollte, plötzlich nach Nackenhaaren und kerosin
und Angst schmeckt und eine priese Regenfront die plötzlich im Canyon da
war.
Und natürlich renne ich den Parcure nun mit 12 KIlo 24 meter über grund
ohne mit der Wimper zu zucken.
Lustig wird eine Geschichte mit heisser 750 Honda 1978...
es wird sich nicht ausgehen..trozdem machen wir das.

trozdem:

Hühnersuppe hat so nix mit schwarzwälder Kirsch zu tun.
oder
maler x im jahr 1756
und
maler y im jahr 2003

aber ich orte einen PURITANISMUS.... hm net? schon gel.

was ist das nächste? beim BETEN knien auf eiskaltem Stein?

* mocap stund grosse halle-ins 3d-ins post-kleine effecte und testkracher
deformations-sims etz.

ERSTE CHIRUGIE und die CD..und burrial on arrive...



Antwort von handiro:

Die gerade zuletzt erschienenen Klamotten mit Comic Figuren und Autos die sich in Roboter transformieren, sind allerdings Anlass sich Sorgen zu machen.
Dazu die fliegenden Karatisten und komplett aus dem Pezeh generierte Machwerke, wie Shrek...

Die Handlungen und Plots sind so erbärmlich wie der Rosengarten in SD :-)
Es geht nur noch um VFX und CGI, so wie früher Autoverfolgungsrennen. (die waren aber wenigstens noch ab und zu gut).

Echte Stunts finde ich immernoch besser.



Antwort von nachtaktiv:

Die Frage ist nicht ob VFX gut oder schlecht sind. Die Frage ist eher ob man Kopfkino mag oder nicht. Die Digitale Revolution hat vor 20 Jahren begonnen und "Jurassic Park" war der Urknall.

ich glaube, der herr hier möchte dir da widersprechen :

ich persönlich mag mittlerweile keine filme mehr mit übermässigem CGI einsatz. für mich ist der bogen da schon längst überspannt. das sieht mittlerweile alles nur noch unfreiwillig komisch aus...





Antwort von Peppermintpost:

aber in wie weit wiederspricht du mir? ich bewerte VFX doch garnicht. ich sage nur es ist ein technisches Hilfsmittel genau wie Licht oder ein Dolly, oder ein Filter vor der Kamera. Das ist weder gut noch schlecht. Man kann es benutzen und man kann es auch lassen. Das macht einen Film weder besser noch schlechter.
Es gibt Storys die sind ohne VFX nicht erzählbar. Da gibt es einige positive Beispiele z.B. Herr der Ringe, aber es gibt natürlich auch Beispiele die nicht so dolle sind. z.B. Battleship fand ich jetzt kein Filmisches Meisterwerk, auch wenn die VFX sehr gut gemacht waren, und der Film auch Unterhaltungswert hatte. Aber es wird keins von meinen Film Highlights.
Aber es gibt auch Filme die keine VFX haben und grossartig sind, genau wie es Filme ohne VFX gibt die super rottig sind.
Das alles hat nichts mit VFX zu tun, sondern mit dem Film an sich.



Antwort von Anne Nerven:

Was macht es denn für einen Unterschied, ob irgendwas in einem Film aus Pappe oder Pixeln besteht? Es interessiert doch nicht die Bohne, ob Tom Cruise am Fels hängt oder an einer grünen Wand. Es interessiert nichtmal, ob der Typ tatsächlich existiert, was hat man denn auch davon? Digital, Modell oder analog ist sowas von egal. Für einen 90Min-Kurzurlaub von den erbärmlichen Schul- und Arbeitskollegen und der(m) nervigen Alten bzw den doofen Eltern reicht es locker.



Antwort von nachtaktiv:

aber in wie weit wiederspricht du mir?

jurassic park kam 2 jahre später als der terminator in die kinos. und da sehe ich dann eher das richtige urknall datum.

Was macht es denn für einen Unterschied, ob irgendwas in einem Film aus Pappe oder Pixeln besteht? Es interessiert doch nicht die Bohne, ob Tom Cruise am Fels hängt oder an einer grünen Wand. Es interessiert nichtmal, ob der Typ tatsächlich existiert, was hat man denn auch davon? Digital, Modell oder analog ist sowas von egal. Für einen 90Min-Kurzurlaub von den erbärmlichen Schul- und Arbeitskollegen und der(m) nervigen Alten bzw den doofen Eltern reicht es locker.

genau .. der alberne tom cruise. wir hatten schon damals keinen bock mehr nach der szene.

MICH interessiert das. ich kann einen film ernster nehmen, wenn die action noch ein minimum an potentiellem realitätsgehalt hat.

es bringt ja nix, wenn der schauspieler absolut glaubwürdig spielen kann, die action aber so dermaßen überzogen und unglaubwürdig daher kommt (eben mit CGI überfrachtet), das der ganze film ne lachnummer wird.

für deinen 90 minütigen kurzurlaub möchte auch hinz und kunz sich als held fühlen, oder unterbewusst ein vorbild serviert bekommen, dem man vielleicht doch ganz gern nacheifert - vor allem in jüngeren jahren, in denen man sich noch die poster aufhängt.

deswegen sind vielleicht gerade schauspieler wie jackie chan oder er hier :



irgendwie (zumindest bei mir) beliebter als diese greenscreen und CGI schummler, die noch nie (gefühlt) richtig was riskieren mussten.

kurz gesagt : es is der wunsch nach mehr gefühlter authentizität.

weniger effekte, und wieder mehr interessante handlungen und charaktere. und ne action, die halbwegs glaubwürdig ist. das autos nach nem crash IMMER in flammen aufgehen, kann man ja noch verschmerzen. aber was die CGI industrie da mittlerweile an haarsträubenden szenen daherzaubert ... *gnarf* ...

/edit : der wunsch nach dem "echten" lässt die leute ja auch schweizer automatikuhren kaufen, anstatt des digitalweckers am arm. oder in hofläden der biohöfe einkaufen, anstatt im discounter mit dem industriefraß ....



Antwort von David Melodia:

Was macht es denn für einen Unterschied, ob irgendwas in einem Film aus Pappe oder Pixeln besteht? Es interessiert doch nicht die Bohne, ob Tom Cruise am Fels hängt oder an einer grünen Wand. Es interessiert nichtmal, ob der Typ tatsächlich existiert, was hat man denn auch davon? Digital, Modell oder analog ist sowas von egal. Für einen 90Min-Kurzurlaub von den erbärmlichen Schul- und Arbeitskollegen und der(m) nervigen Alten bzw den doofen Eltern reicht es locker.

Das macht sehr wohl einen Unterschied und mich interessiert das ebenso, wie nachtaktiv z.B.

Wenn Werner Herzog im Urwald in Peru ein verdammtes Schiff über einen Berg ziehen lässt, begeistert mich der Film auf einer Meta Ebene, da ich erfassen kann, das dies real passierte. Wenn der Kram auf der Soundstage vorm Greenscreen artifiziell nachempfunden wird, hat es nun mal nicht den selben Effekt.

Hab gestern mal wieder "Master and Commander" gesehen: Ein ganz wunderbares Beispiel wo echte Schiffe, Modelle und auch dezente CGI im Zusammenspiel mit einer gut trainierten und gedrillten Schauspielerriege, ein nicht am PC nachahmbares, meisterhaftes Schauspiel entfalten, das einem authentisch vor Augen hält, wie es gewesen sein muss, im 19. Jahrhundert auf einer englischen Fregatte.

Das bekommt man so nicht mit künstlichen Bildern hin.

Und das entfaltet auch die Begeisterung auf einer Meta Ebene. Dort wo die Werschätzung für das Authentische gelagert ist und angesprochen wird.



Antwort von Peppermintpost:

ja master & commander ist ein gutes beispiel für einen film ohne vfx.
besonders anständig war es von ILM dann trotzdem massen an vfx artists zu bezahlen. was die wohl die ganze zeit gemacht haben? vermutlich den make up artists kaffee gebracht.

infach mal im imdb full cast & crew ansehen

http://www.imdb.com/title/tt0311113/ful ... cl_sm#cast



Antwort von David Melodia:

ja master & commander ist ein gutes beispiel für einen film ohne vfx.
besonders anständig war es von ILM dann trotzdem massen an vfx artists zu bezahlen. was die wohl die ganze zeit gemacht haben? vermutlich den make up artists kaffee gebracht.

infach mal im imdb full cast & crew ansehen

http://www.imdb.com/title/tt0311113/ful ... cl_sm#cast

was zur Hölle... das sind ja bestimmt über 200 VFXler!

In dem "Making of", welches ich mir danach auf YT anschaute, war von teilweise digital einkopiertem Wellengang die Rede. Dafür brauch ich doch keine Armee von VFX Artists.



Antwort von Peppermintpost:

ne, weil es eine Verarschung ist, diese ganze "wir haben alles Real gedreht" fast alle Hollywood Blockbuster sind voll von VFX, auch wenn man sie oft nicht sieht. Im Grunde sieht man von den VFX fast nichts oder garnichts. Wenn ein Transformer in einer Stadt randaliert, dann ist das offensichtlich VFX. Aber es gibt fast immer hunderte von VFX Shots wo man es nicht sieht, weil es nicht offensichtlich ist, das es VFX sein muss.
Bei Oblivion war ja auch die Rede von keine VFX, lächerlich.



Antwort von glnf:

Ein wenig zwischen verschiedenen Effekttechniken zu unterscheiden wäre nicht falsch. Dazu empfehle ich aber das Lesen entsprechender Texte auf Wikipedia. Nur Kurz: Viele Effekte entstehen beim Drehen (wie zum Beispiel im obigen "Chuck Norris approved" Beispiel.) Dazu muss nichts in 3d konstruiert und animiert werden. Es werden nur Hilfsmittel wie Seile und Stützen aus dem Film herausretouchiert. Bei "Inception" wurden die Szenen in "Schwerelosigkeit" kopfüber gedreht. Auch hier musste ein Team fx Artisten die ganzen Seile und störenden Elemte entfernen. Das sind aber konventionelle Techniken, die schon lange angewendet werden. Wird jedoch der Körper des Darstellers und die Umgebung in 3d am Computer konstruiert und animiert, so hat man es mit echten cgi (computer generated images) zu tun. Da liegen Welten dazwischen.



Antwort von Peppermintpost:

Inception, schönes Beispiel, hat wenn ich nicht irre einen Oscar gewonnen für VFX, oder? Bestimmt für Wire Removal ;-)



Antwort von glnf:

Inception, schönes Beispiel, hat wenn ich nicht irre einen Oscar gewonnen für VFX, oder? Bestimmt für Wire Removal ;-)
Im Artikel geht es aber ausdrücklich um CGI und nicht um Special Effects oder meinetwegen VFX. Auf die will doch niemand verzichten. Nolan hat abgesehen davon bistimmt auch das eine oder andere 3D Tool eingesetzt. So weit wie möglich bevorzugt er aber beipielsweise Aufnahmen von Miniaturmodellen gegenüber CGI. Das macht schon einen Unterschied und schlägt sich vor allem in einer total anderen Arbeitsweise nieder.




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