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3D wichtig für Kino-Erfolg



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Frage von 3Dvideos:


2018 war ein lausiges Kino-Jahr. Schon im ersten Halbjahr war der Besuch um 15 Prozent zurückgegangen. Kein Film erreichte 4 Millionen Zuschauer. Aber auch 2018 waren die meisten erfolgreichen Filme in 3D gedreht. Zwar ist die Story immer noch wichtiger als die Technik. Aber an 3D führen offenbar nur wenige Wege vorbei:

http://www.insidekino.de/DJahr/D2018.htm



Antwort von -paleface-:

Warum sind da Filme wie Verschwörung und Isle of Dogs als Deutsche Filme makriert?

Zum Thema 3D. Wenn ich die Wahl habe IMMER 2D. Selbst wenn es gleich viel kosten würde.
3D nervt im Kino und zwar richtig.

Manche aus meinem Freundeskreis sagen die finden es ganz cool. Aber die gucken zu Hause ihre Filme aber auch mit 200herz und hören über die Boxen des Fernsehers.



Antwort von beiti:

Das ist mal wieder eine Frage nach Ursache und Wirkung. Meine Eindruck ist, dass dieselbe Art von Filmen auf den vorderen Plätzen landet, die auch ohne 3D typischerweise vorn landet: Hochrangig besetzte Actionfilme und deren Fortsetzungen sowie Verfilmungen von Erfolgsromanen. Solche "Popcorn-Filme" mit hoher Gewinnerwartung werden heute fast standardmäßig in 3D ins Kino gebracht ("in 3D gedreht" kann man nicht sagen, denn die meisten werden ja in 2D gedreht und nachträglich auf Fake-3D gerechnet). Welchen Anteil der 3D-Effekt am Erfolg hat bzw. wo in der Liste diese Filme ohne 3D-Effekt gelandet wären, kann man so einer Aufstellung also nicht entnehmen.

Das meine ich erst mal ganz neutral. Ich bin ja selber auch ein 3D-Skeptiker und war schon ewig nicht mehr in einem 3D-Film; trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass 3D bei einer gewissen Zuschauerklientel durchaus den Entschluss, ins Kino zu gehen, bestärkt. Die Kinos sind teilweise schon recht leer geworden in den letzten Jahren. Da mag 3D auf richtig großer Leinwand - wenn man es denn mag und verträgt - am ehesten noch einen Vorteil gegenüber dem 50"-Fernseher daheim ausmachen.
Das gilt aber nur für die besagte Art von Filmen. Die "seriöseren" Filme kommen fast alle ohne 3D ins Kino. Das hat sicher auch seine Gründe.

Ferner frage ich mich, wie sinnvoll eine Jahresaufstellung ist, wenn doch viele Filme auch über den Jahreswechsel hinaus laufen. Da teilt sich dann die Statistik zwischen zwei Jahren auf; ein Film, der z. B. 1 Million Zuschauer 2017 hatte und eine weitere Million 2018, landet in den Listen für 2017 und 2018 jeweils weit hinter den Filmen, die etwa im Januar gestartet sind und dann in einem Jahr 1,5 Millionen Zuschauer hatten.
In der Liste fällt mir gerade auf, dass "Der Junge muss an die frische Luft" angeblich schon 1,8 Mio Zuschauer 2018 hatte, obwohl er erst am 25. Dezember gestartet war. Kann das stimmen? Wenn ja, dann müsste der ja in Sachen Gesamt-Zuschauerzahl mittlerweile durch die Decke gegangen sein - und ganz ohne 3D.





Antwort von carstenkurz:

Erstens ist kaum einer dieser Filme in 3D 'gedreht' worden, sondern kam nur im 3D FormatFormat im Glossar erklärt in die Kinos. Zweitens schlüsselt diese Seite nicht nach 3D vs. 2D Vorstellungen des gleichen Films auf. Würde man 3D vs. 2D Besucher aufschlüsseln, sähe das nochmal anders aus. Drittens machen die Verleiher den Kinos ziemlich unangenehme Vorgaben, was die Verpflichtung, 3D zu spielen angeht. Sprich, Kinos haben in der Regel nur die Wahl, ausschließlich 3D zu spielen, oder nicht. Das verzerrt die Statistik ganz schön.

'Der Junge' ist in der Tat ein ziemlicher Senkrechtstarter in den Kinos, Stand heute hat der die 2 Millionen schon überschritten.

- Carsten



Antwort von ruessel:

Drittens machen die Verleiher den Kinos ziemlich unangenehme Vorgaben,

Also ist ein Kinobesitzer nur ein besserer Hausmeister für den Verleih? War das schon immer so?



Antwort von carstenkurz:

Je nach Sichtweise, ja. Zu Anfang haben ja die Verleiher die Kinos direkt betrieben. Als ihnen das untersagt wurde, mussten sie ihre Interessen halt anders durchsetzen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Studiosystem

Der Grund, dass die Verleiher auf 3D bestehen ist, dass die 3D Preise durchweg höher sind als 2D, und da die Verleiher prozentual an jeder Kinokarte verdienen, kommt halt bei jeder 3D Karte mehr rüber für sie.

- Carsten



Antwort von beiti:

Ich kenne persönlich immerhin zwei Leute, die Actionfilme in 3D ganz toll finden. Also komplett vorbei am Publikum ist der Trend wohl nicht. ;)
Wenn man sich mehr unter den Cineasten und Feingeistern bewegt, kann der Eindruck aber ganz anders ausfallen.
Die Frage ist, mit welcher Gruppe das Kino heute noch am ehesten Geld verdienen kann...



Antwort von 7River:

Ich denke mal dass 3D nur zweitrangig ist, ein nettes Gimmick. Vielmehr kommt es auf Story und Genre an. Nur Blockbuster und Fime mit außergewöhnlicher Story, wie z.B. "Das Wunder von Bern" oder "Titanic", locken Scharen von Menschen in die Kinos.



Antwort von 3Dvideos:


Warum sind da Filme wie Verschwörung und Isle of Dogs als Deutsche Filme makriert?

Zum Thema 3D. Wenn ich die Wahl habe IMMER 2D. Selbst wenn es gleich viel kosten würde.
3D nervt im Kino und zwar richtig.

Manche aus meinem Freundeskreis sagen die finden es ganz cool. Aber die gucken zu Hause ihre Filme aber auch mit 200herz und hören über die Boxen des Fernsehers.

3D, vor allem gutes 3D, ist tatsächlich eine Preisfrage, im Kino und im Wohnzimmer.



Antwort von didah:

von 3d im kino krieg ich kopfweh, ich mags überhaupt nicht - vorstellung in 2d oder aber auf bluray/netflix/piratesite/whatnot veröffentlichung warten.... aaaaaber, 3d in verbindung mit (dem hier so verhassten) VR ist eine ganz andere geschichte. auf einmal "wirklich" im cockpit eines helikopters zu sitzen macht echt was her ;)



Antwort von gekkonier:

Ich würde öfters ins Kino gehen, wenn es mehr 2D spielen würde.
Meine Frau trägt Brille, und ich bemerke den Effekt nach einer viertel Stunde kaum mehr.
Dafür mag ich nicht extra Geld zahlen. Schau ich mir den Film halt später mal an, läuft ja nix davon.



Antwort von 3Dvideos:

Man darf allerdings die Statistik nicht von einzelnen Nörglern her verstehen. Vielmehr ist der statistische Beweis ein Plädoyer für Formatoffenheit, also die Präsentation eines Films in 3D und 2D, so dass jeder den Film schauen kann, wie es ihm am besten erscheint. 3D ist also tatsächlich ein Erfolgsmerkmal. Wie die Fernsehzukunft als lineares StreamingStreaming im Glossar erklärt aussieht, steht in den Sternen. Aber auch lineares StreamingStreaming im Glossar erklärt kann von Formatoffenheit und damit vom Einstieg in 3D profitieren.



Antwort von carstenkurz:

https://www.heise.de/ct/artikel/Kein-Mu ... 68695.html

Lass mich raten: Du bist anderer Meinung...



Antwort von rush:

Für mich ist bis heute 3D kein relevantes Thema...

Sowie die Kunstkopf-Stereofonie Mangels fehlender Rezeptoren nie den Weg in die breite Masse gefunden hat steht es um die 3D Empfänglichkeit der breiten Masse. Es ist und bleibt gefühlt eher: Nische.

Virtual Reality wiederum finde ich spannend - allerdings qualitativ bis heute noch immer völlig unbefriedigend wenn man gewisse Ansprüche an visuelle Bildparameter hat und sich nicht von der VR-Technik ablenken lässt ( was mir dadurch (also durch fehlende BQ) entsprechend schwer fällt ). Wenn dieser Punkt irgendwann überwunden wird könnte es in der Tat interessant werden. Ob man das dann noch zu 3D zählt oder anders einsortiert mag ich nicht beurteilen/einschätzen.

Die typischen Mainstream-Action-Blockbuster rufen in mir häufig sowieso eher wenig Emotionen hervor - egal ob in 2d oder 3d... Das ist also sicher auch eine sehr persönliche Geschichte - denn einige gehen da ja voll drauf ab...
Das Genre Horror etwa könnte sicher auch von 3D bzw. mehr noch von VR profitieren. Da springen ja durchaus viele drauf an - selbst in 2d machen da gute Filme ein gewisses Klientel durchaus "fertig" - mit 3d/VR würde das die Sache möglicherweise weiter steigern.

Aber ansonsten?
Aktuell sehe ich 3D weiterhin eher als Randerscheinung. Die Kinos hoffe natürlich damit höhere Gewinne zu erzielen... So bauen sie auch Gestühl in Wohlfühlzonen um - verlieren aber in meinen Augen häufig den Fokus auf das Relevante - den Film.

Wenn mich was interessiert gehe ich in mein kleines Lokalkino - liebe die alten Sitze, fluche natürlich jedesmal trotzdem über fehlende Getränkehalter... merke allerdings ab Minute 17 das es völlig irrelevant ist ob ich das Getränk in der Hand halte, auf den Boden oder in eine entsprechend Halterung stelle. Wenn mich der Film flasht - ist das Drum-herum absolut nebensächlich. Und das ist doch der Punkt. So beschissen und banal dieses Klischee ist: wenn der Film gut ist und einen berührt - ist die Welt in Ordnung. Egal ob im Leder-Schicki-micki Gestühl oder im abgeranzten oldschool-kinosessel.

Wenn dagegen Mainstream-balla-balla boom ohne Hirn und Verstand oder langweilige Geschichten groß aufgeblasen werden kann ich damit halt nix anfangen. Da hilft dann eben auch kein 3D... Auch nicht dem Verleiher.




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