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News : AMD Kaveri - günstiger Vorbote der PC-Zukunft?

von Mo, 20.Januar 2014


Vor ein paar Tagen hat AMD seinen Kaveri vorgestellt, und das auch schon erhältliche Topmodell A10-7850K ist bereits bei einigen Online-Händlern für unter 160 Euro verfügbar. Hierbei handelt es sich um eine Quad-Core CPU die mit einer 8 Core GPU kombiniert zusätzlich 512 Shader-Kerne unter einer Prozessor-Haube zur Verfügung stellt. Diese GPU-Shader rechnen mit ca. 700 GFlops auf dem Niveau von Einstiegsgrafikarten, weisen aber eine von uns schon öfter betonte entscheidende Neuigkeit auf: Sie besitzen eine Unified Memory Architecture, d.h. der Hauptspeicher und der Grafikkartenspeicher sind eines. Zeitaufwendiges herumschieben zwischen GPU und CPU kann entfallen.

Bei vielen aktuellen Videoschnittapplikationen spielt die Anzahl der Rechenkerne eine nicht so gravierende Rolle, wie der Speicher und dessen schnelle Anbindung. Gerade bei der Speichergröße könnte Kaveri selbst Workstation-Karten paroli bieten, denn technisch scheint nichts dagegen zu sprechen, mit der GPU auch 8GB oder mehr Speicher direkt anzuprechen. Limitierend ist dagegen das DDR3-Speicherinterface, das im zweikanalig ausgelegten FM2+ Sockel gerade mal 34,1 GB/s übertragen kann.

Doch nun wurde bekannt, dass der Kaveri-Kern auch den bei Grafikkarten genutzten DDR5-Speicher ansprechen kann und hiermit beachtliche 192 GB/s erreichen könnte, wenn es denn einen entsprechenden Sockel mit DDR5-Vierkanal-Anbindung gäbe. Das läge dann schon auf den Niveau aktueller Top-Grafikkarten, wohlgemerkt kombiniert als Speicher auch für die CPU.

Diese AMD-Technik kommt übrigens genau so in der Playstation 4 und und der Xbox One zum Einsatz wo eben 8GB Unified RAM mit ca. 190 GB/s angebunden sind. Nur sind dort schon 8 CPU Kerne und 1024 Shader-Einheiten im Einsatz. Also ziemlich genau ein "doppelter Kaveri".

Gäbe es diese AMD-Konsolen-CPUs schon heute für PCs, so wäre eine solche Plattform für günstige Schnitt-und Grading-Programme höchst interessant. Aber dafür ist die Zeit wohl noch nicht reif. Umgekehrt fänden wir es durchaus spannend zu sehen, wie weit man mit dem neuen AMD Kaveri unter Vegas, Premiere und DaVinci kommt. Und ob vielleicht die Unified Memory DDR3-Architektur durch die obsoleten Speichertransfehrs etwas Performanceverlust wettmachen kann. Oder noch besser, wenn jemand ein 4K-Schnitt-System für die Konsolen anbieten würde.

Unter diesem Aspekt darf man auch schon heute einen Blick auf diese Benchmarks von Toms Hardware werfen: After Effects scheint die Unified Memory Architektur zu lieben. Und so kommt es tatsächlich zu der lang nicht mehr gesehenen Situation, dass der A10-7850K sogar einen Intel i5-4670K im After Effects Benchmark schlägt.


  

[4 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Schleichmichel    21:51 am 20.1.2014
Ein weilchen vorher schon (1985) beim Amiga, wo auch jeder Coprozessor direkt auf den Speicher zugriff hatte. Tolle Maschine...mi-ser-a-bel-stes Management im Hauptsitz. Aus...weiterlesen
iasi    12:52 am 20.1.2014
ja - bedenkt man, dass AMD/ATI erst seit wenigen Monaten von Adobe CC genutzt wird ... da tut sich etwas ...
chmee    12:41 am 20.1.2014
weil das Konzept anders ist. Nicht unschuldig ist der Einkauf von ATI, oder besser, die Basis für das Konzept.. Der Gedanke ist, mehr und mehr an "CoProzessoren" abzugeben.....weiterlesen
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