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Audio normalisieren in Premiere CS4 bzw. CS5




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Frage von Wedding_HDV:


Hallo Zusammen,

in der Version CS3 hatte ich die Möglichkeit, über das Menü "Audioverstärkung" den Ton zu "Normalisieren". Dabei wurden die absoluten Spitzen ermittelt und der Ton anhand des vorliegenden Materials verstärkt oder gedämpft. Nun gibt es diese Funktion in der CS4 und 5 nicht mehr. Jetzt muss ich die Db Angaben erraten und manual angeben. Bei mir dauert es dann ziemlich lange, bis ich die richtige Db Angebe gefunden habe.

Gibt es eine geschicktere Funktion? Wie nutze ich die Audioverstärkung richtig in den Versionen CS4 und 5?

MfG




Antwort von srone:

cs4+5: nach dem rechtsklick in der timeline auf den audioclip, audioverstärkung auswählen, dann den 3. menüpunkt von oben "maximale spitzen auf 0 (;einstellbar) db verstärken" auswählen, den db wert auf -0,3 einstellen.
das entspricht dann dem üblichen normalisieren, allerdings benutze ich auf anraten eines ton-ing. -0,3 statt 0,0 db, der lautstärkeverlust ist minimal, die clippingvermeidung vor allem auch bei nachfolgender verarbeitung, jedoch besser.

lg

srone



Antwort von Wedding_HDV:

Das hat jetzt nicht viel gebracht. Meistens muss der Ton verstärkt werden und nicht umgekehrt. Ich suche nach einer automatischen Lösung, die auch auf mehrere Clips gleichzeitig angewendet werden könnte.
Gibt es hier einen Soundboth Experte?



Antwort von srone:

"Wedding_HDV" wrote:
Das hat jetzt nicht viel gebracht. Meistens muss der Ton verstärkt werden und nicht umgekehrt. Ich suche nach einer automatischen Lösung, die auch auf mehrere Clips gleichzeitig angewendet werden könnte.
Gibt es hier einen Soundboth Experte?


du scheinst das prinzip des normalisierens nicht verstanden zu haben, das lauteste mögliche sind 0db, -0,3db liegt also knapp darunter. du schreibst in einem anderen thread deine wellenformen seien klein, also geschätzte -12db, wenn jetzt diese -12db auf -0,3db verstärkt werden entspricht das einer vervierfachung der lautstärke. sollten sich allerdings pegelspitzen die höher zb -3db liegen in deinem audiomaterial befinden, so kann auch nur um 2,7db auf -0,3db verstärkt werden.
der dir bekannte normalisierungsvorgang ist vollkommen dasselbe wie "max spitzen auf 0db verstärken" bitte genau lesen und verstehen, nicht "max spitzen um 0db verstärken".
wenn dir dein signal insgesamt zu leise bzw zu wenig druckvoll erscheint, so würde hier eher der einsatz eines compressors, die gewünschte wirkung erzeugen.

lg

srone

ps, siehe auch hier:
http://www.delamar.de/tutorials/grundlagen-audiobearbeitung-normalisieren-von-audiodateien-und-mp3-7083/



Antwort von Wedding_HDV:

Danke srone für den Tipp,

Ich hab mein Problem jetzt so gelöst:

1. Gesamte Sequenz als Audio Interchange File FormatFormat im Glossar erklärt exportieren
2. In Adobe Soundboth importieren
3. Lautstärkekorrektur > Lautstärke anpassen

Das hat mir schnell den gewünschten effekt gebracht.

Viele Grüße!



Antwort von thos-berlin:

Dein Workoround hat dir Dein gewünschtes Ergebnis gebracht. Prima.

Prinzipiell aber ist der Beitrag von srone richtig. Auf genau die gleiche Art werden mit Premiere von der Medienassistenz bei ALEX, dem offenen Kanal Berlin, meine Beiträge von "meinen" 0 db auf "deren" -9 db abgesenkt. Gleiches geht auch mit Verstärkung. Erlebe ich alle 14 Tage wieder....

Die Frage ist nun: Macht Dein Workaround doch mehr, als nur normalisieren ?



Antwort von masterseb:

wahrscheinlich ist das ein limiter-effekt mi gleichzeitiger verstärkung. hätte als ergebnis eine normalisierung, nur dass jene bereiche, die weit unter einer 0db spitze liegen ebenfalls angehoben werden um einen frei wählbaren betrag. so läufts zumindest bei TV-ton. allerdings auf -9db. ich würde für filmton den kinostandard -6db empfehlen und für alles andere -3db als max. wert



Antwort von Debonnaire:

Hallo masterseb!

Was spricht denn dagegen, alles auf knapp unter 0 dB zu normalisieren/komprimieren, statt -3 bis -9? Solange das finale Gesamtsignal 0 dB nicht überschreitet, sollte doch in jedem beliebigen Ausgabemedium der optimal kraftvolle und dennoch klare Klang erzielt werden, oder nicht? Kannst du mir das mal näher erklären, bitte?

Merci!



Antwort von masterseb:

es gibt eben gewisse pegel-standards, die den dynamik bereich vorgeben. tv hat eine sehr geringe dynamik. das ganze hat mit dem "signal-to-noise ratio" zu tun. wenn du näheres wissen willst, lies am besten hier nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Dynamikumfang ohne technisch zu werden, hat das natürlich mit der signal qualität zu tun, wie diese aufgenommen, gemischt und wiedergegeben wird. aber gerade im kino-bereich passieren da noch ganz andere dinge. stichwort dolby-standard. da wird in "dbfs" gerechnet und bei der codierung kommen sowohl normalizer, compressor als auch limiter zum tragen: http://de.wikipedia.org/wiki/DBFS. dolby hat zb. eine schranke von -27dbfs. alles recht wild, was da passiert. um da eben möglichst viel spiel der einzelnen endformate zu haben, verwende ich meistens .3db oder besser -6db.

hoffe, dir ein wenig mehr infos gegeben zu haben



Antwort von dagger_pca:

Also ich will behaupten, dass wenn das Produkt fertig geschnitten ist und
man weiß, wie laut die lauteste Stelle ist, dann kann man ruhig auf 0 bzw.
-0,3 dBFS aussteuern. Wenn man weniger macht, dann verschenkt man
viel an Dynamik. Die Ganzen technischen Vorgaben wie zbs -9dBFS bei
ARD, beruhen einfach auf der Sicherheit und Standard für einen konstanten Pegel...
Es hätten auch -6 sein können, man will aber für alle Fälle...

Wegen dem Kino, wie hier behauptet wurde... Ich weiß nicht, eigentlich ist
dort die Dynamik viel größer, aber auch die Abhörsituation anders, als beim
Fernsehen...

Zum Schluss
Soweit privat, kann ruhig bis -3 - -0,3 dBFS normalisiert
werden und wenn man für jemanden was produziert, dann bekommt man
die Vorgaben sowieso von ihm


Peace!
Dagger




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update am 24.Mai 2012 - 14:40
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