Die EOS 550D reizt FullHD definitiv nicht aus. Dafür ist sie etwas zu unscharf, was allerdings auch für alle anderen bisher von uns getesteten DSLRs (incl. Sonys neuer NEX-VG10) gilt. Dass sie dennoch tolle Videos macht, liegt unter anderem auch daran, dass das menschliche Auge sich stark an relativen Schärfeeindrücken orientiert. Und diesem Bildeindruck zaubert die EOS dank großem Bildsensor problemlos und beeindruckend herbei. Auch die manuelle Bedienung ist ziemlich cool und für szenische Arbeit jedem 1000 Euro AVCHD-Camcorder überlegen, da es für fast jede notwendige Funktion auch eine externe Taste gibt. Allein das macht Kamera gerade für alle Filmer höchst interessant, die für einen amtlichen Filmlook möglichst wenig Geld investieren wollen.
Absolutes Killerfeature für eine ernstzunehmende Produktion sind jedoch die Bildprofile, die eine extreme Aufnahme-Dynamik ermöglichen. Feiner Zug, dass Canon diese auch für die 550D ermöglicht und nicht nur den großen Modellen vorbehält. Auch die USB-Fernbedienung via EOS-Utility ist sicherlich für manche Produktionen von unschätzbarem Vorteil. Wie alle anderen Canon DSLRs hat die Kamera aber natürlich auch mit kurzen Cliplängen (max 29 Min) und Sensor-Hitze zu kämpfen. Und auch wichtige Features wie Audio, ND-Filter oder Zoom müssen bei Bedarf trickreich dazu gefrickelt werden. Wer jedoch den Rebel-Film-Making Style pflegt, für den gibt es zur Zeit einfach kein günstigeres Spielzeug um zu einem ansehnlichen Filmlook zu gelangen.
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