Rechenspiele

Apropos Datenraten:



Im RAW-Modus schreibt die Kamera bei 24 fps 115,5 MB/s, bei 25 fps 120,31 MB/s und bei 30 fps 144,37 MB/s (alles + Audio).



In Minuten sind das dann ziemlich genau: 6,9 GB/Min (24fps), 7,2 GB/Min (25fps),8,6 GB/Min (30fps).



Imposante Datenberge, die erst einmal gemanaged sein wollen. Bei 10 Bit ProRes-Aufnhamen sinkt die Datenrate dagegen ungefähr auf ein Fünftel. Knapp 200 Mbit/s sind dabei durchschnittlich bei unseren 25p-Aufnahmen angefallen, was ca. 28 MB/s entspricht. Schon die dabei erzeugten 1,7 GB/Minute wollen erst einmal verdaut sein. Zum Vergleich sind das noch acht mal mehr Daten als AVCHD und noch die vierfache Datenrate von Canons MPEG2 4:2:2-Codec.



Die Frameraten selbst sind ebenfalls sehr puristisch angelegt: Also 23,98, 24, 25, 29,97 sowie 30 fps.


Slow-Motion, 50/60p sowie Timelapse gibt es übrigens gar nicht.



Dafür ist es sehr positiv anzusehen, wie die Display-Frequenz bei der Vorschau live den Framerate-Einstellungen angepasst wird. Bei anderen Kameraherstellern ist für eine Umschaltung nach 24p teilweise sogar ein Reeboot notwendig oder verschiedene Frameraten werden komplett in verschiedenen Länderversionen gesperrt.





Lowlight

Bei den Lowlight-Aufnahmen ist nicht leicht, eine vergleichbare Einschätzung zu anderen Kameras zu ziehen, das sich ja durch den RAW-Modus das Bild beliebig interpretieren lässt.


Wir haben dennoch einmal versucht euch ein paar Beispielbilder zu generieren um eine Einschätzung zu ermöglichen.



Zuallererst hier einmal ein RAW-Bild im Filmmodus ohne LUT aus DaVinci gespielt:





1200 Lux RAW ohne LUT



Wie man sieht, wirken die Farben blass, aber es gibt Dynamik bis zum Abwinken. Will man den typischen Videolook, kann man beispielsweise eine FILM->709-LUT in Resolve zur Interpretation anwenden. Das 1200LUX Bild sähe in diesem Fall so aus:




1200 Lux RAW mit 709-LUT



Gehen wir nun ins Lowlight bei 12Lux, so produziert die Kamera bei einer Blende von 2,8 und ISO1600 bei einem 180 Grad Shutter folgendes Bild:




12 Lux, 25p, 1/50s (180 Grad Shutter), 3200K, ISO1600



Es ist zwar auf den ersten Blick relativ dunkel, jedoch rauscht es sehr wenig und es bleiben eine Menge Details übrig. Üblicherweise gehen wir in unseren Tests ja auch noch auf ein optimiertes Testbild, in diesem Fall verlängern wir den Shutter auf 360 Grad (= 1/25s Belichtung) und verstärken in der Interpretation etwas die Helligkeit:




12 Lux, 25p, 1/25s (360 Grad Shutter), 3200K, ISO1600, Helligkeit angepasst.



Man beachte das geringe Rauschen sowie die immer noch sehr passable Schärfe des Bildes (bei ISO1600, F2,8, 1/25s).



Zusammenfassend lässt sich daher definitiv Entwarnung geben, was eine mögliche Lichtschwäche der Blackmagic angeht. Die Cinema Camera ist entgegen ersten Erwartungen sogar ziemlich lichtstark. Zwar kommt sie nicht Vollformat Low-Light-Champions wie die Canon 5D MkIII heran, jedoch dürften ihre Reserven mehr als ausreichend sein, um in typischen "Available Light"-Szenarios problemlos zu agieren.



Mit dieser Erkenntnis wollen wir den zweiten Teil unseres großen Black Magic Cinema Camera Test abschließen, jedoch steht noch ein interessanter dritter Teil in den Startlöchern. Hier geht es dann auch einmal um die echten Nachteile der Kamera sowie um unser zusammenfassendes Fazit. Also, dran bleiben Jungs und Mädels...


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