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/// Test : Sonstige

Test : 10Bit SDI mit der Sony PMW EX1+ Megacine
von rob So, 13.Januar 2008   


Nach Angaben von Sony liegt am SDI-Out der PMW EX1 ein komplettes 4:2:24:2:2 im Glossar erklärt 10Bit unkomprimiertes Signal an. Wir haben in einem kurzen Test ein Paar Frames gecaptured und stellen diese zum Download und zur persönlichen Begutachtung zur Verfügung. Wir haben das gleiche Bild zusätzlich als MPEG2MPEG2 im Glossar erklärt Signal aufgezeichnet, so dass ein Vergleich zwischen 10 BitBit im Glossar erklärt Unkomprimiert und EXCAM HD Material (35Mbits) möglich wird.

Der Test ist als erste, kurze Annäherung an das SDI-Signal der EX1 zu verstehen. Wenn etwas mehr Zeit zur Verfügung stünde, wäre ein BlueScreen-Vergleichsshots ziemlich Klasse - schauen wir mal - hier jedoch erstmal in aller Kürze unser erstes SDI-Material der EX1.

10Bit Uncompressed in Apples Color mit dem schicken FX "Bleach & Bypass" Effekt versehen



Auf einen akkuraten WeissabgleichWeissabgleich im Glossar erklärt beim Dreh haben wir verzichtet und bearbeiten das Material an Stelle von dessen nachträglich mit starken Farbkorrekturen. Wir wollen gerade auch im Vergleich mit dem 35 MBit/s Material sehen, wie weit sich die jeweiligen Formate >pushen< lassen. (An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an unser bezauberndes Fussmodel N.) Doch vor den Farbspielereien steht die Aufnahme - bzw. die Frage: Wie capturen wir 1920x1080 10 BitBit im Glossar erklärt Uncompressed mal eben auf die Schnelle ?

Mindestens genauso interessant wie das 10Bit Material dürfte daher für viele das hier genutzte EX1 Uncompressed-Capture-Setup sein: In diesem speziellen Fall hatten wir einen durchaus mobilen Festplattenrekorder namens Megacine in Kabelreichweite der EX1 stehen, der mit reichlich Anschlüssen ausgestattet ist - u.a. mit einem Duallink HD-SDI I/O, wovon uns in diesem Fall der eine SDISDI im Glossar erklärt IN völlig ausreichte.

Klein, stabil, 5 Kg schwer und einfach zu bedienen.



Die Megacine eignet sich für all diejenigen Uncompressed-Produktionen, die kein eigenes Festplattenraid am Start haben oder sehr kurzfristig eine Lösung brauchen, die sich durch extrem einfache Bedienung auszeichnet. "Einfach" bedeutet in diesem Fall, dass kein extra Assistent an einem Rechner/Festplatten-Raid gebraucht wird, sondern der Kameramann selbst einfach auf Record und Stop drückt und sich ansonsten nicht weiter um den unkomprimierten DatenstromDatenstrom im Glossar erklärt kümmern muss. Wer sich für die technischen Daten der Megacine interessiert (in dem guten Stück arbeiten derzeit 16 Notebook-Festplatten - eine Flash-basierte Variante soll ebenfalls verfügbar sein), findet hier eine kleine Zusammenfassung:

- Unkomprimierte Aufzeichnung und Wiedergabe von SD, HD und DC (Digital Cinema) Formaten
- Duallink HD-SDI I/O
- Auflösung bis zu 1080/p60 und 2k (2048x1080/p24)
- unterstützt 4:4:44:4:4 im Glossar erklärt, 12 BitBit im Glossar erklärt Farbtiefe
- 1 TB Speicher (RAID-6 gesichert)
- Kapazität für ca. 90 min HD Video in 4:2:24:2:2 im Glossar erklärt, 8 BitBit im Glossar erklärt oder ca. 45 min. in 4:4:44:4:4 im Glossar erklärt, 12 Bit.
- Datentransfer via FibreChannel oder FireWire
- kompaktes Gehäuse (286 x 206 x 194 mm)
- Stromversorgung 12-36 V

(Die ca. >Motorrad-Helm-Große< Megacine ist eine Entwicklung des Fraunhofer Instiuts und seit ca. einem Jahr erhältlich. Der Dank der Redaktion geht an die Camelot Broadcast Services GmbH in Berlin für deren kurzfristiges und wie stets freundlich und kompetentes Zur-Verfügung-Stellen des Equipments)

Tatsächlich ist die Megacine absolut narrensicher in der Bedienung und innerhalb von 3 Minuten für das Recording fertig aufgebaut. Einfach SDI-Ports zwischen Kamera und Megacine verbinden und auf dem integrierten Vorschau-Monitor erscheint das SDI-OUT Kamerasignal - gleich ob es sich um SD- oder HD-Signale handelt. Dann nur noch das Recording starten und auf dem kompakten Festplattenraid landet alles, was in diesem Fall VOR der MPEG2-Komprimierung über den Sensor der EX1 geht. Nach der Aufnahme dient das eingebaute Display zur Sichtung der Aufnahme. Diese wird umgehend und in Echtzeit zur Verfügung gestellt.

Angenehm überrascht waren wir von der geringen Lautstärke der kleinen >RAID-Panzers< - wer mal in einem Studio neben entsprechenden RAID-Türmen gestanden hat, findet die Megacine geradezu lächerlich leise. Sollte ein besonders mobiles Setup benötigt werden, braucht es eigentlich nur entsprechende BNC Kabellängen oder man denkt gleich in Richtung Dolly.

Aufzeichnen tut die Megacine in einem ebenfalls vom Frauenhofer entwickelten RAW-Format, das mit einem mitgelieferten Transfer Tool in geläufige Produktions-Formate transkodiert werden kann. In unserem Fall haben wir uns für TIF-Einzelbildfolgen entschieden. Das bedeutet also Einzelbilder in der Größe 1920x1080 zu 11,9 MB das Stück. Damit wären wir bei 297,5 MB/sMB/s im Glossar erklärt oder ca. 2500 MBit/s. Für die anschließende Bearbeitung eine zugegeben recht sportliche Angelegenheit. Wer unbedingt am Original arbeiten muss, sollte also in ein entsprechendes RAID-SystemRAID-System im Glossar erklärt investieren. Einen brauchbaren Kompromiss stellen Codecs wie ProRes 422ProRes 422 im Glossar erklärt oder ähnliche Online-Codecs dar - zugegeben eine Frage der qualitativen Abwägung. Wer trotzdem nicht auf absolute Qualität verzichten kann, dem sei ein klassischer Offline-Schnitt mit dem zeitgleich generierten EXCAM HD 35Mbit/s Material geraten. Der Online-Schnitt wird dann dort gemacht, wo die dicken Tanten stehen. Doch genug vom Schnitt - anbei also das unkomprimierte Material zur freien Begutachtung für alle im Vergleich zum 35MBits EXCAM HD Stream. Aufgrund der enormen Datenraten haben wir für den Uncompressed-Stream nur ein Original-Tiff-Frame zum Download. Für den 35MBit/s Stream steht wie gewohnt der extrahierte MPEG2MPEG2 im Glossar erklärt Stream zur Verfügung.

Besonders anschaulich zeigt sich das größere Potential für FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt des 10Bit-Materials in diesem Vergleichs-Shot. Während das MPEG2MPEG2 im Glossar erklärt des EXCAM HD Codecs mit deutlichen Banding-Artefakten (abgestufter Farbverlauf) an sein Limit kommt (rechts zu sehen), sieht das SDI-Material noch gleichmässig aus, selbst wenn man, wie in diesem Fall, die Helligkeit des SDI-Signals noch etwas höher zieht als das EXCAM HD Material. Gefilmt wurde mit komplett offener BlendeBlende im Glossar erklärt in HQ 1080i50.

Links das 10Bit unkomprimierte SDISDI im Glossar erklärt Signal, rechts die EXCAM HD Footage



Viel Spass beim Ausprobieren an den Originalen:

1920x1080 TIF-Frame Original zum Download (11,9MB)
1920x1080 EXCAM HD 35Mbit/s zum Download (8 Sekunden - 36MB)

Der Dank für das unkomplizierte, freundliche und kompetente zur Verfügung Stellen des Megacine Festplattenrecorders geht an die Camelot Broadcast Services GmbH in Berlin.

P.S.
Demnächst (nach 10 Tagen Urlaub: -) geht es mit dem Review eines mobilen eSATA RAID-Setups am MacBook Pro in Sachen Postpro-Workflow weiter ... so stay tuned.

weitere Artikel zum Thema Sony XDCAM PMW EX1:
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Hier das Datenblatt und Testergebnis der Sony XDCAM PMW EX1


  

[3 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
adel   20:22   13.04.
kann mann das nicht mit ein Q6600 mit 2 tb neue samsong hdd machen.mit riad 0 machen die 400mbs schreiben.?
vidwalter   21:01   13.01.
Daß ihr sowas einem Praxistest unterzieht ist schon toll! Weil interessant. Was würde die Lösung Megacine denn kosten?

Grüsse
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update am 9.Februar 2012 - 15:00
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