Das von den Gerüchten korrekt vorausgesagte, mehrtägige Apple "Experience" Launch-Event geht in den zweiten Tag und bringt neben einem minimal upgedateten Studio Display auch ein völlig neues Spitzenmodell, das Studio Display XDR.
Beide sind 27" groß und besitzen eine Auflösung von 5K (5120 x 2880 Pixel), 10-Bit Farbtiefe und Unterstützung des DCI-P3 Farbraums - Apple positioniert sie aber völlig unterschiedlich: das Studio Display kostet 1.699 Euro und ist eine technisch nur minimal upgedatete Version des schon vier Jahre alten Studio Displays mit dem gleichen alten Panel (also weiterhin ohne HDR) und setzt weiterhin auf eine ganzflächige LED-Hintergrundbeleuchtung. Beide neuen Modelle unterstützen nur noch Apple silicon Mac, d.h. die alten Intel Macs bleiben aussen vor.

Das etwas mehr als doppelt so teure Studio Display XDR dagegen nutzt - wie von den Gerüchten vorhergesagt - eine fortschrittliche neue Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung. Es ersetzt zudem das inzwischen sehr in die Jahre gekommene Pro Display XDR, das schon 2019 vorgestellt wurde - die Produktseite leitet jetzt auf das neue um. User bekommen hier aktuelle Spitzentechnik, müssen aber auf etwas Desktop-Platz verzichten, da das neue XDR Display nur 27" statt 32" groß ist und nur eine Auflösung von 5K statt 6K aufweist - was für manche professionellen Workflows etwas zu klein sein dürfte.

Apple Studio Display XDR
Das Studio Display XDR ist das neue Spitzendisplay von Apple ("das beste Pro Display der Welt") dank Mini-LED-Panel mit 2.304 unterschiedlichen Beleuchtungszonen, was einen sehr guten Kontrast (Kontrastverhältnis von 1.000.000:1) ermöglicht. Das 27" 5K Retina XDR Display des Studio Displays XDR erreicht eine Spitzenhelligkeit von 1.000 Nits im SDR und 2.000 Nits im HDR-Modus. Es unterstützt die großen P3 und Adobe RGB Farbräume sowie mehr als 80 Prozent von Rec. 2020 und per Adaptive Sync dynamische Bildraten von 47 bis zu 120 Hz.

Die Schnittstellen des Studio Display XDR umfassen zwei Thunderbolt 5 Ports (einen zum Anschluss an den Computer, den anderen zur Reihenschaltung weiterer Thunderbolt 5 Peripherie bzw. Displays) sowie zwei USB-C-Anschlüsse. Per Thunderbolt 5 stehen bis zu 140W (und damit noch einmal mehr als beim Studio Display) zur Verfügung, um auch leistungsabhängigere MacBooks wie das 16" MacBook Pro schnell zu laden.
Das Studio Display XDR kommt mit einer 12MP-Webcam, die per Center Stage Funktion dafür sorgt, dass User auch in der Bildmitte bleiben, wenn sie sich bewegen. Mit dabei ist auch ein Ring aus drei Mikrofonen mit gerichtetem Beamforming sowie ein immersives 6-Lautsprecher-System mit Unterstützung für 3D-Audio.
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Erfreulicherweise ist anders als beim jetzt ausgemusterten Pro Display XDR der neigungs- und höhenverstellbare Standfuß im Preis enthalten und muss nicht mehr für 1.099.- Euro zugekauft werden (beim Display Pro allerdings kostet er 400 Euro extra). Der Standfuß ermöglicht die Verstellung in der Höhe um 105 mm und hat einen Ausgleichsarm, der dafür sorgen soll, dass sich das Display schwerelos anfühlt und die eingestellte Position exakt hält.
Apple Studio Display
Dem "neuen" Studio Display dagegen hat Apple nur ein etwas enttäuschendes technisches Upgrade verpasst: an den wesentlichen Daten des IPS-Panels hat sich nichts geändert: es besitzt weiterhin eine uniforme LED-Hintergrundbeleuchtung sowie eine Spitzenhelligkeit von 600 Nits und eine Bildwiederholrate von nur 60 Hz. Ein großer Malus des "neuen" Studio Displays: trotz seines Preises von immerhin rund 1.700 Euro kann es kein HDR wiedergeben. Wie das XDR-Modell verfügt auch das Studio Display über eine 12MP-Center-Stage-Kamera sowie drei integrierte Mikros und 6 Lautsprecher (wie allerdings schon das Vormodell von 2022).
Das Upgrade umfasst eigentlich vor allem die Schnittstellen: statt Thunderbolt 3 gibt es jetzt das aktuelle Thunderbolt 5 sowie erstmals auch einen Downstream-Thunderbolt-Port zum Daisy-Chaining von bis zu vier Studio Displays bzw. anderem Zubehör in plus zwei (statt vorher drei) USB-C-Anschlüsse. Per Thunderbolt 5 liefert das Studio Display bis zu 96W Ladestrom, genug um ein 14" MacBook Pro zu laden.

Versionen und Preise
Die beiden neuen Displays gibt es jeweils in Versionen mit Standard- oder mit Nanotexturglas sowie mit neigungsverstellbarem Standfuß, neigungs- und höhenverstellbarem Standfuß oder VESA-Adapter. Das neue Studio Display mit neigungsverstellbarem Standfuß und Standardglas kostet 1.699 Euro, die Variante mit Nanotexturglas ist 300 Euro teurer und für zusätzlich auch höhenverstellbaren Standfuß kommen nochmal 400 Euro drauf. Das Apple Studio Display XDR hingegen hat den neigungs- und höhenverstellbarem Standfuß schon standardgemäß mit an Bord und kostet 3.499 Euro bzw. mit Nanotexturglas 3.799 Euro. Beide Modelle können ab dem 4. März vorbestellt werden und sind ab Mittwoch, 11. März erhältlich.
Was kommt noch?
Bisher waren die Gerüchte über die Neuvorstellungen des 3 Tage andauernden "Apple Experience" Events korrekt: nach dem iPhone 17e, den neuen MacBook Pro Modellen und den Studio Displays warten wir jetzt nur noch auf den Low-Cost MacBook, ein neues MacBook Air und einen neuen Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra.



















