Blackmagic CEO Grant Petty über 4K und die eigene Bude

In dieser Interview-Zusammenfassung für ein Broadcaster-Magazin plaudert Blackmagics CEO Grant Petty über die Zukunft von 4K/UltraHD. So bekräftigt er ein weiteres mal, das die 4K-Kamera innerhalb der nächsten 650 Stunden (aka noch dieses Quartal) ausgeliefert werden soll. Danach betont er, dass die gestiegenen Retina-Display-Auflösungen einen Wechsel zu UltraHD einfach nur logisch erscheinen lassen. In Europa misst er dem Wechsel zu 4K sogar eine besondere Bedeutung zu, weil hierzulande der Unterschied zum aktuellen interlaced Broadcast (1080i) besonders deutlich zu sehen sein wird.


Das sei jedoch mit dem Problem verbunden, wie man mit 4K mit 60 FPS überhaupt übertragen kann. So sei 4K mit geringen Frameraten (wohl 24-30 FPS) leichter möglich, weshalb viele Ausstatter dies nun als gut genug für den nächsten Sendestandard verkaufen möchten. Aber Grant will wohl nur die vollen 60 Bilder/s als kompromisslosen Standard der Zukunft gelten lassen. Das dürfte dann wohl auch ein Zeichen sein, welche Frameraten der Nachfolger der BMPC-4K liefern wird.



Interessanter wird die Zusammenfassung jedoch dann nochmal bei der eigenen Firmenphilosophie: So sagt Grant, dass er von den Kamera-Herstellern 2011 nur Absagen hörte, als er eine DSLR-artige Kamera mit hoher Dynamik einforderte. So mussten sie es selbst machen. Dabei lässt er an vielen Herstellern kein gutes Haar: Sie würden die Märkte so stark es ginge melken, anstatt sich um die Produkte selbst zu kümmern. Dies sei kurzfristig gedacht und gierig. Positive Worte für eine konsumentenzentrierte Produktentwicklung sieht er nur bei Arri und Chyron (On-Air-Grafik).


Blackmagic selbst habe keine Schulden und sei darum auch in seinen Entscheidungen frei. So habe die Firma mit ihren 350 Mitarbeitern auch kein Interesse daran, nur der Marktanteile wegen zu agieren. Sie seien auch nicht daran interessiert nur Geld über Hardcore-Ausverkäufe um jeden Preis zu machen. Stattdessen seien sie eine nerdige Firma, die freundlich sein will. Für Außenstehende erweckt Blackmagic dagegen sehr wohl oft den Eindruck, dass diese Firma gerade über Kampfpreise und hohe Stückzahlen in neue Märkte einbricht, weshalb Grant Petty diese Worte wohl nicht ganz unabsichtlich wählt.



Abschließend erwähnt er noch, dass auch bei Blackmagic immer zu wenig Zeit für zu viele Projekte vorhanden ist und dass man oft spontane Entscheidungen auf Messen hinausposaunt, obwohl diese erst ein paar Tage alt sind. Das erklärt dann wohl auch die oft überoptimistischen Lieferzeit-Prognosen der Firma.


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