Im Sommer 2024 hatte das US-amerikanische Justizministerium eine gerichtliche Beschwerde gegen Adobe eingereicht wegen intransparenten Kündungsbedingungen bei den Abonnements. Laut der US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) wurde bei Abschluss des jährlichen, monatlich bezahlten Abos nicht deutlich genug darauf hingewiesen, dass sich die Gebühr bei vorzeitiger Kündigung auf 50% der noch offenen Monatsbeträge beläuft. Auch mache Adobe die Kündigung eines Abos unnötig kompliziert, lautete ein weiterer Vorwurf.

Nun will man sich in der Sache außergerichtlich einigen - sofern das Gericht zustimmt, wird sich Adobe zur Zahlung einer Zivilstrafe von 75 Millionen US-Dollar verpflichten. Das Unternehmen erklärt sich außerdem bereit, berechtigten Kunden Dienstleistungen im Wert von insgesamt 75 Millionen Dollar kostenlos zur Verfügung zu stellen. Betroffene Kunden werden von Adobe proaktiv kontaktiert, sobald die entsprechenden Unterlagen beim Gericht eingereicht und angenommen wurden.
In einem entsprechenden Statement betont Adobe jedoch auch, die Vorwürfe der Regierung grundsätzlich zurückzuweisen, jegliches Fehlverhalten wird weiterhin bestritten - man wolle nun lediglich diese Angelegenheit vom Tisch haben.
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Laut US-Justizministerium sei Adobe laut der aktuellen Einigung verpflichtet, vor dem Abschluss eines Abonnements durch den Kunden alle Gebühren für die vorzeitige Kündigung sowie deren Berechnungsgrundlage klar offenzulegen. Bei kostenlosen Testphasen, die länger als sieben Tage dauern, muss Adobe die Kunden zudem darauf hinweisen, bevor das Abonnement in ein kostenpflichtiges Abonnement mit einer Gebühr für die vorzeitige Kündigung umgewandelt wird. Darüber hinaus ist Adobe verpflichtet, seinen Abonnenten einfache Möglichkeiten zur Kündigung ihres Abonnements anzubieten.
Damit wäre das Prozedere konform mit dem "Restore Online Shoppers’ Confidence Act" (ROSCA), der allerdings nur für den amerikanischen Markt verbindlich ist.



















