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Infoseite // Wer arbeitet mit "Cinema Grade"?



Frage von ksingle:


Schon einige Zeit beobachte ich die Website von Mr. Riddle und stelle mir die Frage, ob Cinema Grade wirklich so gut ist, wie dort angepriesen und den Workflow erheblich erleichtert.

Hat jemand von euch dieses Tool und kann etwas darüber berichten? Ich würde mich freuen, wenns so wäre.

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Antwort von Axel:

Ich hatte anfangs eine Demo, als es noch ohne Scopes war. Das Alleinstellungsmerkmal, das Ändern von HSL-Werten direkt durch Ziehen im Viewer, war eine originelle Idee. Seit Resolve # 17 haben wir den Colorwarper, mit dem das auch geht. Aber hier, in Resolve, zeigt das Werkzeug, dass es am besten eine sehr spezifische Aufgabe erfüllt. Der Cursor/Pointer ist im Viewer ein Colorpicker (puh, heute wird man zum Glück nicht mehr wegen Anglizismen gerügt). Dessen Farb- und Sättigungswert wird im Spinnennetz des Warper-Fensters angezeigt und parallel (wenn man das so eingestellt hat) im Vektorskop der Scopes. Denn der Warper ist ein in kleine Abschnitte unterteiltes Vektorskop. Beispiel Sättigung: mit Klicken und Ziehen im Viewer kann ich überschüssige Sättigung einer Farbe zurücknehmen oder wahlweise maximieren (im gespiegelten Vektorskop sehe ich die legalen Grenzen). Beispiel Farbe: Ich kann eine Farbe - zum Beispiel die neben der Hauttonlinie angezeigte Gesichtsfarbe - recht intuitiv "auf Linie bringen". Für andere Aufgaben gibt es dann wiederum spezielle Werkzeuge.

Wie auch immer, man kann mit allen CC-Softwares zurecht kommen. Du hast, wie ich sehe, eine 30-Tage Geld-zurück-Garantie. Wieso probierst du's nicht einfach aus?

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Antwort von ksingle:

Vielen Dank für Deine Einschätzung.

Die "30-Tage Geld-zurück-Garantie" habe ich wohl übersehen. Das werde ich dann mal ausprobieren.

Du hast mir prima geholfen.

Grüße aus Köln, Jürgen

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Antwort von klusterdegenerierung:

Aus den Augen verlieren sollte man dabei aber nicht, das es sich hier bei nur um eine Benutzerhilfe handelt und keine Erweiterung der Resolve Möglichkeiten als solche bietet.

Zusätzlich zu bedenken ist, das dies zwar in einer Node gespeichert werden kann, aber es keine Werte wie in den Resolve eigenen Tools gibt und das ganze intuitiv mit umständlicher reproduzierbarkeit funktioniert.

Viel weniger klicks sind es am Ende auch nicht, denn wenn ich mit der Hue vs Hue oder Hue vs Luma Pipette in eine Farbe im Bild klicke, kann ich danach auch genau diese Farben verdrehen und ich habe ablesbare und reproduzierbare Werte.

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Antwort von Axel:

klusterdegenerierung hat geschrieben:

Viel weniger klicks sind es am Ende auch nicht, denn wenn ich mit der Hue vs Hue oder Hue vs Luma Pipette in eine Farbe im Bild klicke, kann ich danach auch genau diese Farben verdrehen und ich habe ablesbare und reproduzierbare Werte.
Damit es nicht zu verwirrend wird: du beziehst dich auf Resolve. Immerhin hat das Spinnennetz Hue vs. Sat und Hue vs. Hue in einem. Ich hadere nach wie vor mit dem Resolve-Verhalten, dass mir immer die zuletzt benutzte Kurven-Variante angezeigt wird und nicht im Supergrade-Node zum Beispiel zu “Saturation” oder “Kontrast” passende. Ich mach da wohl was falsch.

Auf der Cinema-Grade HP sagt einer, ich hab immer viel zuviel in vielen CC - Schritten rumgebastelt, mit CG ist’s endlich intuitiv. Dasselbe würde ich über FCP sagen. Und im Grunde auch über Lumetri.

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Antwort von klusterdegenerierung:

Das stimmt, aber die Möglichkeiten, auch wenn sie manchmal verwirren, finde ich in Resolve professioneller als in Premiere.

Diese Regler in CG gibt es ja schon seit vielen Jahren im ACDSee Entwicklungstool und finde ich auch garnicht schlecht, allerdings wäre es nicht meine Arbeitsweise, weil ich im Job meißt reelle Farben Farbgetreu wieder geben muß statt persönliche looks zu kreieren.

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Antwort von Mediamind:

Ich nutzte es...
Und werde es wieder nutzen. NAch Wechsel auf den M1 hatte ich die Nutzung unterbrochen. Ich habe immer viel Multicam gemacht, da war es ein Segen. Der Workflow ist wirklich nice aber auch ressourcenintensiv. Das Programm ist auch nciht sonderlich gut gewartet. Echte Updates mit Verbesserungen sieht man kaum. Der Workflow mit dem Colorchecker z.B. ist grauenhaft. Man hat schon vor Jahren versprochen, das besser zu machen. Z.B. wie in Color Finale...
Auch die Adaption auf den M1 war eine schwere Geburt.
Insgesamt ein tolles Konzept mit Luft nach Oben.

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Antwort von ksingle:

Nun habe ich Cinema Grade eine Stunde lang innerhalb eines Demprojektes in Final Cut getestet.

Mal abgeshen von einigen Wirrungen bei der Installation, die schon gleich zu Beginn nervig waren, stimmme ich der Aussage von unserem Forumsmitglied "Klusterdegenerierung" zu, dass das Haupt-Feature auch mit den Bordmitteln von FCP erreicht werden kann, nämlich der "Hue vs Hue oder Hue vs Luma Pipette".
Der Ansatz von Cinema Grade ist zwar nicht schlecht, aber dann doch teilweise etwas stiefmütterlich ausgeführt, wenn man sich die Oberfläche (GUI) und die Bedienung anschaut.
Der ausschlaggebende Faktor, die Software wieder zurück zu geben, war dann die nicht vorhandene Möglichkeit, die auf einen Clip angewandten Einstellungen mittels Copy & Paste an andere Clips zu übertragen. Dazu muss man in jedem Fall wieder ins Plug In gehen, um von dort aus Änderungen an andere Clips weiterzugeben. Das hätte man deutlich einfacher und intuitiver gestalten können.

Das Geld kam nach Aufforderung zügig wieder zurück auf meine paypal-Konto. Also alles korrekt abgelaufen :-)

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Antwort von klusterdegenerierung:

Danke für Dein ausführliches & wertvolles feedback! :-)

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Antwort von berlin123:

ksingle hat geschrieben:
Der ausschlaggebende Faktor, die Software wieder zurück zu geben, war dann die nicht vorhandene Möglichkeit, die auf einen Clip angewandten Einstellungen mittels Copy & Paste an andere Clips zu übertragen.
Hab das grad mal probiert, über "Paste Attributes" in FCP werden auch das Cinema Grade Plugin mit den Einstellungen (getestet mit geänderter Exposure) vom kopierten Clip übertragen.

Btw ich nutze CG auch, aber nur rudimentär, wie im Moment meine ganze Farbkorrektur eher simpel ist, darum kann ich keine wertvollen erfahrungsberichte beisteuern.

Wenn CG ins Muskel Memory übergegangen ist kann man vermutlich ein Mü schneller arbeiten als mit den FCP tools. Ein Must have ist es mMn aber nicht.

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