Frage von ef.multimedia:Hallo,
ich habe demnächst einen Dreh auf einer Veranstaltung. Dort werde ich eine Band filmen. Eine Kamera soll ein Line-Signal vom Mischpult der Band bekommen, damit der Ton auch was her macht. Leider laufen einige Leute zwischen Bühne und Kamera. Wie wirkt sich das auf das Audiokabel aus? Kann es zu Störungen im Ton kommen?
Ist es egal, wenn einige Leute darauf rumtrampeln oder sollte ich es durch ein Metallrohr legen?
Vielen Dank
Antwort von r.p.television:
Insofern das Kabel nicht billigste Fernostware ist sollte da nix passieren. Du solltest nur sicherstellen das keiner drüber stolpert und Dir im dümmsten Fall Kamera samt Stativ umreisst. Also gut Gaffa-Tape zum Sichern des Kabels am Boden benutzen.
Antwort von ef.multimedia:
Das geht leider nicht. Pflastersteine :-) Aber mir geht es in erster Linie nur darum, dass der Ton störungsfrei ist.
Antwort von videobob:
??????
Also wenn ich über dein Kabel falle und mirs Ohr breche, verklage ich dich ! ;-)))
Aber im Ernst.....nimm doch das Summensignal an der Bühne ab.
Entweder das FOH Signal an den Amps, oder du fragst die Tonmenschen, ob sie noch was auf ihrem Multicore freihaben....
Antwort von r.p.television:
Ton bleibt störungsfrei.
Aber wirklich gutes Gaffa-Tape (nicht die 2,99 € Rolle aus dem Obi) haftet auch auf Pflastersteinen. Voraussetzung sollte natürlich schon Besenreinheit sein, aber ich gehe nicht davon aus daß das Konzert in Kiesgrubenatmosphäre stattfindet.
Laß das Kabel auf keinen Fall ungesichert. Mindestens ein Vollpfosten bleibt dran hängen! Besorg Dir im Zweifelsfall Kabelbrücken aus schwerem Vollgummi. Da sorgt schon das Gewicht für feste Bodenhaftung.
Antwort von Dr. Walter Gesierich:
Hallo,
Eine Kamera soll ein Line-Signal vom Mischpult der Band bekommen, damit der Ton auch was her macht. Leider laufen einige Leute zwischen Bühne und Kamera. Wie wirkt sich das auf das Audiokabel aus? Kann es zu Störungen im Ton kommen?
Nicht die Leute sind das Problem für Tonstörungen, sondern magnetische Einstreuungen. Auch ein Line-Signal ist nicht völlig frei davon. Wenn Du kannst (XLR an Kamera?), dann unbedingt eine symmetrische Signalführung benutzen. Details mit dem Tonmann am Mixer besprechen, denn viele einfachere Mischpulte haben nur einen symmetrischen Ausgang, und der geht an die Endstufen. Andere Ausgänge sind häufig unsymmetrische Klinkenausgänge.
Grüße vom Tonfreak
Antwort von ef.multimedia:
Wo kann man dieses "gute" Gaffer im Laden kaufen, gibts da bessere Baumärkte? Internet wäre mir für eine Rolle dann doch zu umständlich.
Auf der Bühne wird eventuell eine kleine MiniDV Kamera stehen, aber die lässt sich leider nicht aussteuern, deshalb muss ein Kabel zu einen der großen Kameras.
PS: Wie lange darf das 6,5mm Klinke Kabel denn maximal sein wegen unsymetrie?
Antwort von PowerMac:
Falls es Unterschiede geben sollte: Gaffa-Tape in der Grip-Abteilung vom Verleih kaufen, nicht aus dem Baumarkt.
Antwort von Dr. Walter Gesierich:
PS: Wie lange darf das 6,5mm Klinke Kabel denn maximal sein wegen unsymetrie?
Hängt natürlich von der Stärke der Umwelteinflüsse ab. Ich hab es schon erlebt, daß eine nicht abgerollte Kabeltrommel einen extrem lauten 50Hz-Trafo-Brumm bereits in ein 2 Meter-Kabel reingedröhnt hat, neben dem die Trommel in einem halben Meter Entfernung stand. Handy's sind heftig und Lichtanlagen der Musiker recht schlimm. Länger wie 8 Meter ist auf jeden Fall von Übel. Wichtig ist, daß der Nutzpegel vom Mischpult so hoch wie möglich ist. So hoch, wie Du mit Gain an der Kamera runterregeln verzerrungsfrei hinbekommst. Wenn's geht, vorher mal testen.
Und was Du unbedingt auch machen solltest, bei einer der Kameras oder mit einem Digitalrecorder mit normalem "Saalmikro" aufnehmen, damit Du in der Postproduktion den authentischen Open-Air-Sound auch hast und dann synchron auf die Line-Spur dazumischen kannst. Die Signale aus dem Mischer sind nämlich furchtbar trocken, da muß etwas Athmo drüber.
Antwort von B.DeKid:
Gude
Gaf"Tape aka Panzer Klebeband gibt es natuerlich unterschiede .....
MetalRohr nicht eher "GARTEN SCHLAUCH"
Die oben erwaehnten "KAbelbruecken " Gummimatten werden in sollchen faellen immer an die Haupt Übergaenge / Passagen/ Durchgaenge
gelegt.
MfG
B.DeKid
PS Man versucht Kabel nach möglichkeit immer in der Höhe zu verlegen ....
Antwort von robbie:
hat die "große" kamera denn kein xlr???
Antwort von ef.multimedia:
Ehrlich gesagt ist mir Klinke in dem Fall lieber, denn wenn es trotz allen Sicherheitsvorkehrungen mit Gaffer jemand schaffen sollte über das Kabel zu stolpern, rutscht die Klinke einfach aus dem Stecker. Bevor der XLR Clip abbricht fliegt zuerst das Stativ um. Ich werde über das Gaffer noch so ein selbstklebendes Absperrband draufkleben, damit man das Kabel auch wirklich gut sieht.
Antwort von Bernd E.:
...ist mir Klinke in dem Fall lieber, denn wenn es trotz allen Sicherheitsvorkehrungen mit Gaffer jemand schaffen sollte über das Kabel zu stolpern, rutscht die Klinke einfach aus dem Stecker. Bevor der XLR Clip abbricht fliegt zuerst das Stativ um....
Ich würde mir nicht mit Absicht alle Nachteile einer unsymmetrischen Klinkenverbindung einhandeln, am allerwenigsten bei einer Konzertaufzeichnung: Da ist symmetrisches XLR einfach Pflicht. Das Umfallen des Stativs im Fall des Stolperfalls vermeidest du übrigens, wenn du die Kabelverbindung nicht straff spannst, sondern einige Meter Reserve im lockeren Ring zum Beispiel unter dem Stativ liegen lässt – so weit stolpert kein Besucher, dass der Zug dann noch am Kameragehäuse ankäme ;-) Ein ordentliches Verlegen des Kabels gemäß den bereits genannten Tipps ist abgesehen davon natürlich sowieso unabdingbar.
Gruß Bernd E.
Antwort von K.-D. Schmidt:
Ein ordentliches Verlegen des Kabels gemäß den bereits genannten Tipps ist abgesehen davon natürlich sowieso unabdingbar.
Und dazu gehört lt. Sicherheitsvorschriften auch ein Verlegen des Kabels dass Stolperfallen verhindert. Und zum Kenntlichmachen solcher Gefahrenquellen ist schwarz-gelbes Band vorgeschrieben, in Ausnahmefällen geht auch rot-weißes.
Gruß
KDS
Antwort von r.p.television:
Ich bin jetzt automatisch davon ausgegangen Du bekommst ein LINE Signal über XLR.
Das ist schon sehr wichtig.
Wunder Dich nicht über 50HerzBrummen irgendwelcher Netzgeräte und alle möglichen Einflüsse wie Handy etc. Wäre mir in der Nähe einer Bühne mit allen möglichen erdenklichen Störfaktoren zu riskant.
Antwort von M-Kult:
Hallo,
bei all der Problematik frage ich mich, ob es einen Grund gibt, wieso man das Audiosignal nicht extern aufnimmt, HD, MD oder CD und es in der Post wieder dazu mischt?! kleine hochwertige Kabel sind a günsitger und b hat man kein Passantenproblem.
Warum soll das Signal direkt in die Kamera?
Beste Grüße
Antwort von ef.multimedia:
Ok, vielen Dank für eure Antworten. Ich denke, dass in meinem Fall eine externe Aufnahme das beste wäre. Aber das mit der Atmo werde ich auf jeden Fall beachten.
Antwort von M-Kult:
Habe hier noch etwas gefunden, wo ich an Dein Vorhaben denken musste.
http://forum.slashcam.de/viewtopic.php? ... highlight=
Das wäre wohl der Grund für eine direkte Einspeisung des Audiosignals in eine Kamera.
Beste Grüße
Antwort von ef.multimedia:
Habe heut mal mit einem Audiospezialisten gesprochen, der meinte, dass man das Signal aus dem Mischpult vergessen kann, da zum Beispiel das Schlagzeug sehr leise gepegelt wird, da es schon von "Natur aus" laut ist.
Und ich kann ja nicht die Istrumente so pegeln, wie es mir passt.
Das beste in meinem Fall wäre wohl ein Richtmikro nahe an den Boxen. Oder 2 in y Stellung zur Stereoaufnahme.
Hat das jemand schonmal gemacht?
Antwort von M-Kult:
Wenn Stereo, dann würde ich zu ORTF-Stereofonie tendieren.
Siehe dazu Wiki-ORTF
Ein schöner Kompromiss zwischen Stereobreite und Kammfilter.
Bedarf allerdings einer Stereoschiene um es anständig aufzusetzen.
Ansonsten, XY ist auch okay, aber nicht ganz so "breit", dafür weniger Kammfilter, wenn mans richtig macht.
Musst du mal nach "Intensitätsstereofonie" bei Wiki gucken, das läßt sich wegen dem "ä" nicht verlinken.
Beste Grüße
Antwort von veejay:
Hallo,
bei meiner letzten Konzertaufnahme habe ich mir den Ton aus der Summe
per XLR geholt, war super.
Zur Sicherheit hatte ich mein Richtmikro ME 66 mitlaufen, wie immer.
Das klang lange nicht so gut wie die Summe. Speziell der Gesang kommt von der Summe natürlich besser. Vor den Boxen ein Mikro ist meistens so eine unsichere und unschöne Sache.
Viele Grüße
Antwort von Meggs:
denn viele einfachere Mischpulte haben nur einen symmetrischen Ausgang, und der geht an die Endstufen. Andere Ausgänge sind häufig unsymmetrische Klinkenausgänge.
Ehrlich gesagt ist mir Klinke in dem Fall lieber, denn wenn es trotz allen Sicherheitsvorkehrungen mit Gaffer jemand schaffen sollte über das Kabel zu stolpern, rutscht die Klinke einfach aus dem Stecker.
Ich würde mir nicht mit Absicht alle Nachteile einer unsymmetrischen Klinkenverbindung einhandeln, am allerwenigsten bei einer Konzertaufzeichnung: Da ist symmetrisches XLR einfach Pflicht.
Symmetrie und XLR sind nicht gleichbedeutend. XLR-Verbindungen können asymmetrisch sein, und KLinken-Verbindungen können symmetrisch sein.
Für eine symmetrische Übertragung benötigt man ein 3-adriges Kabel, entweder mit XLR-Steck oder mit Stereoklinkenstecker.
Manche Mischpulte haben nur einen XLR-Ausgang, aber oft ist ein weiterer Ausgang (z.B. Controllroom) als 6,5 mm Klinke auch symmetrisch.
Wenn ef.multimedia einen XLR-Eingang am Camcorder hat und ihm ne Klinkenverbindung lieber ist, könnte er auch einen Adapter XLR/Klinke symmetrisch verwenden.