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LED Licht + Folien



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Frage von lensoperator:


Hallo

Ich hab LED Lichter und mir Lee Farbfolie gekauft.
Wenn ich die davor mache ist das Bild bei roter Folie rot und bei blauer blau.

Nun lese ich aber immer das man das bei LED Lampen nicht machen soll weil man irgendwo Farb Nuancen verliert.

Kann mir das jemand erklären?
Sind das irgend welche Licht Wellenlängen?
Denn auf dem Videobild sieht ja erst einmal alles in Ordnung aus.

Was passiert denn jetzt da negatives wenn ich Folie vor mache?



Antwort von soulbrother:

LEDs haben so oder so keine perfekte Lichtqualität wie z.B. Halogen oder Glühbirne ("CRI") oder eben die Sonne.

Mit den Korrekturfiltern hat das aber eher nix zu tun, die sind dafür da, um die Farbtemperatur ("Kelvin") anzupassen.



Antwort von Jott:

Früher waren LED-Leuchten gerne grünlich statt Daylight, was man mit 1/4 Pink-Folie oder so was korrigieren musste. Das hat sich aber schon lange erledigt, bis vielleicht auf den allerbilligsten Schrott.

Also mach ruhig blau oder rot mit deinen Folien.

"Denn auf dem Videobild sieht ja erst einmal alles in Ordnung aus."

Wo ist dann dein Problem?








Antwort von pillepalle:

Farbfolien bleichen unter LEDs relativ schnell aus. Da muss man eben etwas öfter die Folie wechseln als früher.

VG



Antwort von lensoperator:

Danke euch.

Hat mich auch nur der Hintergrund zu den oft zu Lesenen Kritiken auf FB und Co. interessiert.

Das mit dem schnelleren Ausbleichen ist auch interessant.
Woher weiß man das eine Folie aus leicht?
Wenn sie milchig ist ist es vermutlich schon zu spät?



Antwort von pillepalle:

Das sieht man schon wenn sie alt ist. Sie ist dann eben in der Mitte nicht mehr so farbig. Man kann auch einfach eine neue daneben halten, wenn man sich unsicher ist.

VG



Antwort von andieymi:

lensoperator hat geschrieben:
Nun lese ich aber immer das man das bei LED Lampen nicht machen soll weil man irgendwo Farb Nuancen verliert.
Das liegt teilweise in der Natur der Sache. Farb-Effektfolien lassen nur einen gewissen Teil des Spektrums druch, damit eben - das ist der Sinn - alles vor der Kamera einen homogenen Farbton bekommt.
Aber das willst Du ja erreichen, wenn Du von Rot und Blau sprichst, dass du keine akkuraten Hauttöne mehr bekommst, sondern einen Rot bzw. Blau-Stich?
lensoperator hat geschrieben:
Sind das irgend welche Licht Wellenlängen?
Was passiert denn jetzt da negatives wenn ich Folie vor mache?
Du kannst Dir bei Lee auf der Homepage bei jeder Folie sehr genau in den Produktdetails anschauen, was mit dem eintretenden Licht passiert. Generelle Durchlässigkeit (wie viel Licht "schluckt" die Folie), sowie was mit dem Wellenlängenbereich des Lichts passiert.

Als Beispiel: https://www.leefilters.com/lighting/col ... &filter=cf

Aber das ist die Theorie. Im Idealfall: Einfach alles testen. Von der Folie on Set bis zur Post-Fertigstellung. Nachdem mittlerweile unterschiedliche Kamerasensoren und unterschiedliche ColorScieneces sehr verschieden auf Set-Variablen reagieren (und das merkt man beim Stichwort Farbe sehr deutlich) - testen testen testen. Wenn's gut aussieht, sieht's gut aus.


PS: Was zu LEDs und Farbe zu sagen ist und was ein riesiges Problem sein kann (das aber dann gänzlich ohne Folie) - Es gibt gerade im Veranstaltungs-Licht-Bereich tatsächlich monochromatische-Farb-LEDs, die Licht in einem so engen Wellenlängenbereich emittieren, dass es zu einer sofortigen Sättigung eines RGB-Kanals kommen kann, was quasi zu farbigem Ausfressen führt. Erkennt man immer sehr gut, wenn von Haut unter LEDs quasi keine Struktur mehr übrig bleibt. Das ist allerdings ein Problem der Diode und tritt meiner Erfahrung nach mit Farbfiltern quasi nicht auf (selbst mit eingeschränkterem, aber annährend vollem Spektrum von Daylight- oder Tungsten - LEDs dahinter).



Antwort von lensoperator:

Danke für den umfangreichen Text! :-)



Antwort von freezer:

pillepalle hat geschrieben:
Farbfolien bleichen unter LEDs relativ schnell aus. Da muss man eben etwas öfter die Folie wechseln als früher.
Kann mir nicht vorstellen, dass das bei LED schneller geht als bei einer vergleichbaren HMI. Es sind ja vor allem die Wellenlängen mit höherer Energie (sprich im Blauen Anteil), die das Ausbleichen verursachen.



Antwort von andieymi:

freezer hat geschrieben:
pillepalle hat geschrieben:
Farbfolien bleichen unter LEDs relativ schnell aus. Da muss man eben etwas öfter die Folie wechseln als früher.
Kann mir nicht vorstellen, dass das bei LED schneller geht als bei einer vergleichbaren HMI. Es sind ja vor allem die Wellenlängen mit höherer Energie (sprich im Blauen Anteil), die das Ausbleichen verursachen.
Ich auch nicht, trotzdem hat sich Lee bemüßigt, die Zircon auf den Markt zu bringen. Also ich versteh die Logik dahinter nicht werklich, noch erkenne ich, dass sie viel schneller ausbleichen. Hab ich persönlich nie probiert, also auch keine Erfahrungswerte... sind ohnehin eher als Verbrauch einzustufen.



Antwort von pillepalle:

freezer hat geschrieben:

Kann mir nicht vorstellen, dass das bei LED schneller geht als bei einer vergleichbaren HMI. Es sind ja vor allem die Wellenlängen mit höherer Energie (sprich im Blauen Anteil), die das Ausbleichen verursachen.
Kiek mal hier :)


zum Bild


VG



Antwort von freezer:

Hab ich grad gefunden:
Ein Farbfilter beinhaltet Pigmente, die bestimmte Lichtfrequenzen absorbieren. Die Energie des Lichts wird dabei in Wärme umgesetzt, wodurch der Filter "altert" und auch ausbleicht.
Es ist leicht nachzuvollziehen, dass dunklere Farben mit hoher Absorption eine Folie temperaturmäßig stärker belastet.
Betrachtet man nur die Lebensdauer, ist es bestimmt schon vorgekommen, dass eine Folie noch nicht einmal nach 30 Sekunden bereits in der Mitte ausgebleicht war. Dies kann einmal daran liegen, dass die Folie genau im zweiten Brennpunkt des Scheinwerfers liegt. Eine Fokusverstellung oder das Verschieben des Filters zur oder von der Linse weg bringt Abhilfe. Natürlich bleichen dunkle Farben schneller aus als helle, da die Pigmente das Licht absorbieren und damit die Energie aufnehmen: das Objekt wird heiß, die Pigmente verdampfen, der Filter bleicht aus. Und je dunkelblauer der Filter ist, umso mehr langwellige Spektren aus dem Wärmebereich müssen absorbiert werden.
Quelle








Antwort von pillepalle:

@ freezer

Laut Lee verbleichen auch die warmen Folien (z.B. Full CTO) nach nur 30 Stunden mit LED Licht. Hab's selber noch nicht ausprobiert wieviel schneller das nun ist, aber demnach wäre die Folie nach 8-12 Einsätzen durch. Hängt wohl sicher auch mit der Stärke des Lichtstrahls zusammen. Ein Spot, oder eine Starke COB wird eine Folie wohl schneller ausbleichen als eine schwächere Flächenleuchte.

VG



Antwort von andieymi:

Logisch ist das eigentlich alles nicht... keine Kritik an irgendwem - Ich finde es nur nicht logisch, was wir hier zusammentragen. Kann es sein, dass wir was übersehen?

Das mit höher-energetischem blauen Licht macht ja Sinn, der faktische Temperaturunterschied bei der Umwandlung dieser Lichtenergie in Wärme bei der Absorption sollte trotzdem weniger sein als bei einer guten alten 5kw auf der Du ohne Probleme Spiegeleier kochen kannst.
Also nach dem Modell, von schlimm bis harmlos: HMI > Tungsten > LED?

Der Blauanteil sollte bei LEDs nicht den Ausschlag geben, wenn die Folie 10-20cm vor der Lampe hängt, vgl. mit einer generell viel, viel höheren Temperatur bei althergebrachten Leuchtmitteln und in deren Umgebung, was bei Annahme des Verursachers Wärme den Ausschlag für die Alterung geben sollte.

Trotzdem hat Lee nie spezielle HMI-Folien rausgebracht.

Und meine völlig unwissenschaftliche aber praktische Erfahrung sagt mir eher, dass die Folien auf 1,2-4kW HMIS oder alten Blondies viel schneller unbrauchbar sind als bei 300D & Co.
Andererseits, auch aus praktischer Erfahrung: Bei 3 Wochen Dreh mit mehreren Tungsten Fresnell 2kWs in Kombination mit Lee 156 Chocolate (was so ziemlich die absorbierendste Farbfolie ist, die ich für den regulären Gebrauch kenne ("Petroleumicht"), wenn man jetzt von reinen NDs absieht) die Folien weniger schlapp gemacht haben als dann und wann mal ein Brenner. Was wieder die Frage stellt: Sind die Dinger nicht eigentlich verbrauch und alles was sie länger halten als 30h eigentlich eh egal?



Antwort von pillepalle:

@ andieymi

Ja klar, abnutzen tun sie sich mit jeder Lichtquelle. Insofern ist das wirklich Verbrauchsmaterial. Und die Hitze der Leuchte selber schadet natürlich auch nochmal, wobei es da eher tatsächlich um Verbrennen/Verformen als um Ausbleichen geht. Wenn ich aber z.B. dunkle Folien, wie medium Red oder Chocolate vor eine 60D packe, werden die auch innerhalb kürzester Zeit extrem heiß. Weil sie wirklich Lichtwellen absorbieren. Ob das jetzt bei LED schneller geht sei Mal dahin gestellt. Ist eben nur merkwürdig das LEE ausgerechnet zu LED länger halbare Folien heraus bringt. Die wären ja dann auch für alle anderen Lichtarten und Folienfarben nützlich.

VG



Antwort von andieymi:

pillepalle hat geschrieben:
Ist eben nur merkwürdig das LEE ausgerechnet zu LED länger halbare Folien heraus bringt. Die wären ja dann auch für alle anderen Lichtarten und Folienfarben nützlich.
Genau, das ist irgendwie das Absurde.

Aber vielleicht sieht Lee auch ein wenig die Felle schwimmen und will am LED-Zug mitfahren, wer kennt wirklich die Gründe...



Antwort von Frank Glencairn:

Immer mehr LEDs können quasi auf Knopfdruck alle Farben darstellen.
Den GEL Herstellern ist deshalb natürlich auch klar, daß das nicht ihr Zukunftsgeschäft wird.



Antwort von freezer:

Es gibt aber halt schon auch Farben, die sich mit additiver Lichtmischung einer RGBW-Lampe nicht erzeugen lassen - so wie das Licht durch das Chocolate-Gel bspw.



Antwort von andieymi:

Das reißt jetzt ein völlig anderes Thema auf, aber da wird's einfach zu einer weiteren Spezialisierung kommen, Lee wird die Preise anziehen und gut ist's und im Nischendasein lebt sich's manchmal auch gut.

Für 80% aller Fälle "reicht" dann halt ein "fast-so-wie-Folie"-Farbton von RGBW(W) - (Flamme ist halt dann "irgendwas Richtung rot-gelb"), für die entsprechende Kundschaft (denen das nicht reicht) sind ohnehin klassische Leuchtmittel und Folien nach wie vor die goTo-Varianten.

Aber da spielen dann auch größtenteils andere Faktoren mit, wo Lichtqualität einfach oft nur ein Parameter von vielen ist, Mietpreise z.B. - hört mal die Blockbuster-OBs (bei Deakins-Podcast z.B.) "sudern" (kennt man das in DE?) über Preise von 50 Skypanels, wenn sie fürs gleiche Geld ganze Trucks voll Wendy-, Dino-Lights und sonstigem (im Verleih) spotbilligem Kunstlicht bekommen können. Generator sowieso Grundausstattung, die Leistung spielt keine Rolle und statt sich alle 3 Jahre an sich ändernde LED-Interfaces von "neuem Hersteller XY" gewöhnen zu müssen) sinds die gleichen Brenner wie vor 40 Jahren, etwas besserer Reflektoren über die Zeit und bei den Folien hat sich auch maximal was an der Haltbarkeit verbessert, verglichen mit "früher"...

Alles nur eine Frage der Perspektive. Aber dann spielt die Alterungsbeständigkeit von Folien erst Recht keine Rolle :D




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