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Gopro Hero 7 im Unterwassereinsatz



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Frage von vobe49:


Hallo zusammen,
ich hatte die Gopro Hero 7 Black sowie zeitweise ein DigiPower Re-Fuel 9 Stunden Akkupack für GoPro in einem kürzlichen Urlaub auf den Malediven im Einsatz und habe dabei ca. 200 GB Unterwasser-Videodaten aufgezeichnet und folgende Erfahrungen gemacht, die für den Einen oder Anderen vielleicht in Vorbereitung einer ähnlichen Reise von Nutzen sein können.

Ich möchte vorausschicken, dass es bei meinen Tests vor diesem Urlaub in normaler Umgebung, also über Wasser, keine Probleme mit der Hero 7 gab. Leider musste ich feststellen, dass ich beim Einsatz unter Wasser - was ausschließlich beim Schnorcheln erfolgte – ununterbrochen mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Der Einsatz der Gopro erfolgte im Übrigen vor allem ohne zusätzliches UW-Gehäuse; versuchsweise aber auch mal mit UW-Gehäuse. Allerdings bildet sich schnell vorn auf der Glasscheibe Nebel, der sich nur aufwändig vermeiden lässt. Sicherste aber zeitaufwändige Lösung ist es, offenes Gehäuse mit Gopro im Zimmer bei laufender Klimaanlage für ca. 1h liegen lassen und erst dann schließen; mit Silikagel habe ich keine brauchbaren Erfahrungen gemacht).

Zuerst das Positive:

Als sehr positiv hat sich auch UW der HyperSmooth-Stabilisator herausgestellt, der perfekt funktioniert und auch beim Schnorcheln in etwas unruhigem Wasser gut stabilisierte Aufnahmen ermöglicht. Auch ist die Qualität der in 4k aufgezeichneten UW-Videos hervorragend. Positiv auch, dass es in keinem Falle zur Abschaltung wegen Sensorüberhitzung kam.

Leider gibt es aber auch einiges Negatives:

Die Gopro ist beim UW-Filmen mit normalem Akku eigentlich ziemlich problematisch, weil der Akku nach etwa 40 min auch dann leer ist, wenn die Kamera die meiste Zeit nur in Bereitschaft war. Man kann im Display quasi verfolgen, wie der Akku auch ohne Aufnahme mit großer Geschwindigkeit seine Leistung verliert. Ich rede hier im Übrigen von Aufnahmen in 4k, 50 fps.

Die Kamera zwischendurch ausschalten ist absolut keine Option, wenn man schnell reagieren muss (z. B. bei einer Haisichtung). Aus- und Einschalten über den seitlichen Button ist ein Problem. Sehr oft reagiert die Kamera garnicht auf den Button oder piept drei mal und geht dann doch nicht aus. Sehr oft muss man dann nochmals, oft mehrmals, drücken. Beim Einschalten kann man gleichfalls nicht sicher sein, dass die Kamera nach einem Druck auf den Button wirklich angeht und wenn, dann dauert das oft 5 Sekunden oder auch mal mehr. Im Übrigen musste ich den Aus-Button oftmals mit dem Fingernagel drücken, damit er überhaupt reagiert. Die Spracherkennung im Normalbetrieb funktioniert i. Ü. besser, aber das hilft beim Schnorcheln nicht weiter ! Das An- und Ausschalten der Kamera im UW-Gehäuse ist mindestens genau so problematisch.

Da ich das Problem mit der Akkulaufzeit und den sehr langen An- und Ausschaltzeiten vorausgesehen habe, hatte ich das Digi Power Re Fuel 9 h Akku Pack gekauft. Damit ließen sich die beschriebenen Probleme zwar umgehen, weil ich die Kamera anlassen konnte. Doch funktionierte das Gerät schon nach dem 2. Ladeversuch nicht mehr, weil es wahrscheinlich einen Zellenschluss bekam.

Weitere Probleme:

Die Kamera wechselt ab und an selbständig einige Kamera-Einstellungen, wenn sie ohne Tauchgehäuse UW genutzt wird. Das betraf insbesondere den Wechsel in das Hochformat oder 180 °; das Problem konnte ich später zwar übers Menü blockieren, doch auch andere Einstellungen verändern sich, wenn man die Kamera nur mal kurz aus dem (Salz-?)Wasser hebt.

Total kontraproduktiv ist die automatische Bildschirmabdunkelung bei laufender Videoaufzeichnung; UW sieht man dann überhaupt nichts mehr und filmt quasi blind. Hier wäre es unbedingt erforderlich, das im Menü abwählen zu können.

Das größte Problem aber war die Instabilität der Kamera beim Speichervorgang im 4k-Modus. Ich hatte eine 128 und zwei 64 GB Micro-SD Karten von genau dem Hersteller und in der Qualität zur Verfügung, die vom Hersteller auf der Cam for Pro- WEB-Site empfohlen wird. Dennoch kam es laufend zu Speicherproblemen, bei der die Hero 7 interne Reparaturen der Dateien durchführen musste oder eine Formatierung vorschlug. Auch kam es viel zu oft zu Kamera-Systemabstürzen. Gott sei Dank geschah das in der Zeit, in der das Digi Power Re Fuel noch funktionierte, denn damit konnte ich die Kamera ohne den Akku herausnehmen zu müssen neu starten. Mit Akku hätte ich jedes Mal das Schnorcheln unterbrechen müssen – ein hoher und sehr ärgerlicher Aufwand. Ich wechselte die Speicherkarten und von den o. g. drei Karten funktioniert dann eine 64 GB ohne Probleme - so etwas ist einfach nur ärgerlich. Keine meiner andere 4k-Kameras hatte bislang irgend welche Probleme mit speziell für 4k-geeigneten SD-Karten. Wohlgemerkt – es kamen nur die für die Hero 7 empfohlenen Karten zum Einsatz ! Hier muss echt etwas getan werden, um die Stabilität der Kamerasoftware sicherzustellen.

Die Möglichkeit, die Hero 7 bis zu einer Wassertiefe von 3 m ohne zusätzliches UW-Gehäuse einsetzen zu können ist wegen des Fog-Problems beim UW-Gehäuse an sich eine gute Sache; dennoch verbleibt ein ungutes Gefühl, wenn man sich die Abdichtung der Schnittstellen- und Akkufachklappen ansieht. Ich weis nicht was wirklich bei einem häufigeren Einsatz des DigiPower Re-Fuel 9 Stunden Akkupack für GoPro passiert; denn dafür muss man die Schnittstellenklappe jedes mal aus- und später wieder einbauen. Auch hier müsste über eine sichere Lösung nochmal nachgedacht werden.



Antwort von Auf Achse:

Servus vobe49!

Danke für deinen ausführlichen Bericht (eh wie immer von dir!)

Da ich vor kurzem in Südafrika und auch im Salzwasser war kann ich einiges zu deinen Erfahrungen beitragen.

Fog - Problem: Ein Tauchkollege (auch mit einer H7) hat das folgendermaßen gelöst: Von der H7 die Frontscheibe abgenommen, in ein zusätzliches Tauchgehäuse und ein Dry Pad dazu. Einerseits weil er das Fog Problem kennt und andererseits auf Dauer der Dichtheit ohne Gehäuse nicht vertraut.
Das mit dem Dry Pad mach ich mit meinen H4 auch und das funktioniert zuverlässig.

Zur Dichtheit: Ich hatte meine H5 (erstmals) etwa 10x ohne Gehäuse im Salzwasser. Aber wirklich vertrauen tu ich dem nicht weil um die Klappen an den Dichtungen sich Salzkrusten bilden, trotz Spülen im Süßwasser.

Touchscreen: Bei meiner H5 hat sich im Salzwasser ebenso plötzlich alles selbsttätig verstellt. Ich hab im Menü das Display gelockt und das Problem damit gelöst. Es verwundert mich sehr daß dieses Problem selbst bei der H7 noch auftritt und ich noch nie davon gelesen habe. Ganze Horden vom Taucher bis Surfer müßten doch weltweite Aufschreie produzieren ..... ???

Abdunklung des Screens: Daß die H7 das immer noch macht finde ich ein NoGo! Das stört mich bei meiner H5 schon extrem und so wie du schreibst filmt man quasi blind. Das ist wohl der Überhitzung und Stromsparung geschuldet.

Akku: Es ärgert mich maßlos daß GoPro nicht endlich einen fetten Akku einbaut. Die GoPro ist seit Jahren DIE Tauch, Schnorchel, Wassersport - Kamera schlechthin .... und nach 45min (in kälterem Wasser) ist Schluß! Dann soll sie meinetwegen ein bisserl größer sein .... aber wer kann Akku wechseln im Wasser, voll bescheuert!
Und das ständige Strom - Sparen so wie du beschreibst geht in Wahrheit auch nicht.
Übrigens deinen DigiPower ReFuel kannte ich gar nicht! Eine ziemlich abenteuerliche Konstruktion, aber endlich mal genug Saft!

Grüße,
Auf Achse



Antwort von vobe49:

Hallo auf Achse,
im Menü abschalten kann man nur das Kippen der Bildschirmanzeige.
Das DigiPower ReFuel ist an sich eine tolle Sache, aber was die Abdichtung betrifft auch aus meiner Sicht abenteuerlich. Man muss als erstes die Klappe am Gopro-Schnittstellenfach abbauen (aushebeln - geht mit etwas Übung leicht - siehe YouTube), dann klappt man vom Re Fuel den Bügel hoch und sieht dann den eingebauten Micro-USB-Stecker, auf den anschließend die Gopro geschoben wird. Dann schließt man den Bügel wieder, wobei die Gopro auf die Dichtung beim Stecker gedrückt wird. Wenn man sich das ansieht, unternimmt man den ersten Schnorchelgang mit gemischten Gefühlen, aber es hat funktioniert. Frage ist natürlich, wie lange so etwas gutgeht. Falls du dir das Re Fuel kaufst: nimm den Akku aus der Gopro wenn du es verwendest. Dann hast du die Möglichkeit, die Gopro auch unter Wasser zu starten, wenn sie mal wieder abgestürzt ist, denn das Gerät hat einen An-/Ausschalter. Etwas Positives: der Support tauscht mir das schnell kaputt gegangene ReFuel um.

Übrigens habe ich zu meinem Tauchgehäuse für die Alpha 6300 für die Rundringdichtung eine sehr feine Vaseline mitgeliefert bekommen. Dachte mir, dass es ja nicht schaden kann, damit auch die Gopro-Dichtung ganz fein einzustreichen. Doch siehe da - dann blinken sofort alle drei LED-Lampen an der Hero 7. Also habe ich die Dichtung wieder gereinigt. Ich nehme an, dass das ein Alarm ist der auch bei geringfügiger Undichtigkeit angeht.
Weshalb die Gopro so klein sein muss weis ich auch nicht - etwas größer und ein leistungsfähigerer Akku wären von Vorteil, finde ich. Gopro bringt ja neben der Hero verschiedene andere Modelle heraus - warum nicht auch eine etwas größere. Wirklich ärgerlich ist der schlecht funktionierende An-/Ausbutton und die ewig lange Start- und Ausschaltzeit. Meine beiden Sony-Kameras brauchen nur eine Sekunde.
Gruß vobe49





Antwort von Auf Achse:

Ich mag das Konzept der GoPro prinzipiell schon sehr, aber sie sind halt durch den jahrelangen Erfolg fett und und träge geworden. Meine DJI Pocket ist inclusive Gimbal Kalibrierung in ein paar Sekunden startbereit. Da sollte sich GoPro was abschauen. Aber die werden wegen der Pocket eh die Arschbacken zusammenkneifen und zur H8 (??) was ordentliches in die Startlöcher bringen müssen.

Und daß der Akku einfach ZU KLEIN ist sollte GoPro schon seit der H2 wissen.

Daß deine H7 so herumzickt beim Einschalten usw. schreckt mich schon ziemlich und läßt mich einen Kauf schwer überlegen. Die UW Aufnahmen meines Tauchkumpels haben mich im Gegensatz zu den H4 und H5 Aufnahmen schon ziemlich überzeugt. Und zwar ganz besonders bei Wasser mit schlechter, oder genauer sehr schlechter Sicht. Bei mir nur grüne Soße, bei ihm immer noch viel viel bessere Farben. Hat wohl mit der Farbtrennung zu tun, meine Modelle tun sich offensichtlich noch viel schwerer damit!

In deinem Menü kann man sicher den Screen "locken". Soll heißen daß der Touchscreen für Eingabe gesperrt ist gegen unabsichtliche Berührungen. Das geht bei dir sicher auch und hat bei mir das permanente Verstellen der Einstellungen verhindert.

Das war eh ziemlich schräg, du kannst zusehen wie am Bildschirm sich die Einstellungen ändern ohne daß man was tut. Ich hab zuerst gedacht eine Klappe istt undicht und das sind die ersten Anzeichen fürs Absaufen. Mit größter Mühe hab ich den Screen gelockt weil im Salzwasser der Screen entweder auf gar nix, oder auf irgendwas reagiert hat. Ich war so sauer, während ich im Käfig sitz und die anderen sich die Haie ansehen kämpf ich mit diesem Scheißdreck. Ich war nahe dran das Ding einfach zu den Haien rüberzuwerfen.

Das mit dem ReFuel überleg ich mir gut .... :-)

Auf Achse



Antwort von vobe49:

Das ReFuel ist aber auch nur bis 3 m wasserdicht !! Mit Tauchen im Haikäfig ist da nix.
Ich habe mich auf Helengeli täglich ohne Käfig der Gefahr von Haien ohne Käfig ausgesetzt :-( :-)) aber das waren nur die Riff-Kuscheltiere; der größte 2,20 m (Schwarzspitzenhai) die meisten 1,50 m. War trotzdem toll ! Bin schon fleißig beim Schneiden.
vobe49



Antwort von Auf Achse:

Wir waren im Oberflächenkäfig (Siebenkiemer - Hai, es könnten dort auch weisse Haie vorbeischauen), deswegen nur Schnorcheln, bzw. auch Schnorcheln ohne Käfig (Sandtigerhai, bis 3m :-))

Das Wasser war in Südafrika (False Bay) arschkalt, zwischen 10 und 13 Grad. Da war das Dry Pad in der GoPro extrem wichtig, auch weil an der Küste die Luftfeuchtigkeit recht hoch ist.

In Kürze werde ich ein kurzes Video zu dieser Shark - Expedition Week veröffentlichen.

Grüße,
Auf Achse



Antwort von vobe49:

Poste doch mal den Link zum Video; ich bin von Haien fasziniert, sie gehören für mich zu den elegantesten Lebewesen auf dieser Erde und ich hasse die Leute, die sie wegen dem Hollywood-Scheißfilm "Der weiße Hai", wegen Haifischflossensuppe oder sonst was abschlachten. An der False Bay und in SA war ich im Übrigen im Januar 2015 und will unbedingt nochmal hin. Südafrika ist ein faszinierendes Land. Der Januar ist der trockendste Monat dort - bei uns hat es fast nur geregnet und die nächsten 5 Jahre so gut wie nicht mehr. Man muss eben auch mal Glück haben :-(



Antwort von Auf Achse:

Hallo vobe49!

Ich habe das Video soeben veröffentlicht, siehe Nachbarthread

viewtopic.php?f=33&t=145120

Wenn du tatsächlich nochmals nach False Bay und professionell und super - sympathisch betreut werden willst kann ich dir Prof. Alessandro De Maddalena nur wärmstens ans Herz legen!

Grüße,
Auf Achse



Antwort von vobe49:

Ich hatte oben ja oben von den Problemen berichtet, die ich mit der Gopro beim Einsatz unter Wasser hatte. Ein junges Pärchen aus meiner Bekanntschaft macht zur Zeit einen mehrmonatigen Trip durch Australien, Neuseeland, Indonesien, Bali, Mauritius und Seychellen und hat eine Gopro im Einsatz. Ich stehe über WhatsApp mit ihnen fast täglich in Kontakt und sie berichteten mir die gleichen Probleme beim UW-Einsatz und dass die Gopro jetzt auch ÜW Probleme macht. Z.B. geht sie in der Tasche alleine an und wird sehr heiß und das hatte ich am Ende unseres Maledivenurlaubs auch zwei mal. Da hat CamForPro wohl einiges zu tun. Wäre nicht schlecht, wenn die Firma nicht nur meine Mails bekommt, sondern auch welche von anderen Usern, sonst passiert da nichts.

Die Aufnahmen der Hero 7 beim Schnorcheln sind schon ok, vor allem ist UW der HyperSmooth-Stabilisator fast noch wichtiger als ÜW, denn dort kann man sich wenigstens irgendwo anlehnen. Habe in meinem Video kaum Aufnahmen verwendet, die mit meiner Alpha 6300 im UW-Gehäuse gemacht worden sind, weil mir diese viel zu sehr wackeln. Positiv auch, dass man bei 4k mit Bildausschnitten und Zoomfahrten arbeiten kann, ohne dass es zu große Qualitätsverluste gibt.

Das Video findet ihr bei Interesse hier: https://www.youtube.com/watch?v=WCQTDVPT9U4&t=535s

Gruß vobe49



Antwort von -paleface-:

Mit meiner H6 konnte ich bis 8m problemlos tauchen und Bilder machen.

https://www.instagram.com/p/BgtFfgmHJbh/

Ab ca. 8,5m etwa wurde der Druck so groß das ich aber den Aufnahme Knopf nicht mehr drücken konnte.
Hatte ich über 7m ein Video gestartet und bin unter 8,5m getaucht wurde die Aufnahme beendet.

Also zusammengefasst...alles bis ca.8m macht Spaß. Und da kann man je nach Tauchort auch schon einiges mitnehmen.



Antwort von carstenkurz:

Die GoPros sind ja nun ActionCams, nicht explizite UW-Cams. Daher wird GoPro die immer möglichst klein und leicht bauen, um die verschiedenen typischen körpergetragenen Arbeitsweisen bestmöglich zu unterstützen, da hat das mit dem Akku halt Grenzen. Und die Druckwechselverhältnisse bei UW limitieren auch die Größe, da denkt kaum jemand dran.

Was die allerdings relativ leicht machen könnten wären gedichtete Zusatzkontakte, um externe Akkus und Steuersignale sicher zuführen zu können. Leider denkt GoPro seit dem großen Erfolg wie so viele Firmen nur an Absatz-Masse, nicht an Features.

- Carsten



Antwort von vobe49:

Ich hatte ja oben geschrieben, dass ich mir wegen der geringen Akkulaufzeit das Re-Fuel Action Pack gekauft hatte, was aber nach dem 2. Ladevorgang kaputt war. Habe heute Ersatz geliefert bekommen. Sehn wir mal, wie lange der Ersatz funktioniert. Auf jeden Fall ist das in Bezug auf die Laufzeitverlängerung eine gute Lösung. Für mich bedenklich bleibt da nur die Aussage, dass das System Re-Fuel/Gopro bis 10 m Tiefe wasserdicht sein soll, wobei ich es ja zwei mal erfolgreich ausprobiert hatte. Die Frage ist also eher, wie lange funktioniert die Abdichtung.
Im Übrigen: Da CamForPro Werbung mit dem UW-Einsatz macht kann man nicht sagen, dass die Gopro keine UW-Kamera ist. Ich weis nicht, wer die kleinen Geschwister der Hero 7 wirklich kauft - ich glaube da wäre eine größere Variante, die für UW- und andere Einsätze anstatt als Körper-Action-Cam besser geeignet ist, sinnvoller. Würde ich mir sofort kaufen.

Vielleicht noch eine Information für neue Besitzer einer Osmo Poket Gimbal-Kamera. Ich habe das kleine Ding im Urlaub hinreichend getestet und festgestellt, dass man auch hiermit erst mal Erfahrungen sammeln muss um später besser einschätzen zu können, wo der Einsatz sinnvoll und effektvoll ist oder wo man besser drauf verzichten sollte. Im obigen Helengeli-Video sind einige Clips von der Osmo eingebaut worden. Im Gegensatz zur Goro ist festzustellen, dass die kleine Cam überhaupt keine Zicken macht und prinzipiell gut arbeitet. Die Aufnahmen sind in heller Umgebung ausgesprochen gut, bei Lowlicht funktioniert der Fokus und die Stabilisierung nicht mehr perfekt, was aber zu erwarten war und zu verkraften ist wenn man's weis. Perfekt funktioniert auch die Timelapse und dynamische Timelapse-Funktion, auch wenn der Einsatz am Meer wegen des zitternden Wassers nicht perfekt wirkt - da sind Land-/Stadt-Timelapse-Aufnahmen sicher schöner. Was auch nicht perfekt ist - aber das ist auch bei anderen Gimbal oder der Gopro so - ist das rhythmische Wippen beim Laufen, was man auch nicht mit Mercalli 4 weg bekommt. Wenn da jemand eine Lösung hat, wäre ich sehr interessiert (für Skateboard bin ich allerdings schon zu alt :-)



Antwort von Auf Achse:

@Carsten: Meine Einschätzung: auch wenn man die GoPro als ACTION Cam betrachtet ist der Akku einfach zu klein, zu schwach. Der könnt gern doppelt so stark, doppelt so groß sein, auch wenn die GoPro damit größer würde würde sie niemand deswegen nicht kaufen.

Die Änderung der Bauform bei der H4, spätestens bei der nochmaligen Änderung bei der H5 wärs an der Zeit gewesen. Aber wahrscheinlich kommt das auch noch irgendwann. Denn nach meiner persönlichen Einschätzung hält sich das GoPro Marketing solche sinnvollen und EINFACH umzusetzenden Änderungen so lang wie möglich vor. Siehe Bildstabi .... jahrelang mußten wir uns mit verzitterterten Videos die Augen ruinieren. Ein sinnvoller Bildstabi (muß ja nicht gleich Hypersmooth sein) wie er bei der H5 erstmals implementiert wurde wär bei der H3 schon längst möglich gewesen.

In diesem Sinne erwarte ich eine GoPro H47-11 mit fettem Akku erst dann wenn ihnen schon die Ideen ausgegangen oder das Wasser beim Hals steht.

@vobe49: Du hast hoffentlich im Osmo Thread gelesen daß eine Belichtungskorrektur von -0,3 oder -0,7 sinnvoll ist? Das deckt sich auch mit meinen eigenen Erfahrungen und kann ich empfehlen. Ab dem letzten Update merkt sich die Osmo die Korrektur auch beim Aus und wieder Einschalten.

Das Wippen das beim Gehen entsteht KANN man nicht wegstabilisieren. Durchs Auf + Ab entsteht eine Parallaxenverschiebung zwischen Vorder und Hintergrund die nicht zu reparieren ist. Aber irgendwo im Osmo Thread hat jemand eine federgelagerte Steady - Aufhängung verlinkt. Kaum zu glauben aber es funktoniert. Will ich aber nicht auch noch mit mir rumschleppen, das führt für mich die Idee der Osmo Pocket ad absurdum.

Danke für deine Infos bezüglich Re-Fuel!

LG,
Auf Achse



Antwort von vobe49:

Für die Schnorchler / Taucher unter uns: hier ein interessantes neues Angebot von CamForPro: man hat wahrscheinlich kapiert, dass der kleine Akku beim Tauchen/Schnorcheln einfach keinen Sinn macht. Der Grund, dass die Linse nicht mehr beschlägt liegt wohl daran, dass die Feuchtigkeit am wärmeleitfähigeren Alugehäuse und nicht an der Glaslinse kondensiert. Auch ein Plus. Der Preis ist allerding saftig - da hat man sich von anderen UW-Gehäuseherstellern wohl was abgeguckt :-(

https://www.camforpro.com/camforpro-t-h ... hgehaeuse/

vobe49



Antwort von Auf Achse:

Ich hab schon am Vormitag diese Info per Mail erhalten und finde das ganze ziemlich gut!

Es wundert mich allerdings sehr daß GoPro dieses Zubehörsegment den Drittanbietern überläßt! Die bei GoPro werden sicher selbst wissen daß der Akku zu klein ist :-)

Ob ich mir das kaufe würd ich eher bezweifeln aus folgendem Grund: Damit wär mal das Akkuproblem + Dichtheit (siehe ReFuel) gelöst. Aber daß das Display auch bei der H7 auf Record immer noch abdunkelt ist beim Schnorcheln ein NoGo. Jetzt ist das Display eh schon so klein und dann dunkelt es noch ab!

Als Conklusio halte ich eigentlich Ausschau nach einer GoPro Alternative (klein, leicht, starker Akku usw ...dicht muß nicht sein aber mit Gehäuse ....). Wenn wer was weiß, bitte bescheid geben!

Trotzdem danke für deine Info,
Auf Achse



Antwort von vobe49:

Über die Sony FDR-X3000 wird ja immer in Superlativen berichtet. Ich bin aber, was die Bewertung von Privatleuten betrifft, zwischenzeitlich ziemlich skeptisch geworden. Es gibt zu viele Leute, bei denen ist immer das das Beste, was sie gerade selbst gekauft haben und die Tests einschlägiger Fachzeitschriften oder Unternehmen kann ich dann, wenn ich das Geld schon ausgegeben habe und mich selbst mit der Cam beschäftige, oft auch nicht 100 prozentig nachvollziehen. Vielleicht bin ich ja aber auch nur zu kritisch :-(

In Anbetracht der Tatsache, dass das ReFuel 4800 mAh aufweist sind die 2300 mAh im Alu-Tauchgehäuse auch nicht allzu üppig ausgefallen. Da kommt man bei 4k auch nur auf knapp 1,5 Stunden und bei einem Tauchgang ist das auch nicht sonderlich lange; wie gesagt, wenn man sich das lästige An- und Ausschalten verkneifen will.

Nachdem ich die Hero 7 eigentlich schon recht intensiv getestet habe würde ich gern auch mal die obige Sony vergleichend ausprobieren. Aber billig ist die eben auch nicht. Vielleicht gibt es ja hier im Forum jemanden, der beide Modelle mal im Gebrauch hatte oder die Sony wenigstens selbstkritisch bewertet.

Noch etwas anderes:

Hat jemand zufällig Informationen, welche Fehler das aktuelle Firmware-Update der Hero 7 tatsächlich beseitigt. Erfahrungsgemäß ist es ja so, dass in der Updatebeschreibung sowieso nur einige wenige Bagatellen genannt werden weil man ja nicht öffentlich zugeben will, dass vorher viel im Argen lag. Bei der Hero 7 ist das m. E. eine ganze Menge.



Antwort von Auf Achse:


In Anbetracht der Tatsache, dass das ReFuel 4800 mAh aufweist sind die 2300 mAh im Alu-Tauchgehäuse auch nicht allzu üppig ausgefallen. Da kommt man bei 4k auch nur auf knapp 1,5 Stunden und bei einem Tauchgang ist das auch nicht sonderlich lange; wie gesagt, wenn man sich das lästige An- und Ausschalten verkneifen will.

Diesen Akku steckt man doch am USB C Port an. Der benötigt 5V ... und ich vermute mal daß dieser Akku ein einzelner LiIon oder LiPo Akku ist der aber nur 3,7V hat. Das ganze wird wie eine Powerbank funktionieren. Um auf 5V zu kommen ist vermutlich ein StepUp Konverter eingebaut. Damit verringern sich die mAh des Akkus, in der GoPro werden von den 2300mAh geschätzt grad mal 1500mAh ankommen. Das erklärt die .... "knapp 1,5h" ..... obwohl er die doppelte mAh Leistung vom internen GoPro Akku hat.

Trotzem danke für deine Infos! Ist wirklich interessant was so alles an Zubehör angeboten wird!

LG,
auf Achse



Antwort von rush:

Welche Speicherkarten kamen denn konkret zum Einsatz?
Meine Sandisk extreme Pro als auch Samsung EVO Karten habe ich noch bei keiner Kamera ans Limit bringen können (Ausnahme die BMPCC 4k in RAW >5:1).

Kann mir also kaum vorstellen das solide Karten in einer GoPro Probleme machen? Wie hoch ist da die Datenrate?

Lediglich eine Karte zerschossen hat uns Mal eine GoPro 5... Auch echt ärgerlich gewesen und nicht mehr reparabel gewesen mit Recovery Tools.



Antwort von vobe49:

Das war ja eines der Probleme, das mich so fürchterlich aufgeregt hat. Ich hatte für die Hero 7 extra eine 128 und zwei 64 SanDisk Extreme V30 beschafft. Zwei der Karten machten beim Schnorcheln totalen Ärger; es gab laufend Meldungen, dass die Dateien repariert worden sind und laufend Abstürze der Kamera. Nur eine der identischen Karten funktionierte einwandfrei. So etwas habe ich noch bei keiner Kamera bislang erlebt. Komischerweise hatte ich mit der 128er, die ich vorher normal über Wasser im Einsatz hatte, keine Probleme; mit der in der Kamera gebliebenen gleichen Karte begann dann UW aber die Probleme. Habe zwischenzeitlich von anderen Nutzern von weiteren UW-Problemen gehört.




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