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Bond-Film Spectre setzt neuen Weltrekord: größte Stunt-Explosion



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Newsmeldung von slashCAM:


Das ist ja mal originelle Filmwerbung: der neue Bond-Streifen Spectre, der kürzlich im Kino anlief, wurde mit dem Guinness Preis der Rekorde für die größte Filmexplosion jemals ausgezeichnet -- sie dauert 7,5 Sekunden und hatte eine Sprengkraft vergleichbar mit knapp 70 Tonnen TNT... Also nicht nur reine CGI Effekte sind in diesem Film zu sehen. Die für einen solchen Film recht ungewöhnliche (aber irgendwie modische), einleitende Plansequenz wurde übrigens http://www.hollywoodreporter.com/behind ... led-836200 (nicht in einem Take gedreht).

Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Bond-Film Spectre setzt neuen Weltrekord: größte Stunt-Explosion




Antwort von Valentino:

Geht im Kino im großen Saal und ordentlicher PA richtig gut ab, so lange man schön brav auf Dolby4 bis 5 spielt ;-)



Antwort von rush:

Habe mir den Film vor 2 Tagen relativ spontan und unvoreingenommen angesehen... also auch keine Kritiken im Vorfeld gelesen.

Aber was soll ich sagen?

Der "neue" Bond hat mich leider auf keiner Ebene positiv angesprochen.

Die anfängliche Sequenz mit der Sprengung empfand ich gar extrem künstlich und unrealistisch - genau wie viele andere Szenen / CGI Effekte... etwa die Helikopterszene... die trudelnden Halbnaheinstellungen fallen irgendwie ziemlich raus im Vergleich zu den Totaleren wenn man auf den Hintergrund schaut.

Wenn Bond dann genau wie sein quasi-Bondgirl nach einer zünftigen Schlägerei im Zug nicht mal ein blaues Auge oder eine aufgeplatzte Lippe davon trägt - ja dann weiß ich auch nicht.

Eine eher lahme Verfolgungsjagd mit zwei Supersportwagen haut einen nach diversen Fast&Furious Filmen doch wirklich nicht mehr vom Hocker. Ist das wirklich alles?

Ein manövrierunfähiges Flugzeug auf einer Skipiste mag dagegen noch eine gewisse Komik aufweisen, aber ansonsten?

Auch die Gag's zaubern mir maximal eine minimale Lippenveränderung ins Gesicht und selbst der von mir durchaus angesehene Christoph Waltz kann den Film aus meiner Sicht nicht mehr retten...

Ihr merkt schon - ich kann dem Film leider wirklich nichts abgewinnen, aber das ist eine rein subjektive Meinung und der ein oder andere wird mich womöglich als Kunstbanause abstempeln. Sei es drum.

Für mich ganz klar einer der schlechtesten Filme der letzten Zeit... und mit letzter Zeit ist in diesem Fall ein relativ großer Zeitbereich gemeint.





Antwort von SirRollingVonShutter:

Der "neue" Bond hat mich leider auf keiner Ebene positiv angesprochen.

alles andere hätte mich, die Welt und Jesus auch gewundert.



Antwort von schwarznachtfilmer:

"...Für mich ganz klar einer der schlechtesten Filme der letzten Zeit... und mit letzter Zeit ist in diesem Fall ein relativ großer Zeitbereich gemeint.
..."
dauerts noch bis zur Vollendung des zweit-schlechtesten Filmes, dieses relativ grossen Zeitbereiches-oder tritt bereits die schockieren und un
umstössige Gewissheit auf, dast hamlich die Bild rein holst, dich vorher halb
warm duscht, dann liest, dann datest?

verry verry gefährlich das ist!

Des Suderanten-zeitalter ist voll ausgebrochen und nur wer genau ( also
ab hier keiner mehr) in den Vorgaben produziert wird.. stop--
fang ich auch schon an.

SUDA der Virus der nach dem Z-ombie-virus kommt.

Doors :: " this si the eeeeeend my friend.."
Film: ne 8mm fällt um..

es is aus mit uns! BOHNENDOSEN einlagern, 9mm 10000 kaufen!!

der/die/das Suderanten : ( österreichisch für: der Mensch, der sich im
vollen Wohlstand seines Speckgürtels wiederfindet und eingeschlossen in diesem intellektuellen Gefängnis mit der Ventilwirkung aus Erkenntnis
und Befreiungsrundumschlag kämpft und nach möglich kompatiblen Partner schreit, die selbig selbe verschreckt in Deckung gehn und nun auch beginne zu " sudern" sudare : lat: absaften oder um sich splattern) oder auch das Indoktrinieren des kleinen Mannes..



Antwort von schwarznachtfilmer:

Und bei uns in Österreich:

Die Suderantin und innen.. des is gaaanz wichtig!
sunst bekomm i gach an INternet-strafzettel von der staatlichen
Maulschelle oder der rechtlichen Qualitätsabteilung " Facebuuk-ordnungs-amt" oder so..
des wär a Filmstoff:: wetten sie däten sich des Maul zerreisen..Gfrasta!

Das Amt für Falschfarbensuche und Wortglaubpronographie wird jetz eh schon mit 100 Prouzent kollabiren und seine Server hochfahren um weitwer 1234 eingeschulte EITI-Poluitessen auf hetze schicken..

Filmtitel: "Planet Blöd und nur 340 gramm c4 waren nötig"*

Prost!

* in Langely scheissen si si a an..



Antwort von schwarznachtfilmer:

Mir hat diese nonchallante Explosion der Anlage im Film getaugt..
so nebenbei.. eben gerade so.
sichtst Rush zwa Leit a Gosthaus zwa Schnitzel, i werd a BIa bestöölen und
du wirst suuudern.. Prost!



Antwort von andieymi:

Sieht man sich das BTS an, find ich interessant das von Mendes 2s nach der letzten Detonation das Cut kommt. Man könnte annehmen, die ließen zumindest laufen und nehmen noch 10s Rauch am Ende mit. Aber wissen vmtl., was sie tun.



Antwort von rush:

Keine Ahnung worauf du hinaus willst @ schwarznachtfilmer... aber wird schon passen ;) Dein Kauderwelsch in allen Ehren, aber das ist mir am Freitag Abend so vor'm Wochenend' dann doch etwas "too much" :D

Kurzum: Mir hat der Film halt überhaupt nicht zugesagt - so einfach ist das. Und es gab durchaus Bond Filme denen ich einiges abgewinnen konnte, nicht das es falsch rüber kam.



Antwort von srone:

Keine Ahnung worauf du hinaus willst @ schwarznachtfilmer... aber wird schon passen ;) Dein Kauderwelsch in allen Ehren, aber das ist mir am Freitag Abend so vor'm Wochenend' dann doch etwas "too much" :D

Kurzum: Mir hat der Film halt überhaupt nicht zugesagt - so einfach ist das. Und es gab durchaus Bond Filme denen ich einiges abgewinnen konnte, nicht das es falsch rüber kam.

2h pille-palle, kein sekundärer handlungsstrang welcher ansatzweise "inhalt" transportiert hätte, schämt euch, 2/3 aller netflix (oder sonstigen)-serien geben da mehr her, bei weit mehr "tiefe". good bye, mr. bond. ;-)

lg

srone



Antwort von Axel:

Bond ist eine Figur, die als weltgewandter Playboy, der international das Richtige tut, dem Fan Identifikation bietet. Identifikation schafft eine virtuelle Identität, was eine Tautologie ist, da jede Identität eine Fiktion ist.

Trotz zeitgemäßer Zähmung des Magazins Playboy hat der Aspekt des unbeirrbaren Machos noch eine gewisse (wenn auch mittlerweile leicht leiernde) Zugkraft.

Der ganze Rest, die Vereinfachung der Weltsicht durch Auffindung des Schurken und die effektlastige Jagd auf ihn, wurde in Austin Powers konsequenter dargestellt und, seien wir ehrlich, kaum weniger glaubwürdig.

Was haben Milliarden deutsche Hähnchenflügel (und eine Packung à 1,29 € mit zehn Fischbriketts), 100000 Kalaschnikows vom Gebrauchtmarkt und Terroranschläge in Paris gemeinsam? Sie sind banal und lassen noch für den naivsten Bond-Fan komplexe Zusammenhänge erahnen.

Hat man Bond einmal durchschaut (schreibt ein ehemaliger glühender Fan), sind die Filme langweilig und unerträglich blöd. Die Handlung ist Mumpitz, weil sie nichts mehr mit unserer Wahrnehmung der Welt zu tun hat. Es gibt genügend Bullshit, den wir glauben, warum sollten wir offenkundigen noch länger ertragen?



Antwort von cantsin:

Hat man Bond einmal durchschaut (schreibt ein ehemaliger glühender Fan), sind die Filme langweilig und unerträglich blöd.
Umberto Eco (der ja eigentlich international renommierter Zeichentheoretiker und Literaturwissenschaftler und nur Freizeit-Romanautor ist), verfasste 1969 eine Strukturanalyse, die alle Bond-Plots auf eine einfache, quasi-algorithmische Formel bringt: http://xroads.virginia.edu/~DRBR2/eco.pdf

Die Formel hat seitdem ihre Gültigkeit behalten. An unserer Hochschule gab's vor Jahren ein Examensprojekt, in dem sie tatsächlich in ein Computerprogramm umgesetzt wurde. Das ganze lief als Videoprojektion; aus den Einsteillungen von 6 verschiedenen Bond-Filmen wurden in Echtzeit neue Bond-Filme gemäß der Fleming/Eco-Formel generiert. (Und per Geheimknopf liess sich ein Plot-Radar einschalten, der einem zeigte, wo in der Formel man sich gerade befand.)

https://pzwiki.wdka.nl/mediadesign/You_ ... ve_Forever

Seitdem spare ich mir den Kinogang bei neuen Bond-Filmen.



Antwort von Valentino:

Der Anfang ist ganz gut und der Rest eher durchwachsen. Das Thema mit den Anschlägen und der Macht mit den Daten, ist einfach zu aktuell, das es wirklich noch jemanden vom Hocker haut.
Man merkt dazu bei Christoph Walz, das er gerne tiefer in die Rolle des Bösen hin eintauchen wollte, dafür aber der weder Text noch die Screentime vorhanden war.

Wir ein Regisseur wie Mendes einen so guten Schauspieler wie Walz so schlecht inszeniert, bleibt mir ein Rätsel.
Teilweise entsteht auch das Gefühl, das einige Szenen der Schere zum Opfer gefallen sind. Vieleicht gibt es in ein paar Jahren ein 3h DirectosCut ;-)

Dazu der noch kühler wirkende Craig mit seiner 0815 Blondie, die irgendwie genauso langweilig wie er wirkt.
Bester Schauspieler war am Ende Ralph Fiennes, der meiner Meinung schon vor Jahren Pierce Brosnan hätte ersetzten sollen.
Wie man einen Schauspieler mit slavischen Gesicht, der zuvor sogar solche Rollen gespielt hat, dann noch die Rolle des Bonds anbietet (des Feind der Russe ist) bleibt mir ein Rätsel.

Und wo war dieses mal eigentlich Felix Leiter, er wird erwähnt, taucht aber nicht auf.

Das es beim den Bondfilmen fast immer das gleiche Muster ist, finde ich jetzt nicht so schlimm, wie soll man auch anders erzählen.
Wer nur aus diesem Grund die Filme nicht schaut ist selber schuld, aber Achtung, fast jeder Film basiert auch der Grundlage der Heldenreise erzählt in drei Akten ;-)



Antwort von Axel:

Wer nur aus diesem Grund die Filme nicht schaut ist selber schuld, aber Achtung, fast jeder Film basiert auch der Grundlage der Heldenreise erzählt in drei Akten ;-)

Die Heldenreise ist Grundlage jeder Erzählung, in der es einen Helden gibt, man richtet sich schon spontan danach, wenn man erzählt. Im Fall Bond ist der Held mit Eigenschaften ausgestattet, die nüchtern betrachtet einen Soziopathen beschreiben. Das einzige Beispiel, das aus dem Rahmen fällt, ist "Im Geheimdienst Ihrer Majestät". Und der Böse? Können wir glauben, was uns da angeboten wird?
Die Heldenreise benötigt, um zu funktionieren, eine Antwort auf Wünsche und Ängste in unserer Psyche. Gibt uns Bond da wirklich noch viel?



Antwort von handiro:

Mir gibt der Bond gar nix. Ich sehe schon lange keinen Unterschied mehr zwischen der Bond-Figur und irgendwelchen Marvel-Comic Helden.
Mittlerweile sehe ich die letzten Bonds als Persiflagen ihrer selbst.
Das Monopol der Broccolis wird erst gegessen sein, wenn der neue Bond rauskommt und keiner hingeht.



Antwort von cantsin:


Die Heldenreise benötigt, um zu funktionieren, eine Antwort auf Wünsche und Ängste in unserer Psyche.
Hierzu ein schönes Zitat von der Website des Instituts für Angewandte Narrationsforschung der Hochschule der Medien Stuttgart:
"Weder haben theoretische Modelle wie beispielsweise Lotmans Grenzüberschreitungstheorie oder Ansätze aus dem französischen Strukturalismus (Genette, Barthes etc.) signifikanten Eingang in die Methodenlehre der Praktiker gefunden, noch sind die dramaturgischen Ausdifferenzierungen der "Praktiker" – etwa Erzählmodelle wie die "Heldenreise" – von den Theoretikern der Erzähltheorie breit wahrgenommen worden."
Es gäbe also auch für die Praktiker noch einiges zu lernen - übrigens auch von moderneren Erzählformen wie im nouveau roman oder von Autoren wie Italo Calvino. Dann würden auch Filmplots weniger stereotyp und vorhersagbar.



Antwort von blickfeld:

entweder wird hier ein komplett anderer bond gezeigt oder sämtliche analysen gehen hier komplett am film vorbei.

die bondfigur, die mit craig erschaffen wurde, ist die beste und tiefsinnigste aller bondfiguren seit lazenbys bondfigur. es wurde ein charakter geschaffen, der endlich einmal aus der zweidimensionalität der bisherigen bondfiguren von connery, moore oder brosnan heraustritt und sich entwickelt. eine bondfigur, die kaputt ist, mit seiner innerlichen argonie kämpft und trotz seiner eiskalten fassade ein gebrochenes menschliches inneres hat.

auch wenn ich bisher kaum einen der craigfilme mochte, ist die figur und der charakter einfach großartig. lediglich in skyfall haben sie leider die stringens komplett verloren und den charakterfaden leider verloren. alles, was skyfall mit der charakterentwicklung falsch macht, wird wieder bei spectre korrigiert und besser gemacht.

auch christoph walz spielt eine seiner besten rollen bisher. nicht einen der x-ten hans landa abklasche der letzten jahre. spectre hat alles richtig gemacht, um die beste bisher dagewesende bondfigur aufzubauen und zu stürzen. auch wird die tragische rolle, die madeleine swan in den nächsten film(en) einehmen nehmen wird, großartig vorbereitet.

daher fällt es mir schwer, dass hier gelesende auch nur im ansatz nachzuvollziehen.



Antwort von Jan:


Das Monopol der Broccolis wird erst gegessen sein, wenn der neue Bond rauskommt und keiner hingeht.

Die zwei Stunden Reportage auf Sky fand ich interessant. Dort wurden die ganzen Kleinkriege zwischen Broccoli und Saltzman mal näher beleuchtet, sowie die Ab- und Zuneigung zu bestimmten Schaulspielern. Mit Sean Connery gab es einige Differenzen. Der Rechtsstreit zwischen Produzent McClory und Flemming (Feuerball) hat alle Beteiligten auch viele Sorgen bereitet. Es stellte sich so raus, dass Flemming mit Bond sein Alter Ego erschaffen hat, so wie Flemming schon immer sein wollte. Keiner wollte die Bücher verfilmen, Flemming ist fast daran zerbrochen, nur mit dem Gespür von Broccoli und Saltzman, die ihre ganzen Ersparnisse und Beziehungen mit einbrachten, um den ersten Teil zu verfilmen. Jetzt sollten sich die Familien vor Geld nicht mehr retten können.

VG
Jan



Antwort von rush:

entweder wird hier ein komplett anderer bond gezeigt oder sämtliche analysen gehen hier komplett am film vorbei.

Vermute auch das du einen anderen Film gesehen haben musst - du Glücklicher :D
Vielleicht lief bei mir im Kino ja auch einfach ein falscher Bond-Film... auch wenn da zumindets am Anfang was von "Spectre" zu lesen war. Hätte gern was anderes gesehen.

Nein aber mal im Ernst. Bei einem Bond von dreidimensionaler Charakterzeichnung zu sprechen kann ich tatsächlich nicht teilen. Da gibt es gewiss ganz andere Beispiele in der Filmgeschichte bei denen ich von komplexer und spannender Charakterzeichnung sprechen würde.

Sicherlich mag auch bei Craig womöglich eine (für meine Begriffe maximal zweite) Dimension hinzugekommen sein - aber wirklich spannend erscheint mir diese nicht. Zumal du jedem "neuen" Bond ja auch irgendwie Charakter geben musst um ihn nicht gänzlich in der Absurdität und Belanglosigkeit der inhaltlich eher mauen Stränge zu verlieren.

Sicherlich ist vieles Geschmackssache und rein subjekiv. Logisch.

Erstaunlicherweise waren aber sogar sehr viele meiner Freunde und Kollegen relativ enttäuscht - und der Großteil von denen schaut im Gegensatz zu mir gern und bewusst Filme ala Bond.



Antwort von andieymi:


Nein aber mal im Ernst. Bei einem Bond von dreidimensionaler Charakterzeichnung zu sprechen kann ich tatsächlich nicht teilen. Da gibt es gewiss ganz andere Beispiele in der Filmgeschichte bei denen ich von komplexer und spannender Charakterzeichnung sprechen würde.

Das war auch der Grund, wieso ich ihn SO schlecht fand. Skyfall fand ich irgendwie gut, läutete etwas eine neue Richtung ein (die mir bei QOS noch(?) nicht wirklich aufgefallen ist...). Skyfall war gut.

Umso mieser jetzt Spectre. Da wirkte die Figur Bond größtenteils wie eine unfreiwillige Persiflage auf sich selbst.



Antwort von Valentino:

Bond ist so die letzte Figur von der ich als Zuschauer erwarte, das er auf einmal zu einen komplexen Charakter wird oder versucht ihn zu spielen.

Teilweise sind mir bei dem Bond aber auch die recht schlechten CGI-Effekte und der total zusammen gezimmerte Vorspann ins Auge gefallen.
Der Vorspann sieht so aus, als ob man irgendwie keinen roten Faden bei der Entwicklung/Umsetzung hatte.
Oh was brauchen wir den für den Vorspann, hmm las mal überlegen?
Nacke Frauen, die Krake und ihre Tentaklen(steht im Japanischen Por** für das männliche Geschlecht, da dieses nicht direkt gezeigt werde darf, da unsittlich).
...und ein paar coole AE Effekte mit so Bilder von den Charakteren, ach stimmt Bond und Kugeln die wie bei Matrix durch den Raum fliegen dürfen auch nicht fehlen...dazu Craig, der brennt und an dem Feuer verbrennen sich die Frauen, da aber oben ohne in die Kamera schaut, musste ich an BrunoBanani denken.
Ist Bond am Ende schwul und hat deswegen solche Probleme mit einer Frau eine Bindung ein zu gehen oder hat er gerade ein Burnout?

Was mir am meisten gefehlt hat, die Frau die ein falsches Spiel spielt und versucht Bond zu töten.
Ein Cliffhanger, bei dem Waltz auf einmal nicht mehr in seiner Zelle sitzt, wäre auch nicht so verkehrt gewesen.
"Spoiler:Oberhaus ist doch Blowfeld und muss also irgendwann wieder ausbrechen oder ist Blowfeld nur sein Onkel gewesen?"



Antwort von Axel:

Die Heldenreise benötigt, um zu funktionieren, eine Antwort auf Wünsche und Ängste in unserer Psyche.
Hierzu ein schönes Zitat von der Website des Instituts für Angewandte Narrationsforschung der Hochschule der Medien Stuttgart:
"Weder haben theoretische Modelle wie beispielsweise Lotmans Grenzüberschreitungstheorie oder Ansätze aus dem französischen Strukturalismus (Genette, Barthes etc.) signifikanten Eingang in die Methodenlehre der Praktiker gefunden, noch sind die dramaturgischen Ausdifferenzierungen der "Praktiker" – etwa Erzählmodelle wie die "Heldenreise" – von den Theoretikern der Erzähltheorie breit wahrgenommen worden."
Es gäbe also auch für die Praktiker noch einiges zu lernen - übrigens auch von moderneren Erzählformen wie im nouveau roman oder von Autoren wie Italo Calvino. Dann würden auch Filmplots weniger stereotyp und vorhersagbar.

Es ist typisch amerikanisch, dass die Heldenreise als Erzähl-Rezept angesehen wird, mit dem Bücher und Drehbücher überprüft oder schlimmer noch: geplant werden.

Der Ursprung ist gar nicht philologisch, sondern anthropologisch, soziologisch, ethnologisch. Die Mythen aller Völker in allen Kulturen (und Religionen) haben gemeinsame Merkmale, vor allem sehr ähnliche Inhalte. Angefangen, etwas willkürlich, bei den "Erzählungen" der Höhlenmalereien. Die Form, das Medium, ist austauschbar. Der Inhalt ist etwas offenbar grundsätzlich Menschliches, die triumphale Überwindung von Problemen (jedweder Art). Die Figur, die dieses, lehrreich und beispielgebend für die Zuhörer, Betrachter, Leser, Zuschauer, erreicht, ist mit außergewöhnlichen Eigenschaften versehen.

In Wirklichkeit greift keine Erzähltheorie. Nirgends. Bei Bond schon gar nicht. Ein wesentlicher Bestandteil der Heldenreise ist, dass die Figur, der character, beim Ausgangspunkt der Erzählung sich der Aufgabe als nicht gewachsen fühlt und sie gar nicht annehmen will (Vater, lass diesen Kelch an mir vorübergehen). Dass Bond ein Schäferstündchen mit einem Playmate unterbrechen muss, um bei M zum Rapport anzutreten, reicht wohl nicht, um der Theorie gerecht zu werden. Alle übrigen Merkmale der Heldenreise ließen sich ebenfalls nur mit der Devise Was nicht passt wird passend gemacht anwenden.

Was ist also der Mythos (und dass es einen Mythos "Bond" gibt dürfte wohl unstrittig sein)?

Fleming beschreibt Bond in den ersten Romanen als gutaussehend, aber mit kalten Augen und einem brutalen Zug um den Mund. Sinnlich, aber absolut rücksichtslos. Intelligent und ungebunden. Er wollte ihn anfangs als seelenloses Instrument der britischen Regierung sehen.

Letztlich bleibt Bond ein Rätsel. Ein Spion, der aus dem Nichts kam (nix da "Skyfall"). Gut, dass er auf unserer Seite ist. Aber fragt euch selbst: haben die Pläne der Schurken euch jemals ernsthaft geängstigt?

War es nicht immer eher die Rücksichtslosigkeit, die Grausamkeit, die Unabhängigkeit (Treue gegenüber Britannien? Aber klar doch, solange ich dadurch geile Autos kriege, Q's Männerspielzeuge und die aufregendsten Girls treffe! Dem Kaiser, was des Kaisers ist), was auch immer? Musste Bond je über sich selbst hinauswachsen (grundsätzliches inhaltliches Merkmal des klassischen Helden)? Oder war es nicht immer die sture, aber äußerlich gelassen-elegant-spöttische Haltung It's my way or the highway, die ihn uns bewundern ließen? Er war nie der strahlende Ritter/Retter, der nach Gauck-Art erbaulichen Bullshit von sich gibt. Er tut das Nötige, aber er tut es *gern* (Welches war in der Spionage-Berufsschule sein Lieblingsfach? Berufsethik oder Killen mithilfe lustiger Gadgets?), und seine Kommentare sind bestenfalls flapsig.

Ist Bond sympathisch? Möchte man ihn zum Freund? Nach Feierabend ein Bierchen zischen (mag er ja eh nicht, ist ihm nicht kultiviert genug)?

Ist er nicht eher der totale Kotzbrocken, der man in vielen Fällen gern mal selbst wäre und vielleicht sein sollte? Er ist vielleicht ein Korrektiv zu unserer einengenden sozialen Angepasstheit. Aber als Mensch wäre er komplett asozial.

Das lässt mich schlussfolgern, dass Bond gar kein Held im strengen Sinne ist, kein Vorbild. Er lässt uns davon träumen, unsere eigene Normalität abzulegen. Inkognito, undercover. Nie in der Rolle eines kleinen Mannes, sondern immer "oben". Unsere Gegner sind aufgeblasene Wichte, ihre Bosheit komplett unrealistisch, nur ein Vorwand für uns, ein bisschen mit ihnen zu spielen, bevor wir sie umbringen (wofür wir praktischerweise auch noch die Lizenz haben). Unsere moralische Legitimation stammt noch aus Zeiten des Kalten Krieges, von einst, als zivilisierte Leute "Hey, wir sind die Guten" noch nicht mit einem Augenzwinkern sagten.



Antwort von cantsin:

Der Ursprung ist gar nicht philologisch, sondern anthropologisch, soziologisch, ethnologisch.
Nicht mal das. Die "Heldenreise" geht zurück auf Joseph Campbell, eigentlich ein Populärwissenschaftler und kleiner Collegeprofessor. In der modernen Anthropologie, Soziologie, Ethnologie - bzw. bei einschlägigen Forschern und Theoretikern wie Frazer, Malinowski, Geertz - findet sich davon nichts.



Antwort von Axel:

Der Ursprung ist gar nicht philologisch, sondern anthropologisch, soziologisch, ethnologisch.
Nicht mal das. Die "Heldenreise" geht zurück auf Joseph Campbell, eigentlich ein Populärwissenschaftler und kleiner Collegeprofessor. In der modernen Anthropologie, Soziologie, Ethnologie - bzw. bei einschlägigen Forschern und Theoretikern wie Frazer, Malinowski, Geertz - findet sich davon nichts.

Eben. Campbell kompiliert die Ergebnisse ethnologischer Forscher und wendet sie auf Literatur an, wo sie aber gar nicht hingehören. Sein Verfahren ist gar nicht empirisch, er wendet eine Theorie an und verbiegt seine Praxis-Beispiele, damit sie passen. Unwissenschaftlich, und in den meisten Fällen spielend zu widerlegen.



Antwort von Valentino:

Leider macht das den Bond in meinen Augen auch nicht besser.

Nur weil das ein oder andere "Rezept" nicht wissenschaftlich ist, bin ich trotzdem großer Fan von Marmorkuchen ;-)



Antwort von cantsin:


Nur weil das ein oder andere "Rezept" nicht wissenschaftlich ist, bin ich trotzdem großer Fan von Marmorkuchen ;-)
Ja - aber: Die Tatsache, dass in amerikanischen Fernsehserien heute vielschichtiger und interessanter erzählt wird als im Kino, hängt auch damit zusammen, dass die Autoren von Qualitätsserien (wie z.B. Nick Pizzolatto) in Literatur-Studiengängen amerikanischer Universitäten studiert haben, wo sie mit komplexeren Erzähltheorien konfrontiert wurden.




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