Nachdem im professionellen Videobereich Sony erst kürzlich mit der Z7 und der S270 zwei äußerst prägnante Lebenszeichen des HDV-Formats von sich gab, überrascht die Firma nun auch den semiprofessionellen Anwender mit einem weiteren HDV-Modell. Und nicht nur das. Denn mit der neuen HDR-FX1000E wird auch im Profisegment noch ein bauähnliches Modell namens HVR-Z5 eingeführt, das sich vor allem durch zusätzliche XLR-Eingänge und noch mehr Einstellmöglichkeiten abhebt. Ansonsten glänzen beide Modelle jedoch mit der gleichen Signalelektronik, Objektiv und Bildwandlern.
Frisches G-Objektiv

Bereits das Objektiv lässt aufhorchen: Mit 20fach Zoom und einer Anfangsbrennweite von 29,5mm wird hier ein für Henkelmänner ziemlich großes Spektrum abgedeckt, das in vielen Fällen den Einsatz von externen Konvertern überflüssig machen kann. Im Inneren des Objektivs werkeln zwei neue ED-Glaselemente (Extra-low Dispersion) wodurch Farbabweichungen reduziert und Farbsäume minimiert werden sollen. Insgesamt sind 15 Elemente in zehn Gruppen mit mehreren asphärischen Linsen verbaut, die auch in hohen Zoombereichen klare und scharfe Aufnahmen ermöglichen sollen. Für Sony ist dieses „G“-Linse eine besondere Innovation: Denn hier wurde nicht wie üblich auf Carl Zeiss oder Fujinon als Optikhersteller zurückgegriffen, sondern dieses Objektiv stammt komplett aus Sonys eigener (übernommener) Konica-Minolta-Fertigung.
In der Praxis kann sich diese neue Konstruktion jedoch auf jeden Fall gut behaupten. Selbst im totalen Weitwinkel beugen sich die Balken kaum mehr als bei den sonst üblichen 32mm der Konkurrenten. Die chromatischen Aberrationen treten allerdings wie bei anderen Camcordern in dieser Preisklasse durchaus zutage. Alles andere wäre auch ein Wunder, denn Objektive ohne solche Fehler gibt es meist nur als Festbrennweite zu Preisen im Bereich des 10fachen der HDR-FX1000E. Eine digitale CAC-Korrektur wie der EX1 besitzt die FX1000 hierzu nicht.
