Manuelle Einstellmöglichkeiten
Kurz vor der Auslieferung hat Canon jedoch Panasonic noch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn nach dem neuen Firmware-Update, das der EOS5D ebenfalls manuelle Kontrolle beschert, verliert die GH1 eben dieses Alleinstellungsmerkmal. Naja, auch nicht ganz, denn die manuellen Eingriffsmöglichkeiten beim Filmen gehen doch noch weiter als bei Canon. So lassen sich beispielsweise drei Presets definieren und schnell aufrufen, in denen sich die Schärfe, Farbe, Kontrast und Rauschunterdrückung der Kamera frei einstellen lassen. Auch die übrigen Einstellmöglichketien lassen kaum Wünsche offen: Belichtungszeit, Blende und ISO lassen sich beliebig wählen bzw. limitieren, und sind für Filmer direkt ohne tiefe Untermenüs erreichbar. Der Autofokus funktioniert auf Wunsch auch während des Filmens, wenn auch etwas langsam. Und selbst fürs Filmen aus der Hand kann der Bildstabilisator eingeschaltet werden. Filmerherz, was willst du mehr?
Schwächen im Detail
Im Detail gibt es dann doch ein paar Schwächen, die noch Raum für Verbesserungen lassen:
Die Live-Vorschau kann beispielsweise während der Aufnahme leider nicht via HDMI übertragen werden. Ob dies mit einem Firmware-Update nachgereicht wird, ist zweifelhaft, da die Kamera vor jeder HDMI-Wiedergabe immer ein paar Sekunden Bedenkzeit einlegt, die wohl der Pufferung dienen, um eine flüssige Wiedergabe zu ermöglichen.
Es gibt zwar eine Art Zebra-Anzeige, die zu helle Bildbereiche als schwarzweiß blinkende Fläche darstellt, jedoch funktionierte diese bei uns sinnigerweise nur bei der Wiedergabe. Also wenn es eigentlich schon zu spät ist. In der Praxis wird man dadurch das Bild lieber einen Tick zu dunkel halten, um immer auf der sicheren Seite zu sein. Als Trost gibt es dafür ein Live-Histogramm während der Aufnahme, sowie die Erkenntnis, dass auch Canons 5D keinen Zebra Modus besitzt.