| Test : Canon EOS 1D Mark IV – Profibolide + 1080p Video von rob Do, 18.März 2010 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen
Handling Video
Die Canon EOS 1D Mark IV bietet zwei Wege, um die Videofunktion zu aktivieren: Entweder der „klassische“ Weg über 1. die Aktivierung der Livebild-Funktion und 2. das Drücken der nahe am Auslöser befindlichen (sehr kleinen) FEL-Taste oder über die zuvor menueseitig zu aktivierende Shortcut-Funktion, bei der per Druck der FEL-Taste sofort in Live-View geschaltet wird und die Aufnahme sofort beginnt. So gesehen bietet die Canon EOS 1D Mark IV also ebenfalls wie die Canon EOS 7D eine eigene Videoaufnahme-Taste, auch wenn sie nicht so prominent ins Bedienkonzept integriert wurde, wie bei der Canon EOS 7D.
 | | Canon EOS 1D Mark IV - hier gut zu sehen die FEL-Videofunktionstaste | |
|
In Sachen HD-Videoformaten bei DSLRs gibt Canon derzeit eindeutig den Ton an. Die Canon EOS 1D Mark IV bildet hier keine Ausnahme. Zu Auswahl stehen 1920x1080 mit 25 B/s, 1920x1080 mit 24 B/s und 1280x720 mit 50 B/s (sowie 640x480 bei 50 B/s). Aufgezeichnet wird, wie bei der EOS 5D MkII und der EOS 7D, mit einem H264 Codec in einen QuickTime-Container hinein. Die Datenrate liegt beim 1080er HD mit 25 B/s um die 45 Mbit/s. Damit bietet Canon nachwievor mehr als die Konkurrenz von Nikon. Zum mittlerweile guten Ton bei den höherwertigen Video-DSLRs von Canon gehört die optional komplett manuelle Belichtungseinstellung (manuelle Blende , ISO und Verschlußzeit). Hier hinken andere Hersteller in der breiteren Etablierung innerhalb ihres Produkportolios noch etwas hinterher. Auch was die Aufnahmezeiten von Video anbelangt, setzt Canon derzeit die Maßstäbe: Während die Konkurrenz vielfach bei 5min HD-Video (720p) bzw. bei einem 2GB Filelimit für Videoaufnahmen liegt, punktet die Canon EOS 1D Mark IV mit 15 Minuten in 1920x1080 25 B/s und einem dazugehörigen Video-File-Limit von 4 GB - sehr überzeugende Werte.
Auch beim Rolling Shutter und Wobble-Effekten waren wir angenehm überrascht. Unserem Eindruck nach stellt die Canon EOS 1D Mark IV die derzeit am besten gegen Rolling Shutter gewappnete Video-DSLR dar.
 | | Auch im Hochformat wurde die FEL-Videofunktionstaste integriert | |
|
Gut gefallen hat uns die gut platzierte Live-View Vergrösserungstaste mit ihren zwei Schritten (5x und 10x). Gerade die 10fache Vergrösserung erlaubt mit etwas Übung eine recht akzeptable manuelle Schärfenkontrolle. Fehlen tut in diesem Zusammenhang immer noch bei den VideoDSLRs eine Peaking-Funktion. Abhilfe schafft hier nur eine „ausgelagerte Schärfenkontrolle“ in Form eines via HDMI angeschlossenen LCD Monitors. Hier gibt es mittlerweile auch Geräte, die u.a. ein farbiges Peaking zur Verfügung stellen. Wer ernsthafter mit einer Video-DSLR filmen möchte, dem sei eine entsprechende Anschaffung nebst Schärfezieheinrichtung ans Herz gelegt. s. a. unser Artikel zum Thema GRUNDLAGEN : VIDEO DSLRS PRO & CONTRA - DIE ÜBERSICHT.
Die Canon EOS 1D Mark IV gibt zwar ein 1080er Bildsignal via HDMI aus, jedoch nicht in voller Videoauflösung (sondern reduziert mit Kasch). Eine Schärfebeurteilung via angeschlossenem LCD Monitor stellt trotzdem die derzeit beste Kontrolle für manuell geführte Schärfe dar.
Audio wird bei der Canon EOS 1D Mark IV vorbildlich mit uncompressed PCM 16 Bit Stereo und 48 kHz aufgezeichnet (und nicht wie vielfach mit lediglich 44,1 kHz). Für optimale Audioaufnahmen ist ein externes Mikro trotzdem zwingend notwendig, welches sich über eine Miniklinke anschließen lässt.
Unsere Canon Teststellung wurde mit einer sehr hochwertigen EF 24-70mm 1:2.8 L USM Optik geliefert, die während unserer Tests sehr gute Bildresultate lieferte. Beeindruckend vor allem die extrem gute CA-Korrektur selbst bei anspruchsvollen Gegenlichtaufnahmen (s. unsere Reallive-Footage), sowie die sehr geringe Verzeichnung im Weitwinkel.
 | | Hochwertig - Canon EF 24-70mm 1:2.8 L USM | |
|
Als preiswertere 50mm Option hatten wir uns ebenfalls das Canon 50mm EF 1:1,4 angeschaut, das mit seiner deutlichen Reibung/Dämpfung bei der manuellen Fokussierung sehr gut gerade für manuelle Schärfenkontrolle im Videobereich funktioniert. Hier darf der manuelle Fokus gerne etwas schwergängiger sein – man wird mit mehr Kontrolle und Gefühl beim Schärfeziehen im Videobereich belohnt. Und nochmal zur Schärfekontrolle in Sachen Video: Gut gefallen hat uns bei der Canon EOS 1D Mark IV ebenfalls die Möglichkeit bei manuell geschaltetem Objektiv-Fokus von Liveview in den Sucher-Modus zu wechseln und hier ein frei definierbares Fokussensorfeld auszuwählen, welches Auskunft am Bildrand bei Erreichen der optimalen Schärfe gibt. So muss nicht in den Autofokus-Modus gewechselt werden – für eine schnelle Schärfenkontrolle auf einen eng begrenzten Fokus-Punkt eine sehr gute Option.
Auch das Durchhaltevermögen des Batteriepacks gab keinen Anlass zur Beanstandung. Selbst im täglichen Mix von Videoaufnahmen und Fotografie war am Ende jeden Tages noch ausreichend Power da.
[3 Leserkommentare] [Kommentar schreiben] Letzte Kommentare:
 | rob 14:22 18.03. | | Hallo Hartmut,
die 550D ist bereits bei Canon angefragt - wir werden sie auf jeden Fall hier testen - nur kann ich leider noch kein g...weiterlesen |  | scrooge 14:05 18.03. | | Hi Rob,
danke für den Test. Sehr interessant.
Werdet Ihr auch die EOS 550D testen ?
Da sie preislich schon n...weiterlesen |  | [ Alle Kommentare lesen]
[nach oben]
Weitere Artikel:
Test: JVC GY-HM150 – sanfte Evolution Mi, 25.Januar 2012 Mit der GY-HM150 bringt JVC einen Nachfolger für den doch etwas etwas in die Jahre gekommenen GY-HM100. Doch obwohl zwischen der Vorstellung der beiden Modelle rund drei Jahre vergangen sind, hat JVC erstaunlich wenig verändert. Da stellt sich unweigerlich die Frage, ob die GY-HM150 im Jahr 2012 mit fast baugleicher Technik immer noch begeistern kann... | Test: Apple iPhone 4S vs Samsung Galaxy S2: Wer wird die slashCAM HD Video-Handy Referenz? Mi, 21.Dezember 2011 Für unseren Einstieg in die Welt der Handy Videotests mussten sich Apples iPhone 4S und das Samsung Galaxy S2 durch unser Testlabor und durch Alltagsszenerien arbeiten. Wir wollten wissen, ob die Videoqualität derzeitiger Top-Smartphones Einsteiger HD-Camcorder überflüssig macht und wer sich die Referenz-Krone für zukünftige Tests aufsetzen darf … | Test: JVC GC-PX10 Do, 20.Oktober 2011 Als JVC die neue GC-PX10 auf der IFA präsentierte war die Medien-Resonanz vor allem wegen der neuartigen Gehäuseform groß. Doch auch die inneren Werte des digitalen Kamera-Zwitters müssen sich keinesfalls verstecken, wie unser Test belegt... | Test: Sony NEX-VG20 - Zweiter Anlauf Di, 11.Oktober 2011 | Test: Sony HXR-NX70 Do, 22.September 2011 | Test: JVC GZ-HM960 Di, 2.August 2011 | Test: Sony DSC-HX9V Di, 26.Juli 2011 | Test: Nikon D5100 & HD-Video - zwei Schritte vor, einen zurück Mi, 29.Juni 2011 | Test: Panasonic SD99 Di, 17.Mai 2011 | Test: Sony PMW-F3 - digitaler S35 Kinoeinstieg So, 15.Mai 2011 | Test: Kompakter 3D-Bolide - Sony HDR-TD10 3D-Kamera Mo, 9.Mai 2011 | Test: Sony HDR-CX700 und HDR CX690 Do, 14.April 2011 |
[nach oben]
| |